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Futterpflanzen aussäen: Saatbett, Saattermin und die passende Saatmethode

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Feinsämige Futterpflanzen brauchen ein feinkrümeliges Saatbett mit gutem Bodenschluss.
  • Futterrüben säst du von März bis Mai 2 bis 3 cm tief.
  • Markstammkohl kommt als Hauptfrucht im April und Mai in den Boden, als Sommerzwischenfrucht früh im Juli.
  • Luzerne kann auf leichten, gut erwärmbaren Böden von April bis Mitte August gesät werden.
  • Bei einer Untersaat reduzierst du die Aussaatstärke der Deckfrucht um mindestens 20 bis 25 Prozent.
  • Vor einer Nachsaat ins Grünland hältst du den alten Bestand kurz, damit die jungen Gräser Licht bekommen.

Die meisten Futterpflanzen haben feine Samen. Beim Auflaufen versorgen sie sich über den Kontakt zum Boden mit Wasser, deshalb brauchen sie ein feinkrümeliges Saatbett mit gutem Bodenschluss. Ich nehme mir für das Saatbett mehr Zeit als für das Säen selbst: harken, bis die Krume fein ist, dann andrücken. Dazu kommt der Termin, denn Futterrübe, Markstammkohl, Luzerne und Wiesenmischung haben jeweils ein eigenes Saatfenster. Hier findest du beides, dazu die passende Saatmethode für Reihenkulturen, kleine Wiesen und Untersaaten sowie die Nachsaat in lückiges Grünland.

Welche Futterpflanzen du säst

Grünlandfutter besteht typischerweise aus Gräsern, Kräutern und Leguminosen, zum Beispiel aus Weidelgras, Spitzwegerich und Klee. Daneben säst du Kulturen wie Futterrübe, Markstammkohl, Luzerne oder Wegwarte einzeln. Was die Gruppen unterscheidet, steht im Überblick über Futterpflanzen mit Grünland, Futterkohl, Rüben und Zichorie, und wofür sie sich im Stall eignen, zeigt der Ratgeber, welche Futterpflanzengruppen sich für Nutztiere eignen.

Das Saatbett vorbereiten

Feinsämige Futterpflanzen brauchen ein feinkrümeliges Saatbett, in dem jeder Samen guten Bodenschluss hat. Über diesen Kontakt kommen sie beim Auflaufen an Wasser. Auch Markstammkohl zählt zu den feinsamigen Kulturen und braucht ein sorgfältig bereitetes Saatbett.

Ich harke die Fläche in zwei Richtungen, bis obenauf keine groben Brocken mehr liegen.

Häufiger Fehler

Frisch lockern und sofort säen. In lockerer Krume haben feine Samen wenig Bodenschluss. Ich drücke das Beet deshalb vor der Saat mit dem Rechenrücken an und nach dem Einarbeiten der Samen noch einmal.

Stand vorher eine Gründüngung auf der Fläche, arbeitest du die frische Masse nur flach ein. Tief vergraben kann sie unter Luftabschluss faulen. Bis zur nächsten Saat wartest du danach meist etwa 2 bis 3 Wochen.

Ob dein Boden Kalk braucht, zeigt eine Bodenprobe, im Gemüsebeet aus der Schicht von 0 bis 25 cm. Liegt der gemessene pH schon über dem Zielbereich deines Bodens, kommen weder Kalk noch kalkhaltige Dünger auf die Fläche. Welche pH-Werte Klee, Luzerne und Futterkohl vertragen, steht im Futterpflanzen-Überblick im Abschnitt Standort, Boden und Winterhärte.

Vor der Saat prüfst du außerdem die Vorfrucht. Futterkohl braucht im ökologischen Zwischenfruchtanbau mindestens 5 Jahre Anbaupause zu anderen Kreuzblütlern, und dazu zählen auch Senf, Raps, Kresse, Rettich und Radieschen. Markstammkohl passt auf abgeerntete Gartenbeete, auf denen Erbsen, Bohnen oder Salat standen; die übrigen Anbaupausen findest du im Abschnitt Fruchtfolge und Mischkultur.

Für Futterrüben meidest du zu Nässe neigende Böden, um Wurzelbrand vorzubeugen. Bei Kohl begünstigen feuchte, staunasse und saure Böden die Kohlhernie. Wie du solchen Krankheiten vorbeugst, liest du im Ratgeber, wie du Krankheiten an Futterpflanzen erkennst und verhütest.

