Prinzeß- und Strahlen-Astern düngen: organisch oder mineralisch?
- Prinzeß- und Strahlen-Astern gehören zur einjährigen Sommeraster Callistephus chinensis und werden gleich gedüngt.
- Erst die Bodenuntersuchung, dann der Dünger: Vor der Probenahme wird nicht gedüngt.
- Als allgemeine Faustzahl gelten jährlich etwa 3 l Kompost je m², ausgebracht im Spätwinter oder Frühjahr.
- Organische Dünger wirken langsamer und witterungsabhängig, mineralische schneller.
- Sommerastern vor übermäßiger Stickstoffdüngung und zu nassem Boden bewahren.
- Phosphatbetonter Blütendünger ist keine sinnvolle Pauschallösung für mehr Blüten.

Sommerastern wollen einen nährstoffreichen Boden, vertragen aber keinen Überschuss an Stickstoff und keinen dauernassen Boden. Darum geht es bei der Düngung von Prinzeß- und Strahlen-Astern: genug Nährstoffe, aber kein Übermaß. Ich fange deshalb nicht beim Düngersack an, sondern bei einer Bodenprobe aus dem Beet, in das die Astern kommen sollen.
Ob du danach organisch oder mineralisch düngst, hängt von Boden, Wetter und Anbauort ab. Kompost und Hornspäne wirken langsam und abhängig von der Witterung, mineralische Dünger schneller. Im Topf gelten eigene Regeln, weil die Erde dort nur einen begrenzten Vorrat hat.
Prinzeß- und Strahlen-Astern: eine Art, ein Düngeplan
Prinzeß- und Strahlen-Astern gehören beide zur Sommeraster Callistephus chinensis, deshalb gilt für sie derselbe Düngeplan. Die Sommeraster ist einjährig, nicht winterhart und blüht von Juli bis Oktober. Wie sich einjährige Sommerblumen nach Lebensdauer und Herkunft einordnen, beschreibt das Kurzporträt im Sommerblumen-Ratgeber. Glattblatt- und Raublatt-Astern sind dagegen mehrjährige Stauden, deren Versorgung übers Jahr der Ratgeber zur Nährstoffversorgung mehrjähriger Astern beschreibt.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, neutraler bis alkalischer, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Kübel, im Topf oder im Hochbeet möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Vorkultur oder Direktsaat am endgültigen Standort sind möglich.
Bei 16 °C vorziehen oder direkt an den endgültigen Standort säen.
Pflege
- Pflege
Hohe Sorten stützen; Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern.
- Düngung
Die Schnittblumenmischung Serenade Mix alle zwei Wochen düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Amerikanische Busch-Mischung wird einjährig kultiviert.
- Verwendung
Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.
Welche Nährstoffe brauchen Sommerastern?
Stickstoff treibt vor allem Blatt und Trieb an, Phosphor und Kalium gehören zur Grundversorgung, und Spurennährstoffe wie Eisen und Bor ergänzen sie. Was die einzelnen Nährstoffe in der Pflanze leisten, erklärt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen. Für Sommerastern zählt vor allem das Maß: Die RHS beschreibt für die Gartenaster einen nährstoffreichen, feuchten und gut durchlässigen Boden, zugleich sollten Sommerastern vor übermäßiger Stickstoffdüngung und zu nassem Boden bewahrt werden.
Bodenvorbereitung und Grunddüngung: erst messen, dann düngen
Bodenanalyse: wann und wie du die Probe nimmst
Eine Bodenuntersuchung zeigt, ob dein Beet mit Kalk und Nährstoffen unter- oder überversorgt ist. Die Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf, zusätzlich lässt sich Bor im Labor untersuchen. Vorgesehen ist sie vor der Neuanlage eines Beets und danach alle 3 bis 5 Jahre. Du nimmst die Probe nach der Ernte und vor der Düngung, also zwischen Herbst und Frühjahr, und düngst vorher nicht. Ich steche meine Proben im Herbst, sobald das Asternbeet abgeräumt ist.
So nimmst du die Bodenprobe
- Unterschiedlich genutzte Flächen beprobst du getrennt.
- Entnimm die Erde an mehreren gleichmäßig verteilten Stellen, gewöhnlich bis 30 cm Tiefe.
- Mische 10 bis 15 Einzelproben je Nutzungsbereich.
