Wurzelgemüse anbauen: Aussaatkalender von Möhre bis Winterrettich
- Möhren säst du von Februar bis Juli, Frühmöhren ab Februar unter Folie oder Vlies und Bundmöhren bis Ende Juli.
- Pastinaken kommen von Mitte März bis Anfang Mai direkt ins Beet, Schwarzwurzeln im März oder April.
- Rote Bete säst du von Mitte März bis Anfang Juli, Winterrettich von Mitte Juni bis Mitte August.
- Radieschen säst du im Freiland von Mitte Februar bis Mitte August und etwa alle 2 Wochen nach.
- Möhre, Rote Bete und Radieschen sind keine Lichtkeimer, Sellerie schon: Seine Samen bedeckst du nur hauchdünn.
- Die Monate sind ein Rahmen, denn klimatisch ungünstige Lagen sind später bestellbar als Weinbaulagen.

Wurzelgemüse anbauen heißt zuerst, das richtige Zeitfenster zu treffen. Pastinaken und Schwarzwurzeln wollen früh ins Jahr, Winterrettich kommt erst im Sommer an die Reihe. Radieschen säst du fast die ganze Saison über nach. Ich trage mir jeden Winter die AussaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr. meiner Arten in einen Kalender ein und verteile danach die Beete. Hier findest du diese Fenster Monat für Monat, dazu Keimtemperaturen, Saattiefen und die Handgriffe für ein gutes Saatbett.
Stehst du ganz am Anfang, lies vorher, wie du Wurzel- und Knollengemüse als Einsteiger anbaust. Für die Wand im Schuppen gibt es alle Termine auch als druckbaren Kalender für deine Wurzelgemüse-Beete.
Wann säe ich welches Wurzelgemüse? Der Kalender auf einen Blick
Die Tabelle zeigt dir die Aussaat- und Pflanzfenster der gängigen Arten. Wo ein weiter gefasstes Fenster dabeisteht, ist die Aussaat auch in diesem größeren Zeitraum möglich.
| Art | Aussaat oder Pflanzung | So kommt sie ins Beet |
|---|---|---|
| Möhre | Februar bis Juli | Frühmöhre ab Februar unter Folie oder Vlies, Sommermöhre ab März, Dauermöhre im Mai oder Juni, Bundmöhre bis Ende Juli |
| Pastinake | Mitte März bis Anfang Mai, weiter gefasst Anfang März bis Ende Mai | Direktsaat ins Freiland |
| Schwarzwurzel | März oder April, weiter gefasst bis Mitte Mai | Direktsaat |
| Rote Bete | Mitte März bis Anfang Juli, je nach Kalender auch April bis Mitte Juli | Direktsaat, ‘Chioggia’ auch in Töpfen vorkultivierbar |
| Radieschen | Mitte Februar bis Mitte August im Freiland, mit passender Sorte bis Mitte September | Direktsaat, Vorziehen nicht nötig |
| Rettich | März bis September, Sommerrettich als Nachkultur Ende Mai bis Mitte Juli | Direktsaat, frühe Sätze unter Folie oder Vlies |
| Winterrettich | Mitte Juni bis Mitte August, als Nachkultur Mitte Juli bis Anfang August | Direktsaat |
| Herbstrübe | Mai bis August | Direktsaat, lässt sich schlecht verpflanzen |
| Steckrübe | Mai bis Juni, weiter gefasst ab April | Direktsaat |
| Knollenfenchel | Vorkultur Mitte April bis Mitte Juni, Direktsaat Mitte Mai bis Ende Juni, für die Herbsternte Ende Juni bis Mitte Juli | Vorkultur im Haus oder Direktsaat |
| Stangensellerie | je nach Anbauverfahren VoranzuchtVoranzucht heißt, Pflanzen aus Samen in Schalen oder Töpfen unter geschützten Bedingungen heranzuziehen, etwa am Fenster, im Gewächshaus oder im Frühbeet. Die Jungpflanzen setzt du später ins Beet. Januar bis Anfang Juni, Pflanzung Mitte März bis Mitte Juli | warme Vorkultur |
| Meerrettich | Pflanzung März bis April | Fechser 5 cm tief setzen |
| Topinambur | Pflanzung März bis April | 10 cm tief pflanzen |
Die Monate geben dir den Rahmen, den genauen Tag bestimmt die Witterung. Klimatisch ungünstige Lagen sind später bestellbar als Weinbaulagen, dort rückt jeder Termin nach hinten. Ich lockere und säe erst, wenn der Boden abgetrocknet ist und nicht mehr am Spaten klebt.
