Prinzeß-Astern im Jahreslauf: von der Aussaat bis zur Planung im Winter
- Vorkultur im Haus im März oder April, Keimung bei 15–20 °C in 7–20 Tagen.
- Samen mit Substrat bedecken, denn Astern sind keine Lichtkeimer.
- Pikieren drei bis vier Wochen nach der Aussaat, sobald echte Blätter da sind.
- Abstand 15–30 cm in der Reihe und 20–40 cm zwischen den Reihen, hohe Sorten stützen.
- Blüte von Juli bis Oktober, Verblühtes entfernen kann sie verlängern.
- Nicht winterhart, im Winter Saatgut lagern und den Beetwechsel planen.

Prinzeß-Astern blühen von Juli bis Oktober, die Arbeit dafür beginnt aber im März oder April auf der Fensterbank. Dazwischen liegen PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat., AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten., Auspflanzen und im Herbst die Samenernte. Selbst im Winter bleibt etwas zu tun, denn dann legst du fest, auf welches Beet die Astern im nächsten Jahr kommen. Ich arbeite meine Astern jedes Jahr nach demselben Kalender ab und gehe ihn hier mit dir Jahreszeit für Jahreszeit durch.
Was Prinzeß-Astern ausmacht
Prinzeß-Astern sind Sommerastern der Art Callistephus chinensis, die Prinzeß-Mischung trägt dicht gefüllte Blüten. Sie wachsen einjährig und sind nicht winterhart, du ziehst sie also jedes Jahr neu aus Samen. Was einjährige Sommerblumen allgemein ausmacht, steht im Kurzporträt der Sommerblumen zu Lebensdauer und Herkunft.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, neutraler bis alkalischer, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Kübel, im Topf oder im Hochbeet möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Vorkultur oder Direktsaat am endgültigen Standort sind möglich.
Bei 16 °C vorziehen oder direkt an den endgültigen Standort säen.
Pflege
- Pflege
Hohe Sorten stützen; Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern.
- Düngung
Die Schnittblumenmischung Serenade Mix alle zwei Wochen düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Amerikanische Busch-Mischung wird einjährig kultiviert.
- Verwendung
Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.
Der Jahreslauf auf einen Blick
| Zeitraum | Was ansteht | Richtwert |
|---|---|---|
| März bis April | Vorkultur im Haus | Keimung bei 15–20 °C in 7–20 Tagen |
| April bis Mai | Aussaatzeit der Art, Direktsaat am endgültigen Standort möglich | Samen mit Substrat bedecken |
| 3–4 Wochen nach der Aussaat | Pikieren | wenn die ersten echten Blätter da sind |
| Spätes Frühjahr | Abhärten und Auspflanzen | erst wenn die Nächte frostfrei bleiben |
| Sommer | Gießen, Lockern, hohe Sorten stützen | Verblühtes entfernen |
| Juli bis Oktober | Blüte und Schnitt für die Vase | morgens bei trockenem Wetter schneiden |
| Herbst | Samen ernten, Beet räumen | nur braune, ausgereifte Samen |
| Winter | Saatgut lagern, Beetwechsel und Bodenprobe planen | kühl, dunkel und trocken lagern |
Frühling: Aussaat und Anzucht
Wann säst du Prinzeß-Astern?
Im Haus beginnst du mit der Vorkultur im März oder April. Die Aussaatzeit der Art reicht bis in den Mai, und auch eine Direktsaat am endgültigen Standort ist möglich. Ich ziehe den Großteil meiner Astern vor, weil ich die Sämlinge dann beim Pikieren einzeln in der Hand habe.
Vorkultur im Haus: Erde, Gefäß und Saattiefe
Für die Aussaat nimmst du frische Erde, die ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnet ist. Dazu kommen saubere Schalen oder Töpfe mit Wasserabzug, damit sich keine Staunässe bildet. Die Samen legst du auf die Erde und bedeckst sie anschließend mit Substrat.
„Astern sind Lichtkeimer, also nur andrücken.“ Für die Gartenaster stimmt das nicht. Ihre Samen kommen unter eine Schicht Substrat.
