Strohblumen pflegen: Gießen, Düngen und Ausputzen für lange Blüte
- Vorgezogene Strohblumen kommen nach dem Abhärten ab Mitte Mai ins Beet, wenn die letzten Fröste vorbei sind.
- In der Reihe und zwischen den Reihen jeweils 15 bis 30 cm Platz lassen, höher wachsende Sorten bei Bedarf an einen Stab binden.
- Gießen nach Bedarf: durchdringend, morgens und direkt auf die Erde, bei Welke erst die Bodenfeuchte prüfen.
- Düngen nach Bodenuntersuchung, im Topf nach Vordüngung der Erde und Packungsangabe des Düngers.
- Verblühtes vor dem Samenansatz entfernen und auf Falschen Mehltau achten.

Kippen deine hohen Strohblumen nach einem Sommergewitter um, oder schieben sie im August kaum noch neue Köpfe? Dann lohnt sich ein Blick auf drei Handgriffe: nach Bedarf gießen, rechtzeitig stützen und Verblühtes abnehmen. Ich gehe meine Strohblumen im Sommer beim Gießen durch, knipse welke Köpfe ab und schaue dabei unter die Blätter. Im Folgenden geht es um die Pflege von der Pflanzung bis zur Blüte, im Beet und im Topf.
Kurz vorweg: Porträt, Standort und Aussaat
Die Garten-Strohblume (Xerochrysum bracteatum, auch als Helichrysum bracteatum geführt) ist nicht winterhart und wird bei uns einjährig gezogen. Die Koloss-Mischung etwa trägt gefüllte Blüten in Weiß, Beige, Gelb, Orange, Rot, Rosa und Purpur. Was Sommerblumen als Gruppe ausmacht, steht im Kurzporträt der Sommerblumen mit Lebensdauer und Herkunft.
Strohblumen brauchen volle Sonne und einen mäßig nährstoffreichen, feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Mehr dazu, welchen Standort Strohblumen brauchen und wie sie dort anwachsen, findest du in einem eigenen Ratgeber.
Die Samen kommen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die Erde, denn die Strohblume ist kein Lichtkeimer. Wie du von der Aussaat über Pikieren und Abhärten zur Blüte kommst, beschreibt ein eigener Ratgeber. Die passenden Termine zeigt dir der Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Lehmboden ist geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger, neutraler bis alkalischer Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Kübel und im Topf ziehen.
Aussaat und Vermehrung
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
Der Pflegeaufwand ist gering.
- Düngung
Für die Strohblumensorte King Size Orange vor der Pflanzung Kompost einarbeiten und im Hochsommer mit organischem Blumendünger nachdüngen.
Lebensform und Verwendung
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.
Strohblumen pflanzen: Termin, Beet und Abstand
Wann Jungpflanzen ins Beet dürfen
Vorgezogene Garten-Strohblumen pflanzt du ab Mitte Mai, wenn die letzten Fröste vorbei sind. Vorher gewöhnst du sie an draußen: Strohblumen der Hohen Mischung werden vor dem Auspflanzen im Mai oder Juni abgehärtet. Dazu stellst du die Jungpflanzen bei mildem Wetter zuerst geschützt in den Schatten und erst nach einigen Tagen in die Sonne. Werden die Nächte noch einmal kalt, holst du sie wieder in den Schutz. Ich stelle die Anzuchttöpfe in dieser Zeit in eine flache Kiste, damit ich sie abends in einem Griff hereintragen kann.
Das Beet vorbereiten
Vor dem Pflanzen lockerst du den Boden, entfernst unerwünschten Bewuchs und ziehst die Fläche mit dem Rechen glatt. In einem bestehenden Zierbeet lockert ein Sauzahn den Boden, ohne die Schichten zu wenden. Kompost macht schwere Böden lockerer und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Ausgebracht wird er im Spätwinter oder Frühjahr und nicht als Herbstgabe, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Das fertige Beet betrittst du möglichst nicht mehr, damit seine Poren erhalten bleiben.
