Erdbeerkrankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen: von Grauschimmel bis Erdbeermilbe
- Grauschimmel macht Erdbeeren braun und weich mit grauem Pilzrasen und infiziert überwiegend schon die alternden Blüten.
- Welke Erdbeerpflanzen können auf Rhizomfäule hindeuten, besonders auf nassen, schlecht drainierten Böden.
- Verticillium-Dauerkörper können länger als zehn Jahre im Boden überleben.
- Abgeknickte Knospenstiele können auf den Erdbeerblütenstecher hindeuten; kontrolliere die Knospen kurz vor Blühbeginn.
- Befallsfreie Jungpflanzen sind die wichtigste Vorbeugung gegen Erdbeermilben.
- Chemischer Pflanzenschutz kommt nur als letztes Mittel und nur mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten in Frage.

Graue Früchte kurz vor der Ernte, eine welkende Pflanze mitten im Beet, abgeknickte Knospen: Bei Erdbeeren entscheidet das genaue Hinsehen über den nächsten Schritt. Ich schaue zuerst, wo der Schaden sitzt. Frucht, Herzblatt, Knospe oder Wurzel grenzen den Verdacht schon deutlich ein. Danach wähle ich die Handgriffe, die zum vermuteten Verursacher passen.
Hier gehe ich die typischen Erdbeerkrankheiten und Schädlinge durch, vom GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. über Rhizomfäule und Verticillium-Welke bis zu Blütenstecher und Erdbeermilbe. Jedes Schadbild ist dabei ein Hinweis, keine sichere Diagnose.
Welches Schadbild passt zu welchem Verursacher?
Die Übersicht ordnet, was du im Beet siehst. Mehrere Ursachen können ähnlich aussehen, deshalb steht in der mittleren Spalte immer ein Verdacht.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Erster Handgriff |
|---|---|---|
| Braune, weich werdende Früchte mit grauem PilzrasenPilzrasen nennt man den sichtbaren Belag, den ein Pilz auf befallenen Blättern oder Stängeln bildet, etwa den grauen Pilzrasen beim Grauschimmel. Der Begriff beschreibt ein Merkmal des Schadbilds, nicht die Krankheit selbst. | Grauschimmel | Befallene Früchte beim Pflücken getrennt sammeln und entsorgen |
| Ganze Pflanze welkt, oft auf nassem Boden | Rhizomfäule oder Rote Wurzelfäule | Pflanze ausgraben, Rhizom und Wurzeln aufschneiden |
| Äußere Blätter welken und sterben ab | Wurzel- oder Welkekrankheit, etwa Verticillium-Welke | Pflanze beobachten, Rhizom und Wurzeln prüfen |
| Knospenstiele angenagt und abgeknickt | Erdbeerblütenstecher | Befallene Knospen aufsammeln, über Haus- oder Biomüll entsorgen |
| Kleine, gekräuselte, schlecht entfaltete Herzblätter | Erdbeermilbe | Von dieser Pflanze keine AusläuferAusläufer sind Triebe, an denen eine Pflanze wie die Erdbeere aufgereihte Jungpflanzen bildet. Diese bewurzeln sich und lassen sich abtrennen, so vermehrt sich die Pflanze vegetativ, also ohne Samen. nehmen |
| Fraßstellen und Schleimspuren | Schnecken | Unter ausgelegten Brettern absammeln |
| Verformte Blätter, besonders im Topf | Blattläuse | Blattunterseiten und Triebspitzen ansehen |
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Grauschimmel: Wenn Früchte braun und weich werden
Woran du Grauschimmel erkennst
Grauschimmel macht Erdbeeren braun und weich, später überzieht ein grauer Pilzrasen die Frucht. Der Erreger ist der Pilz Botrytis cinerea, Fachleute sprechen auch von Botrytis-Fruchtfäule. Infiziert werden überwiegend schon die alternden Blütenorgane, also bevor an der Frucht etwas zu sehen ist. Seine Sporen finden bei 15 bis 20 °C Lufttemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit besonders gute Keimbedingungen.
