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Sind Margeriten bienenfreundlich? Was sie Bienen und Schmetterlingen bieten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Die Wiesen-Margerite bietet Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung.
  • Einfach blühende Sorten wählen, denn stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig Nahrung.
  • Blütezeit von Mai bis Oktober, Standort sonnig bis halbschattig.
  • Ein Teil der dürren Stängel darf stehen bleiben und bietet Insekten Unterschlupf.
  • Margeriten sind Lichtkeimer und werden von März bis Juli höchstens etwa 0,5 cm tief gesät.
  • In der Wiese nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.
Nahaufnahme von Margeritenblüten in einer Wiese
Foto: siebeckdotcom · Pixabay Content License · Quelle ↗

Wenn ich Margeriten für ein Insektenbeet aussuche, schaue ich zuerst in die Mitte der Blüte. Ist sie gelb und offen, finden Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge dort Nahrung. Ist die Blüte dicht gefüllt, bleibt für sie häufig nur sehr wenig übrig. Dieser eine Blick entscheidet mit darüber, ob deine Margeriten den Insekten helfen oder vor allem hübsch aussehen.

Sind Margeriten bienenfreundlich?

Ja, und zwar vor allem die heimische Wiesen-Margerite. Sie bietet Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung und gilt als Nahrungsquelle für Nützlinge und Insekten. Ihre Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Damit steht sie über einen großen Teil der Gartensaison als Futterpflanze im Beet.

Bienen holen sich an Blüten zwei Dinge: Pollen dient ihnen als Aufbaunahrung, Nektar liefert Energie. Beides nützt ihnen nur, wenn sie auch herankommen. Offene, ungefüllte Blüten sind deshalb ein wichtiges Auswahlmerkmal für bienenfreundliche Pflanzungen. Bei gefüllten Blüten können Staub- und Fruchtblätter ihre ursprüngliche Funktion verlieren.

Mythos-Check

„Weiß mit gelber Mitte, also bienenfreundlich.“ Das gilt nur für einfach blühende Margeriten. Stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung, auch wenn sie die typischen Margeritenfarben tragen.

Welche Margeriten Insekten nützen: ein kurzer Sortenblick

Im Handel findest du beide Blütenformen. Die Sorte ‘Maikönigin’ blüht einfach, ‘Christine Hagemann’ bildet gefüllte Blüten. Für ein Insektenbeet ist deshalb die einfach blühende ‘Maikönigin’ die passendere Wahl.

Nicht jede Pflanze mit „Margerite“ im Namen ist eine Leucanthemum. Die Strauchmargerite Argyranthemum frutescens braucht ein helles Winterquartier um 10 °C. Dort steht sie frostfrei und bekommt nur wenig Wasser. Für Topf und Terrasse erfährst du im Ratgeber, wie du Margeriten im Kübel pflegst und überwinterst. Die ‘Robinson Mischung’ gehört botanisch zu Tanacetum coccineum. Sie ist mehrjährig, winterhart und trockenheitstolerant.

Weitere Wild- und Zuchtformen stellt der Kultur-Ratgeber vor, der auch zeigt, wie du Margeriten ins Beet pflanzt, ihre Ausbreitung zügelst und sie vor Schädlingen schützt.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Leucanthemum
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; gegebenenfalls stützen.

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut drainierter Boden.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für eine sommerblühende Gartenwiese.

Pflege

Pflege

Kleine Teilstücke zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln lassen.

Düngung

Wiesen mit den angebotenen Margeriten nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.

Aussaatkalender Margerite
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: März, April, Mai, Juni, Juli; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober; Ernte: AugustJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberErnteErnte: AugustVorkulturAussaatBlüteErnte

Die Wiesen-Margerite im Porträt

Die Wiesen-Margerite heißt botanisch Leucanthemum vulgare und gehört zu den Korbblütlern. Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern für weiß und Blüte zusammen. Die Staude ist mehrjährig und winterhart. In Deutschland ist sie heimisch, als Art innerhalb der Gruppe der Wiesenmargeriten.

Kurz erklärt

Was du als eine Blüte siehst, ist ein ganzer Blütenstand, der Korb. Bei Korbblütlern vereinigt er zahlreiche Röhrenblüten und häufig zusätzlich Zungenblüten. Bei der Margerite bilden die Röhrenblüten die gelbe Mitte, die weißen Zungenblüten den Kranz außen herum.