Für die Beetplanung verteilst du zuerst die Hauptkulturen. Danach ergänzt du Vor-, Nach- und ZwischenkulturenEine Zwischenkultur ist eine schnell wachsende Gemüsekultur, die gleichzeitig mit einer langsam wachsenden Hauptkultur auf dem Beet steht, meist in Reihen dazwischen. Sie ist geerntet, bevor die Hauptkultur den ganzen Platz braucht., die zeitlich zu deren BeetbelegungDie Beetbelegung beschreibt, welche Kultur wann und wie lange auf einem Beet steht. Dazu gehören die Hauptkultur sowie Vor-, Nach- und Zwischenkulturen, die das Beet vor, nach oder neben ihr nutzen. passen. Dabei hilft dir der Beetplaner für deinen Gemüsegarten.
Januar und Februar: Was darf schon in die Erde?
Im Januar säst du unter Glas oder im Haus. Die Radieschensorte ‘Korund’ kannst du ab Januar unter Glas aussäen. Rettich ‘Rex’ kommt ab Mitte Januar im Haus in die Erde, später auch im Frühbeet.
Stangensellerie ziehst du je nach Anbauverfahren schon ab Januar vor, die Anzucht läuft bei etwa 20 bis 22 °C. Er ist Lichtkeimer, deshalb bedeckst du die Samen nur hauchdünn mit Erde oder Sand. Wie es nach dem Pikieren weitergeht, steht im Vorkultur-Kapitel im Ratgeber zu Wurzel- und Knollengemüse.
Im Februar beginnen die ersten Sätze draußen. Frühmöhren säst du ab Februar unter Folie oder Vlies, Radieschen ab Mitte Februar im Freiland. Frühbeetkästen, Folientunnel oder Vliese können die Ernte um 1 bis 3 Wochen verfrühen.
Bei Rettich kann Kälte die Blütenbildung auslösen, lange Tage beschleunigen danach die Blütenentwicklung. Frühe Rettichsaaten deckst du deshalb mit Folie oder einem Vlies von 17 g/m² ab. Das verfrüht die Ernte und vermindert das Schossrisiko.
Radieschen unter Glas zu warm halten. Zu hohe Wintertemperaturen können bei Radieschen zu übermäßig gestreckten Knollen führen. Heb an sonnigen, frostfreien Tagen die Frühbeetfenster an, denn darunter kann sich die Luft stark erwärmen.
März bis Mai: Wann kommen die langen Wurzeln ins Beet?
Im Frühjahr säst du die Arten, die bis in den Winter im Beet stehen. Pastinaken kommen von Mitte März bis Anfang Mai direkt ins Freiland. Zur Keimung brauchen sie rund 20 Tage. Schwarzwurzeln säst du im März oder April. Ist es nach der Aussaat trocken, gießt du sie gut an, damit sich die Keimung nicht verzögert.
Pastinaken erntest du von Oktober bis Februar, Schwarzwurzeln von September bis März. Gesät werden beide aber im Frühjahr. Wer erst im Herbst an Wintergemüse denkt, hat ihr Saatfenster also verpasst.
Für Pastinaken lege ich das Beet zwei bis vier Wochen vor der Saat als falsches Saatbett an. Was in dieser Zeit an Unkraut aufläuft, entferne ich nur oberflächlich. Erst danach säe ich.
Ab März folgen die Sommermöhren. Die Sorte ‘Nantaise 2’ säst du von März bis Juni. Rote Bete geht ab Mitte März in die Reihe. Frühe Radieschen im März deckst du mit Vlies ab, es schützt vor Frost und hält Wärme im Beet. Auch bei angekündigtem Nachtfrost legst du das Vlies über junge Radieschen.
Pflanzt du Stangensellerie schon im April, braucht er eine Vlies- oder Folienabdeckung. Mehrere Tage unter 4 °C erhöhen bei ihm das Risiko vorzeitigen Schossens. Knollenfenchel ziehst du ab Mitte April im Haus vor.