Was du gegen Grauschimmel tun kannst
Leg Stroh kurz vor bis während der Blüte unter die Pflanzen. Es kann Fruchtverschmutzung und Grauschimmelbefall vermindern, verlass dich aber nicht allein darauf. Da die Infektion überwiegend an den alternden Blüten beginnt und das Stroh genau in dieser Phase unterkommt, gehört die Vorsorge in die Blütezeit und nicht erst in die Erntewochen. Warte mit dem Stroh, bis keine Spätfröste mehr drohen, denn darunter liefert der Boden weniger Wärme nach.
Gieß im Wurzelbereich und bevorzugt morgens. Benetzte Blätter und Blüten können anschließend abtrocknen.
Beim Pflücken habe ich eine zweite Schale dabei, in die jede graue oder weiche Frucht wandert. Diese Früchte kommen nicht auf den Kompost.
Schimmelige Erdbeeren entsorgst du vollständig. Die sichtbare Schimmelstelle wegzuschneiden reicht nicht aus.
Wenn du neu pflanzt, nimm die Krankheitsanfälligkeit der Sorte in deine Auswahl auf. ‘Senga Sengana’ ist stark anfällig für Botrytis-Fruchtfäule, ‘Gorella’ und ‘Bogota’ werden als weniger anfällig beschrieben.
Knoblauch zwischen den Reihen und SchachtelhalmbrüheSchachtelhalmbrühe ist ein gekochter Auszug aus Ackerschachtelhalm. Die gelöste Kieselsäure soll das äußere Zellgewebe der Pflanzen festigen; die Brühe wird vorbeugend gegen Pilzkrankheiten an Obst und Gemüse gesprüht. werden gern gegen Grauschimmel genannt. Ihre Wirkung gegen die Botrytis-Fruchtfäule an Erdbeeren ist nicht gesichert. Ich bleibe deshalb bei Stroh, Gießen im Wurzelbereich und dem Aussortieren beim Pflücken.
Welke Erdbeerpflanzen: Wurzelfäule oder Verticillium?
Welkt eine Erdbeere, obwohl der Boden feucht ist, kann die Ursache unter der Erde liegen. Welke Pflanzen können an Rhizomfäule leiden, die besonders auf nassen und schlecht drainierten Böden auftritt. Auch andere Wurzel- und Welkekrankheiten kommen in Frage, deshalb lohnt der Blick ins Innere der Pflanze.
Rhizomfäule und Rote Wurzelfäule unterscheiden
Staunasse Böden und Temperaturen über 25 °C bieten dem Erreger der Rhizomfäule besonders günstige Entwicklungsbedingungen. Eine welke Pflanze in einem nassen Beet sehe ich mir deshalb genauer an. So gehst du dabei vor:
- Grab die Pflanze samt Wurzeln aus.
- Das Rhizom schneidest du der Länge nach auf. Braunrote Faulstellen darin können auf Phytophthora cactorum hindeuten, den Erreger der Rhizomfäule.
- Danach sind die Wurzeln dran. Ist ihr Zentralzylinder rotbraun verfärbt, kann die Rote Wurzelfäule durch Phytophthora fragariae dahinterstecken.
- Ohne solche Verfärbungen kommen andere Ursachen in Frage, etwa Wassermangel oder die Verticillium-Welke.
Das Rhizom ist der kurze, verdickte Spross am Grund der Erdbeerpflanze. Aus ihm wachsen Blätter, Blütenstände und Wurzeln.
Bestätigt der Schnitt deinen Verdacht, kommt die Pflanze aus dem Beet und nicht auf den Kompost. Vorbeugen kannst du vor allem mit einwandfreiem Pflanzgut, das gilt für Rhizomfäule wie für Lederbeerenfäule. Säst du vor der Neuanlage eine Gründüngung, nimm weder Phacelia noch Ackerbohnen, denn beide gelten wegen des Rhizomfäulerisikos als ungünstige VorfrüchteDie Vorfrucht ist die Kultur, die vor der aktuellen Kultur auf derselben Fläche stand, in der Fruchtfolge meist im Vorjahr. Sie kann Boden, Nährstoffe und Krankheitsdruck für die nachfolgende Kultur positiv oder negativ beeinflussen.. Auf schweren Böden setzt du Erdbeeren auf Dämme aus humoser Erde; wie du sie vorbereitest, steht im Abschnitt Boden des Beerenobst-Ratgebers.
