Alexandrinerklee bewässern: Wasserbedarf von der Saat bis zum Schnitt
- Alexandrinerklee braucht warme Bedingungen und regelmäßig reichlich Niederschlag, trockene Jahre sind für ihn ungünstig.
- Bis zum Auflaufen hältst du die höchstens 1 cm tief gesäte Saat feucht.
- Die Keimdauer liegt bei 14–21 Tagen, bei Trockenheit kann in dieser Zeit wiederholtes Gießen nötig sein.
- Gieß morgens, direkt am Wurzelbereich und mit weichem Strahl, bevor der Boden ganz austrocknet.
- Spätestens zum Blühbeginn wird geschnitten, Wasser für eine Samenreife musst du bei der Gründüngung nicht einplanen.

Alexandrinerklee ist kein Klee für trockene Ecken. Er braucht warme Bedingungen und regelmäßig reichlich Niederschlag, trockene Jahre gelten für ihn als ungünstig. Besonders in der Keimphase kann bei Trockenheit wiederholtes Gießen nötig sein, denn der Samen liegt ganz flach im Boden. Ich stelle mir deshalb schon vor der Aussaat die Gießkanne mit Brause bereit und schaue nach, ob die Regentonne gefüllt ist.
Alexandrinerklee kurz eingeordnet
Alexandrinerklee, botanisch Trifolium alexandrinum, ist ein einjähriger Schmetterlingsblütler und wird vor allem als ZwischenfruchtEine Zwischenfrucht ist eine Kultur, die zwischen zwei Hauptfrüchten auf derselben Fläche wächst, oft von der Ernte im Spätsommer bis zum nächsten Frühjahr. Sie wird als Gründüngung zur Bodenverbesserung oder, in der Landwirtschaft, als Futter angebaut. angebaut, daneben als Futterpflanze. Für seinen Nutzen als Gründünger und Futter lies nach, was Alexandrinerklee als Gründünger und Futterpflanze leistet. Wie Gründüngung den Boden grundsätzlich verändert, steht im Gründünger-Ratgeber unter was Gründüngung im Boden leistet.
Braucht Klee viel Wasser?
Beim Alexandrinerklee lautet die Antwort ja. Als Zwischenfrucht gehört er auf leichte bis mittelschwere, nährstoffreiche und nicht saure Böden mit guter Wasserversorgung. Dazu braucht er Wärme und regelmäßig reichlich Niederschlag. Bleibt der Regen aus, musst du im Garten selbst für Wasser sorgen.
Wie viel Wasser Klee verlangt, hängt allerdings von der Art ab:
| Kleeart | Was zu Wasser und Boden bekannt ist |
|---|---|
| Alexandrinerklee (Ägyptischer Klee) | braucht warme Bedingungen und regelmäßig reichlich Niederschlag; trockene Jahre sind ungünstig |
| Perserklee (Persischer Klee) | hoher Wasserbedarf; die höchsten Erträge bringt er in warmen Lagen bei ausreichender Feuchtigkeit |
| Weißklee | wächst auf einem breiten Bodenspektrum, solange der Boden nicht zu sauer und nicht staunass ist |
Wasserbedarf in den Wachstumsphasen
Von der Saat bis zum Auflaufen
Alexandrinerklee braucht ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes SaatbettDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind., in das du ihn höchstens 1 cm tief säst. Bei Breitsaat ist das Risiko ungleichmäßigen Auflaufens höher, deshalb sicherst du den Bodenkontakt: Samen einrechen und andrücken. Danach hältst du die Saatfläche bis zum AuflaufenAuflaufen nennt man es, wenn nach der Aussaat die Keimlinge sichtbar aus der Erde kommen. Man sagt dann auch, die Saat ist aufgegangen. feucht. Die Keimdauer liegt bei 14–21 Tagen, und bei trockenem Wetter kann in dieser Zeit wiederholtes Gießen nötig sein. Weil der Samen so flach liegt, muss genau die oberste Bodenschicht bis zum Auflaufen feucht bleiben.
Saattiefe höchstens 1 cm, Keimdauer 14–21 Tage. Bis die Keimlinge da sind, bleibt die Saatfläche feucht.
Ich gieße die frische Saat mit aufgesetzter Brause und halte die Kanne dabei dicht über den Boden.
Die frische Saat mit hartem Schlauchstrahl gießen. Ein harter Strahl kann die feine Oberfläche verschlämmen und verkrusten lassen, ein weicher Strahl schützt sie davor.
Läuft trotz feuchter Saat nur wenig auf, kann das auch am Saatgut liegen. Lies dazu nach, woran du gutes Saatgut für Alexandrinerklee erkennst. Den Saattermin planst du mit dem Aussaatkalender für Gründünger.
Jungpflanzen und Hauptwachstum
Nach dem Auflaufen hältst du den Boden regelmäßig feucht. Gieß, bevor die Erde ganz austrocknet, denn völlig trockener Gartenboden nimmt Wasser schlecht auf. Mulch legst du weder auf die Saatfläche noch an die Jungpflanzen.
