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Margeriten in der Wildblumenwiese: säen, mähen, mager halten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • In die Wiese gehört die einheimische Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare, keine gefüllte Gartensorte.
  • Gesät wird von März bis Juli obenauf: Die Margerite ist Lichtkeimer, die Saat wird nur angewalzt.
  • Eine Wildpflanzenansaat braucht mindestens 4 bis 5 Wochen durchgehend Feuchtigkeit.
  • Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen, die Fläche bleibt deshalb mager.
  • Den Mähtermin richtest du nach der Samenbildung; die Früchte der Margerite reifen im September und Oktober.
  • Jährlich wechselnde ungemähte Streifen auf 5 bis 10 % der Fläche erhalten Rückzugsräume für Tiere.
Nahaufnahme von Margeritenblüten in einer Wiese
Foto: siebeckdotcom · Pixabay Content License · Quelle ↗

Margeriten zu säen ist schnell erledigt. Ob sie über Jahre in deiner Wildblumenwiese bleiben, entscheidet sich an zwei anderen Stellen: am Nährstoffgehalt des Bodens und am Mähtermin. Wird die Fläche gedüngt, können Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängt werden. Ich plane eine Margeritenwiese deshalb von der Samenreife im Herbst her und lege erst danach den Saattermin fest.

Welche Margerite gehört in die Wiese?

Gemeint ist die Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare, eine in Deutschland einheimische, mehrjährige und winterharte Staude, die 60 bis 80 cm hoch wird. Nicht verwechseln solltest du sie mit der Strauchmargerite Argyranthemum frutescens, die frostfrei überwintert wird und deshalb nicht in die Wiese gehört.

Die Wiesen-Margerite steht sonnig bis halbschattig auf mäßig nährstoffreichem, feuchtem und gut durchlässigem Boden. Sie kommt mit Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandböden zurecht, bei saurer, neutraler oder alkalischer Reaktion. Lebensläufe, Gartennamen und die Ansprüche an Licht, Feuchte und pH-Wert findest du im Überblick zu Stauden und Ziergräsern unter Kurzporträt sowie Standort und Boden.

Für die Wiese nimmst du die Wildart und keine Gartenauslese. Unter den Sorten gibt es einfache und gefüllte Formen: ‘Maikönigin’ blüht einfach, ‘Christine Hagemann’ bildet gefüllte Blüten. Stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung, weil Staub- und Fruchtblätter ihre ursprüngliche Funktion verlieren können. Eine Wiese, die Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge füttern soll, braucht also offene, ungefüllte Blütenköpfe.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Leucanthemum
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; gegebenenfalls stützen.

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut drainierter Boden.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für eine sommerblühende Gartenwiese.

Pflege

Pflege

Kleine Teilstücke zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln lassen.

Düngung

Wiesen mit den angebotenen Margeriten nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.

Aussaatkalender Margerite
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: März, April, Mai, Juni, Juli; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober; Ernte: AugustJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberErnteErnte: AugustVorkulturAussaatBlüteErnte

Warum der magere Boden über die Dauer entscheidet

Der BUND weist für die Wiesenpflege darauf hin, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann. Gemeint ist die Artengruppe in der Wiese, eine Düngeempfehlung für Garten- oder Schnittsorten folgt daraus nicht. Auch beim Umstellen von Rasen zur Blumenwiese unterbleibt die Stickstoffdüngung, damit Gräser nicht stärker gefördert werden als die gewünschten Kräuter und Blumen. Kompost zählt dabei mit, denn er liefert neben organischer Substanz auch Nährstoffe. Wer die Saatfläche mit Kompost aufbessert, düngt also die Gräser mit, gegen die sich die Margeriten später behaupten müssen.

Ein nährstoffreicher Gartenboden wird nicht dadurch zum Magerstandort, dass du ihn wie einen behandelst. Wähle deshalb eine Saatgutmischung, die zu deinem vorhandenen Boden passt. Willst du die Fläche abmagern, hängt die nötige Menge an mineralischem Material von der Bodenbeschaffenheit ab.

Bevor ich eine Mischung aussuche, mache ich an mehreren Stellen der künftigen Wiese die Fingerprobe. An feuchter, nicht nasser Erde ist Sand nicht formbar, Lehm körnig formbar und Ton schmierig und klebrig. Genauer wird es mit einer Bodenuntersuchung: Die Standarduntersuchung erfasst Phosphat, Kali und Kalkbedarf, Stickstoff musst du gesondert beauftragen.