- Schick rund 500 g davon ins Labor.
Mit dem Befund bekommst du eine Düngeempfehlung, an der du die Menge ausrichtest. So düngst du gezielt das, was fehlt, und lässt weg, was reichlich vorhanden ist.
Der pH-Wert einer Bodenprobe wird entweder in Calciumchloridlösung oder in einer wässrigen Bodensuspension gemessen. Der Wert in Calciumchloridlösung kann um 0,5 bis 1,0 pH-Einheiten niedriger liegen. Achte deshalb darauf, welches Messverfahren dein Labor angibt.
pH-Wert: wann gehört Kalk ins Beet?
Für einjährige Sommerschnittblumen gelten tiefgründige, lehmhaltige und humusversorgte Gartenböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7,0 als geeignet. Die RHS ordnet die Gartenaster im britischen Gartenkontext neutralen bis alkalischen Böden zu. Welcher Bereich für dein Beet passt, hängt außerdem von Bodenart und Humusgehalt ab. Deine Bodenart erkennst du näherungsweise mit einer Fingerprobe an leicht feuchter Erde: Sandboden ist körnig und zerfällt, Tonboden lässt sich gut formen und klebt.
| Bodenart | Allgemeiner pH-Bereich für Gartenböden |
|---|---|
| Sandboden | 5,0 bis 6,5 |
| Lehmboden | 5,5 bis 7,0 |
| Tonboden | 6,0 bis 7,5 |
Die Bereiche hängen vom Humusgehalt ab und gelten für Gartenböden allgemein, nicht speziell für Astern. Gekalkt wird nur, wenn die Bodenuntersuchung einen für Bodenart und Humusgehalt zu niedrigen pH-Wert zeigt. Liegt der Wert oberhalb des passenden Bereichs, bringst du weder Kalk noch kalkhaltige Dünger aus. Ein hoher Kalkgehalt kann die Eisenverfügbarkeit einschränken, obwohl genug Eisen im Boden ist. Wer ohne Messung kalkt, riskiert also gelbe junge Blätter bei vollem Eisenvorrat.
Kompost, Hornspäne und Sand vor dem Pflanzen
Als Grunddüngung bringst du reifen Kompost aus. Als allgemeine Garten-Faustzahl gelten jährlich etwa 3 l Kompost je m². Die Zahl ersetzt keine artspezifische Düngeberechnung, und bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten bringst du weniger aus. Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet und nicht als pauschale Herbstgabe, damit möglichst wenig Nitrat ausgewaschen wird. Seine organische Substanz lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen.
Hornspäne sind ein langsam verfügbarer Stickstoffdünger. Wenn du sie auf dem Asternbeet einsetzen willst, bringst du sie bereits im Frühjahr aus. Die Menge richtest du nach der Düngeempfehlung zur Bodenprobe.
Ist dein Boden schwer, kannst du je nach Ausgangszustand 2 bis 5 Liter gewaschenen Sand ohne Feinanteile je m² einarbeiten. Ein bestehendes Beet lockerst du mit dem Sauzahn, ohne die Bodenschichten zu wenden. Danach betrittst du die Fläche möglichst nicht mehr, damit Poren und Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben.
Organische Düngung: Kompost und Hornspäne richtig einsetzen
Organische Dünger müssen erst von Bodenlebewesen aufgeschlossen werden, bevor die Pflanze ihre Nährstoffe nutzen kann. Deshalb wirken sie langsamer als mineralische Dünger. Wie viel sie freisetzen, hängt von der Witterung ab: Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe kommt wenig an. Feuchtwarmes Wetter kann dagegen starke Nährstoffschübe auslösen, und dann droht Auswaschung. Für Sommerastern heißt das: Eine reichliche Hornspänegabe im Frühjahr kann in einem feuchtwarmen Sommer genau den Stickstoffschub liefern, vor dem Sommerastern bewahrt werden sollten.
Auch mit organischem Dünger lässt sich ein Gartenboden überdüngen. Kompost bringt dafür einen Nutzen mit, den reine Nährstoffe nicht haben: Humusaufbau durch Kompost, Gründüngung oder organisches Mulchen verbessert die Wasseraufnahme und Wasserspeicherung des Bodens.
