Wassermelone: Krankheiten und Schädlinge erkennen und umweltfreundlich bekämpfen
- Mehlartiger weißlicher Belag kann auf Echten Mehltau hindeuten, rasch braun vertrocknende Flecken mit nach oben eingerollten Blättern auf Falschen Mehltau.
- Falscher Mehltau wird von 15 bis 20 °C und nächtlichem Tau begünstigt, deshalb morgens von unten gießen und das Laub trocken halten.
- Eingesunkene rundliche Fruchtflecken können auf Anthraknose hindeuten, glasig-wässrige Blattflecken auf die bakterielle Eckige Blattfleckenkrankheit.
- Spinnmilben werden durch Temperaturen über 20 °C und trockene Luft begünstigt, Thripse erkennst du im Gewächshaus früh durch Kontrollen und blaue Leimtafeln.
- Umweltfreundlich heißt: vorbeugen, regelmäßig kontrollieren, mechanisch eingreifen und Chemie nur als letztes Mittel.
- Pflanzen mit Eckiger Blattfleckenkrankheit kommen vollständig aus dem Beet und nicht auf den Kompost.

Fleckige Blätter, ein weißer Belag oder eine Ranke, die trotz feuchter Erde schlappmacht: An Wassermelonen kann dahinter ein Pilz, ein Bakterium, ein Virus oder ein Schädling stecken. Je früher du das Schadbild einordnest, desto mehr Möglichkeiten hast du noch. Ich gehe bei jedem Fund gleich vor. Zuerst schaue ich mir Blattober- und Blattunterseite an, dann denke ich an das Wetter der letzten Tage, und erst danach entscheide ich, was ich tue.
Hier findest du die Krankheiten und Schädlinge, die Wassermelonen treffen können, mit ihren Erkennungszeichen und umweltfreundlichen Gegenmaßnahmen. Jedes Schadbild ist dabei ein Hinweis, keine sichere Diagnose. Wo sich zwei Ursachen ähneln, zeige ich dir, woran du sie auseinanderhältst.
Wassermelone krank? Die Schadbilder auf einen Blick
Die Tabelle hilft dir beim ersten Einordnen. Die Einzelheiten zu jedem Erreger und Schädling folgen in den Abschnitten danach.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf |
|---|---|
| Mehlartiger, weißlicher Belag, zunächst häufig auf den Blattoberseiten, später leicht grau | Echter Mehltau |
| Unregelmäßige Blattflecken, die rasch kräftig braun vertrocknen; Blätter rollen sich nach oben ein | Falscher Mehltau |
| Glasig-wässrige Blattflecken, die später verbräunen und ausbrechen können | Eckige Blattfleckenkrankheit |
| Eingesunkene, rundliche Flecken auf den Früchten | Anthraknose |
| Welkende Pflanze, braun verfärbte Leitbahnen im Stängel | Fusarium-Welke |
| Mosaikartig gescheckte, verformte Blätter | Gurkenmosaikvirus |
| Gut sichtbare Läuse, verkümmernde Triebspitzen, eingerollte Blätter | Blattläuse |
| Feine Gespinste und gelb gesprenkelte Blätter | SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. |
| Kleine weißliche Saugflecken und schwarze Kottröpfchen | Thripse |
| Fraßschäden an frisch gepflanzten Jungpflanzen | Schnecken |
Eingerollte Blätter tauchen in der Tabelle zweimal auf. Sitzen an den Triebspitzen gut sichtbare Läuse, liegt ein Blattlausbefall nahe. Siehst du keine Tiere, aber Flecken, die rasch braun vertrocknen, spricht mehr für Falschen Mehltau.
Krankheiten an Wassermelonen erkennen
Echter oder Falscher Mehltau?