Wie viel Abstand Strohblumen brauchen
Der Abstand entscheidet mit darüber, wie schnell das Laub nach Regen abtrocknet. Genug Platz verbessert die Luftzirkulation, und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt. Ein sehr dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen außerdem die Ausbreitung von Grauschimmel. Die Werte für die Pflanzung stehen in dieser Übersicht:
| Was | Richtwert |
|---|---|
| Auspflanzen | ab Mitte Mai, nach den letzten Frösten |
| Abstand in der Reihe | 15 bis 30 cm |
| Abstand zwischen den Reihen | 15 bis 30 cm |
| Erziehung | frei stehend, höher wachsende Sorten bei Bedarf an einem Stab |
| Wuchsbreite | 20 bis 40 cm |
| Wuchshöhe der Art | 60 bis 80 cm, Zwergsorten bleiben niedriger |
| Blütezeit | Mai bis September |
Planst du ein ganzes Beet, hilft dir das Werkzeug zur Beetplanung beim Aufteilen der Fläche.
Strohblumen im Topf und Balkonkasten
Zwergsorten der Garten-Strohblume eignen sich für Rabatten, Balkonkästen und Töpfe. In Untersuchungen der LWG zu einjährigen Blühpflanzen bewährte sich die Strohblume zudem als bienenattraktive Balkonpflanze. Jedes Gefäß braucht offene Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Die Erde sollte strukturstabil sein, Wasser speichern und Überschuss wieder abgeben. Bei torffreier Blumenerde achte ich darauf, dass mindestens drei Torfersatzstoffe transparent deklariert sind. Ein größeres Gefäß kann mit seinem Erdvolumen mehr Wasser bevorraten und den Wasserverlust an heißen Tagen abpuffern.
Strohblumen gießen: nach Bedarf statt nach Kalender
Strohblumen gelten als genügsam, ihre Trockenheitsverträglichkeit ist aber nur mäßig. Wie viel Wasser sie brauchen, hängt von Standort, Boden und Kultur ab. Einen allgemein gültigen Gießrhythmus gibt es nicht, denn Bodenart, Temperatur und Niederschläge bestimmen, wie oft du gießt.
„Strohblumen kommen fast ohne Wasser aus.“ Das stimmt so nicht, denn die Garten-Strohblume verträgt Trockenheit nur mäßig. In langen Trockenphasen gießt du sie nach Bedarf wie andere Sommerblumen auch.
So gießt du im Beet
Braucht das Beet Wasser, gießt du durchdringend und in größeren Abständen statt häufig kleine Mengen. Bei Hitze und Trockenheit bekommen Gartenbeete etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge. So zieht das Wasser ein, statt abzuschwemmen. Am besten gießt du früh am Morgen direkt auf die Erde, sodass das Laub trocken bleibt. Morgens geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren, und Pflanzen und Boden trocknen tagsüber wieder ab. Gesammeltes Regenwasser ist weich und salzarm und eignet sich gut zum Gießen.
Ich gieße Strohblumen mit der Kanne ohne Brause direkt an den Fuß der Pflanze. Mit der freien Hand schiebe ich die Triebe dabei zur Seite, damit kein Wasser auf die Blätter läuft.
Welke Blätter: erst prüfen, dann gießen
Welke Blätter können TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. anzeigen, aber auch beginnende Wurzelfäule durch Dauernässe. Auch große Hitze allein kann Pflanzen welken lassen. Prüfe deshalb vor dem nächsten Gießen, wie feucht die Erde ist. Ist sie weiter unten noch nass, wartest du mit dem Gießen.