Mulch aus Stroh, Holz oder Rinde ist dagegen kein Dünger. Solche stickstoffarmen Materialien können bei ihrer Zersetzung Stickstoff im Boden binden. Rohen, nicht kompostierten Rindenmulch lässt du auf Beeten mit Einjahresblumen ganz weg, denn dort ist er ungeeignet.
Holzasche aus dem Ofen landet in manchen Gärten im Beet. Auch Asche aus naturbelassenem Holz gehört weder auf den Kompost noch direkt in den Garten.
Ich führe für jedes Beet eine Liste mit Datum, Dünger und Menge. Bevor ich im Frühjahr Kompost oder Hornspäne ausbringe, lege ich sie neben den letzten Befund der Bodenprobe.
Mineralische Düngung: schnell verfügbar, genau abgemessen
Mineralische Dünger enthalten überwiegend leicht lösliche Nährstoffe und wirken deshalb schneller als organische. Welchen du nimmst, richtet sich nach dem Nährstoffvorrat des Bodens und dem Bedarf der Pflanze. Hier hilft der Befund weiter: Ist ein Nährstoff sehr hoch versorgt, wird die Grunddüngung damit ausgesetzt. Ein VolldüngerEin Volldünger, auch NPK-Dünger genannt, enthält die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem Produkt. Häufig sind zusätzlich Magnesium, Kalzium oder Schwefel beigemischt. mit Haupt- und Spurennährstoffen würde ihn aber trotzdem mitliefern.
Bei umhüllten mineralischen Depotdüngern bremst die Hülle die Abgabe der Nährstoffe. Wie schnell sie frei werden, hängt von Temperatur und Bodenfeuchte ab. Für eine Düngung im Herbst eignen sich DepotdüngerDepotdünger ist ein mineralischer Dünger, dessen Nährstoffe von einer Hüllschicht ummantelt sind. Durch diese Hülle werden sie nicht auf einmal, sondern langsam nach und nach freigesetzt. wegen dieser verzögerten Freisetzung nicht.
Im Gefäß misst du die Menge nach der Dosierungsanweisung des Produkts ab, im Beet nach der Düngeempfehlung zur Bodenprobe. Dünger bringst du möglichst auf feuchten Boden aus, damit die Nährstoffe gleich wirken können. Bei großer Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf zuvor angefeuchteten Boden und nicht über das Laub. Ich gieße deshalb vor jeder mineralischen Gabe erst mit klarem Wasser vor.
Organisch oder mineralisch: die Abwägung für dein Asternbeet
Der deutlichste Unterschied ist das Tempo. Mineralische Nährstoffe sind überwiegend leicht löslich und stehen schneller bereit, organische muss erst das Bodenleben aufschließen. Organische Düngung hängt deshalb stärker an der Witterung, sie liefert in trockenen oder staunassen Phasen wenig und bei feuchtwarmem Wetter mitunter viel auf einmal. Ganz wetterunabhängig ist aber keine Düngerform, denn auch Depotdünger geben ihre Nährstoffe abhängig von Temperatur und Bodenfeuchte frei.
Für den Boden bringt Kompost einen Zusatznutzen, weil er Struktur und Wasserhaltevermögen verbessert. Beim Risiko nehmen sich beide wenig: Überdüngen lässt sich mit organischem wie mit mineralischem Dünger. Nitrat kann auch aus Kompost ausgewaschen werden, wenn er im Herbst statt im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet kommt. Mineralisch wählst du dagegen gezielt den Nährstoff, den der Befund als knapp ausweist.
Für dein Asternbeet heißt das: Kompost trägt die Grundversorgung und verbessert den Boden, mineralischer Dünger ergänzt dort, wo die Bodenuntersuchung eine Lücke zeigt. Im Topf verschiebt sich die Abwägung, weil Wurzelraum und Substratvorrat begrenzt sind.