Die beiden Mehltau-Arten klingen ähnlich, unterscheiden sich aber im Schadbild und im Wetter, das sie begünstigt.
| Merkmal | Echter Mehltau | Falscher Mehltau |
|---|---|---|
| Schadbild | mehlartiger, weißlicher Belag, später leicht grau | unregelmäßige Flecken, die rasch kräftig braun vertrocknen |
| Typisch | zunächst häufig auf den Blattoberseiten | Blätter rollen sich nach oben ein |
| Begünstigt durch | warmes, sonniges Wetter | 15 bis 20 °C und nächtliche Taubildung |
| Vorbeugung | widerstandsfähige Sorten | Blätter trocken halten, morgens von unten gießen |
Echter Mehltau profitiert von warmem, sonnigem Wetter, Falscher Mehltau dagegen von Tau in der Nacht. Das Wetter der Vortage gibt dir deshalb einen ersten Hinweis, mit welchem der beiden du es zu tun haben könntest.
Gegen Echten Mehltau sind widerstandsfähige Sorten bei Wassermelonen eine wichtige Vorbeugung. Achte beim Saatgutkauf auf solche Angaben und darauf, ob die Sorte für Freiland oder Gewächshaus gedacht ist. Eine als tolerant beschriebene Sorte ist allerdings nicht vollständig immun und kann trotzdem befallen werden.
Beim Falschen Mehltau setzt die Vorbeugung am Laub an, denn die Blätter sollen möglichst trocken bleiben. Gieße deshalb morgens und von unten, damit benetzte Blätter rasch abtrocknen. Ein Tropfschlauch führt das Wasser gezielt direkt an die Pflanze.
Liegt morgens Tau auf meinen Wassermelonen, schaue ich besonders genau nach neuen Flecken. Ich drehe dabei einzelne Blätter um und achte darauf, ob sich Blätter nach oben einrollen.
Stängelbrand: wenn das Laub lange nass bleibt
Stängelbrand hängt eng an der Witterung. Lange BlattnässeBlattnässe ist Wasser, das als Film oder Tropfen auf den Blättern steht, etwa nach Regen, Tau oder Gießen über die Blätter. Hält sie länger an, können Pilzerreger die Blätter leichter infizieren. und trübes Wetter begünstigen ihn. Dasselbe gilt für eine Luftfeuchtigkeit über 95 %. Wie der Falsche Mehltau profitiert er also von nassem Laub. Trockene Blätter, morgendliches Gießen von unten und gutes Lüften im Gewächshaus setzen deshalb bei beiden Krankheiten an.
Fusarium-Welke: wenn die Pflanze schlappmacht
Welke Blätter sind das auffälligste Zeichen, aber kein eindeutiges. Welke kann auch entstehen, wenn Wurzeln nach zu starkem Gießen geschädigt sind. Allein beweist sie also keinen Wassermangel.
Bei Fusarium-Welke können sich die Leitbahnen braun verfärben. Bei Verdacht schneide ich einen welken Trieb quer an und schaue mir die Schnittfläche an. Erhärtet sich der Verdacht, nimmst du die befallene Pflanze hygienisch sauber aus dem Beet.
FusariumFusarium ist eine Gattung im Boden lebender Pilze, zu der gefürchtete Erreger von Pflanzenkrankheiten gehören. Typisch ist die Fusarium-Welke: Die Pflanze welkt, ältere Blätter können einseitig vergilben, später bricht sie zusammen und fault. gilt als bodenbürtiger Erreger. Bei Welke zählt deshalb auch die Fläche: Halte dort die Anbaupause ein, die du weiter unten bei der Fruchtfolge findest.
Bei schlappen Blättern sofort gießen. Fühl zuerst mit dem Finger in die Erde. Ist sie feucht, liegt Wassermangel eher fern, und zusätzliches Wasser kann geschädigte Wurzeln weiter belasten.
