Margeriten im Beet: pflanzen, vermehren, im Zaum halten, überwintern
- Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare): einheimisch, mehrjährig, winterhart und 60 bis 80 cm hoch.
- Pflanzabstand 20 bis 30 cm in der Reihe, Reihenabstand 20 bis 30 cm, frei wachsender Horst, bei Bedarf gestützt.
- Topfballen vor dem Pflanzen tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen; 1 cm Erde über dem Ballen.
- Selbstaussaat bremsen: verwelkte Köpfe abnehmen, bevor die Samen im September und Oktober reifen.
- Vermehren über Samen (Lichtkeimer, höchstens etwa 0,5 cm tief), über Teilstücke oder über Sämlinge.
- Die Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens) braucht ein helles Winterquartier um 10 °C.
- Auf schwarze Blattläuse und Schnecken kontrollieren; Weinbergschnecken stehen unter Schutz.

Eine Margerite bleibt selten genau dort, wo du sie gepflanzt hast. Die Wildform kann sich über ihre Samen im Beet verteilen, und jeder Horst wird 30 bis 50 cm breit. Ich plane deshalb schon beim Pflanzen mit, wie viel Platz sie bekommt, wann ich die verblühten Köpfe abnehme und wie sie über den Winter kommt.
Gemeint ist hier vor allem die Wiesen-Margerite, botanisch Leucanthemum vulgare. Die Staude ist in Deutschland einheimisch, mehrjährig und winterhart und gehört zur Artengruppe der Wiesenmargeriten. Den Namen Margerite trägt auch die Strauchmargerite Argyranthemum frutescens, die zu einer anderen Gattung gehört und anders überwintert. Wie sich Stauden, ZweijährigeZweijährige sind Pflanzen, die im Jahr der Aussaat nur wachsen, oft zu einer Blattrosette, und erst im nächsten Jahr blühen. Dazu gehören etwa Stiefmütterchen, Goldlack, Bartnelken und Fingerhut. und Gräser in ihrem Lebenslauf unterscheiden, beschreibt das Kurzporträt im Stauden-Ratgeber.
Standort und Boden in Kürze
Margeriten wachsen sonnig bis halbschattig auf mäßig nährstoffreichem, feuchtem und gut drainiertem Boden. Mit Sand, Lehm, Ton und Kalk kommen sie ebenso zurecht wie mit sauren, neutralen und alkalischen Böden. Welcher Platz in deinem Garten passt, zeigt der Ratgeber, welcher Standort Margeriten üppig blühen lässt.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; gegebenenfalls stützen.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut drainierter Boden.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für eine sommerblühende Gartenwiese.
Pflege
- Pflege
Kleine Teilstücke zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln lassen.
- Düngung
Wiesen mit den angebotenen Margeriten nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist mehrjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.
Margeriten pflanzen und anwachsen lassen
Das Beet vorbereiten
Bevor eine Margerite einzieht, entfernst du Wurzelunkräuter und lockerst verdichteten Boden. Steht im Beet Staunässe, müssen auch tiefer liegende Verdichtungen weg. Auf Boden mit Wurzelunkräutern arbeite ich mit der Grabegabel und lese Rhizom- und Wurzelstücke sorgfältig heraus. So entsteht ein durchlässiger Pflanzboden ohne Bewuchs.
Wann du pflanzt
Im Schnittstaudenbeet pflanzt du Leucanthemum im Herbst. Selbst vorgezogene Jungpflanzen härtest du vor dem Auspflanzen etwa eine Woche lang ab. Dafür stehen sie an einem windgeschützten, schattigen, aber hellen Platz. Wann welche Staude gesät wird, zeigt dir der Aussaatkalender für Stauden zum Ausdrucken.
Pflanzen Schritt für Schritt
Ich tauche jeden Topfballen vor dem Pflanzen ganz in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann setze ich die Margerite so tief ins Pflanzloch, dass 1 cm Erde über dem Ballen liegt. Die Erde drückst du rundherum an und gießt die Pflanze gründlich an.