Organisch und mineralisch kombinieren
Beide Düngerformen schließen sich nicht aus. Im Beet trägt Kompost im Frühjahr die Grundversorgung. Mineralisch ergänzt du nur den Nährstoff, den die Bodenuntersuchung als knapp ausweist, und nur so viel, wie die Düngeempfehlung vorsieht. Im Topf mischst du beim Einpflanzen mineralischen Langzeitdünger unter das Substrat und rechnest die Grunddüngung der Erde dabei an. Wird die Erde im Lauf des Sommers durchwurzelt und ausgelaugt, ergänzt du mit flüssigem Volldünger.
| Anbauort | Grundversorgung | Ergänzung bei Bedarf |
|---|---|---|
| Gartenbeet | Kompost im Spätwinter oder Frühjahr | gezielter mineralischer Dünger nach Düngeempfehlung |
| Topf und Balkonkasten | vorgedüngte Erde, dazu Langzeitdünger im Substrat | flüssiger Volldünger auf feuchte Erde |
| Schnittblumenbeet | Kompost nach Bodenuntersuchung | Nachdüngung nach BlattbildDas Blattbild ist das sichtbare Erscheinungsbild der Blätter: Farbe, Flecken und das Muster von Verfärbungen. Es hilft dir einzuschätzen, ob einer Pflanze Nährstoffe fehlen oder ob eher eine Krankheit dahintersteckt., ohne StickstoffüberschussStickstoffüberschuss heißt, dass Pflanzen mehr Stickstoff bekommen, als sie brauchen. Sie wachsen dann üppig, bilden weiches, schwammiges Gewebe und dunklere Blätter und werden anfälliger für Krankheiten. |
Ich lege mich für jedes Beet zu Saisonbeginn auf eine Grundlinie fest und ändere sie erst, wenn Befund oder Blätter einen Anlass geben.
Von der Anzucht bis zur Blüte: Nährstoffe im Saisonverlauf
Anzucht und Pikieren
Sommerastern säst du in hygienische, nährstoffarme und durchlässige Aussaaterde. Ihr Salzgehalt sollte unter 0,5 g je Liter liegen. Die ersten Nährstoffe bekommen die Sämlinge mit der PikiererdePikiererde ist ein humoses, nur schwach gedüngtes Substrat, in das du Sämlinge beim Pikieren einzeln umsetzt. Sie kommt nach der Aussaat zum Einsatz, wenn die Jungpflanzen aus der Aussaatschale in eigene Töpfe wandern., die etwas Dünger enthält, während die spätere Topferde stärker vorgedüngt ist. Bei einer Sommerastern-Mischung aus dem Handel ist das Pikieren 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat vorgesehen. Eine eigene Düngergabe gleich nach der Keimung gehört nicht zu diesem Ablauf. Wann die Aussaat ansteht, siehst du im druckbaren Aussaatkalender für Sommerblumen.
Nach dem Auspflanzen: nach Bedarf statt nach Kalender
Nach dem Auspflanzen düngst du nach Bedarf und nicht nach Kalender. Einen festen Takt, der für jedes Asternbeet passt, gibt es nicht, weil Bodenvorrat und Humusnachlieferung von Beet zu Beet verschieden sind. Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum zeigen bei Pflanzen in Töpfen und Kästen eine gute Versorgung an. Im Beet schaust du genauso auf Blattfarbe und Wuchs, bevor du nachdüngst. Ich gehe dafür die Reihe entlang und sehe mir zuerst die unteren, älteren Blätter an. Welche Blattbilder auf welchen Mangel hindeuten können, steht weiter unten bei den Düngerfallen.
Spezielle Düngung vor und während der Blütezeit
Kurz vor der Blüte liegt der Griff zum Blütendünger nahe.
Bringt ein phosphatbetonter Blütendünger mehr Asternblüten? Als pauschale Strategie zur Blütenförderung ist er fachlich nicht sinnvoll. Ob dein Beet Phosphat braucht, zeigt die Bodenuntersuchung.
Einen Stickstoffschub vor der Blüte vermeidest du, denn Sommerastern sollten vor übermäßiger Stickstoffdüngung bewahrt werden. Im Topf prüfst du während der Blüte, ob die Erde ausgelaugt ist und Nachschub braucht. Fällt die Blüte in eine Hitzeperiode, gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf angefeuchtete Erde.
Für eine lange Blüte zählt nicht nur der Dünger: Verblühtes zu entfernen kann die Blüte der Gartenaster verlängern. Wie du mit Gießen, Rückschnitt und Ausputzen eine lange Blüte förderst, zeigt der Ratgeber, wie Prinzeß-Astern üppig und lange blühen.