Die Saattiefe für Gartenastern liegt je nach Saatgutangebot zwischen 0,5 und 2 cm. Eine Sommerastern-Mischung wird zum Beispiel 1 cm tief gesät und mit Substrat bedeckt. Halte dich an die Angabe auf deiner Tüte, denn die Anbieter nennen keine gemeinsame Spanne.
Eine durchsichtige Haube hält die Feuchte, darf aber nicht luftdicht schließen. Bis zur Keimung hebe ich sie täglich kurz zum Lüften an und prüfe dabei mit dem Finger die Erde. Während und unmittelbar nach der Keimung darf die Saat nicht austrocknen. Für die Keimung brauchen Sommerastern 15 bis 20 °C. Bei dieser Wärme erscheinen die Sämlinge innerhalb von 7 bis 20 Tagen.
Nach der Keimung: hell und kühler
Sobald die Sämlinge aufgelaufen sind, senkst du die Temperatur. Viel Wärme bei wenig Licht begünstigt nämlich lange, weiche Triebe. Werden die Jungpflanzen lang, instabil und hellgrün, kann das auf Lichtmangel hindeuten. Ich stelle die Anzucht deshalb an das hellste Fenster im Haus.
Wann und wie pikierst du die Sämlinge?
Bei Sommerastern sind drei bis vier Wochen nach der Aussaat als Pikiertermin angegeben. Maßgeblich ist, dass nach den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. die ersten echten Blätter entwickelt sind. Weil die Keimung bis zu 20 Tage dauern kann, haben spät gekeimte Sämlinge zum Kalendertermin womöglich noch keine echten Blätter. Ich pikiere deshalb jede Schale nach ihrem Blattstand.
Du hältst jeden Sämling an einem Keimblatt, ohne daran zu ziehen. Die Wurzel setzt du gerade und nicht umgebogen ins Pflanzloch. Danach schließt du das Loch seitlich, gießt an und drückst die Erde leicht an.
Die PikiererdePikiererde ist ein humoses, nur schwach gedüngtes Substrat, in das du Sämlinge beim Pikieren einzeln umsetzt. Sie kommt nach der Aussaat zum Einsatz, wenn die Jungpflanzen aus der Aussaatschale in eigene Töpfe wandern. darf etwas Dünger enthalten, die spätere Topferde ist stärker vorgedüngt. Hast du genug Platz, pikierst du zuerst in 8-cm-Töpfe. Bei Bedarf setzt du die Jungpflanzen später in größere Töpfe um.
Ich schreibe das Aussaatdatum auf das Etikett jeder Schale. Beim Pikieren schaue ich trotzdem zuerst auf die Blätter und erst danach auf das Datum.
Direktsaat ins Beet
Für die Direktsaat bereitest du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes Saatbett vor. Die Samen legst du in flache Rillen und bedeckst sie wie bei der Vorkultur mit Erde. Bis die Sämlinge auflaufen, hältst du die Saatstelle feucht. Nach der Keimung vereinzelst du die Sämlinge der Prinzeß-Mischung rechtzeitig auf den vorgesehenen Abstand, den du im nächsten Abschnitt findest.
Spätes Frühjahr: abhärten und auspflanzen
Abhärten vor dem Umzug ins Beet
Vor dem Auspflanzen gewöhnst du die Jungpflanzen an draußen. An milden Tagen stellst du sie zuerst geschützt in den Schatten und erst danach in die Sonne. Werden die Nächte kalt, kommen sie wieder unter Schutz, denn Sommerastern sind nicht winterhart. Ins Beet pflanzt du sie erst, wenn keine Frostnächte mehr zu erwarten sind.
Stell die Kisten zum Abhärten nah an die Haustür. Dann trägst du sie abends ohne Umweg wieder herein, wenn die Nacht kühl wird.
Welcher Abstand passt?
