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Pflaumentomaten ausgeizen: Busch oder Stab, Rispen und Ernte

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 5 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Pflaumentomaten gibt es in beiden Wuchstypen: Buschsorten werden nicht ausgegeizt, rankende Sorten wie jede Stabtomate.
  • Bei rankenden Pflaumentomaten werden die Geiztriebe aus den Blattachseln entfernt, sobald sie etwa 5 cm lang sind.
  • Volle Rispen mit vielen festen Früchten brauchen Halt – Rispenhaken oder Schlaufe, bevor der Stiel knickt.
  • Reife Pflaumentomaten halten sich bei Zimmertemperatur ein bis zwei Wochen; der Kühlschrank kostet Aroma.
Pflaumentomaten in dichter Schicht, ovale rote Früchte mit glänzender Haut, teils mit grünem Kelch, Nahaufnahme eines Erntehaufens
Foto: Polina ⠀ · Pexels License · Quelle ↗

Pflaumentomaten: feste Früchte, zwei Wuchstypen

Pflaumentomaten erkennst du an der Frucht: länglich-oval, mit festem Fruchtfleisch, wenig Saft und wenigen Kernen – die Tomate für Soße, Ofenblech und zum Trocknen. Beim Ausgeizen hilft die Fruchtform allerdings nicht weiter, denn Pflaumentomaten gibt es in beiden Wuchstypen: als kompakte Buschtomaten und als rankende Stabtomaten. Wer die falsche Regel auf die eigene Sorte anwendet, verliert entweder Ernte oder den Überblick.

Dieser Beitrag zeigt, wie du den Wuchstyp deiner Pflaumentomate erkennst, was bei rankenden Sorten zu tun ist und was bei buschigen nicht, wie du die typisch vollen Rispen stützt und wann die festen Früchte reif sind. Die Grundlagen des Ausgeizens gibt es nur als Anriss; alles zu Aussaat, Standort, Gießen und Düngen steht im Beitrag darüber, wie du Pflaumentomaten von der Aussaat bis zur Ernte pflegst.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Solanum
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Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11
Aussaatkalender Pflaumentomaten
GartenkalenderVorkultur: Februar, März, April; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: FebruarVorkultur: MärzVorkultur: AprilBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MaiVorkulturBlüteErntePflanzung

Busch oder Stab: erst die Tüte lesen

Buschtomaten – die determinierten Sorten – bleiben mit rund 50 bis 100 cm kompakt, verzweigen sich von selbst und schließen ihr Wachstum nach einer bestimmten Zahl von Fruchtständen ab; die Seitentriebe tragen bei ihnen die Ernte, deshalb werden sie nicht ausgegeizt. Stabtomaten wachsen die ganze Saison weiter, brauchen eine Stütze und werden ausgegeizt. Auf der Saatguttüte steht der Typ meist dabei: „Buschtomate“ oder „determinant“ gegenüber „Stabtomate“ oder „indeterminant“. Fehlt die Angabe, verrät es die Pflanze im Frühsommer – breit und unten verzweigt mit Blüten an vielen Trieben ist Busch, ein Haupttrieb nach oben mit Rispen daran ist Stab. Was die Wuchstypen für Abstand, Stütze und Pflege bedeuten, trägt der Tomaten-Ratgeber im Abschnitt darüber, was Stabtomaten und Buschtomaten unterscheidet.

Kurz erklärt

„Determiniert“ heißt begrenzt: Die Pflanze beendet ihr Höhenwachstum nach einigen Rispen und verzweigt sich stattdessen – das ist die Buschtomate. „Indeterminiert“ heißt unbegrenzt: Der Haupttrieb wächst weiter, solange die Saison es zulässt – das ist die Stabtomate. Beide Begriffe stehen so auf vielen Saatguttüten, oft abgekürzt als „det.“ und „indet.“.

Buschige Pflaumentomaten brauchen keine Schere, aber Halt: Voll behangen legen sie sich um, und Früchte auf der Erde faulen oder werden von Schnecken angefressen. Ein Stab, ein Tomatenkäfig oder ein Rankgitter hält die Triebe oben; entfernt werden nur vergilbte und am Boden liegende Blätter.

