Standort für Prinzeß-Astern: Licht, Boden, pH-Wert und Bodenverbesserung
- Sonniger, geschützter Platz; hohe Sorten bekommen eine Stütze.
- Boden nährstoffreich, feucht und gut durchlässig, aber nie nass.
- Den pH-Wert per Bodenuntersuchung prüfen und nur bei zu niedrigem Wert kalken.
- Schweren Boden lockern und mit Kompost, gröberem Humus und grobem Sand verbessern, sandigen mit Kompost aufwerten.
- Sommerastern nicht zweimal hintereinander auf dasselbe Beet pflanzen.

Du hast Prinzeß-Astern vorgezogen oder hältst die Samentüte in der Hand und suchst das passende Beet? Dann prüfst du drei Dinge. Kommt genug Sonne hin? Bleibt der Boden feucht und leitet überschüssiges Wasser trotzdem ab? Und welchen pH-Wert hat er? Ich gehe dafür jedes Frühjahr mit dem Spaten über die freien Beete und schaue mir die Erde an, bevor ich einen Platz festlege.
Hinter dem Namen steckt die Sommeraster Prinzess Mischung, eine einjährige Mischung der Art Callistephus chinensis mit dicht gefüllten Blüten. Gartenastern blühen von Juli bis Oktober und sind nicht winterhart, deshalb säst du sie jedes Jahr neu. Was Sommerblumen als Gruppe ausmacht, fasst das Kurzporträt im Sommerblumen-Ratgeber zusammen.
Der Standort auf einen Blick
Die Übersicht zeigt, worauf du bei der Wahl des Beetes achtest. Die Einzelheiten stehen in den Abschnitten darunter.
| Faktor | Was Prinzeß-Astern brauchen |
|---|---|
| Licht | sonniger, geschützter Platz |
| Boden | nährstoffreich, feucht, gut durchlässig, nie nass |
| pH-Wert | im Zielbereich deiner Bodenart, für Sommerschnittblumen allgemein pH 5,5 bis 7,0 |
| Nährstoffe | gut versorgt, aber ohne übermäßige Stickstoffdüngung |
| Fruchtfolge | nicht zweimal hintereinander auf demselben Beet |
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, neutraler bis alkalischer, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Kübel, im Topf oder im Hochbeet möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Vorkultur oder Direktsaat am endgültigen Standort sind möglich.
Bei 16 °C vorziehen oder direkt an den endgültigen Standort säen.
Pflege
- Pflege
Hohe Sorten stützen; Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern.
- Düngung
Die Schnittblumenmischung Serenade Mix alle zwei Wochen düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Amerikanische Busch-Mischung wird einjährig kultiviert.
- Verwendung
Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.
Wie viel Sonne brauchen Prinzeß-Astern?
Plane für Prinzeß-Astern einen sonnigen Platz ein. Gartenastern gelten als Sonnenpflanzen, nach manchen Angaben vertragen sie auch Halbschatten. Die Royal Horticultural Society (RHS) beschreibt für sie einen geschützten, vollsonnigen Standort. Ihre Angaben stammen allerdings aus dem britischen Gartenkontext. Ich setze Prinzeß-Astern deshalb auf die sonnigsten freien Beete und nehme Halbschatten nur, wenn kein anderer Platz übrig ist.
Licht zählt schon bei der Anzucht. Jungpflanzen brauchen nach dem AuflaufenAuflaufen nennt man es, wenn nach der Aussaat die Keimlinge sichtbar aus der Erde kommen. Man sagt dann auch, die Saat ist aufgegangen. ausreichend Licht, weil Lichtmangel lange, instabile Triebe begünstigt.
Geschützt, aber luftig
Geschützt heißt: kein offener, windiger Platz. Hohe Sorten brauchen ohnehin eine Stütze. Wie sich die Pflanzen bis zur Blüte entwickeln und wann sie Halt brauchen, zeigt der Ratgeber zum Wachstum der Prinzeß-Aster von der Keimung bis zur Blüte.
Gleichzeitig sollen die Blätter nach Regen gut abtrocknen. Ausreichender Pflanzabstand verbessert die Luftzirkulation und senkt so das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten. Bei der Prinzess Mischung vereinzelst du die Sämlinge nach der Keimung rechtzeitig auf den vorgesehenen Abstand.
Als Rahmen für Gartenastern gelten 15 bis 30 cm Abstand in der Reihe und 20 bis 40 cm zwischen den Reihen. Hohe Sorten stehen zusätzlich an einer Stütze.
Welcher Boden passt zu Prinzeß-Astern?
Prinzeß-Astern brauchen einen nährstoffreichen, feuchten und gut durchlässigen Boden. Er soll also Wasser halten und überschüssiges Wasser trotzdem ableiten. Die Bodenart selbst schließt wenig aus: Die RHS führt für Gartenastern Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandböden als geeignet auf. Gartenastern sind zudem Schnittblumen, und einjährige Sommerschnittblumen wachsen gern auf tiefgründigen, lehmhaltigen und humusversorgten Gartenböden.