Nach der Blüte: Saisonende ohne Winterdüngung
Sommerastern sind einjährig und nicht winterhart, eine Düngung zur Vorbereitung auf den Winter entfällt. Hornspäne und Depotdünger gibst du im Herbst nicht, weil sie ihre Nährstoffe verzögert freisetzen. Auch Kompost bringst du nicht pauschal im Herbst aus, sondern erst im Spätwinter oder Frühjahr. Für das nächste Jahr planst du ein anderes Beet ein, denn Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen. Den Wechsel kannst du im Beetplaner für deine Beete vormerken.
Ist dein Asternbeet abgeräumt, nimm die Bodenprobe, bevor du irgendetwas düngst. Nach der Ernte und vor der Düngung, zwischen Herbst und Frühjahr, ist dafür der vorgesehene Zeitraum.
Düngerfallen vermeiden: Symptome richtig deuten
Blätter liefern Hinweise, aber keine Diagnose. Allgemeiner Nährstoffmangel und Stickstoffmangel lassen sich am Aussehen allein kaum unterscheiden. Die folgenden Blattbilder gelten für Pflanzen allgemein und nicht nur für Astern.
| Was du siehst | Möglicher Hinweis | Vorbehalt |
|---|---|---|
| helles Laub, gehemmtes Wachstum, zuerst gelbe ältere Blätter | allgemeiner Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel | beides ist am Blatt kaum zu unterscheiden |
| braune Ränder an älteren bis mittelalten Blättern | Kaliummangel | Trocken- und Salzschäden sehen ähnlich aus |
| Aufhellungen an älteren Blättern, Adern zunächst grün | Magnesiummangel | ein Hinweis, keine sichere Diagnose |
| gehemmtes Wachstum, dunkelgrüne bis rötlich-purpurne Blätter | Phosphormangel | allein keine sichere Diagnose |
| gelbe junge Blätter und Triebspitzen, Adern zunächst grün | Eisenmangel | hoher Kalkgehalt, hoher pH-Wert oder Staunässe können die Aufnahme blockieren, obwohl Eisen im Boden ist |
| unterer Pflanzenbereich braun bis schwarz | pilzbedingte Asternwelke | kein Nährstoffthema |
Ich schaue bei gelben Blättern zuerst, ob die alten unten oder die jungen an der Triebspitze betroffen sind, und prüfe dann die Erdfeuchte. Bei unklaren Blattflecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose und die Wahl geeigneter Maßnahmen klären.
Zu viel Stickstoff, zu viel Salz
Ausreichender Pflanzenabstand, gute Belichtung und Durchlüftung sowie das Vermeiden von Stickstoffüberdüngung unterstützen bei Zierpflanzen die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. An Astern kann er bei trocken-warmer Witterung auftreten und beginnt häufig mit weißen Blattflecken, die sich zu einem mehlartigen Belag ausbreiten. Die Sämlinge der Sommeraster ‘Prinzess Mischung’ vereinzelst du nach der Keimung rechtzeitig auf den vorgesehenen Abstand.
Hohe Salzbelastung durch Überdüngung kann Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen, besonders bei Pflanzen in Gefäßen. Bei Verdacht stellst du die Düngung ein. Astern im Kübel spülst du mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf durch, um die Salze auszuwaschen. Auch ein Austausch der Erde ist möglich.
Welke ist nicht immer Hunger
Welke Blätter können durch Trockenstress, Hitze oder beginnende Wurzelfäule bei Dauernässe entstehen. Prüf deshalb zuerst die Erdfeuchte, bevor du gießt oder düngst. Bei pilzbedingter Asternwelke kann sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärben. Befallene Pflanzen gehören nicht auf den Gartenkompost, weil die Erreger dort überdauern und mit dem Kompost verbreitet werden können. Wer Kompost als Grunddünger nutzt und welkekranke Astern darauf entsorgt, kann die Erreger also im nächsten Frühjahr selbst wieder aufs Beet bringen. Kranke Astern im Kübel düngst du erst wieder, wenn sie sich erholt haben.
Flüssigdünger auf einen trockenen Ballen gießen. Düngerlösung gehört nur auf bereits feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Bei torffreier Erde kann die Oberfläche trocken sein, während tiefere Schichten noch nass sind, deshalb prüfst du die Feuchte mit dem Finger auch weiter unten.