Verticillium-Welke: hartnäckig im Boden
Die Verticillium-Welke geht von einem Bodenpilz aus, der über die Wurzeln in die Pflanze gelangt. Ein Hinweis können welkende und absterbende äußere Blätter sein, während die jungen Herzblätter noch frisch wirken. Sicher ist dieses Bild nicht, denn auch Wurzelfäulen lassen Pflanzen welken. Pflanzen, bei denen sich der Verdacht erhärtet, nimmst du samt Wurzeln aus dem Beet.
Verticillium-Dauerkörper können länger als zehn Jahre im Boden überleben. Eine kurze Fruchtfolge ist deshalb keine zuverlässige Sanierung. Für Erdbeeren gilt eine Anbaupause von 4 Jahren. Nach einem Verticillium-Befall bietet selbst diese Pause keine Gewähr, weil die Dauerkörper deutlich länger überdauern können. Setz neue Erdbeeren deshalb auf eine Fläche, auf der bisher keine Welke auftrat, und nimm befallsfreie Jungpflanzen.
Schädlinge an Erdbeeren erkennen und eindämmen
Erdbeerblütenstecher: abgeknickte Knospen
Hängen Knospen abgeknickt am Stiel, kann der Erdbeerblütenstecher dahinterstecken. Der kleine Rüsselkäfer nagt die Knospenstiele an, danach knicken sie ab. Ab 18 °C beginnt er mit der Eiablage, deshalb kontrollierst du die Knospen kurz vor Blühbeginn auf Käfer. Ich gehe in dieser Zeit an warmen Tagen durch die Reihen und sehe mir die Knospen aus der Nähe an. Befallene Knospen sammelst du regelmäßig auf und entsorgst sie über den Haus- oder Biomüll.
Erdbeermilbe: gekräuselte Herzblätter
Erdbeermilben selbst siehst du mit bloßem Auge kaum. Ihre Spuren zeigen sich an den Herzblättern: Sie bleiben klein, kräuseln sich und entfalten sich schlecht. Besonders stark vermehren sich die Milben im Juli und August. Die wichtigste Vorbeugung sind befallsfreie Jungpflanzen.
Juli bis August ist zugleich die Pflanzzeit der Garten-Erdbeere, die über Ausläufer vermehrt wird. Wer in diesen Wochen Ausläufer abnimmt, kann mit einer befallenen Mutterpflanze die Milben ins neue Beet tragen. Ich nehme Ausläufer deshalb nur von Pflanzen, deren Herzblätter sich sauber entfalten.
Gefurchter Dickmaulrüssler
Der Gefurchte Dickmaulrüssler schlüpft an Erdbeeren überwiegend von Anfang Juli bis Anfang August. Auch gegen ihn dienen befallsfreie Jungpflanzen der Vorbeugung.
Schnecken
Fraßstellen an Blättern und Früchten, dazu Schleimspuren, deuten auf Schnecken hin. Ich lege Bretter zwischen die Reihen und sammle die Tiere darunter ab. Eine feuchte Mulchschicht bietet Nacktschnecken Unterschlupf. Das gilt auch für das Stroh, das du gegen Grauschimmel unterlegst: Bei starkem Befall wägst du den Schaden durch Schnecken gegen den Nutzen des Mulchs ab.
Blattläuse
Blattläuse können an Erdbeeren Blattdeformationen verursachen. Im Gartenbeet sind sie meist wenig problematisch, Pflanzen in Gefäßen können anfälliger sein. Bei meinen Topf-Erdbeeren sehe ich mir deshalb Blattunterseiten und Triebspitzen genauer an.