Nimm etwas leicht feuchte Erde aus deinem Beet zwischen die Finger. Körnig und zerfallend spricht für Sandboden, gut formbar und klebrig für Tonboden. Die Fingerprobe ist eine Näherung und ersetzt keine Bodenuntersuchung.
Vor zwei Dingen bewahrst du Sommerastern: vor zu nassen Bodenverhältnissen und vor übermäßiger Stickstoffdüngung. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit des Bodens und begünstigt Staunässe. Weil Sommerastern vor zu nassem Boden bewahrt werden sollen, verbesserst du einen schweren Tonboden, bevor du pflanzt.
Bevor ich ein neues Asternbeet anlege, steche ich an mehreren Stellen spatentief aus und schaue mir die Schichten an. Steht nach einem Regentag Wasser im Loch, plane ich zuerst die Bodenverbesserung.
Welcher pH-Wert ist für Prinzeß-Astern richtig?
Für die tiefgründigen, lehmhaltigen und humusversorgten Böden, auf denen einjährige Sommerschnittblumen gut stehen, gilt ein pH-Wert von 5,5 bis 7,0. Die RHS nennt für Gartenastern neutrale bis alkalische Böden. Liegt dein Beet im neutralen Bereich, passt es zu beiden Angaben.
Welcher Zielwert für dein Beet gilt, hängt außerdem von Bodenart und Humusgehalt ab. Die Tabelle zeigt die allgemeinen Bereiche für Gartenböden, eigene Asternwerte sind das nicht.
| Bodenart | allgemeiner pH-Bereich, abhängig vom Humusgehalt |
|---|---|
| Sandboden | 5,0 bis 6,5 |
| Lehmboden | 5,5 bis 7,0 |
| Tonboden | 6,0 bis 7,5 |
So kommst du an einen verlässlichen Wert
Den pH-Wert deines Beetes kennst du erst nach einer Bodenuntersuchung. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise auch PhosphatPhosphat ist die Form, in der der Pflanzennährstoff Phosphor im Garten meist angegeben wird: als Phosphatgehalt im Befund der Bodenuntersuchung und als Phosphatanteil auf Düngerpackungen, dort mit dem Kürzel P2O5., Kalium und den Kalkbedarf. Damit hast du zugleich die Grundlage, um die Düngung zu planen.
So nimmst du die Bodenprobe fürs Asternbeet.
- Beprobe das Blumenbeet getrennt von anders genutzten Gartenflächen.
- Nimm die Erde an mehreren gleichmäßig verteilten Stellen, gewöhnlich bis 30 cm tief.
- Mische 10 bis 15 Einzelproben und schick rund 500 g davon ein.
- Nimm die Probe zwischen Herbst und Frühjahr und dünge vorher nicht.
- Lass vor der Neuanlage untersuchen und danach alle 3 bis 5 Jahre.
Der pH-Wert wird nicht immer gleich gemessen. In Calciumchloridlösung kann er um 0,5 bis 1,0 pH-Einheiten niedriger liegen als in einer wässrigen Bodensuspension. Achte deshalb auf das angegebene Verfahren, bevor du zwei Befunde vergleichst.
Kalken oder nicht?
Kalk kommt nur infrage, wenn die Untersuchung einen für Bodenart und Humusgehalt zu niedrigen pH-Wert zeigt. Liegt der Wert oberhalb des passenden Zielbereichs, bringst du weder Kalk noch kalkhaltige Dünger aus. Ein hoher Kalkgehalt kann außerdem die Eisenverfügbarkeit einschränken, auch wenn genug Eisen im Boden ist. Wer ohne Messung kalkt, riskiert also genau den zu hohen pH-Wert, bei dem die Eisenaufnahme blockiert werden kann. Gelbe junge Blätter mit zunächst grünen Adern können auf einen solchen Eisenmangel hinweisen.
Holzasche aufs Beet streuen. Holzasche gehört auch aus naturbelassenem Holz weder auf den Kompost noch direkt in den Garten.
Wie verbesserst du ungeeigneten Boden?
Welche Maßnahme dein Beet braucht, hängt davon ab, ob es zu schwer oder zu leicht ist. Beides gehst du vor der Pflanzung an.
Schwerer, toniger Boden
Lockere tonigen Boden und arbeite gröberen Humus und Kompost ein, bei Bedarf auch groben Sand. Je nach Ausgangszustand können 2 bis 5 Liter gewaschener Sand ohne Feinanteile je Quadratmeter eingearbeitet werden. Lehmböden für Wechselflorbeete lassen sich auch mit Sand und Splitt in ihrer Struktur verbessern. Kompost hilft auf schweren Böden zusätzlich, weil seine organische Substanz KrümelstrukturKrümelstruktur bedeutet: Die Bodenteilchen halten zu lockeren, mit bloßem Auge sichtbaren Krümeln zusammen, zwischen denen viele Hohlräume bleiben. Der Boden baut sie selbst auf, getragen von aktivem Bodenleben, gutem Humus und ausreichend Ton und Kalk. und Durchlüftung verbessert.
Ein bestehendes Beet lockere ich mit dem Sauzahn, so werden die Bodenschichten nicht gewendet. Ins Beet trete ich dabei möglichst nicht, damit Poren und Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben.