Die Abstände plane ich als System aus Pflanzabstand in der Reihe, Reihenabstand und Wuchsform.
| Maß | Wert für die Margerite |
|---|---|
| Pflanzabstand in der Reihe | 20 bis 30 cm |
| Reihenabstand | 20 bis 30 cm |
| Wuchsform | frei wachsender Horst, bei Bedarf gestützt |
| Wuchsbreite | 30 bis 50 cm |
| Wuchshöhe | 60 bis 80 cm |
| Erde über dem Ballen | 1 cm |
Wurzelunkräuter entfernt, Verdichtungen gelockert, Topfballen getaucht, Ballen mit Erde bedeckt, Erde angedrückt, gründlich angegossen.
In der Anwachszeit gießen
Während der ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden gießt du eine neue Staudenpflanzung bei anhaltender Trockenheit wiederholt und durchdringend. Je Gießgang sind das etwa 25 l/m². Wie du Margeriten danach im Beet und im Topf versorgst, erklärt der Ratgeber, wann und wie viel du Margeriten gießt.
Margeriten in Beet und Rabatte
In einem Beet, das du von einer Seite aus ansiehst, stehen höhere LeitstaudenLeitstauden sind die prägenden Stauden eines Beets: langlebige Arten mit mächtigem, auffälligem Wuchs und üppiger Blüte. Sie bilden das Gerüst der Pflanzung, auf das die Begleitstauden abgestimmt werden. hinten und niedrige BodendeckerBodendecker sind niedrige, flächig wachsende Pflanzen, die in größeren Gruppen gepflanzt eine dichte Pflanzendecke bilden. Sie bedecken den Boden und lassen unerwünschten Wildkräutern wenig Platz. vorne. Die Margerite liegt mit 60 bis 80 cm im mittleren Bereich. Die Flammenblume (Phlox paniculata) wird 100 bis 150 cm hoch und gehört deshalb hinter sie.
Für gemischte, standortgerecht zusammengestellte Staudenpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m². Wie dicht du am Ende setzt, hängt vom Standort und von der Wirkung ab, die du erreichen willst. Bevor ich pflanze, lege ich die Töpfe auf dem Beet aus und verschiebe sie, bis Höhen und Abstände stimmen. Am Bildschirm kannst du deine Rabatte im Beetplaner skizzieren.
Partner mit passenden Ansprüchen
Sonnenhut ist ein Gartenname für zwei Gattungen, Echinacea und Rudbeckia, deshalb nenne ich die Art. Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) braucht einen sonnigen Platz und blüht von Juni bis Oktober. Die Margerite blüht von Mai bis Oktober. Die Flammenblume bringt Duft ins Beet, die Margerite duftet nicht.
Hoher Rittersporn (Delphinium elatum) will humusreiches Substrat mit guter DrainageDrainage bedeutet, dass überschüssiges Wasser aus der Erde abfließen kann, damit keine Staunässe entsteht. Im Pflanzgefäß sorgen dafür Abzugslöcher und eine grobe Drainageschicht, etwa aus Tonscherben oder Blähton. und regelmäßige Nährstoffgaben. Die Margerite kommt mit mäßig nährstoffreichem Boden aus. Ich setze den Rittersporn deshalb so, dass ich ihn einzeln versorgen kann.
Naturnah, für Insekten und für die Vase
Die Margerite ist eine Nahrungsquelle für Nützlinge und Insekten. Wie du damit einen insektenfreundlichen Garten gestaltest, beschreibt der Ratgeber, warum Margeriten für Bienen und Schmetterlinge wertvoll sind. Auch als Schnittblume eignet sie sich; wie du Wiesenmargeriten für Vase und Dekoration nutzt, zeigt ein eigener Ratgeber.