Besondere Fälle: späte Sorten und Erdbeeren im Topf
Kirschessigfliege an späten Erdbeeren
Späte Erdbeeren können von der Kirschessigfliege befallen werden. Sorten, die bis Mitte Juni abreifen, sind weniger gefährdet. Bei späten Sorten legst du nach der Blüte ein dicht schließendes Insektenschutznetz auf, das die Eiablage begrenzen kann.
Netz mit 0,8 mm Maschenweite, dicht geschlossen, etwa drei bis vier Wochen vor der Pflückreife auflegen. Die Blüte sollte dann bereits abgeschlossen sein.
Befallene Früchte kannst du vor dem Entsorgen mit kochendem Wasser überbrühen, damit Eier und Maden absterben.
Erdbeeren in Topf und Ampel
Leere bei Topf-Erdbeeren den Untersetzer nach Regen, denn staunasse Erde begünstigt den Erreger der Rhizomfäule. Alles Weitere zu Gefäß und Erde steht im Abschnitt Topf, Ampel und Kübel des Beerenobst-Ratgebers.
Vorsorge im Erdbeerbeet: Kulturmaßnahmen
Gesundes Pflanzgut. Bei Erdbeermilbe, Dickmaulrüssler, Rhizomfäule und Lederbeerenfäule beginnt die Vorbeugung beim Pflanzgut. Kauf einwandfreie, befallsfreie Jungpflanzen und trenne zur Vermehrung nur bewurzelte Ausläufer von gesunden Mutterpflanzen ab.
Standort und Boden. Erdbeeren brauchen für gesunde Pflanzen einen sonnigen Platz ohne zu starke Windeinwirkung, und nach Regen darf dort kein Wasser stehen. Wie du Platz und Boden vorbereitest, findest du in den Abschnitten Standort und Boden im Ratgeber, wie du Beerenobst im Garten anbaust.
Gießen. Gieß im Wurzelbereich und bevorzugt morgens, das dient der Vorbeugung gegen feuchtigkeitsbegünstigte Pilzkrankheiten. Mengen und Gießphasen stehen im Abschnitt Gießen des Beerenobst-Ratgebers.
Düngen. Halte dich mit Stickstoff zurück, denn eine übermäßige Versorgung kann Ertrag und Fruchtqualität der Erdbeeren vermindern. Auf gutem, regelmäßig gemulchtem Boden ist meist keine Zusatzdüngung nötig, einen Mangel klärst du gezielt ab. Die Gaben im Jahreslauf erklärt der Abschnitt Düngen.
Hygiene. Altes und krankes Laub trage ich nach dem Schnitt aus dem Beet. Gesunde Gartenreste kommen auf den Kompost, kranke Pflanzenteile nicht.
Faule Früchte, kranke Blätter und welke Pflanzen landen auf dem Gartenkompost. Dort werden kranke Pflanzenteile nicht ausreichend hygienisiert.
Fruchtfolge und Mischkultur. Nach einem Erdbeerbeet bekommt die Fläche eine Anbaupause von 4 Jahren, die du im Beetplaner für deine Beete einplanen kannst. Als gute Nachbarn gelten Zwiebeln, Boretsch, Prunkbohnen und Spinat, Pimpinelle passt dagegen nicht; weitere Kombinationen zeigt dir das Mischkultur-Werkzeug. Mischkultur unterstützt, sie garantiert aber keine gesunden Pflanzen.
Nützlinge im Erdbeerbeet
SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. parasitieren die Larven des Blütenstechers. Du förderst sie mit Pollen- und Nektarpflanzen im Garten. Welche Nützlinge im ganzen Beerengarten vorkommen und wie du sie unterstützt, erkläre ich im eigenen Ratgeber zum biologischen Pflanzenschutz im Beerenobstgarten.