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Wann du säst: Saatfenster je Kultur

Jede Kultur hat ihr eigenes Saatfenster, und innerhalb davon richtest du dich nach dem Boden. Beim Mais haben sich in Nordrhein-Westfalen Saaten in der zweiten Aprilhälfte bewährt. Doch auch dort gehen Bodenerwärmung und bodenschonende Befahrbarkeit dem Kalender vor.

Saatzeit, Saattiefe und Keimbedingungen im Überblick:

Kultur Saatzeit Saattiefe Keimtemperatur Keimdauer
Futterrübe (Runkelrübe) März bis Mai 2–3 cm min. 10 °C, max. 15 °C 14–21 Tage
Markstammkohl April und Mai als Hauptfrucht, frühe Julisaat als Sommerzwischenfrucht 0,5–1 cm beim Gartensaatgut, 1–2 cm bei der Feldsaat 10–20 °C 8–12 Tage
Luzerne April bis Mitte August auf leichten, gut erwärmbaren Böden 1–1,5 cm keine Angabe keine Angabe
Kleintierwiese (Futtergräser und Klee) März bis Juni sowie August bis Oktober 0,5–1 cm 10–20 °C 7–21 Tage
Wegwarte Juni bis Juli 0,5–2 cm min. 14–18 °C, max. 20–25 °C 7–21 Tage
Marias Erfahrung

Ich notiere für jede Saat den Tag, die Kultur und die Saattiefe auf einem Zettel am Beet. Mit der Keimdauer im Kopf weiß ich dann, ab wann ich nach den ersten Keimlingen schauen kann.

Futterrüben

Futterrüben säst du von März bis Mai, aber nicht in kalten Boden. Für die Direktsaat nennt der ökologische Feldanbau eine Bodentemperatur von mindestens 5 bis 8 °C. Ich messe vor der Rübensaat die Bodentemperatur in Saattiefe. Abstände, Vereinzeln und Pflege im Garten vertieft der Ratgeber, wie du Futterrüben im Kleingarten anbaust und pflegst.

Markstammkohl und Futterkohl

Markstammkohl säst du als Hauptfrucht im April und Mai. Wird er als Grünfutterpflanze angeboten, lässt er sich auch von März bis Mai vorziehen oder von Mai bis Juli direkt säen. Für die Sommerzwischenfrucht ist eine frühe Julisaat vorgesehen, und die letzten empfohlenen Termine liegen je nach Anbauempfehlung zwischen Mitte und Ende Juli. Beim Keimen engt eine Herstellerempfehlung den Bereich auf 15 bis 18 °C ein. Furchenkohl für den Wildacker kommt von Mai bis Juli in den Boden.

Luzerne und kleinkörnige Leguminosen

Auf leichten, gut erwärmbaren Böden kann Luzerne von April bis Mitte August gesät werden. Sie braucht einen warmen, sonnigen Platz mit tiefgründigem, durchlässigem Boden und verträgt keine Staunässe. Ein spezieller Anbauleitfaden nennt für Luzerne 1 bis 1,5 cm Saattiefe. Für kleinkörnige Futterleguminosen allgemein reicht die Empfehlung je nach Bodenfeuchte bis 2 cm.

Im Feldfutterbau geht Luzerne idealerweise mit etwa 15 cm Wuchshöhe in den Winter. Ihre Winterfestigkeit hängt vom Vegetationszustand im Herbst ab. Wer erst am Ende des Saatfensters sät, lässt ihr also weniger Zeit, diesen Zustand vor dem Winter zu erreichen. Für ökologisches Feldfutter gilt: Die Ansaat sollte regional angepasst bis Mitte oder Ende August abgeschlossen sein, und reicht die Entwicklung vor dem Winter nicht mehr, ist die Frühjahrsansaat vorzuziehen.

Wiesenmischungen und Kleintierwiese

Für eine im Handel angebotene Kleintierwiese aus Futtergräsern und Weißklee wird als Saatzeit März bis Juni sowie August bis Oktober angegeben. Zum Keimen braucht diese Mischung mindestens 10 °C. Ich säe Wiesenmischungen in Phasen, in denen ich die Fläche bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten kann.