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Rankende Pflaumentomaten ausgeizen: der Anriss

Rankende Pflaumentomaten ziehst du wie jede Stabtomate: ein Haupttrieb am Stab, die Geiztriebe in den Blattachseln werden entfernt, sobald sie etwa 5 cm lang sind, seitlich mit den Fingern ausgebrochen, solange sie weich sind. Die Blütenrispen bleiben selbstverständlich stehen – und bei Pflaumentomaten sind sie oft dicht mit Früchten besetzt, sodass ein Geiztrieb direkt neben einer jungen Rispe genau angeschaut wird, bevor du zugreifst. Ich schaue bei Pflaumentomaten vor jedem Griff zweimal hin, weil die jungen Rispen dort dem Geiztrieb ähnlicher sehen als bei großfrüchtigen Sorten. Warum Stabtomaten überhaupt ausgegeizt werden und wann die Schere mehr schadet als nützt, erklärt der Beitrag darüber, warum Tomaten ausgegeizt werden und bei welchen Sorten; jeden Handgriff mit Fingern und Schere zeigt die Anleitung dazu, wie du Stabtomaten Schritt für Schritt ausgeizt.

Wer Platz und eine stabile Stütze hat, lässt einen kräftigen Geiztrieb unterhalb der ersten Blütenrispe als zweiten Haupttrieb stehen und bindet ihn an einen eigenen Stab; danach werden beide Triebe gleich konsequent ausgegeizt. Für Pflaumentomaten mit ihren mittelgroßen, festen Früchten ist das ein guter Kompromiss zwischen Ertrag und Übersicht – die Last je Rispe ist geringer als bei Fleischtomaten, und zwei Triebe tragen mehr Rispen als einer. Gegen Ende der Saison kappst du bei rankenden Sorten den Haupttrieb ein Blatt über der letzten Rispe, die noch ausreifen kann; bei Buschsorten entfällt das, sie hören von selbst auf.

Tipp

Den zweiten Trieb immer unterhalb der ersten Blütenrispe wählen – dort sind die Geiztriebe am kräftigsten – und ihm von Anfang an einen eigenen Stab geben, statt ihn am selben Stab mitzubinden. So bleiben beide Triebe luftig, und du kommst beim Ausgeizen an jede Blattachsel heran.

Volle Rispen stützen

Pflaumentomaten setzen oft viele Früchte an einer Rispe an, und obwohl jede einzelne Frucht leichter ist als eine Fleischtomate, wiegt eine voll besetzte Rispe am Ende beachtlich. Knickt der Rispenstiel unter der Last ab, ist die Versorgung unterbrochen, und die Früchte bleiben klein oder faulen an der Knickstelle. Deshalb bekommt jede Rispe, die schwer wird, einen eigenen Halt, solange die Früchte noch klein sind: einen Rispenhaken oder eine Schlaufe aus weichem Material, mit der der Rispenstiel am Stab hängt, oder eine Schnur vom Stab zur Rispe. Das Anbinden des Haupttriebs selbst – locker, in weiten Schlingen, mit weichem Material – trägt der Tomaten-Ratgeber im Abschnitt zum Stützen und Aufbinden.

Marias Erfahrung

Meine rankenden Pflaumentomaten ziehe ich zweitriebig, und jede Rispe bekommt eine Schlaufe aus altem Strumpfstoff, sobald die Früchte daumendick sind. Bei den Buschsorten im Freiland lasse ich die Schere in der Tasche und spanne stattdessen ein Rankgitter, an das ich die Triebe locker anlehne.

Ernte und Lagerung: die festen Früchte

Reif sind Pflaumentomaten, wenn die Frucht durchgefärbt ist, auf leichten Druck etwas nachgibt und sich leicht vom Stiel löst; bei vielen Sorten löst sich die ganze Rispe. Weil das Fruchtfleisch fest ist, vertragen sie das Pflücken und Lagern besser als saftige Salattomaten. Bei Zimmertemperatur halten sich reife Pflaumentomaten ein bis zwei Wochen, am besten nebeneinander mit dem Stielansatz nach unten; der Kühlschrank kostet Aroma. Noch grüne Früchte reifen an einem warmen, hellen Platz nach – wichtig vor dem ersten Frost, wenn du die letzten Rispen samt Trieb ins Haus holst. Ich ernte meine Pflaumentomaten für die Soße erst, wenn sie tiefrot und weich sind, weil sie mir dann am besten schmecken.