Die wichtigsten Daten der Wiesen-Margerite im Überblick:

Merkmal Wiesen-Margerite
Botanischer Name Leucanthemum vulgare
Lebensdauer mehrjährig, winterhart
Wuchshöhe 60 bis 80 cm
Wuchsbreite 30 bis 50 cm
Blütezeit Mai bis Oktober
Licht sonnig bis halbschattig
Boden mäßig nährstoffreich, feucht, gut drainiert
Blütenbesucher Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge
Duft nicht duftend
Schnittblume geeignet

Beim Boden ist die Art wenig wählerisch. Sie wird für Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandböden genannt, bei saurem, neutralem und alkalischem pH-Wert.

Zahl im Blick

Die Zeigerwerte nach Ellenberg beschreiben, wo eine Art in der Natur vorkommt. Die Lichtzahl der Margerite liegt bei 7 auf einer Skala von 1 für Tiefschatten bis 9 für Volllicht. Ihre Feuchtezahl beträgt 4, wobei 1 einen Trockenheitszeiger und 9 einen Nässezeiger bedeutet. Die Stickstoffzahl liegt bei 3, auf einer Skala von 1 für stickstoffärmst bis 9 für übermäßig stickstoffreich.

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Wer die Margerite besucht

Wildbienen und Hummeln

Die Wiesen-Margerite bietet Wildbienen Nahrung. Futter allein reicht ihnen aber nicht, denn sie brauchen auch passende Nistplätze. Wie du die im Margeritenbeet schaffst, steht weiter unten.

Wenn du gezielt Hummeln füttern willst, ergänzt du passende Nachbarn. Die Blüten des Echten Leinkrauts nutzen insbesondere Hummeln als Nahrungsquelle. Echtes Leinkraut wächst sonnig auf lehmigem Boden und breitet sich durch Ausläufer aus, das planst du beim Platz mit ein.

Schwebfliegen und andere Nützlinge

Schwebfliegen gehören ebenfalls zu den Gästen der Margerite. Ein ähnlich breites Publikum hat die Gewöhnliche Schafgarbe. In einer Untersuchung zur Biodiversität im Stadtgrün besuchten Fliegen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Wildbienen ihre Blüten. Gemeine Schafgarben gedeihen in sonnigen Beeten mit normaler Gartenerde.

Schmetterlinge und Nachtfalter

Auch Schmetterlinge finden an der Wiesen-Margerite Nahrung. Falter brauchen aber außer Blüten für sich selbst auch Futterpflanzen für ihre Raupen. Die Kartäuser-Nelke dient als Raupenfutterpflanze heimischer Falter. Ihr Nektar liegt tief in den Blütenröhren und ist für Schmetterlinge mit langem Saugrüssel erreichbar. Von Natur aus wächst sie auf warmen, kalkreichen und nährstoffarmen Halbtrockenrasen.

Für Nachtfalter setzt du die Gemeine Nachtkerze dazu. Sie wird überwiegend von Nachtfaltern bestäubt, und ihre neuen Blüten öffnen sich abends. Die Nachtkerze mag sonnige Plätze mit trockenen, sandigen bis lehmigen und nicht übermäßig nährstoffreichen Böden. Sie ist zweijährig und sät sich selbst aus, das solltest du einplanen.

Marias Erfahrung

An sonnigen Vormittagen setze ich mich mit einem Notizbuch neben das Margeritenbeet. Ich schreibe auf, wer auf den Körben landet: Wildbiene, Schwebfliege oder Falter. Die Liste nehme ich im Herbst zur Hand, wenn ich Nachbarpflanzen umsetze oder ergänze.

Nistplätze und Unterschlupf: was Insekten außer Blüten brauchen

Ein Insektengarten braucht neben Blüten auch Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten. Offene sandige Bodenstellen, Totholz sowie Stein- und Holzhaufen ergänzen deine Margeriten um Brut- und Rückzugsräume. Je nach Art brauchen Wildbienen offene oder spärlich bewachsene Bodenstellen, Hohlräume oder Pflanzenstängel zum Nisten. Ich lasse deshalb am Rand des Margeritenbeets eine Bodenstelle unbepflanzt und schichte daneben einen Holzhaufen auf.

Auch die Margeriten selbst bieten Unterschlupf. Ein Teil der dürren Staudenstängel kann ganzjährig stehen bleiben, damit Insekten dort weiter Schutz finden. Weil manche Wildbienen in Pflanzenstängeln nisten, nimmt ihnen ein kompletter bodennaher Herbstschnitt mögliche Nistplätze. Abgestorbene Pflanzenteile dienen den Stauden zudem als natürlicher Winterschutz und können bis zum Rückschnitt im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr stehen bleiben.