Anthraknose: eingesunkene Flecken auf der Frucht
Anthraknose kann an Melonen eingesunkene, rundliche Flecken auf den Früchten verursachen. Der Erreger kann über infiziertes Saatgut übertragen werden. Aus Früchten mit solchen Flecken gewinnst du deshalb keine Samen für die nächste Aussaat. Für sortenechtes eigenes Saatgut eignen sich ohnehin samenfeste Sorten, denn Nachkommen von F1-HybridenF1-Hybriden sind Sorten, deren Saatgut aus der gezielten Kreuzung zweier ausgewählter Elternlinien stammt. Die Pflanzen dieser ersten Nachkommengeneration (F1) wachsen häufig sehr einheitlich, ihre eigenen Samen bringen die Sorte aber nicht zuverlässig wieder hervor. können deutlich andere Eigenschaften zeigen. Beim Ernten drehe ich jede Frucht um und sehe mir die ganze Schale an.
Eckige Blattfleckenkrankheit: wenn Bakterien dahinterstecken
Die bakterielle Eckige Blattfleckenkrankheit beginnt an Melonen mit glasig-wässrigen Flecken. Später verbräunen diese Flecken und können ausbrechen. Weil auch Falscher Mehltau braune Flecken hinterlässt, lohnt der Blick auf frische Stellen. Glasig-wässrig spricht eher für die Bakterien, rasch braun vertrocknend mit nach oben eingerollten Blättern eher für Falschen Mehltau.
Zeigt eine Pflanze das Schadbild deutlich, nimmst du sie vollständig aus dem Beet. Auf den Kompost gehört sie nicht. Nach der Arbeit an einer verdächtigen Pflanze reinige ich Schere und Hände, bevor ich die nächste anfasse.
Gurkenmosaikvirus: Scheckung und verformte Blätter
Das Gurkenmosaikvirus kann an Melonen Mosaikscheckungen und Blattverformungen verursachen. Mit Pflanzenschutzmitteln lässt es sich nicht direkt bekämpfen. Umso wichtiger sind der regelmäßige Kontrollgang und sauberes Arbeiten, damit dir verdächtige Pflanzen früh auffallen.
Schädlinge an Wassermelonen erkennen und eindämmen
Viele Schädlinge an Wassermelonen sind klein. Ihre Spuren findest du oft schneller als die Tiere selbst.
Blattläuse
Blattläuse sind an Wassermelonen gut zu sehen. Dazu kommen typischerweise verkümmernde Triebspitzen und eingerollte Blätter. Einzelne Kolonien streife ich mit den Fingern ab oder spüle sie mit einem kräftigen Wasserstrahl herunter. Das mache ich morgens, damit das Laub rasch wieder abtrocknet.
Spinnmilben
Spinnmilben werden an Melonen durch Temperaturen über 20 °C und trockene Luft begünstigt. Im Kleingewächshaus sind feine Gespinste zusammen mit gelb gesprenkelten Blättern typische Hinweise. Unter Glas lassen sich RaubmilbenRaubmilben sind winzige Milben, die andere Milben wie Spinnmilben und je nach Art auch Thripslarven fressen. Als Nützlinge werden sie im Gewächshaus und im Garten gezielt gegen Spinnmilben eingesetzt. wie Phytoseiulus persimilis und Amblyseius californicus frühzeitig gegen beginnenden Befall einsetzen. Dafür musst du den Schädling sicher bestimmt haben, und das Gewächshausklima muss zum jeweiligen Nützling passen.
Gegen Spinnmilben wird oft geraten, die Blätter regelmäßig mit Wasser zu besprühen. Bei Wassermelonen hat das eine Kehrseite: Lange Blattnässe begünstigt Stängelbrand, und gegen Falschen Mehltau sollen die Blätter möglichst trocken bleiben. Ich halte das Laub deshalb trocken und setze bei Spinnmilben auf Kontrolle und unter Glas auf Raubmilben.
Thripse
Thripse können an Melonen kleine weißliche Saugflecken und schwarze Kottröpfchen hinterlassen. Im Gewächshaus erkennst du einen Befall früh durch regelmäßige Kontrollen und blaue Leimtafeln. Die Tafeln zeigen dir, dass Thripse da sind, den Blick auf die Blätter ersetzen sie aber nicht. Ich hänge sie zwischen die Pflanzen und lese sie beim Kontrollgang mit ab.