Mythos-Check

„Margeriten gedeihen nur auf nährstoffreichem Boden.“ Das stimmt nicht. Zeigerwerte beschreiben, unter welchen Bedingungen eine Art in der Natur vorkommt; eine Kulturanleitung sind sie nicht. Bei der Stickstoffzahl liegt die Margerite bei 3, auf einer Skala von 1 für stickstoffärmste bis 9 für übermäßig stickstoffreiche Standorte. Ihr Boden soll mäßig nährstoffreich sein, nicht fett.

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Margeriten säen: Saatbett und Mischsaat für die Wiese

Saatbett und Saat

Für eine Wiese säst du anders als für ein Beet. Vor der Neuansaat befreist du die Fläche von problematischen Wurzel- und Samenunkräutern. Lockern kannst du erst, wenn der Boden nicht mehr zu feucht ist, zum Beispiel mit der Grabgabel. Danach schaffst du eine ebene, feinkrümelige Aussaatfläche.

Wildpflanzensaatgut kommt obenauf: Du säst es auf die Fläche, arbeitest es nicht ein und walzt es an, damit die Samen Bodenkontakt bekommen. Die Margerite ist Lichtkeimer und wird höchstens etwa 0,5 cm tief gesät.

Margerite in der Wiesensaat Wert
Aussaatzeit März bis Juli
Saattiefe obenauf, höchstens etwa 0,5 cm
Keimverhalten Lichtkeimer
Keimtemperatur mindestens 15 °C, höchstens 18 bis 20 °C
Keimdauer der Margerite 10 bis 21 Tage
Feuchte für die gesamte Wildpflanzenansaat mindestens 4 bis 5 Wochen durchgehend

Die Margeritensamen keimen nach 10 bis 21 Tagen. Die gesamte Wildpflanzenansaat braucht aber mindestens 4 bis 5 Wochen durchgehend Feuchtigkeit. Hörst du mit dem Wässern auf, sobald die ersten Margeriten auflaufen, fehlt dem Rest der Ansaat noch Wasser. Gieß dabei morgens mit einem weichen Wasserstrahl.

Häufiger Fehler

Die Wiesensaat einharken oder mit Erde abdecken. Wildpflanzensaatgut bleibt obenauf und wird nur angewalzt, die Margerite braucht als Lichtkeimer Licht zum Keimen.

Für die Planung über das Jahr hilft dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken. Wie du Margeritensamen vorziehst, direkt ins Beet säst und eigenes Saatgut gewinnst, beschreibt eine eigene Anleitung. Für einzelne Lücken in einer bestehenden Wiese nimmst du kleine Teilstücke einer vorhandenen Margerite und lässt sie zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln.

Mischsaat: Partner mit ähnlichen Ansprüchen

Eine Wildblumenwiese säst du als Mischung. Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Der Feuchtebedarf der Margerite gilt als frisch.

Dazu passt die Wiesen-Glockenblume Campanula patula, die an frischen, meist extensiv genutzten Wiesenstandorten wächst. Glockenblumen kannst du in einer Blumenwiese zugleich gezielt als Nahrungspflanzen für Scherenbienen einsetzen. Die Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis mit ihren blauvioletten Blüten wächst auf frischen bis mäßig trockenen Wiesen und Halbtrockenrasen.

Mini-Checkliste

  • Wurzel- und Samenunkräuter sind entfernt.
  • Die Fläche ist eben und feinkrümelig.
  • Die Mischung passt zum vorhandenen Boden.
  • Die Saat liegt obenauf und ist angewalzt.
  • Die Fläche bleibt mindestens 4 bis 5 Wochen durchgehend feucht.

Mähen: Mit dem Termin hältst du die Margeriten

Mit dem Mähtermin entscheidest du, ob die Margeriten Samen bilden können. Die Wiesen-Margerite blüht von Mai bis Oktober, ihre Früchte reifen im September und Oktober. Den Zeitpunkt der Mahd legst du deshalb so fest, dass er die Samenbildung der Wiesenpflanzen berücksichtigt, die du fördern willst.

Schnitt oder Phase Zeitraum gilt für
erster Schnitt zwischen Ende Mai und Mitte Juni nährstoffreiche, grasbetonte Frischwiese
zweiter Schnitt frühestens Anfang bis Mitte September nährstoffreiche, grasbetonte Frischwiese
Blüte der Margerite Mai bis Oktober Wiesen-Margerite
Fruchtreife der Margerite September und Oktober Wiesen-Margerite im weiteren Sinn

Dieser Schnittrahmen gilt für nährstoffreiche, grasbetonte Frischwiesen. Steht deine Wiese auf magerem Boden, richtest du die Termine nach der Samenbildung der Arten, die du fördern willst.