Den Abstand planst du als System aus Abstand in der Reihe, Reihenabstand und Stütze. Die Werte der Art decken eine Spanne ab, weil die Sorten unterschiedlich hoch und breit werden.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Pflanzabstand in der Reihe | 15–30 cm |
| Reihenabstand | 20–40 cm |
| Beispiel einer Sommerastern-Mischung | 30 × 15 cm, ausgepflanzt oder vereinzelt |
| Wuchsbreite der Art | 20–30 cm |
| Wuchshöhe je nach Sorte | 15–80 cm |
| Erziehung | hohe Sorten stützen |
Hohe Sorten brauchen eine Stütze. Ich stecke die Stäbe deshalb gleich beim Pflanzen mit in die Erde.
Standort und Boden in Kürze
Prinzeß-Astern wollen einen geschützten, vollsonnigen Platz. Der Boden sollte nährstoffreich, feucht und gut durchlässig sein, vom pH-Wert her neutral bis alkalisch. Welche Licht-, Boden- und pH-Bedingungen Prinzeß-Astern brauchen und wie du ungeeigneten Boden verbesserst, liest du im eigenen Standort-Ratgeber.
Wohin im Beet?
Sommerblumen eignen sich als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Ideen für Farben und Partner findest du im Ratgeber, wie du Prinzeß-Astern in Beeten und Kombinationen einsetzt.
Prinzeß-Astern im Topf
Für Topf und Balkonkasten gibt es niedrige Formen wie die Zwergastern-Mischung, die eine einjährige Topf- und Balkonpflanze ist. Ob eine Sorte ins Gefäß passt, hängt von der Sorte ab. Das Gefäß braucht am Boden mindestens ein Abzugsloch, und gefüllte Untersetzer leerst du nach Regen aus. Bei torffreier Erde prüfe ich die Feuchte im unteren Bereich des Topfes, bevor ich gieße.
Sommer: wachsen lassen und die Blüte begleiten
Gießen und Düngen
Astern mögen gleichmäßig feuchten Boden, deshalb gießt du bodennah, damit das Wasser an die Wurzeln kommt. Gedüngt wird nach Bodenuntersuchung und Bedarf, nicht nach festem Kalender. Wie du Gießen und Düngen nach Phase und Bedarf abstimmst, beschreibt der Sommerblumen-Überblick im Abschnitt Gießen und Düngen.
Stützen, lockern, mulchen
Hohe Sorten binde ich an die Stäbe, sobald sie in die Höhe gehen. Den Boden zwischen den Reihen lockere ich mit dem Sauzahn, der die Bodenschichten nicht wendet, und ziehe dabei das Unkraut. Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung und das Aufheizen des Bodens. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du sie nur dünn aus. Ich betrete das Beet dabei möglichst nicht, damit die Poren im Boden erhalten bleiben.
Wie verlängerst du die Blüte?
Ab Juli öffnen sich die Blüten, und die Blütezeit reicht bis in den Oktober. Schneidest du Verblühtes ab, kann sich die Blüte verlängern. Wie du Prinzeß-Astern mit Gießen, Rückschnitt und gezielter Blütenförderung zu langer Blüte bringst, zeigt ein eigener Ratgeber.
Krankheiten und Schädlinge
Schädlinge sammelst du ab, erkrankte Pflanzenteile schneidest du heraus. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du Schere und Handschuhe, bevor du an gesunde gehst. Wie du vorbeugst und von Hand eingreifst, beschreibt der Sommerblumen-Überblick im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.
Astern und Insekten
Die dicht gefüllte Prinzeß-Mischung stuft der Hersteller als nicht nützlingsfreundlich ein. Für Bienen sind ungefüllte Blüten die geeignete Wahl, deshalb setze ich ungefüllte Sommerblumen in die Nähe meiner Astern. Wie du Prinzeß-Astern ressourcenschonend und insektenfreundlich anbaust, zeigt ein eigener Ratgeber.
Spätsommer und Herbst: schneiden und Samen ernten
Astern für die Vase
Für Sträuße gibt es eigene Schnittastern, etwa eine Mischung hoher Sommerastern. Ich schneide morgens bei trockenem Wetter und stelle die Stiele sofort ins Wasser. Worauf du bei Prinzeß-Astern als Schnittblumen achtest, vom Schnittzeitpunkt bis zur Vase, steht im Schnittblumen-Ratgeber.