Weiße Fliegen
An Gewächshausmelonen werden Weiße Fliegen durch Temperaturen von 20 bis 30 °C gefördert. Deshalb lohnt es sich, mögliche Zuflugwege schon vor der Neupflanzung zu minimieren. Überwinterst du im Gewächshaus Pepino-Stecklinge, prüfe sie vor dem Pflanzen genau, denn auch Pepino kann von Weißen Fliegen befallen werden.
Schnecken
Frisch gepflanzte Melonen sind besonders schneckengefährdet. Bei feuchtem Wetter kontrollierst du sie deshalb spätabends und sammelst die Schnecken ab. Nach dem Auspflanzen gehe ich an feuchten Abenden mit einer Taschenlampe durchs Beet.
Kaffeesatz wird nachgesagt, Schnecken fernzuhalten. Kaffeesatz ersetzt den Kontrollgang am Abend nicht.
Wetter und Gewächshausklima: wer wann zulegt
Viele Probleme an Wassermelonen hängen am Wetter. Die Übersicht zeigt, welche Bedingungen welchen Erreger oder Schädling begünstigen.
| Erreger oder Schädling | Begünstigt durch |
|---|---|
| Echter Mehltau | warmes, sonniges Wetter |
| Falscher Mehltau | 15 bis 20 °C und nächtliche Taubildung |
| Stängelbrand | lange Blattnässe, trübes Wetter, Luftfeuchtigkeit über 95 % |
| Spinnmilben | Temperaturen über 20 °C und trockene Luft |
| Weiße Fliegen | 20 bis 30 °C an Gewächshausmelonen |
Unter Glas ziehen diese Bedingungen in zwei Richtungen. Stängelbrand wird von sehr feuchter Luft begünstigt, Spinnmilben dagegen von Wärme und trockener Luft. Richtest du das Gewächshaus nur gegen eines der beiden Probleme aus, begünstigst du leicht das andere.
Für den Luftaustausch soll sich bei einem Kleingewächshaus mindestens ein Viertel der Gewächshausfläche öffnen lassen. Temperaturgesteuerte automatische Fensteröffner lüften auch ein Gewächshaus ohne Stromanschluss.
Vorbeugen im Beet: Standort, Wasser, Fruchtfolge
Vieles entscheidet sich, bevor der erste Fleck auftaucht. Ausführlich erklärt der Melonen-Ratgeber Standort, Auspflanzen, Gießen und Fruchtfolge; hier bekommst du nur das, was für gesunde Pflanzen zählt.
Standort und Auspflanzen
Wassermelonen brauchen einen sehr sonnigen Standort. Für den Erwerbsanbau werden windgeschützte, leicht erwärmbare Lagen mit Temperaturen über 18 °C empfohlen. Im Hausgarten findest du solche Bedingungen am ehesten in der wärmsten, windgeschützten Ecke oder unter Glas.
Ins Freie kommen Wassermelonen erst bei mindestens 16 °C Bodentemperatur, denn bei niedrigen Plusgraden können Melonen im Wachstum stocken. Im Erwerbsverfahren werden sie eine Woche vor dem Auspflanzen abgehärtet und schrittweise an direkte Sonne gewöhnt. Wann du mit der Anzucht beginnst, zeigt dir der Aussaatkalender für Melonen zum Ausdrucken.
Gießen und Mulchen
Gieße am frühen Morgen, weil der Boden dann abgekühlt ist und weniger Wasser sofort verdunstet. Eine gleichmäßige Wasserversorgung hilft bei Wassermelonen auch kurz vor der Ernte, das Aufplatzen der Früchte zu vermeiden. Mulch vermindert den Wasserverlust aus dem Boden, Grünschnitt kommt bei Wassermelonen aber erst auf ausreichend erwärmten Boden.