Ausbreitung im Auge behalten
Bei der Wiesen-Margerite reifen die Früchte im September und Oktober. Entfernst du verwelkte Blüten rechtzeitig, kann das bei vielen Stauden eine unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Für deine Margeriten heißt das: Wer keine Sämlinge will, nimmt die verblühten Köpfe ab, bevor sie im Herbst ausreifen.
Ganz ohne Samenstände muss das Beet trotzdem nicht bleiben. Ein Teil der dürren Staudenstängel kann ganzjährig stehen bleiben und Insekten Unterschlupf bieten.
Ich lasse an einer Beetecke ein paar Samenstände der Margeriten stehen und nehme die übrigen verblühten Köpfe ab, bevor sie ausreifen.
Überzählige Sämlinge ziehe ich von Hand heraus. Zur Hacke greife ich in einer angelegten Staudenmischpflanzung nicht, weil Hacken die Entwicklung der Stauden und den FlächenschlussFlächenschluss ist der Zustand, in dem Stauden, Gräser oder Bodendecker einer Pflanzung so weit zusammengewachsen sind, dass sie eine geschlossene Pflanzendecke bilden und kaum noch offener Boden zu sehen ist. stört. Wird ein Horst zu breit, stichst du Teilstücke ab und ziehst daraus neue Pflanzen.
Margeriten vermehren: Samen, Teilstücke, Sämlinge
Margeriten vermehrst du über Samen, über Teilstücke oder über die Sämlinge, die sie selbst aussäen. Die Samen sind Lichtkeimer und kommen höchstens etwa 0,5 cm tief in die Erde; wie du Margeritensamen per Vorkultur oder Direktsaat aussäst, zeigt die Aussaat-Anleitung. Kleine Teilstücke lässt du zuerst im Topf im FrühbeetEin Frühbeet, auch Frühbeetkasten genannt, ist ein Beetkasten, der die Wachstumsbedingungen für Gemüse verbessert. Darin kannst du früher aussäen und ein bis drei Wochen früher ernten als im offenen Beet. bewurzeln; wie du Stauden teilst und über Selbstaussaat vermehrst, erklärt der Stauden-Ratgeber.
Pflege im Sommer: düngen und schneiden
Der BUND weist für die Wiesenpflege darauf hin, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann, daraus folgt aber keine Düngeempfehlung für Garten- und Schnittsorten. Die Margerite selbst braucht einen mäßig nährstoffreichen Boden; wie Stauden je nach Art gedüngt werden, steht im Abschnitt Düngen des Stauden-Ratgebers.
Für das AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. verblühter Köpfe und den Rückschnitt nach der Hauptblüte gibt es einen eigenen Ratgeber, wann und wie du Margeriten schneidest.
Gesunde Margeriten: Krankheiten und Schädlinge
Im Staudenbeet gehe ich in drei Stufen vor: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Bei Margeriten kontrollierst du auf schwarze Blattläuse und Schnecken als mögliche Schädlinge.
Vorbeugen
Ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung können Echtem Mehltau an anfälligen Stauden vorbeugen. Die Abstände, die du beim Pflanzen einhältst, sind damit zugleich Vorsorge gegen Mehltau.
Bei trockenem Wetter nicht mehr auf Mehltau achten. Für die Keimung Echter Mehltaupilze kann bereits eine relative Luftfeuchte von 70 % ausreichen.
Kontrollieren und eingreifen
| Was du siehst | Was es bedeuten kann | Was du tust |
|---|---|---|
| schwarze Läuse an der Pflanze | Blattläuse | bei schwachem Befall mit einem Wasserstrahl abspülen |
| Fraßstellen an Blättern und jungen Trieben | kann auf Schnecken hindeuten | Schnecken absammeln, Weinbergschnecken verschonen |
| weißer, mehliger Belag auf den Blättern | kann auf Echten Mehltau hindeuten | Abstände und Licht prüfen, befallene Blätter im Herbst entfernen |
Bei schwachem Blattlausbefall an Zierpflanzen genügt häufig ein Wasserstrahl, der die Läuse abspült. Frisch gesetzte Margeriten kontrolliere ich gezielt auf Schnecken und sammle sie ab. Ein Schneckenzaun schützt das Beet nur zuverlässig, wenn du innerhalb der Umzäunung weiterhin regelmäßig Schnecken absammelst. Weinbergschnecken stehen unter Schutz und dürfen nicht gezielt bekämpft werden.