Nimmst du Kohlrabi mit ins Beet, gilt für die Sorte ‘Noriko’: ab Anfang März geschützt vorziehen oder von Mitte April bis Ende Juni direkt säen. Meerrettich und Topinambur pflanzt du von März bis April. Zur Vorbeugung gegen Weißen Rost sortierst du verfärbte, angeschwollene oder aufgeplatzte Meerrettichfechser vorher aus.
Juni bis August: Was säe ich im Sommer nach?
Im Sommer geht es um Folgesätze und um Nachkulturen auf frei gewordenen Beeten. Dauermöhren säst du im Mai oder Juni, Bundmöhren noch bis Ende Juli. Rote Bete geht bis Anfang Juli, je nach Kalender bis Mitte Juli. Nach der Aussaat und in den ersten Wochen braucht sie ausreichend Wasser, besonders bei Trockenheit und auf sandigem Boden.
Knollenfenchel säst du von Mitte Mai bis Ende Juni direkt. Für die Herbsternte folgt ein Satz von Ende Juni bis Mitte Juli. Bei sommerlicher Hitze und Trockenheit helfen ausreichend Wasser und Mulch aus Rasenschnitt oder Stroh, das Schossrisiko zu vermindern.
Sommerrettich säst du als Nachkultur von Ende Mai bis Mitte Juli, geerntet wird von Juli bis September. Winterrettich hat sein Fenster von Mitte Juni bis Mitte August, als Nachkultur von Mitte Juli bis Anfang August. Die Sorte ‘Runder Schwarzer Winter’ ist ein Winterrettich und keine Radieschensorte. Sie wird von Juni bis August gesät und von September bis November geerntet.
Herbstrüben säst du von Mai bis August direkt, denn sie lassen sich schlecht verpflanzen. Für die Sorte ‘Runde weiße Rotköpfige’ gilt Anfang Juli bis Mitte August. Bei der Sommeraussaat gießt du zusätzlich, weil Wassermangel die Schosserbildung begünstigt. Als Vorkultur passen Salat, Erbsen oder Zwiebeln, wenn sie das Beet rechtzeitig räumen.
Steckrüben säst du von Mai bis Juni direkt, weiter gefasst schon ab April. Radieschen stehen im Sommer eher halbschattig, weil Hitze und Trockenheit das SchossenSchossen nennt man es, wenn eine Gemüsepflanze vorzeitig in die Höhe wächst und Blütenstände bildet, statt weiter Blätter oder Knollen zu entwickeln. Typisch ist das bei Salat, Spinat und Radieschen. begünstigen. Die Sorte ‘Parat’ ist eine klassische Sommersorte mit einem Aussaatfenster von März bis August.
Für eine laufende Ernte säst du Radieschen etwa alle 2 Wochen in kleineren Mengen nach. Mairüben und Teltower Rübchen kannst du im selben Rhythmus erneut säen.
September und Oktober: Was geht jetzt noch?
Mit einer geeigneten Sorte säst du Radieschen noch bis Mitte September ins Freiland. Unter Glas geht es mit ‘Korund’ von August bis Oktober weiter. Auf rechtzeitig abgeernteten Beeten kannst du noch bis Oktober Winterroggen als Gründüngung säen, weiter gefasst bis November.
Phacelia passt ebenfalls als Gründüngung, weil sie mit den gängigen Gemüsearten nicht verwandt ist. Senf, Ölrettich und Raps sind dagegen Kreuzblütler und gehören nicht als Gründüngung in eine Folge mit viel Rettich oder Radieschen. Wie du den Fruchtwechsel für deine Wurzelbeete planst, liest du im eigenen Beitrag dazu.
Wie warm muss es zum Keimen sein?
Keimtemperatur, Keimdauer und Saattiefe unterscheiden sich von Art zu Art deutlich. In der Tabelle steht die Keimtemperatur als untere und obere Grenze. Steht schon bei einer Grenze eine Spanne, schwanken die Werte dafür.