Fruchtfolge und Mischkultur
Plane für Melonen eine Anbaupause von 4 Jahren ein und lass keine anderen KürbisgewächseKürbisgewächse (Cucurbitaceae) sind eine Pflanzenfamilie, aus der vor allem Gurken, Melonen, Wassermelonen und Kürbisse samt Zucchini angebaut werden. Typisch sind frostempfindliche, meist rankende Arten, die männliche und weibliche Blüten getrennt an derselben Pflanze tragen. wie Gurken, Kürbisse oder Zucchini direkt folgen. Eine Mischkultur kann unterstützen, schützt aber nicht sicher vor Schädlingen: Basilikum gilt als guter Nachbar für Melonen, ein Pflanzenschutz ist es nicht. Deine Flächen planst du mit dem Beetplaner für dein Gemüsebeet, passende Partner zeigt dir das Mischkultur-Werkzeug mit guten und schlechten Nachbarn.
Umweltfreundlich bekämpfen: Schritt für Schritt
Beim Pflanzenschutz im Hausgarten gehst du in Stufen vor. Zuerst beugst du über Standort, Klima und Sauberkeit im Gewächshaus vor. Dann kontrollierst du regelmäßig, und erst danach greifst du mechanisch ein: absammeln, abstreifen, abspülen, befallene Pflanzen entfernen.
Blattoberseiten auf weißlichen Belag und braune Flecken ansehen. Blätter umdrehen und die Unterseiten prüfen. Triebspitzen auf Läuse und Verkümmerung kontrollieren. Früchte auf eingesunkene Flecken absuchen. Im Gewächshaus die blauen Leimtafeln ablesen. Bei feuchtem Wetter spätabends nach Schnecken schauen.
Nützlinge fördern
Marienkäfer sowie die Larven von Florfliegen und Schwebfliegen fressen Blattläuse. Blühinseln und Hecken können solchen Nützlingen im Garten Lebensraum schaffen. Ich lasse deshalb rund um mein Melonenbeet blühende Ecken stehen.
Hausmittel: was ihnen nachgesagt wird
Rund um Wassermelonen kursieren viele Hausrezepte. SchmierseifeEine Schmierseifenlösung ist in Wasser aufgelöste Schmierseife, die als altes Hausmittel auf Pflanzen gesprüht wird. Sie legt sich als flüssiger Film über Schädlinge wie Blattläuse, die dadurch ersticken. und Rapsöl wird nachgesagt, Blattläuse zu schwächen, wenn sie die Tiere direkt treffen. BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. soll Läuse vertreiben, Kaffeesatz soll Schnecken fernhalten. Gegen Mehltau werden Milch oder Backpulver empfohlen. Auch was als Hausmittel gegen Mehltau gilt, darf nur im Rahmen der freigegebenen Anwendungen und Kulturen eingesetzt werden. Ich selbst greife zuerst zu Fingern, Wasserstrahl und Kontrollgang.
Chemie nur als letztes Mittel
Reichen Vorbeugung, Kontrolle und mechanische Eingriffe nicht aus, bleibt Chemie das letzte Mittel. Dann kommen nur Mittel mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten infrage. Befolge die Gebrauchsanweisung genau und trage Schutzkleidung. Halte die Wartezeit bis zur Ernte ein und entsorge Reste vorschriftsgemäß. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen, die du vorher gefördert hast. Gegen das Gurkenmosaikvirus hilft auch dieser Weg nicht direkt.
Befallene Früchte: essen oder entsorgen?
Schimmelige Melonen und Früchte, die faulig oder vergoren riechen, isst du nicht mehr. Schmeckt ein Stück bitter, spuck es sofort aus und entsorge die ganze Frucht, denn die Frucht kann giftige Cucurbitacine enthalten, die auch Kochen, Braten, Backen oder Einmachen nicht unschädlich machen. Wie du gesunde Früchte lagerst, steht im Melonen-Ratgeber im Abschnitt Lagern.
Wächst bei dir neben Wassermelonen auch Zuckermelone, findest du einen Überblick, wie du Schadbilder an Zucker- und Wassermelonen gemeinsam einordnest.