Samen für das nächste Jahr
Wer eigenes Saatgut möchte, lässt einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen und putzt sie nicht aus. Geerntet wird bei trockenem Wetter, und du sammelst nur braune, ausgereifte Samen. Sommerastern werden von Insekten bestäubt und verkreuzen sich mit anderen Sorten ihrer Art. Saatgut aus einem Beet mit mehreren Sorten kann deshalb Pflanzen bringen, die anders aussehen als die Mutterpflanze. Woran du die Samenreife und die übrigen Entwicklungsphasen der Prinzeß-Aster erkennst, beschreibt der Ratgeber zum Lebenszyklus.
Markiere die Blüten, die du für Saatgut stehen lässt, mit einem Faden. So schneidest du sie beim AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. nicht versehentlich ab.
Winter: nachbereiten und das nächste Jahr planen
Lassen sich Prinzeß-Astern überwintern?
Nein. Prinzeß-Astern sind einjährig und nicht winterhart, mit dem Frost endet ihre Saison. Mehrjährig sind dagegen Herbststauden wie die Raublatt-Aster, deren Sorten durch Teilung oder StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. vermehrt werden. Pflege im Winter heißt bei Prinzeß-Astern deshalb: Beet räumen, Saatgut lagern und den nächsten Platz planen.
Beet räumen
Nach der Saison ziehe ich die abgestorbenen Pflanzen samt Wurzeln aus dem Beet. Pflanzen mit Asternwelke kommen nicht auf den Gartenkompost, weil sich widerstandsfähige Erregerstadien sonst weiterverbreiten können. Eine GrüneinsaatGrüneinsaat ist die Aussaat einer Gründüngung, etwa Gelbsenf, Phacelia oder Ackerbohne, auf einem abgeernteten Beet. Die Pflanzen halten den Boden über Herbst und Winter bedeckt, schützen ihn und verbessern seine Struktur. über Winter schützt das geräumte Beet vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung, und ihre Wurzeln halten den Boden locker.
Beetwechsel planen
Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen. Ich notiere mir im Winter, wo die Astern in diesem Jahr standen, und trage den neuen Platz in den Beetplaner für deine Gartenbeete ein. Beide Regeln greifen ineinander: Wechselst du das Beet, bringst aber Kompost aus befallenem Material dorthin, können Erregerstadien der Asternwelke mitwandern.
Die Astern landen im nächsten Frühjahr wieder auf dem Beet, auf dem sie zuletzt standen. Lege den neuen Platz deshalb im Winter fest, solange du noch weißt, wo sie gewachsen sind.
Bodenprobe und Kompost
Eine Bodenprobe nimmst du nach der Ernte und vor der Düngung, im Zeitraum zwischen Herbst und Frühjahr. Kompost bringst du im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht schon im Herbst, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Wie du daraus Kalk- und Düngebedarf ableitest, erklärt der Sommerblumen-Überblick in den Abschnitten Standort und Boden sowie Gießen und Düngen.
Saatgut lagern und prüfen
Selbst geerntete Samen trocknest du auf Papier nach, bevor sie in die Tüte kommen. Für ältere Tüten mache ich im Spätwinter eine KeimprobeDie Keimprobe ist ein einfacher Test vor der Aussaat: Du legst eine abgezählte Zahl Samen auf feuchtes Küchenpapier und zählst nach der Keimdauer, wie viele gekeimt sind. So siehst du, ob sich älteres Saatgut noch lohnt. auf feuchtem, nicht nassem Küchenpapier, das ich gegen Austrocknung abdecke. Die Termine für das Frühjahr trage ich anschließend in einen Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken ein.
Samen auf Papier nachtrocknen und von Pflanzenresten trennen. Tüten mit Sorte und Erntejahr beschriften. Kühl, dunkel und trocken lagern. Ältere Samen vor der Aussaat auf Küchenpapier testen. Den neuen Asternplatz im Beetplan eintragen.