Zwischenfrüchte

Grünroggen säst du als Winterzwischenfrucht Ende September bis Anfang Oktober und nutzt ihn im folgenden Frühjahr Ende April bis Anfang Mai. Früh gesäte Sommerzwischenfrüchte wie einjähriges Weidelgras oder einsömmeriges Kleegras lassen sich bei ausreichendem Niederschlag nach etwa 8 bis 10 Wochen nutzen. Wie sich die Arbeiten über das Jahr verteilen, zeigt der Ratgeber, welche Anbauarbeiten bei Futterpflanzen in welcher Jahreszeit anstehen. Für die Wand im Schuppen gibt es den Aussaatkalender für Futterpflanzen zum Ausdrucken.

Achtung

Planst du Zwischenfrüchte als Herbstfutter ein, denk an das Nitrat. Nitratreiches Herbstfutter kann besonders für Wiederkäuer zum Vergiftungsrisiko werden, weil sich Nitrat zu Nitrit umwandeln kann. Eine pauschal sichere Menge gibt es nicht.

Saatgut wählen: Reinsaat, Mischung, Präzisionssaatgut

Bei Futterrüben hast du die Wahl zwischen Normalsaatgut und Präzisionssaatgut. Im Feldanbau kommt man mit Präzisionssaatgut je Hektar mit deutlich weniger Saatgut aus als mit Normalsaatgut.

Zahl im Blick

Im Feldanbau werden Futterrüben mit 15 bis 20 kg Normalsaatgut oder 8 bis 10 kg Präzisionssaatgut je Hektar gesät. Für Furchenkohl auf dem Wildacker liegt die Saatgutmenge in Reinsaat bei 0,5 kg je 1.000 m². Für ein angebotenes ökologisches Landsberger Gemenge aus 50 % Welschem Weidelgras, 30 % Winterwicke und 20 % Inkarnatklee werden 50 bis 60 kg je Hektar empfohlen.

Für Kleegras im ökologischen Futterbau gibt es keine Saatmischung, die unabhängig vom Standort optimal ist, also wählst du sie passend zu deinem Standort. Die Planung solcher Gemenge von der Artenwahl bis zur Bestandsführung vertieft der Ratgeber, wie du Mischkulturen im Futterbau planst und führst.

Beim Futterkohl für die Sommerzwischenfrucht lohnt ein Blick auf die Bewertung. Die Sorte Camaro wird dort mit hohem Ertrag und mittlerer Frostempfindlichkeit eingestuft. Furchenkohl schneidet mit sehr geringem Ertrag ab, ist dafür aber nur gering frostempfindlich. Welche Rübentypen es gibt und wie sich Gehaltsrübe und Halbzuckerrübe unterscheiden, steht im Abschnitt Futterwert und Rübentypen des Futterpflanzen-Überblicks.

Drillsaat, Breitsaat, Untersaat: welche Methode wann passt

Kurz erklärt

Bei der Drillsaat legst du die Samen in Reihen ab, bei der Breitsaat verteilst du sie über die ganze Fläche. Eine Untersaat wächst unter einer Deckfrucht heran. Übersaat und Nachsaat bringen Samen in einen bestehenden Bestand.

Drillsaat in Reihen

Rüben und Kohl säst du in Reihen. Bei Futterrüben hat das einen praktischen Grund: Zwischen gut sichtbaren Reihen kannst du hacken, Unkraut in der Reihe entfernst du ergänzend von Hand. Futterrüben brauchen besonders in der vierten bis achten Woche nach dem Auflaufen wenig Unkrautkonkurrenz. Wer in Reihen sät, kann also genau in dieser Phase zwischen den Reihen hacken.

Kultur Abstand in der Reihe Reihenabstand So kommst du hin
Futterrübe (Runkelrübe) 30 cm 40 cm in Reihen säen, später vereinzeln
Markstammkohl (Gartensaatgut) 30 cm 50 cm kräftige Jungpflanzen vereinzeln oder auspflanzen
Wegwarte 10–30 cm 20–60 cm in Reihen säen

Im Feldanbau wird für Markstammkohl ein Bestand von etwa 4 Pflanzen je m² angegeben. Säst du eine Mischung mit der Drillmaschine, achte darauf, dass sie sich in der Maschine nicht entmischt. Beim Säen von Hand schüttle ich die Saattüte vor jedem Nachfüllen durch, damit sich große und kleine Samen nicht trennen.