Der zweite Schnitt fällt frühestens Anfang bis Mitte September, die Früchte der Margerite reifen aber erst im September und Oktober. Mähst du die ganze Fläche auf einmal, nimmst du also einem Teil der Margeriten die Samen, bevor sie reif sind. Lass deshalb jedes Jahr an wechselnder Stelle Altgrasstreifen ungemäht, auf 5 bis 10 % der Wiesenfläche. Solche Streifen können Rückzugsräume und Überwinterungsplätze für Tiere erhalten.

Das Mahdgut lässt du vor dem Abräumen einige Tage auf der Fläche trocknen. In dieser Zeit fallen Samen aus, und Tiere wechseln in die ungemähten Bereiche.

Marias Erfahrung

Ich mähe nie die ganze Fläche an einem Tag. Vorher stecke ich zwei Stäbe an die Enden des Streifens, der stehen bleibt. Im nächsten Jahr setze ich die Stäbe an eine andere Stelle.

Kurz erklärt

Ein Blumen-Kräuter-Rasen mit Gänseblümchen ist keine Wiese. Er wird je nach Bedarf drei- bis fünfmal im Jahr gemäht, die Schnitthöhe beträgt dabei mindestens 5 cm. In einer Margeritenwiese richtest du die Mahd dagegen nach der Samenbildung.

Ausbreitung lenken: Selbstaussaat fördern oder bremsen

Damit sich die Margeriten über Samen in der Wiese vermehren, lässt du abgeblühte Blütenstände bis zum Herbst ausreifen. Fallen die Samen beim Trocknen des Mahdguts aus, landen sie auf der Bodenoberfläche. Für einen Lichtkeimer wie die Margerite ist das die passende Lage, denn er braucht Licht zum Keimen und wird auch bei der Ansaat nicht eingearbeitet.

Für eine gezielte Nachsaat in Lücken sammelst du reife Samen bei trockenem Wetter. Du trocknest sie auf Papier nach und lagerst sie beschriftet, kühl, dunkel und trocken. Die meisten selbst gesammelten Blumen- und Staudensamen bleiben so als Orientierung etwa 3 Jahre keimfähig, eine Garantie für jede Art ist das nicht.

Nehmen die Margeriten an einer Stelle überhand, entfernst du dort verwelkte Blüten rechtzeitig. Bei vielen Stauden lässt sich so unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Ich schneide die verblühten Köpfe nur dort ab, wo die Margeriten dicht stehen, und lasse sie anderswo aussamen.

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Balance mit anderen Wildblumen halten

Eine artenreiche Pflanzung mit unterschiedlichen Blütezeiten verlängert das Blütenangebot für Insekten. Die Margerite deckt mit ihrer Blüte von Mai bis Oktober einen langen Abschnitt ab, Arten mit anderen Blütezeiten ergänzen sie. Gegenüber den Gräsern hältst du die Balance über den Verzicht auf Stickstoff, weil Stickstoffdüngung die Gräser stärker fördert als die gewünschten Kräuter und Blumen.

Für einen warmen Wiesenrand kombiniert die Saatmischung Wärmeliebender Saum das Echte Leinkraut unter anderem mit Gewöhnlicher Schafgarbe und Wiesensalbei. Echtes Leinkraut breitet sich allerdings durch Ausläufer aus, das behältst du am Rand im Auge.

Vorsicht bei der Staudenlupine Lupinus polyphyllus: Breitet sie sich stark aus, kann sie die Artenvielfalt nährstoffarmer Wiesen beeinträchtigen. Prüfe deshalb vor dem Kauf, ob sie in einer Mischung enthalten ist.

Was die Margeritenwiese Insekten bietet

Die Wiesen-Margerite bietet Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung. Pollen dient Bienen als Aufbaunahrung, Nektar liefert ihnen Energie. An der Gewöhnlichen Schafgarbe erfasste eine Untersuchung zur Biodiversität im Stadtgrün Fliegen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Wildbienen als Blütenbesucher.