| Art | Keimtemperatur von | Keimtemperatur bis | Keimdauer | Saattiefe |
|---|---|---|---|---|
| Möhre | 5–15 °C | 20–25 °C | 10–30 Tage | 1–2 cm |
| Pastinake | 15 °C | 20 °C | 14–21 Tage | 1–2 cm |
| Schwarzwurzel | 15 °C | 15 °C | 10–21 Tage | 2–3 cm |
| Rote Bete | 8 °C | 20 °C | 12–20 Tage | 2–3 cm |
| Radieschen | 8–18 °C | 20–22 °C | 3–14 Tage | 1–2 cm |
| Rettich | 8–16 °C | 15–25 °C | 4–25 Tage | 0,5–3 cm |
| Herbstrübe | 15 °C | 20 °C | 7–10 Tage | 2 cm |
| Steckrübe | 15 °C | 18 °C | 7–14 Tage | 0,5–2 cm |
| Knollenfenchel | 20 °C | 22 °C | 7–14 Tage | 1,5–2 cm |
| Knollensellerie | 18–20 °C | 20–24 °C | 14–30 Tage | 0–0,5 cm |
| Wurzelpetersilie | 10 °C | 18 °C | 7–28 Tage | 0,5 cm |
Radieschen säst du flach, denn bei zu tiefer Saat können rundknollige Sorten längliche Knollen bilden. Knollenfenchel braucht zum Keimen mindestens 20 °C, und sein Direktsaatfenster beginnt erst Mitte Mai. Früher startest du ihn im Haus, ab Mitte April.
„Wurzelgemüse sind Lichtkeimer, die Samen gehören obenauf.“ Für die meisten Arten in diesem Kalender stimmt das nicht. Möhre, Rote Bete, Radieschen, Schwarzwurzel, Herbstrübe, Steckrübe und Knollenfenchel sind keine Lichtkeimer und kommen in ihre Saattiefe aus der Tabelle. Sellerie dagegen keimt im Licht, seine Samen bedeckst du nur hauchdünn.
Wie säe ich Wurzelgemüse richtig?
Im Frühjahr lockerst du das Beet mit Grabgabel oder Krail, sobald der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Danach ebnest du die Fläche mit Krail oder Rechen ein. Nach der Saat drückst du die Samen leicht an. Hast du vorher eine Gründüngung flach eingearbeitet, wartest du bis zur Aussaat meist etwa 2 bis 3 Wochen.
Ist der Unterboden vor der Aussaat sehr trocken, gibst du 1 bis 2 Tage vorher 15 bis 20 l Wasser je m². Während QuellungQuellung ist die Wasseraufnahme eines trockenen Samens und der erste Schritt der Keimung. Der Same schwillt dabei an, bis der innere Druck die Samenschale öffnet und die Keimwurzel austreten kann. und Keimung hältst du das Saatbett danach ausreichend feucht, ohne dass es vernässt.
Für lange Wurzeln zählt auch der Boden unter der Saat. Bei Schwarzwurzeln fördern Verdichtungen, ungleichmäßig abgesetzte Saatbetten und Steine verzweigte Wurzeln. Lange Möhren brauchen tiefgründigen, steinfreien Boden mit höherem Sandanteil, denn starker Lehm- oder Tongehalt und Verdichtung begünstigen gegabelte Rüben. Ist dein Gartenboden für lange Möhren ungeeignet, können gut 20 cm hohe, seitlich abgestützte Dämme den durchwurzelbaren Bodenraum verbessern. Wie du solche Dämme anlegst, zeigt die Anleitung für Wurzelgemüse vom Samen bis zur Ernte.
Ich lege Radieschen etwa alle 10 cm als Markiersaat in die Möhrenreihe, weil sie schneller keimen. So sehe ich früh, wo die Reihe verläuft. Die Radieschen ernte ich, bevor sie die Möhren bedrängen.
Boden abgetrocknet und gelockert. Fläche eingeebnet. Bei trockenem Unterboden vorgewässert. Saattiefe je Art aus der Tabelle. Saat leicht angedrückt. Saatbett feucht, aber nicht nass.
Welches Saatgut und welche Sorten passen zum Termin?
Für Schwarzwurzel, Pastinake und Wurzelpetersilie nimmst du jedes Jahr frisches Saatgut. Ich kaufe für diese drei jedes Frühjahr neue Tüten, Reste vom Vorjahr säe ich nicht mehr. Mehr dazu, wie du Wurzelpetersilie anbaust und verwendest, liest du in ihrem Porträt.
Bei älteren Tüten anderer Arten machst du vorher eine Keimprobe. Dafür bringst du eine abgezählte Menge Samen feucht zum Keimen und beobachtest sie über 2 bis 3 Wochen. Keimen nur wenige, säst du dichter oder nimmst frisches Saatgut.