Breitsaat von Hand auf kleinen Flächen

Kleine Flächen säe ich so ein, wie man es bei Rasen macht: an einem möglichst windstillen Tag, von Hand, in zwei gekreuzten Durchgängen. Für eine Kleintierwiese rechnest du mit etwa 25 g Saatgut je m². Danach arbeitest du die Samen 0,5 bis 1 cm tief ein und drückst die Fläche an, damit sie Bodenschluss bekommen.

Tipp

Ich wiege die Saatmenge für die Fläche vorher ab und teile sie in zwei gleiche Portionen, eine für jeden Durchgang. So verteilt sich das Saatgut auf beide Richtungen.

Säst du im Hochbeet oder Kübel, findest du die Details im Ratgeber, wie du Futterpflanzen im Hausgarten, im Hochbeet oder im Kübel anbaust. Pflanzgefäße brauchen in jedem Fall Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Untersaat unter einer Deckfrucht

Bei einer Untersaat reduzierst du die Aussaatstärke der Deckfrucht um mindestens 20 bis 25 Prozent. Ich rechne die reduzierte Menge vor der Saat aus und schreibe sie auf meinen Saatplan. Die Bestandsführung solcher Gemenge vertieft der Ratgeber zu Mischkulturen im Futterbau.

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Nachsaat: Lücken in Wiese und Weide schließen

Bei einer dichten Grasnarbe ist eine Pflegenachsaat nicht nötig. Lücken können zum Beispiel dort entstehen, wo Schnittgut als dicke Matte liegen blieb, denn eine solche Matte kann die Narbe darunter ersticken. Nachsäen kannst du grundsätzlich in der Wachstumszeit von März bis September, sofern die Wasserversorgung das Anwachsen erlaubt. Ausreichend Bodenfeuchte braucht die Nachsaat bei der Aussaat und während der Etablierung danach.

Den alten Bestand hältst du kurz, damit die jungen Gräser genug Licht bekommen. Ich mähe die Fläche vor dem Nachsäen kurz ab und räume das Schnittgut weg. Nach der Saat düngst du nicht übermäßig, denn das stärkt den Altbestand in der Konkurrenz mit den jungen Pflanzen.

Achtung

Geh die Fläche vor der Nachsaat auch auf Kreuzkraut ab. Seine Pyrrolizidinalkaloide können über Heu oder Silage Rinder und Pferde schwer bis tödlich vergiften, deshalb gehört Kreuzkraut nicht ins Futter.

Nach der Saat: Netz, Wasser und erste Pflege

Kohl deckst du gleich nach der Saat mit einem Kulturschutznetz ab, weil die Kleine Kohlfliege etwa ab Mitte April Eier ablegt. Das Netz sollte eine Maschenweite unter 1 mm haben und an den Rändern dicht schließen. Ich beschwere die Ränder rundum mit Brettern. Bedenke, dass das Netz auch Nützlingen den Zugang zum Kohl verwehren kann.

Bis zur Keimung hältst du Wiesensaaten gleichmäßig feucht, vorzugsweise früh morgens und bodennah gegossen. Mehr Wasser ist dabei nicht automatisch besser, denn durch Nässe geschädigte Wurzeln können ähnlich welken wie bei Wassermangel.

Markstammkohl entwickelt sich anfangs langsam und braucht dann Unkrautregulierung; Futterrüben vereinzelt der ökologische Anbau erst im 4-Blatt-Stadium. Bei Futterbauansaaten fördert ein früher Schröpfschnitt die Bestockung und unterstützt so die Unkrautunterdrückung. Wie es danach weitergeht, steht im Abschnitt Pflege des Futterpflanzen-Überblicks.

Futterrüben sind Starkzehrer, und gut verrotteter Mist eignet sich bei ihnen als organische Grunddüngung. Kleinkörnige Futterleguminosen können dagegen dank ihrer Knöllchenbakterien ohne Stickstoffdüngung auskommen, während höhere Stickstoffgaben in Gras-Leguminosen-Mischungen die Gräser fördern. Wie du Gießen und Düngen je Pflanzengruppe abstimmst, steht im gleichnamigen Abschnitt des Futterpflanzen-Überblicks.