In der Küche spielen Pflaumentomaten ihre Stärke aus: Wenig Saft und feste Wände machen sie zur Tomate für Soßen, für das Ofenblech und zum Trocknen. Wer sie einkocht, hält sich an die Regeln des Bundesinstituts für Risikobewertung, nicht an freie Rezepte – das Einkochen von Tomaten ist ein eigenes Kapitel mit eigenen Sicherheitsregeln. Wie du Tomaten nachreifen lässt und lagerst, trägt der Tomaten-Ratgeber im Abschnitt zum Ernten, Nachreifen und Lagern.

Fazit: Tüte lesen, Rispen sichern, reif ernten

Pflaumentomaten ausgeizen heißt zuerst: den Wuchstyp kennen. Buschsorten wachsen ohne Schere und brauchen nur Halt, rankende Sorten werden ein- oder zweitriebig gezogen und regelmäßig von ihren Geiztrieben befreit. Beiden gemeinsam sind volle Rispen, die rechtzeitig einen Haken oder eine Schlaufe bekommen, und feste Früchte, die reif geerntet und bei Zimmertemperatur gelagert am besten schmecken.

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Häufige Fragen

Muss ich Pflaumentomaten ausgeizen?
Das hängt vom Wuchstyp ab, nicht von der Fruchtform. Buschig wachsende Pflaumentomaten werden nicht ausgegeizt, weil ihre Seitentriebe die Ernte tragen. Rankende Pflaumentomaten sind Stabtomaten und werden ein- oder zweitriebig gezogen; alle übrigen Geiztriebe kommen weg.
Woran erkenne ich, ob meine Pflaumentomate buschig oder rankend wächst?
Auf der Saatguttüte oder dem Etikett: „Buschtomate“ oder „determinant“ heißt buschig, „Stabtomate“ oder „indeterminant“ heißt rankend. Fehlt die Angabe, zeigt es die Pflanze im Frühsommer – breit und unten verzweigt mit Blüten an vielen Trieben ist Busch, ein Haupttrieb nach oben mit Rispen daran ist Stab.
Wann beginne ich bei Pflaumentomaten mit dem Ausgeizen?
Bei rankenden Sorten, sobald nach dem Auspflanzen die ersten Geiztriebe in den Blattachseln erscheinen. Entfernt werden sie, sobald sie etwa 5 cm lang sind – dann brechen sie mit den Fingern sauber aus. Danach kontrollierst du die Blattachseln bei jedem Beetrundgang bis zum Saisonende.
Wie erkenne ich Geiztriebe bei Pflaumentomaten?
Ein Geiztrieb sitzt in der Blattachsel, im Winkel zwischen Haupttrieb und Blattstiel, und sieht aus wie eine kleine Kopie des Haupttriebs mit eigenen Blättchen. Die Blütenrispe entspringt dagegen direkt am Stängel zwischen zwei Blättern, trägt Knospen und bleibt stehen – bei Pflaumentomaten ist sie oft dicht besetzt, also lieber zweimal hinsehen.
Wie stütze ich die vollen Rispen der Pflaumentomate?
Mit einem Rispenhaken oder einer Schlaufe aus weichem Material, die den Rispenstiel am Stab hält, oder mit einer Schnur vom Stab zur Rispe. Angebracht wird die Stütze, solange die Früchte klein sind; ein abgeknickter Rispenstiel versorgt die Früchte nicht mehr.
Kann ich Pflaumentomaten mit zwei Trieben ziehen?
Ja, bei rankenden Sorten mit Platz und stabiler Stütze. Du lässt einen kräftigen Geiztrieb unterhalb der ersten Blütenrispe stehen, bindest ihn an einen eigenen Stab und geizt beide Triebe danach gleich konsequent aus. Die Pflanze trägt mehr Rispen, braucht aber mehr Abstand, Wasser und Dünger.
Welche Fehler passieren beim Ausgeizen von Pflaumentomaten am häufigsten?
Die buschige Sorte ausgeizen und damit die Fruchttriebe entfernen; eine junge Blütenrispe für einen Geiztrieb halten; Geiztriebe so groß werden lassen, dass sie nur noch mit der Schere gehen; und bei nassem Laub arbeiten, sodass die Bruchstellen nicht abtrocknen. Alle vier lassen sich mit einem zweiten Blick und einem trockenen Vormittag vermeiden.
Wann sind Pflaumentomaten reif?
Wenn die Frucht durchgefärbt ist, auf leichten Druck etwas nachgibt und sich leicht vom Stiel löst; bei vielen Sorten löst sich die ganze Rispe. Das feste Fruchtfleisch verträgt das Pflücken gut. Grüne Früchte vor dem Frost reifen an einem warmen, hellen Platz nach.
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