Düngung je nach Anbausituation
Im Gartenbeet
Im Beet bestimmen Bodenuntersuchung und Humus, wie viel du düngst. Die Düngung berücksichtigt die Stickstoffnachlieferung aus dem Humus und kann je nach Nachlieferung verringert oder ganz ausgesetzt werden. Weil Sommerastern vor übermäßigem Stickstoff bewahrt werden sollten, prüfst du auf einem humusreichen, regelmäßig mit Kompost versorgten Beet besonders genau, ob du überhaupt nachdüngen musst.
Im Topf und Balkonkasten
Für Töpfe und Kästen gibt es Zwergastern: Die Zwergastern-Mischung von Callistephus chinensis ist eine einjährige Topf- und Balkonpflanze. Ob eine Sommeraster topfgeeignet ist, hängt von der Sorte ab. In Pflanzgefäßen sind Wurzelraum und Substratvorrat begrenzt, sodass die Erde mit fortschreitendem Wachstum durchwurzelt und ausgelaugt wird.
Den Düngebeginn bestimmt bei Balkonpflanzen die VordüngungVordüngung nennt man den Dünger, der fertiger Blumen- und Pflanzerde schon ab Werk beigemischt ist. Er versorgt frisch eingetopfte Pflanzen in den ersten Wochen, danach musst du selbst nachdüngen. der Erde. Bei Kübelpflanzen reicht die werkseitige Grunddüngung üblicher Pflanzerde im Regelfall für etwa 4 bis 6 Wochen. In torffreier Erde kann trotz Vordüngung durch die Torfersatzstoffe zu wenig Stickstoff verfügbar sein. Danach kommen Langzeitdünger oder flüssige Volldünger mit Haupt- und Spurennährstoffen infrage. Für Topfastern empfehle ich mineralischen Langzeitdünger, den du beim Einpflanzen unter das Substrat mischst und nach der Packungsangabe dosierst.
Kalkhaltiges Gießwasser mit hoher CarbonathärteDie Carbonathärte ist der Teil der Gesamthärte des Wassers, der auf Calcium- und Magnesiumcarbonat zurückgeht. Sie wirkt alkalisch und beeinflusst deshalb den pH-Wert der Topferde, wenn du mit diesem Wasser gießt. kann den pH-Wert im Substrat anheben und Eisen festlegen. Regenwasser ist weich und salzarm und eignet sich deshalb gut als Gießwasser für Topfastern.
Lies vor dem Eintopfen auf dem Erdsack nach, ob und wie die Erde vorgedüngt ist. Diese Grunddüngung rechnest du bei jeder zusätzlichen Gabe an.
Für Schnittblumen
Die Gartenaster eignet sich als Schnittblume. Für die Schnittblumenmischung ‘Serenade Mix’ empfiehlt der Anbieter Ball eine Düngung alle zwei Wochen. Das ist eine Angabe für diese Mischung und kein Takt für jedes Asternbeet, im eigenen Schnittblumenbeet richtest du dich nach Bodenuntersuchung und Blattbild. Hohe Sorten brauchen eine Stütze. Für die Vase schneidest du Sommerastern, wenn sich zwei bis drei Blütenkreise geöffnet haben.
Natürliche Düngealternativen
Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder Beinwell werden als Hausmittel zur Stärkung verwendet, eine belastbare Dosierung für Sommerastern gibt es dafür nicht. GrüneinsaatenGrüneinsaat ist die Aussaat einer Gründüngung, etwa Gelbsenf, Phacelia oder Ackerbohne, auf einem abgeernteten Beet. Die Pflanzen halten den Boden über Herbst und Winter bedeckt, schützen ihn und verbessern seine Struktur. über Winter schützen ein geräumtes Beet vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung und halten den Boden mit ihren Wurzeln locker. Wie sich solche Alternativen in die Düngung von Sommerblumen einfügen, ordnet der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen ein.
Nicht jede Sommerblume wird so versorgt wie die Aster. Schmuckkörbchen brauchen im Beet keine zusätzliche Düngung, in Gefäßen kann aber Bedarf entstehen; mehr dazu im Ratgeber, wie du Schmuckkörbchen maßvoll düngst. Garten-Stiefmütterchen sind stark salzempfindlich, worauf du bei ihnen achtest, zeigt der Ratgeber, wie du Stiefmütterchen für eine üppige Blüte düngst.





