Pastinaken anbauen: vom Samen bis zur Ernte im Herbst und Winter
- Aussaat von März bis Mai direkt ins Freiland, 1 bis 2 cm tief.
- Abstand als System: 30 cm zwischen den Reihen, 10 cm in der Reihe nach dem Vereinzeln.
- Die Keimung dauert 14 bis 21 Tage, so lange bleibt das Saatbett feucht, ohne zu vernässen.
- Vereinzeln etwa 3 bis 4 Wochen nach dem Auflaufen.
- Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen 160 bis 200 Tage, geerntet wird von Oktober bis März.

Pastinaken verlangen vor allem Geduld. Ihre Samen brauchen 14 bis 21 Tage zum Keimen, und so lange muss das Saatbett feucht bleiben, ohne zu vernässen. Danach stehen die Wurzeln lange im Beet: Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen 160 bis 200 Tage. Ich lege mein Pastinakenbeet deshalb im Frühjahr an und plane die Fläche gleich bis in den Winter ein.
Die Pastinake gehört wie Möhre und Sellerie zu den DoldenblütlernDoldenblütler (Apiaceae) sind eine Pflanzenfamilie, deren Blüten meist in Doppeldolden, seltener in einfachen Dolden stehen. Dazu gehören Nutzpflanzen wie Möhre, Petersilie, Sellerie, Dill und Kümmel, aber auch tödlich giftige Wildpflanzen wie Schierling. und bildet eine lange Rübe. Sie wird direkt ins Beet gesät und gilt als frosthart. Wie die Wurzelgemüse untereinander verwandt sind, erklärt das Kurzporträt zu Verwandtschaft und Herkunft im Ratgeber Wurzel- und Knollengemüse.
Weil du im Frühjahr säst und bis März ernten kannst, bleibt die Fläche bei Ernte nach Bedarf bis ins nächste Jahr belegt. Plane das ein, wenn du deine Beete im Beetplaner übers Jahr einteilst.
Pastinaken auf einen Blick
| Was | Wert |
|---|---|
| Aussaat | März bis Mai, direkt ins Freiland |
| Saattiefe | 1 bis 2 cm |
| Reihenabstand | 30 cm |
| Abstand in der Reihe | 10 cm nach dem VereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe. |
| Keimtemperatur | 15 bis 20 °C |
| Keimdauer | 14 bis 21 Tage |
| Vereinzeln | etwa 3 bis 4 Wochen nach dem Auflaufen |
| Erste Nachdüngung | etwa 6 Wochen nach dem Auflaufen |
| Kulturdauer | 160 bis 200 Tage von der Aussaat bis zur Ernte |
| Ernte | Oktober bis März, sobald der Boden offen ist |
| Boden-pHDer Boden-pH-Wert beschreibt, ob ein Boden sauer, neutral oder alkalisch ist. Er beeinflusst die Tätigkeit der Bodenorganismen und zeigt, ob ein Gartenboden eine Kalkgabe braucht. | 6,5 bis 7 gilt als ideal |
Welcher Standort passt zu Pastinaken?
Pastinaken brauchen einen offenen, sonnigen Platz mit tiefgründigem, leichtem Boden, der gleichmäßig feucht bleibt. Ton- und Kreideböden sind für sie weniger günstig, als idealer pH-Wert gelten 6,5 bis 7. Die Grundlagen zu Bodenarten stehen im Wurzelgemüse-Ratgeber im Abschnitt Standort, Boden und Gefäß. Wenn du im Hochbeet gärtnerst, liest du nach, wie du Pastinaken im Hochbeet anbaust.
Wie säe ich Pastinaken richtig?
Das Saatbett vorbereiten
Als lange Rüben brauchen Pastinaken die Tiefe eines gut gelockerten Beets. Ich lockere den Boden im Frühjahr mit der Grabgabel, sobald er nicht mehr zu feucht ist. Wo ich eine verdichtete Schicht vermute, stoße ich eine spitze Metallstange in den feuchten Boden und prüfe den Widerstand. Auf Ton- oder Kreideböden kann gut verrotteter Mist schon im Herbst vor der Kultur eingearbeitet werden. Gemeint ist die Bodenvorbereitung, keine frische Mistgabe zur Aussaat.
Weil die Keimung bei Pastinaken lange dauert, bereite ich ihr Beet gern als falsches Saatbett vor. Dafür ist die Fläche zwei bis vier Wochen vor der Aussaat fertig. Das Unkraut, das bis dahin aufläuft, entferne ich vor der Saat nur oberflächlich.
Schweren Boden erst bearbeiten, wenn er nicht mehr an Schuhen oder Spaten klebt. Ist der Unterboden sehr trocken, 1 bis 2 Tage vor der Saat 15 bis 20 l Wasser je m² geben. Die Fläche mit Krail oder Rechen einebnen. Nach der Saat die Erde leicht andrücken.
Wann du Pastinaken säst
Pastinaken säst du von März bis Mai direkt an den Platz, an dem sie bis zur Ernte stehen bleiben. Den Termin passt du an die Witterung an, denn klimatisch ungünstige Lagen lassen sich später bestellen als Weinbaulagen. Besonders früh gesäte Pastinaken keimen langsam. Welche Monate für deine anderen Wurzelgemüse passen, zeigt dir der druckbare Aussaatkalender für Wurzelgemüse.
Frisches Saatgut und Keimprobe
Pastinakensaat ist kurzlebig. Nach 15 Monaten hat sie nur noch eine geringe KeimfähigkeitDie Keimfähigkeit gibt an, wie viel Prozent der Samen einer Saatgutpartie unter optimalen Bedingungen zu normalen, gesunden Keimlingen auswachsen. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Saatgut.. Für Pastinaken empfiehlt sich deshalb jedes Jahr frisches Saatgut.