Leichter, sandiger Boden
Sandreiche Böden lassen Wasser schnell durch und speichern wenig davon. Prinzeß-Astern brauchen aber feuchten Boden, deshalb ist auf Sand Kompost der erste Schritt. Seine organische Substanz verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen.
Kompost zur richtigen Zeit
Kompost bringst du im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht als Herbstgabe, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Wie viel sinnvoll ist, zeigt dir die Bodenuntersuchung.
Als allgemeine Faustzahl im Garten gelten jährlich etwa 3 l Kompost je m². Sie ersetzt keine artspezifische Düngeberechnung. Bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten im Boden bringst du weniger Kompost aus.
Rohen, nicht kompostierten RindenmulchRindenmulch ist rohe, nicht kompostierte Baumrinde, mit der du den Boden unter Gehölzen abdeckst. Er enthält wachstumshemmende Stoffe und bindet Stickstoff im Boden, deshalb gehört er nicht ins Gemüsebeet. verwende ich in Asternbeeten nicht, weil er für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet ist. Ist das Beet im Herbst geräumt, schützt eine GrüneinsaatGrüneinsaat ist die Aussaat einer Gründüngung, etwa Gelbsenf, Phacelia oder Ackerbohne, auf einem abgeernteten Beet. Die Pflanzen halten den Boden über Herbst und Winter bedeckt, schützen ihn und verbessern seine Struktur. über Winter vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung. Ihre Wurzeln halten den Boden außerdem locker. Wie du Prinzeß-Astern insgesamt ressourcenschonend und naturnah anbaust, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Warum Prinzeß-Astern jedes Jahr umziehen
Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen. Der passende Standort ist deshalb jedes Jahr ein anderer, auch wenn das alte Beet gut war. Ich trage meine Asternbeete in den Beetplaner für den eigenen Garten ein, damit ich im nächsten Frühjahr nachsehen kann, wo sie standen.
Nach Asternwelke gilt am betroffenen Standort eine Anbaupause für Astern von 5 bis 7 Jahren. Befallene Pflanzen gehören nicht auf den Kompost, weil die Erreger dort überdauern und mit dem Kompost verbreitet werden können. Woran du die Welke und andere Probleme erkennst, zeigt der Ratgeber dazu, welche Krankheiten und Schädlinge Prinzeß-Astern treffen können.
Prinzeß-Astern im Topf: die Erde ersetzt den Gartenboden
Ob eine Gartenaster in den Topf passt, hängt von der Sorte ab. Die Zwergastern-Mischung von Callistephus chinensis etwa ist als Topf- und Balkonpflanze beschrieben, prüf deshalb die Angaben zu deiner Sorte. Im Gefäß übernimmt die Erde die Aufgabe des Gartenbodens. Geeignet ist hochwertige torffreie oder torfreduzierte Blumenerde mit abgestimmtem Luft- und Wasserhaushalt. Sie muss strukturstabil sein, damit die Wurzeln auch nach starkem Regen oder einer Trockenphase Luft und Wasser bekommen.
Die Abzugslöcher im Gefäßboden bleiben frei, und Untersetzer leerst du nach Regen, damit keine Nässe an den Wurzeln steht. Ein größeres Gefäß bevorratet mit seinem Erdvolumen mehr Wasser. Weil Prinzeß-Astern feucht, aber nicht nass stehen sollen, wähle ich für sie lieber ein größeres Gefäß mit freiem Abzug als einen kleinen Topf.
Was nach der Standortwahl kommt
Die folgenden Themen gehören zur Kultur der Prinzeß-Astern und haben eigene Ratgeber.
Aussaat und Pikieren
Gartenastern lassen sich vorziehenVorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus., sie können aber auch direkt am endgültigen Standort gesät werden. Für die DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. bereitest du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes SaatbettDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind. vor. Wie du Prinzeß-Astern vorziehst und pikierst, zeigt der Ratgeber zum Jahreslauf, die Termine stehen im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
Gießen
Prinzeß-Astern brauchen feuchten Boden, aber keine Nässe. Gieß möglichst morgens direkt im Wurzelbereich. Wie du Prinzeß-Astern richtig gießt und zu üppiger Blüte bringst, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Düngen
Nährstoffreich darf der Boden sein, übermäßige Stickstoffdüngung vermeidest du aber. Wie viel du nachdüngst, richtet sich nach Bodenuntersuchung und Pflanzenbedarf. Die Grundlagen dazu stehen im Abschnitt Gießen und Düngen des Sommerblumen-Ratgebers.
Sorten und Farben
Gartenastern gibt es in sehr unterschiedlichen Wuchshöhen, deshalb lohnt vor der Platzwahl ein Blick in die Sortenbeschreibung. Welche Farben und Sorten es bei Prinzeß-Astern gibt, zeigt der Ratgeber zur Farbvielfalt.
Gestaltung und Partner
Sommerblumen eignen sich als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Wie du Prinzeß-Astern im Beet kombinierst, zeigt der Ratgeber mit Gestaltungsideen.