Sobald sich der Bestand schließt, bedeckt und beschattet er den Boden und vermindert so die Verdunstung. Gleichzeitig verbraucht er beim Wachsen selbst Wasser. Ein dichter Bestand heißt deshalb nicht, dass der Boden darunter feucht genug ist.
Blüte und Schnitt
Den ersten Schnitt setzt du spätestens zum Blühbeginn. Schneide frühzeitig, bevor die Stängel verholzen, denn verholzte Reste verrotten langsamer und können vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat binden. Außerdem beendest du jede Gründüngung vor der Samenbildung, damit sie sich nicht selbst aussät. Für eine SamenreifeSamenreife ist der Zustand, in dem Samen voll ausgereift sind und sich zur Ernte eignen. Du erkennst sie daran, dass sich die Samen leicht oder sogar von selbst aus ihrer Samenhülle lösen. musst du deshalb kein Wasser einplanen. Wie es nach dem Schnitt weitergeht, liest du unter wann und wie du Alexandrinerklee einarbeitest.
So gießt du richtig
Gieß morgens und direkt am Wurzelbereich, damit weniger Wasser verloren geht und die Blätter nicht lange nass bleiben. Bei flächig gesätem Klee kommst du an die Wurzeln nur von oben heran, also hältst du die Brause dicht über den Boden. In Trockenzeiten kannst du gesammeltes Regenwasser aus Tonne oder Zisterne verwenden. Ich fülle meine Kanne dafür an der Regentonne.
Ich verlasse mich nicht auf den Blick von oben. Vor dem Gießen steche ich am Rand des Bestands mit dem Spaten ein und schaue, wie tief die Erde noch feucht ist. Nach dem Gießen prüfe ich an derselben Stelle, wie weit das Wasser gekommen ist.
Wo du genauer hinschauen musst
Auf leichtem Sandboden
Alexandrinerklee passt auf leichte bis mittelschwere, nährstoffreiche Böden in gutem Kulturzustand. Sandböden lassen Wasser jedoch schnell versickern und halten im Wurzelraum vergleichsweise wenig pflanzenverfügbares Wasser zurück. Weil der Klee regelmäßig Wasser braucht, ist er auf Sand in Trockenphasen früher auf deine Gießkanne angewiesen.
„Klee wurzelt tief, der holt sich sein Wasser selbst.“ Alexandrinerklee gilt zwar als tiefwurzelnd. Auf Sandböden kann bei Trockenheit aber der kapillare Wassernachschub aus tieferen Schichten abreißen. Auf einen stetigen Wasserstrom von unten kannst du dich deshalb nicht verlassen.
Im Hochbeet
Hochbeete erwärmen sich schneller als Bodenbeete und können dadurch rascher austrocknen. Gründüngung ist dort trotzdem sinnvoll, wenn das Beet nach der Ernte frei bleibt. Ich prüfe die Feuchte im Hochbeet deshalb zuerst, bevor ich zu den Bodenbeeten gehe.
Neben anderen Kulturen
Lebende Gründüngung verbraucht beim Wachsen selbst Wasser und kann bei Trockenheit mit der HauptkulturDie Hauptkultur ist die Gemüseart, die im Gartenjahr am längsten auf einem Beet steht, zum Beispiel Tomaten. Nach ihr richtet sich die Beetplanung: Vor-, Nach- und Zwischenkulturen werden um sie herum eingeplant. konkurrieren. Steht Alexandrinerklee nah an Gemüse, achtest du in trockenen Phasen auf die Feuchte für beide. Welche Partner sich mit ihm vertragen, liest du bei den Mischkulturpartnern für Alexandrinerklee.
Und das Düngen?
Als LeguminoseHülsenfrüchte sind die in einer Hülse reifenden Samen von Schmetterlingsblütlern wie Erbse, Bohne und Linse; die Pflanzen heißen Hülsenfrüchtler oder Leguminosen. Die meisten binden mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff aus der Luft. bindet Alexandrinerklee mithilfe von KnöllchenbakterienKnöllchenbakterien, auch Rhizobien genannt, sind Bodenbakterien, die mit Hülsenfrüchtlern wie Erbsen und Bohnen zusammenleben. In kleinen Knöllchen an deren Wurzeln binden sie Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die Pflanze nutzbar. Luftstickstoff. Eine zusätzliche Stickstoffdüngung braucht er deshalb nicht, für den Zwischenfruchtanbau ist eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali vorgesehen. Ob dein Boden davon genug hat, zeigt eine GrunduntersuchungDie Grunduntersuchung ist der Standardumfang einer Bodenuntersuchung im Labor: Bestimmt werden Phosphor, Kalium, Magnesium und der pH-Wert. Sie zeigt, wie gut der Boden mit diesen Nährstoffen versorgt ist und ob er Kalk braucht., die Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf erfasst. Mehr zu Standort, Aussaat und Nährstoffen findest du in der Anleitung, wie du Alexandrinerklee anbaust und pflegst.