Gießen im Topf
Im Topf gießt du so, dass das Substrat bis zum Topfboden durchfeuchtet wird. Bei torffreier Erde täuscht die Oberfläche, weil sie oft schon trocken ist, während es tiefer im Gefäß noch nass ist. Ich prüfe deshalb mit dem Finger weiter unten im Substrat oder hebe den Topf kurz an. Hat sich ausgetrocknetes Substrat vom Topfrand gelöst, tauchst du den Ballen ein, damit er wieder Wasser aufnimmt. Wasser im Untersetzer kippst du nach Regen aus, damit an den Wurzeln keine Nässe steht.
Mulchen und hacken
Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und dessen Aufheizung. Stroh ist dafür heikel, denn stickstoffarme Mulchstoffe können bei ihrer Zersetzung Stickstoff im Boden binden. Ich nehme angewelkten Rasenschnitt aus gesundem, unkrautsamenfreiem Gras und bringe ihn in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr bleibt die Mulchschicht nur dünn. Wo du nicht mulchst, unterbricht flaches Hacken die Kapillaren im Boden und kann so die Verdunstung vermindern.
Frischer Rindenmulch zwischen den Strohblumen. Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet.
Wie du Strohblumen mit wenig Wasser durch einen trockenen Sommer bringst, zeigt der Ratgeber zur wassersparenden Kultur in trockenen Gärten.
Strohblumen düngen: maßvoll und nach Bedarf
Strohblumen düngst du nach dem, was der Boden liefert, und nicht nach einem festen Termin. Im Beet richtet sich die Düngung nach einer Bodenuntersuchung und rechnet die Stickstoffnachlieferung aus Humus mit ein. Die Probe nimmst du, bevor du düngst. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Ist ein Nährstoff schon sehr hoch versorgt, setzt du die GrunddüngungDie Grunddüngung ist die Düngergabe unmittelbar zu Beginn einer Kultur oder der Wachstumszeit. Was die Pflanzen danach noch brauchen, bekommen sie mit einer oder mehreren Nachdüngungen, den sogenannten Kopfdüngungen. damit aus.
Für die Sorte ‘King Size Orange’ wird empfohlen, vor der Pflanzung Kompost einzuarbeiten und im Hochsommer mit organischem Blumendünger nachzudüngen. Für Kompost gilt im Garten als allgemeine Faustzahl etwa 3 l/m² pro Jahr. Eine artspezifische Düngeberechnung ersetzt diese Zahl nicht, und bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten bringst du weniger aus.
Organische Dünger müssen erst von Bodenlebewesen aufgeschlossen werden und wirken deshalb langsamer als mineralische. Wie viel sie freisetzen, hängt von der Witterung ab, und bei Trockenheit ist es wenig. Wer im Hochsommer organisch nachdüngt, bringt den Dünger deshalb auf zuvor gewässerten Boden, denn auf trockener Erde wird kaum etwas frei.
Mehr Dünger bringt dabei nicht automatisch mehr Blüten. Auch organische Dünger können den Boden überdüngen, wenn du zu viel gibst. Phosphatbetonte Blütendünger sind keine sinnvolle Pauschallösung, um die Blüte zu fördern.
Wie gut die Versorgung ist, zeigt das Laub. Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum sprechen bei Balkon- und Kübelpflanzen für eine gute Versorgung. Helles Laub, gehemmtes Wachstum und zuerst gelbe ältere Blätter können dagegen auf Nährstoff- oder Stickstoffmangel hindeuten. Allein am Aussehen lassen sich die beiden kaum unterscheiden.
Düngen im Topf und Balkonkasten
Im Gefäß ist der Vorrat begrenzt, denn mit wachsender Pflanze wird die Erde durchwurzelt und ausgelaugt. Wann du mit dem Nachdüngen beginnst, hängt von der VordüngungVordüngung nennt man den Dünger, der fertiger Blumen- und Pflanzerde schon ab Werk beigemischt ist. Er versorgt frisch eingetopfte Pflanzen in den ersten Wochen, danach musst du selbst nachdüngen. der Erde ab. Wie lange sie reicht, prüfst du auf der Verpackung der Erde. Die Dosierung richtest du nach der Packungsangabe des Düngers.