Lässt du abgeblühte Körbe stehen, reifen die Früchte der Wiesen-Margerite im September und Oktober. So gewinnst du eigenes Saatgut oder lässt die Selbstaussaat zu. Ich lasse an einem Teil der Pflanzen die Körbe ausreifen und schneide an den anderen das Verblühte ab.

Mini-Checkliste

Einfach blühende Margeriten wählen. Frühe und späte Blüher dazupflanzen. Eine offene, sandige Bodenstelle frei lassen. Totholz, Stein- oder Holzhaufen anlegen. Einen Teil der dürren Stängel über den Winter und darüber hinaus stehen lassen.

Blühfolge planen: Margeriten im Insektenjahr

Eine artenreiche Staudenpflanzung mit unterschiedlichen Blütezeiten verlängert das Blütenangebot für Insekten. Die Margerite deckt die Zeit von Mai bis Oktober ab. Davor und danach ergänzt du Pflanzen, die früher oder später im Jahr blühen.

Zeitraum Ergänzung zur Margerite
Vorfrühling und Frühjahr Winterling, Schneeglöckchen, Krokusse, Lungenkraut
Mai bis Oktober Wiesen-Margerite
Juni bis Oktober Koreanische Minze, deren Blüten Bienen und Schmetterlinge besuchen
Juni bis September Kokardenblumen
Spätsommer und Herbst ungefüllte Dahlien, Astern, Herbstkrokusse

Zur Auswahl sommerblühender Bienenpflanzen der Bayerischen Gartenakademie gehören Indianernesseln, Kokardenblumen und Lavendel. Lavendel braucht einen sonnigen, warmen Standort mit gutem Wasserabzug. Für den Termin deiner nächsten Stauden-Aussaaten hilft dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.

Passt dazu

Indianernesseln wie ‘Pardon My Rose’ und ‘Electric Neon Pink’ fielen in der Leistungsprüfung der LWG durch besonders intensiven Insektenbeflug auf. Die Kokardenblumen-Serien ‘Gusto’ und ‘SpinTop’ galten dort als besonders attraktiv für Insekten. Das Mädchenauge ‘Roulette’ bietet Nektar für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Margeriten im Wiesengarten

Die Wiesen-Margerite ist für eine sommerblühende Gartenwiese beschrieben. Ergänze dort Glockenblumen, denn sie können in einer Blumenwiese gezielt als Nahrungspflanzen für Scherenbienen dienen. So versorgt deine Wiese mehr Bienenarten als die Margerite allein.

Für die Wiesenpflege gilt: Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen. Auch beim Umstellen von Rasen zur Blumenwiese unterbleibt die Stickstoffdüngung, damit Gräser nicht stärker gefördert werden als Kräuter und Blumen. Die Saatgutmischung soll zu deinem Boden passen, statt einen nährstoffreichen Gartenboden ungeprüft als Magerstandort zu behandeln.

Bei der Mahd berücksichtigst du die Samenbildung der Pflanzen, die du fördern willst. Jährlich wechselnde, ungemähte Altgrasstreifen auf 5 bis 10 % der Fläche können Rückzugsräume und Überwinterungsplätze erhalten. Bleibt das Mahdgut einige Tage liegen, können Samen ausfallen und Tiere in ungemähte Bereiche wechseln. Den Weg von der Ansaat bis zur Pflege beschreibt der Ratgeber, wie du Margeriten in einer Wildblumenwiese ansiedelst und über Mahd und mageren Standort erhältst.

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Margeriten im Bauerngarten

Im Bauerngarten liegt die Kombination mit Rosen und Rittersporn nahe. Rosen und Gartenrittersporne sind aber nährstoffbedürftige Pflanzen. Hoher Staudenrittersporn braucht außerdem tiefgründigen, lehmigen und humusreichen Boden. Die Margerite zeigt in der Natur dagegen eher stickstoffarme Standorte an und braucht nur mäßig nährstoffreichen Boden. Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Ich gebe Margeriten deshalb eine eigene Beetzone und überlasse Rosen und Rittersporn den nährstoffreicheren Teil.