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Was nach der Aussaat kommt

Als Zweitfrucht angebauter Markstammkohl wird ab Mitte Oktober für Frischfutter oder Silage geerntet, und für eine Kleintierwiese ist eine Nutzhöhe von etwa 20 cm angegeben. Schimmelpilzgifte können schon auf dem Feld oder erst im Lager entstehen; wie du erntest und lagerst, steht in den Abschnitten Ernte und Verwertung sowie Lagern und Futterhygiene.

Gründüngungsbewuchs beschattet den Boden und vermindert Verschlämmung und Erosionsgefahr. Wie du Krankheiten und Schädlingen vorbeugst, fasst der Abschnitt Krankheiten und Schädlinge im Futterpflanzen-Überblick zusammen.

Auf der Weide bestimmt das System Arbeit und Ausnutzung: Umtriebsweiden und besonders Portionsweiden brauchen mehr Arbeit als Standweiden, nutzen den Futterbestand aber besser aus. Mehr dazu steht im Abschnitt Wiese und Weide.

Im ökologischen Betrieb verbindet der Kreislauf aus Futterpflanzen, Tierhaltung und organischen Düngern den Futterbau mit der Bodenfruchtbarkeit. Was den Anbau ohne synthetische Mittel ausmacht, zeigt der Ratgeber, wie du Futterpflanzen im Biolandbau anbaust.

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Häufige Fragen

Wann ist der richtige Saatzeitpunkt für Futterpflanzen?
Das hängt von der Kultur ab: Futterrüben säst du von März bis Mai, Markstammkohl als Hauptfrucht im April und Mai. Luzerne kann auf leichten, gut erwärmbaren Böden von April bis Mitte August gesät werden. Für die Direktsaat von Futterrüben nennt der ökologische Feldanbau außerdem eine Bodentemperatur von mindestens 5 bis 8 °C.
Welche Aussaattechniken eignen sich für Grünland und Ackerfutter?
Futterrüben säst du in Reihen, damit du zwischen den gut sichtbaren Reihen hacken kannst. Wiesenmischungen wie eine Kleintierwiese verteilst du breitwürfig und arbeitest sie 0,5 bis 1 cm tief ein. Bei einer Untersaat reduzierst du die Aussaatstärke der Deckfrucht um mindestens 20 bis 25 Prozent. Für eine Nachsaat in bestehendes Grünland hältst du den alten Bestand kurz, damit die jungen Gräser genug Licht bekommen.
Wie mache ich eine Bodenanalyse vor der Aussaat von Futterpflanzen?
Im Gemüsebeet beprobst du die Bodenschicht von 0 bis 25 cm. Aus 10 bis 15 Einzelproben derselben Fläche stellst du eine Mischprobe zusammen. Für Kleearten im Feldfutterbau gilt ein Boden-pH von 6,0 bis 6,7 als optimal, Luzerne bevorzugt einen höheren Wert. Liegt der gemessene pH schon über dem Zielbereich deines Bodens, gibst du weder Kalk noch kalkhaltige Dünger.
Welche Rolle spielt die Stickstoffbindung der Leguminosen bei der Aussaat?
Bei Leguminosen wie Klee und Luzerne binden Bakterien an den Wurzeln Luftstickstoff, die sogenannten Knöllchenbakterien. Kleinkörnige Futterleguminosen können deshalb ohne Stickstoffdüngung auskommen. In Kleegras kann zusätzlicher Stickstoff die Gräser fördern und den Kleeanteil verringern, deshalb hältst du dich bei solchen Ansaaten mit Stickstoff zurück.
Welche häufigen Irrtümer gibt es bei der Düngung von Futterpflanzen?
Mehr Dünger ist nicht automatisch besser: Nach einer Nachsaat ins Grünland verstärkt übermäßige Düngung die Konkurrenz des alten Bestands gegenüber den jungen Pflanzen. Bei Markstammkohl im Feldanbau wird die Stickstoffdüngung aufgeteilt, auf eine Gabe vor der Saat und eine weitere bei etwa 30 cm Pflanzenhöhe. Futterrüben zählen dagegen zu den Starkzehrern, für sie eignet sich gut verrotteter Mist als organische Grunddüngung.
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