Bei den meisten Rote-Bete-Sorten enthält ein Saatkorn mehrere Samen, aus einem Knäuel wachsen also mehrere Pflanzen. Monogermes Saatgut ist technisch einkeimig aufbereitet und hat nur eine Samenanlage je Korn.
Säst du normale Rote-Bete-Knäuel, stehen später an einer Stelle mehrere Pflänzchen. Die überzähligen Jungpflanzen verziehst du dann.
Einige Termine hängen an der Sorte, vor allem bei Radieschen und Rettich:
| Sorte | Art | Passt für |
|---|---|---|
| ‘Korund’ | Radieschen | Aussaat unter Glas von Januar bis April und von August bis Oktober |
| ‘Topsi’ | Radieschen | sehr frühe Aussaat im Gewächshaus oder Frühbeetkasten |
| ‘Rudi’ | Radieschen | früher Anbau im kalten Folienhaus, gilt als mild im Geschmack |
| ‘Parat’ | Radieschen | klassische Sommersorte, Aussaat März bis August |
| ‘Nantaise 2’ | Möhre | Aussaat März bis Juni |
| ‘Rex’ | Rettich | Mitte Januar bis April im Haus oder später im Frühbeet, Mai und Juni direkt ins Freiland; Ernte etwa 9–10 Wochen nach der Aussaat |
| ‘Runder Schwarzer Winter’ | Winterrettich | Aussaat Juni bis August, Ernte September bis November |
| ‘Rondo F1’ | Knollenfenchel | Sommer- und Herbstanbau, gilt als sehr schossfest |
| ‘Meres’ | Schwarzwurzel | gilt als schossfest und widerstandsfähig gegen Echten Mehltau |
Welche Arten sonst noch in den Hausgarten passen, zeigt der Überblick über Klassiker und Raritäten unter den Wurzel- und Knollengemüsen.
Wie geht es nach der Aussaat weiter?
Ab dem Auflaufen beginnt die Pflege. Hier das Nötigste in Kürze, die Details stehen in den verlinkten Beiträgen und in den passenden Kapiteln des Ratgebers zu Wurzel- und Knollengemüse.
Pflege und Gießen: Jetzt stehen VereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe., Hacken und gleichmäßiges Gießen an. Bei Möhren begünstigen starke Feuchtewechsel das Platzen. Wie du vorgehst, erklärt der Beitrag, wie du Wurzelgemüse bis zur Ernte pflegst, und fürs Wasser gibt es einen eigenen Ratgeber zum richtigen Bewässern deiner Wurzelbeete.
Schädlinge: Die MöhrenfliegeDie Möhrenfliege ist ein Gartenschädling: eine Fliege, deren weiße Maden meist über die Wurzeln in Möhren eindringen. Befallene Möhren sind von rostbraunen Fraßgängen durchzogen, und dieses Schadbild heißt Eisenmadigkeit. fliegt gewöhnlich ab etwa Anfang Mai und erneut ab Juli. Ich lege auf Möhren und Radieschen direkt nach der Saat ein Kulturschutznetz und schließe es am Boden dicht. Was sonst vorbeugt, steht im Kapitel Krankheiten und Schädlinge des Ratgebers.
Ernte und Lagerung: Wurzelgemüse lässt sich nur aus ungefrorenem Boden ernten, weil die Wurzeln sonst abbrechen können. Wann welche Art reif ist und wie du sie lagerst, erklärt der Beitrag zum Ernten und Lagern von Wurzelgemüse.
Töpfe und Hochbeet: Für Radieschen auf Balkon oder Terrasse soll das Gefäß mindestens 15 cm hoch mit Blumen- oder Gemüseerde gefüllt sein. Kurze und runde Möhrenformen passen in Balkonkästen mit lockerem Substrat. Mehr dazu im Ratgeber für Wurzelgemüse in Töpfen und Kübeln und im Beitrag, wie du ein Hochbeet für Wurzelgemüse befüllst und nutzt.
Mischkultur: Welche Beetnachbarn zusammenpassen, prüfst du mit dem Mischkultur-Planer. Günstige Einflüsse zwischen Gemüsearten sind allerdings schwer nachzuweisen, und Beobachtungen dazu widersprechen sich häufig.
Küche: Was du aus der Ernte kochst und welche Nährwerte die Arten mitbringen, steht in den Kapiteln Küche sowie Nährwerte und Gesundheit des Ratgebers.