Bei Kübelpflanzen reicht die werkseitige Grunddüngung üblicher Pflanzerde im Regelfall für etwa 4 bis 6 Wochen. Maßgeblich bleibt die Angabe auf der Verpackung deiner Erde.
Düngerlösung gibst du nur auf feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Bei großer Hitze gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf vorher angefeuchtete Erde und nie über das Laub. Auch in vorgedüngter torffreier Erde kann durch die Torfersatzstoffe zu wenig Stickstoff verfügbar sein. Kranke Pflanzen düngst du erst wieder, wenn sie sich erholt haben.
Braune Blattränder können besonders bei Gefäßpflanzen auf SalzschädenSalzschäden sind Schäden an Pflanzen durch zu viel Salz im Boden oder Substrat, etwa nach zu hohen Düngergaben oder durch Streusalz. Typisch sind Blätter, die vom Rand her braun werden, und ein gehemmtes Wachstum. durch Überdüngung hindeuten. Allerdings ähneln sie auch Trockenschäden oder einem Kaliummangel. Liegt eine Überdüngung nahe, setzt du mit dem Düngen aus und wäschst die Salze mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf aus. Hilft das nicht, tauschst du die Erde im Gefäß aus.
Kompakt und standfest: was den Wuchs bestimmt
Wie hoch eine Strohblume wird, legt zuerst die Sorte fest. Die Art erreicht 60 bis 80 cm, für Kästen und Töpfe greifst du zu Zwergsorten. Höher wachsende Garten-Strohblumen können eine Stütze brauchen, damit sie aufrecht bleiben. Bei hohen Sorten stecke ich den Stab gleich beim Pflanzen mit ein und binde den Trieb später locker an. Auf dem Balkon kommt der Wind dazu, denn geknickte Blätter und Blütenstiele können dort zu Befallsstellen für Grauschimmel werden.
Kompakter Wuchs beginnt schon bei der Anzucht. Zu wenig Licht lässt Jungpflanzen lang, instabil und hellgrün werden. Nach der Keimung senkst du die Temperatur, weil viel Wärme bei Lichtmangel lange, weiche Triebe begünstigt.
EntspitzenEntspitzen heißt, die weiche Triebspitze einer Pflanze mit den Fingern abzuzwicken oder mit der Schere zu kürzen. Die Pflanze treibt darunter meist mehrfach aus, verzweigt sich und wächst buschiger. ist keine Pauschalmaßnahme, sondern hängt von der Art ab. Bei vielen blühenden Kübelpflanzen fördert es die Verzweigung, verzögert aber zunächst die Blüte. Bei Strohblumen probiere ich es nur an einzelnen jungen Pflanzen aus und lasse die Nachbarn zum Vergleich ungekappt.
Lange Blüte: Verblühtes abnehmen
Die Blütezeit der Garten-Strohblume reicht von Mai bis September. Welke Blüten zu entfernen kann bei Sommerblumen die Samenbildung begrenzen und weitere Blüten fördern. Wichtig ist, dass du sie abnimmst, bevor sich Samen ansetzen. Ich knipse die welken Köpfe beim Gießen ab und nehme bei harten Stielen die Schere.
Ernte und AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. hängen dabei zusammen. Für Trockensträuße schneidest du Strohblumen im noch geschlossenen Blütenstadium, und ein so geschnittener Kopf kommt gar nicht erst zum Samenansatz. Wer eigene Samen ernten möchte, lässt dagegen einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen und erntet sie bei trockenem Wetter. Nachkommen von HybridsortenHybriden sind Pflanzen der ersten Tochtergeneration (F1) aus der gezielten Kreuzung zweier möglichst reinerbiger Elternlinien. Sie wachsen einheitlich und kräftig, lassen sich aber nicht zuverlässig mit ihren Eigenschaften über eigenes Saatgut weitervermehren. können dabei anders aussehen als die Mutterpflanze.
