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Kohlpause

Die Kohlpause ist eine mehrjährige Anbaupause, in der auf einem Beet weder Kohl noch andere Kreuzblütler wie Radieschen, Rettich oder Rucola wachsen. Sie beugt der Kohlhernie vor, einer Wurzelkrankheit dieser Pflanzenfamilie.

Der Name führt leicht in die Irre: Die Kohlpause gilt nicht nur für Kohlgemüse, sondern für die ganze Familie der Kreuzblütler. Dazu zählen auch Radieschen, Rettich, Speiserübe, Rucola und Kresse sowie Senf, den viele als Gründüngung säen. Selbst Unkräuter aus dieser Familie können befallen werden. Der Erreger der Kohlhernie ist ein Schleimpilz, der als Dauerspore im Boden überdauert. Kranke Pflanzen kümmern, welken bei Trockenheit schnell und tragen klumpige Wucherungen an den Wurzeln.

Empfohlen wird eine Kohlpause von mindestens vier Jahren. Gab es auf einem Beet schon Kohlhernie, sollten dort mindestens sieben Jahre lang gar keine Kreuzblütler mehr wachsen. Die Kohlpause ist Teil der Fruchtfolge. Diese regelt allgemein, welche Kulturen nacheinander auf einem Beet stehen; die Kohlpause betrifft gezielt eine Pflanzenfamilie und deren Bodenkrankheit.

Beispiel aus dem Garten

Auf das abgeerntete Kohlbeet säe ich keinen Senf als Gründüngung, denn als Kreuzblütler fällt er unter die Kohlpause. Auch Radieschen und Rucola kommen dann auf ein anderes Beet; in meinem Beetplan notiere ich dafür jedes Jahr, wo Kreuzblütler standen.

Quelle: Oekolandbau.de (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, BLE) ↗ – Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae), Abschnitt Schadwirkung. Geprüft am .

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