In trockenen, warmen Sommerperioden können Spinnmilben an Zierpflanzen zum Problem werden. Erwachsene Tiere sind nur etwa 0,5 bis 0,7 mm groß, deshalb nehme ich bei Hitze eine Lupe mit ins Beet.
Gut durch den Winter
Erst klären: Welche Margerite steht da?
Die Wiesen-Margerite ist winterhart und bleibt über den Winter im Beet. Die Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens) braucht dagegen ein helles Winterquartier um 10 °C. Weil beide Margerite heißen, schaue ich vor dem ersten Frost auf den botanischen Namen auf dem Etikett.
Vorbereitung im Herbst
Standfeste Stängel und Fruchtstände dürfen über den Winter stehen bleiben. In sommergrünen Staudenpflanzungen schneidest du sie erst im Spätwinter zurück. Im naturnahen Staudenbeet bekommen höhere Stauden gut 3 cm Herbstlaub als Mulch. Zwischen den Pflanzen bleibt das Laub etwa 5 cm dick liegen.
Pilzbefallene Blätter nimmst du schon im Herbst ab. Gesundes altes Laub darf dagegen bis April oder Mai stehen bleiben.
Margeriten im Topf überwintern
Winterharte Margeriten im Gefäß bekommen einen isolierten Topf, den du weiter gießen kannst. Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser abläuft. Erde, Pflege und Überwinterung im Kübel behandelt der Ratgeber, wie du Margeriten in Kübeln auf Balkon und Terrasse ziehst und überwinterst.
Frühjahrsbehandlung nach dem Winter
Im Spätwinter schneidest du die abgestorbenen Triebe zurück. Im Hausgarten setzt du die Schere dafür 3 bis 5 cm über dem Boden an. Sitzen am Grund bereits grüne Blätter, genügt es oft, braune oder kranke Blätter auszuputzen. Danach kontrollierst du die frischen Triebe auf Schnecken und schwarze Blattläuse.
Die Vielfalt der Margeriten: von wild bis gefüllt
Die Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare ist die Wildform unter den Margeriten. Als mehrjährige Staude blüht sie von Mai bis Oktober und duftet nicht. Für eine sommerblühende Gartenwiese eignet sie sich ebenso wie für das Staudenbeet; wie du Margeriten in einer Wildblumenwiese ansiedelst und über die Mahd erhältst, steht im Wiesen-Ratgeber. Zur Saatgutgewinnung lässt du bei ihr abgeblühte Blütenstände bis zum Herbst ausreifen.
Daneben gibt es Gartensorten, die sich in der Blütenform unterscheiden. ‘Maikönigin’ blüht einfach, ‘Christine Hagemann’ bildet gefüllte Blüten. Bei HybridsortenHybriden sind Pflanzen der ersten Tochtergeneration (F1) aus der gezielten Kreuzung zweier möglichst reinerbiger Elternlinien. Sie wachsen einheitlich und kräftig, lassen sich aber nicht zuverlässig mit ihren Eigenschaften über eigenes Saatgut weitervermehren. können Nachkommen aus selbst geernteten samen.liveutlich von der Mutterpflanze abweichen. Sorten, die ich genau so behalten will, vermehre ich deshalb über Teilstücke.
Die Wildform passt in naturnahe Pflanzungen und lässt sich über eigene Samen weiterziehen. Eine Gartensorte wählst du wegen ihrer Blütenform und nimmst in Kauf, dass Samen von Hybridsorten nicht unbedingt dieselbe Pflanze bringen. Die Strauchmargerite Argyranthemum frutescens gehört zu einer anderen Gattung und braucht ein helles Winterquartier statt eines Platzes im Beet.