Rundgang im Sommer
- welke Köpfe abnehmen, bevor sie Samen ansetzen
- Erdfeuchte weiter unten prüfen, bevor du gießt
- Blattunterseiten auf Belag ansehen
- Stäbe und Bindungen bei hohen Sorten kontrollieren
- Untersetzer nach Regen leeren
Krankheiten und Schädlinge erkennen und vorbeugen
Garten-Strohblumen können anfällig für Falschen Mehltau sein. Wichtig ist deshalb, ihn vom Echten Mehltau zu unterscheiden.
Echter Mehltau bildet typischerweise einen abwischbaren weißen Belag auf der Blattoberseite. Falscher Mehltau zeigt einen nicht abwischbaren Belag auf der Unterseite und gelbliche bis braune Flecken oben.
Siehst du solche Anzeichen, entfernst du die befallenen Pflanzenteile. Material mit Falschem Mehltau kommt nicht auf den eigenen Kompost. Danach reinigst du Schere und Handschuhe, bevor du an gesunde Pflanzen gehst. Bleibt unklar, was hinter Blattflecken steckt, kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose klären.
Vorbeugen kannst du vor allem mit Platz und trockenem Laub. Genug Abstand lässt die Blätter schneller abtrocknen und kann so das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten senken. Gießt du direkt auf die Erde, bleibt das Laub möglichst trocken. Gegen Echten Mehltau unterstützen gute Belichtung, Durchlüftung und der Verzicht auf Stickstoffüberdüngung die Vorbeugung. Dass ein Verzicht auf abendliches Gießen Echten Mehltau verhindert, ist nicht gesichert. Ich gieße trotzdem morgens, weil dann weniger Wasser verdunstet.
Bei hoher Luftfeuchte kann Grauschimmel einen grauen Belag auf faulenden Pflanzenteilen bilden. Diese Teile entfernst du, um den Befall einzudämmen.
Blattläuse sitzen häufig an Blattunterseiten und Triebspitzen und können Blätter und Triebe kräuseln. Einen schwachen Befall spritzt du mit einem kräftigen Wasserstrahl ab. Verstecke und Überwinterungsplätze im Garten fördern Nützlinge, die Blattläuse dezimieren.
Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken. Du sammelst sie zuerst ab und schränkst neue Zuwanderung bei Bedarf mit einem Schneckenzaun ein.
Ernten, gestalten, Küche: kurz verwiesen
Wie du getrocknete Strohblumen zu Gestecken und Kränzen verarbeitest, zeigt ein eigener Ratgeber. Ebenso gibt es Tipps, wie getrocknete Strohblumen in der Vase lange schön bleiben.
Im Garten eignen sich Sommerblumen wie die Strohblume als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Ideen dafür zeigt der Ratgeber, wie du Strohblumen im Staudenbeet arrangierst. Passende Nachbarn findest du im Beitrag, welche Pflanzen in einer Mischkultur zu Strohblumen passen.
Eine Verzehrempfehlung für Strohblumen gebe ich hier nicht; ob Strohblumen in die Küche gehören, ist Thema eines eigenen Beitrags.
Nach der Saison: abräumen statt überwintern
Strohblumen sind nicht winterhart, deshalb räumst du das Beet nach der Saison ab. Pflanzen mit Falschem Mehltau kommen dabei nicht auf den eigenen Kompost. Eine GrüneinsaatGrüneinsaat ist die Aussaat einer Gründüngung, etwa Gelbsenf, Phacelia oder Ackerbohne, auf einem abgeernteten Beet. Die Pflanzen halten den Boden über Herbst und Winter bedeckt, schützen ihn und verbessern seine Struktur. über Winter schützt das geräumte Beet vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung. Mit ihren Wurzeln hält sie zudem den Boden locker. Für die nächste Saison säst du neu oder ziehst wieder Jungpflanzen vor.