Hausmittel: Was ihnen nachgesagt wird
SchmierseifeEine Schmierseifenlösung ist in Wasser aufgelöste Schmierseife, die als altes Hausmittel auf Pflanzen gesprüht wird. Sie legt sich als flüssiger Film über Schädlinge wie Blattläuse, die dadurch ersticken., Rapsöl, Jauchen und Kaffeesatz tauchen in vielen Gartentipps gegen Läuse und Schnecken auf. Schmierseife und Rapsöl wird nachgesagt, weichhäutige Sauger wie Blattläuse zu treffen. Kaffeesatz soll Schnecken fernhalten. Kontrolliere den Befall weiter, statt dich auf diese Hausmittel zu verlassen.
BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. ist in erster Linie ein Dünger, dessen Nährstoffmengen schwanken. Wer sie gegen Läuse über die Erdbeeren gießt, düngt also mit, und zu viel Stickstoff kann Ertrag und Fruchtqualität vermindern.
Chemischer Pflanzenschutz: nur als letztes Mittel
Erst wenn Vorsorge, Absammeln und Aussortieren nicht reichen, kommt chemischer Pflanzenschutz überhaupt in Frage. Als Freizeitgärtner verwendest du dann nur Mittel, die für die nichtberufliche Anwendung geeignet sind. Den aktuellen Zulassungsstand prüfst du vor dem Kauf in der Datenbank des BVL, des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Zulassung für den Haus- und Kleingarten; aktueller Stand in der BVL-Datenbank; Gebrauchsanweisung genau befolgen; Schutzkleidung tragen; Wartezeit bis zur Ernte einhalten; Reste und Verpackungen nach den Vorgaben entsorgen.
Ein Mittel kann Nützlinge treffen, auch die Insekten an den Blüten. Bei Erdbeeren ist das ein echter Nachteil: In einem Feldversuch entwickelten sich aus insektenbestäubten Blüten größere, schwerere und gleichmäßiger geformte Früchte als aus selbstbestäubten.
Kontrollieren im Jahreslauf
Die meisten Schäden haben ihr Zeitfenster. Wenn du weißt, wann du wohin schauen musst, findest du Befall früher.
| Wann | Worauf du schaust | Warum |
|---|---|---|
| Kurz vor Blühbeginn | Knospen und Knospenstiele | Der Blütenstecher beginnt ab 18 °C mit der Eiablage |
| Kurz vor bis während der Blüte | Stroh unterlegen, Blüten im Blick behalten | Grauschimmel infiziert überwiegend die alternden Blütenorgane |
| Feuchte Tage mit 15 bis 20 °C | Blüten und reifende Früchte | Grauschimmelsporen finden dann besonders gute Keimbedingungen |
| Beim Pflücken | Braune, weiche Früchte aussortieren | Kranke Früchte bleiben nicht im Beet |
| Späte Sorten, etwa drei bis vier Wochen vor der Pflückreife | Netz mit 0,8 mm Maschenweite auflegen, Blüte abgeschlossen | Das Netz kann die Eiablage der Kirschessigfliege begrenzen |
| Juli und August | Herzblätter und Mutterpflanzen für Ausläufer | Erdbeermilben vermehren sich besonders stark, der Dickmaulrüssler schlüpft überwiegend von Anfang Juli bis Anfang August |
| Staunässe bei über 25 °C | Welkende Pflanzen | Der Erreger der Rhizomfäule findet besonders günstige Bedingungen |
Ich schreibe mir auf, welche Pflanze wann welche Auffälligkeit zeigte. So sehe ich im nächsten Jahr, ob dasselbe Beet wieder betroffen ist. Wenn du die Termine im Beerenbeet lieber auf Papier planst, druck dir den Aussaatkalender für Beerenobst aus und trag deine Kontrollen dazu ein.
Wenn der Verdacht unklar bleibt
Manche Schadbilder lassen sich mit bloßem Auge nicht sicher zuordnen. Frag dann beim Pflanzenschutzdienst oder bei der Gartenberatung deines Bundeslandes nach, ob sie Pflanzenproben untersuchen. Schick Pflanzenteile mit typischen Symptomen, die noch nicht völlig abgestorben sind. Beschrifte die Probe mit Datum und Standort, damit der Befund später zuzuordnen ist.