Blüten allein reichen nicht. Wildbienen brauchen je nach Art offene oder spärlich bewachsene Bodenstellen, Hohlräume oder Pflanzenstängel zum Nisten. Ein Teil der dürren Stängel kann ganzjährig stehen bleiben, um Insekten Unterschlupf zu bieten. Lässt du in den Altgrasstreifen dürre Stängel stehen, bekommen stängelnistende Arten also genau das, was sie neben den Blüten brauchen.

Welche Insekten Margeriten anfliegen und wie du deinen ganzen Garten danach ausrichtest, liest du im Ratgeber zu Margeriten als Nahrung für Bienen und Schmetterlinge.

Krankheiten und Schädlinge in der Wiese

In der Wiese kontrollierst du Margeriten auf schwarze Blattläuse und Schnecken. Bei schwachem Blattlausbefall genügt es häufig, die Läuse mit einem Wasserstrahl abzuspritzen. Wie du Margeriten im Beet vor Krankheiten, Schädlingen und Frost schützt, beschreibt die Anleitung zur Kultur.

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Häufige Fragen

Was sind Margeriten und warum passen sie in eine Wildblumenwiese?
Gemeint ist meist die Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare, eine in Deutschland einheimische, mehrjährige und winterharte Staude. Sie blüht von Mai bis Oktober und bietet Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung. Damit sie in der Wiese bleibt, düngst du die Fläche nicht, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.
Wie bereitet man den Boden für die Margeritensaat in der Wiese vor?
Befreie die Fläche vor der Neuansaat von problematischen Wurzel- und Samenunkräutern und schaffe eine ebene, feinkrümelige Aussaatfläche. Kompost und Dünger lässt du weg, und die Saatgutmischung wählst du passend zu deinem vorhandenen Boden. Das Saatgut kommt obenauf, wird nicht eingearbeitet und nur angewalzt, denn die Margerite ist Lichtkeimer.
Welche Pflege brauchen etablierte Margeriten-Wildblumenwiesen?
Im Mittelpunkt steht die Mahd, deren Termin du nach der Samenbildung der Arten richtest, die du fördern willst. Bei nährstoffreichen, grasbetonten Frischwiesen liegt der erste Schnitt zwischen Ende Mai und Mitte Juni, der zweite frühestens Anfang bis Mitte September. Das Mahdgut trocknet vor dem Abräumen einige Tage auf der Fläche, und jährlich wechselnde ungemähte Streifen auf 5 bis 10 % der Fläche erhalten Rückzugsräume für Tiere. Gedüngt wird nicht.
Stimmt es, dass Margeriten nur auf nährstoffreichen Böden gedeihen?
Nein. Die Wiesen-Margerite wächst auf mäßig nährstoffreichem, feuchtem und gut durchlässigem Boden, und in der Wiese kann Düngung sie aus dem Bestand verdrängen. Auch bei der Umstellung von Rasen zur Blumenwiese unterbleibt die Stickstoffdüngung, damit Gräser nicht stärker gefördert werden als Kräuter und Blumen.
Wann blühen Margeriten und wie gelingt die Selbstaussaat in der Wiese?
Die Wiesen-Margerite blüht von Mai bis Oktober, ihre Früchte reifen im September und Oktober. Für die Selbstaussaat lässt du abgeblühte Blütenstände bis zum Herbst ausreifen und mähst nicht die ganze Fläche auf einmal. Trocknet das Mahdgut einige Tage auf der Fläche, können Samen ausfallen; als Lichtkeimer braucht die Margerite Licht zum Keimen und wird nicht abgedeckt.
Was unterscheidet Wiesenmargeriten von Gänseblümchen?
Die Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare wird 60 bis 80 cm hoch. Das Gänseblümchen Bellis perennis bleibt mit 5 bis 20 cm deutlich niedriger. Gänseblümchen passen in einen Blumen-Kräuter-Rasen, der je nach Bedarf drei- bis fünfmal im Jahr gemäht wird. Margeriten stehen dagegen in einer Wiese, deren Mähtermine sich nach der Samenbildung richten.
Worauf solltest du bei einer Wildblumenmischung mit Margeriten achten?
Die Mischung sollte zu deinem vorhandenen Boden passen, statt einen nährstoffreichen Gartenboden ungeprüft wie einen Magerstandort zu behandeln. Für Insekten zählen ungefüllte Blüten, denn stark gefüllte Blüten bieten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung. Enthält eine Mischung die Staudenlupine Lupinus polyphyllus, bedenke, dass ihre starke Ausbreitung die Artenvielfalt nährstoffarmer Wiesen beeinträchtigen kann.
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