Samen aus dem Vorjahr prüfst du vor der Aussaat mit einer KeimprobeDie Keimprobe ist ein einfacher Test vor der Aussaat: Du legst eine abgezählte Zahl Samen auf feuchtes Küchenpapier und zählst nach der Keimdauer, wie viele gekeimt sind. So siehst du, ob sich älteres Saatgut noch lohnt.. Dazu bringst du eine abgezählte Menge Samen feucht zum Keimen und beobachtest sie 2 bis 3 Wochen lang. Keimen nur wenige, nimm frisches Saatgut. Weil die Probe so lange läuft und die Saatzeit im März beginnt, setzt du sie rechtzeitig vor dem Saattermin an.
Saattiefe, Abstand und Markiersaat
Die Saatrillen ziehst du mit 30 cm Reihenabstand. Die Samen kommen 1 bis 2 cm tief in die Rille und werden mit Erde bedeckt, denn Pastinaken sind keine Lichtkeimer. In der Reihe brauchen die Pflanzen später 10 cm Platz, den schaffst du beim Vereinzeln. Während QuellungQuellung ist die Wasseraufnahme eines trockenen Samens und der erste Schritt der Keimung. Der Same schwillt dabei an, bis der innere Druck die Samenschale öffnet und die Keimwurzel austreten kann. und Keimung muss das Saatbett ausreichend feucht bleiben, ohne zu vernässen. Ich prüfe die Feuchte mit dem Finger, bevor ich gieße.
In jede Pastinakenreihe säe ich wenige Radieschen mit. Sie keimen schneller und zeigen mir die Reihe, solange von den Pastinaken noch nichts zu sehen ist. So weiß ich beim Hacken, wo die Saat liegt.
Was ist nach dem Auflaufen zu tun?
Vereinzeln und hacken
Etwa 3 bis 4 Wochen nach dem Auflaufen vereinzelst du die Sämlinge. Ich lasse die kräftigsten stehen und zupfe die übrigen aus, bis in der Reihe 10 cm Abstand bleiben. Zwischen den Reihen hacke ich flach und halte so das BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt. klein.
Gießen
Auch nach der Keimung hältst du den Boden gleichmäßig feucht. Wie du Wurzelgemüse gleichmäßig und durchdringend gießt, steht im Wurzelgemüse-Ratgeber im Abschnitt Gießen.
Düngen
Pastinaken sind Mittelstarkzehrer. Im Frühjahr liefert eine Gabe von 3 l gut verrottetem Kompost je m² Nährstoffe und Humus. Die erste Nachdüngung folgt etwa 6 Wochen nach dem Auflaufen. Ihr Stickstoffentzug liegt bei ungefähr 10 g Stickstoff je m², das ist aber keine pauschale zusätzliche Düngergabe. Wie viel du nachdüngst, richtest du nach dem Nährstoffvorrat im Boden und nach dem Kompost, den du schon gegeben hast.
Fruchtfolge und Mischkultur
Als VorfruchtDie Vorfrucht ist die Kultur, die vor der aktuellen Kultur auf derselben Fläche stand, in der Fruchtfolge meist im Vorjahr. Sie kann Boden, Nährstoffe und Krankheitsdruck für die nachfolgende Kultur positiv oder negativ beeinflussen. eignen sich Bohnen und Erbsen, während du Möhren, Sellerie, Petersilie und andere Doldenblütler vor Pastinaken meidest. Welche Nachbarn im Beet dazu passen, liest du im Beitrag über passende Partner für Pastinaken in der Mischkultur.
Wie beuge ich Krankheiten und Schädlingen vor?
Bei Pastinaken setze ich auf Vorbeugung statt Behandlung: Ich halte die Fruchtfolge ein, wähle einen offenen, sonnigen Platz und bereite das Beet gründlich vor. Wie du Wurzelgemüse mit Netz, Standort und Fruchtfolge schützt, beschreibt der Wurzelgemüse-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.
Wann erntest du Pastinaken und wie lagerst du sie?
Die frostharte Pastinake erntest du von Oktober bis März, sobald der Boden offen ist. Aus gefrorenem Boden grabe ich keine Wurzeln, weil sie dabei abbrechen können. Woran du reife Wurzeln erkennst und wie du sie ausgräbst, liest du im Beitrag, wie du Pastinaken erntest und fürs Lager vorbereitest.
Ohne Laub und in ein feuchtes Küchentuch gewickelt halten sich Pastinaken im Gemüsefach bis zu 2 Wochen. Geerntete Pastinaken lagern am besten bei unter 1 °C und hoher Luftfeuchte, sonst werden sie pelzig-schwammig. Welche Methoden dafür infrage kommen, zeigt der Beitrag, wie du Pastinaken über Monate lagerst.
Wie verwendest du Pastinaken in der Küche?
Pastinakenwurzeln lassen sich roh geraspelt, als Ofengemüse, in Suppen oder als Püree verwenden. Mehr dazu findest du im Beitrag, wie vielseitig du Pastinaken in der Küche einsetzt, und bei den herzhaften und veganen Rezepten mit Pastinaken.
Wenn du zum ersten Mal Pastinaken säst, helfen dir die Einsteigertipps von Standort bis Sortenwahl. Ideen für ein gemeinsames Beet findest du im Beitrag, wie du Pastinaken mit Kindern als Gartenprojekt anbaust.