Die Echte Katzenminze ist für Bauerngärten sowie Duft- und Sinnesgärten beschrieben. Sie wächst auf gut durchlässigem Boden, verträgt verschiedene Bodenarten und wird im Freiland nicht routinemäßig jedes Jahr gedüngt. Weil sie sich ausbreiten kann, wird sie auch im Gefäß gehalten.

Die Gemeine Nachtviole eignet sich ebenfalls für Bauerngärten und gilt als nützlingsfreundlich. Ihren Duft entfaltet sie besonders in den Abendstunden. Sie bevorzugt allerdings nährstoffreicheren Boden, also setzt du sie näher an Rosen und Rittersporn.

Margeriten im modernen Garten

In modernen Pflanzungen arbeitest du mit Wiederholung und klaren Strukturen. In Staudenmischpflanzungen können einzelne Arten bewusst gruppiert und höhere Arten in Bändern angeordnet werden. Für standortgerecht zusammengestellte Mischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m². Die konkrete Dichte hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab.

Mit Gräsern setzt du einen Kontrast zu den runden Blütenkörben. Das Reitgras ‘Karl Foerster’ blüht ab Mitte Juni und bleibt durch seine aufrechte Gestalt bis in Herbst und Winter wirksam. Beim Chinaschilf prüfe ich vorher den Boden, denn die Miscanthus-Sinensis-Gruppe bevorzugt frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden. Bei Lampenputzergräsern unterscheiden sich die Arten: Pennisetum orientale gehört an trockene, Pennisetum alopecuroides an frische Standorte.

Bevor ich pflanze, skizziere ich Gruppen und Bänder im Beetplaner für Gartenbeete. So sehe ich früh, wo Margeriten wiederkehren und wo Gräser die Lücken füllen.

Kurz gefasst: Aussaat, Pflanzung und Pflege

Aussaat und Pflanzung

Margeriten sind Lichtkeimer und werden oberflächennah gesät, höchstens etwa 0,5 cm tief. Die Aussaatzeit reicht von März bis Juli. Alle Schritte findest du in der Anleitung, wie du Margeritensamen per Vorkultur oder Direktsaat aussäst und die Sämlinge bis zum Auspflanzen bringst.

Im Beet setzt du Margeriten mit 20 bis 30 cm Abstand in der Reihe. Zwischen den Reihen hältst du ebenfalls 20 bis 30 cm ein. In der Schnittstaudenkultur wird für Leucanthemum eine Herbstpflanzung empfohlen.

Gießen, Schnitt und Düngen

Margeriten mögen feuchten, aber gut drainierten Boden. Neu gepflanzte Stauden brauchen in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringende Wassergaben. Wann und wie du gießt, zeigt der Ratgeber, wie du Margeriten im Beet und im Topf mit Wasser versorgst.

Das Entfernen welker Blüten kann bei vielen Stauden die weitere Blüte fördern und unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Lass dabei einen Teil der Stängel und Samenstände stehen, wie oben beschrieben. Wie du dabei vorgehst, erklärt der Ratgeber, wann und wie du Margeriten zurückschneidest.

Wie viel Nährstoff deine Gartensorten brauchen, richtet sich nach deinem Boden. Eine Bodenuntersuchung zeigt, was vorhanden ist, damit du bedarfsgerecht düngst.

Schädlinge und Vermehrung

Kontrolliere deine Margeriten auf schwarze Blattläuse und Schnecken. Bei schwachem Blattlausbefall genügt häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl. Ein Schneckenzaun hilft nur, wenn du innerhalb weiter Schnecken absammelst, und geschützte Weinbergschnecken bekämpfst du nicht.

Ältere Horste kannst du teilen, kleine Teilstücke lässt du zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln. Bei Hybridsorten können Sämlinge aus Selbstaussaat deutlich von der Mutterpflanze abweichen. Wie du Stauden teilst, im Jahreslauf pflegst und gesund hältst, erklärt der Überblick zu Stauden und Ziergräsern.

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Margeriten in Kultur, Kunst und Volksheilkunde

Blumenorakel und Blumensprache

Mit Margeriten wird das Zupforakel „Er liebt mich, er liebt mich nicht“ gespielt. Blatt für Blatt wechseln sich die beiden Sätze ab, und das letzte entscheidet. Botanisch zupfst du dabei Zungenblüten, denn jedes weiße „Blütenblatt“ ist eine eigene Blüte. Wenn Kinder bei mir im Garten zupfen, zeige ich ihnen danach die vielen Röhrenblüten in der Mitte.

In der Blumensprache steht die Margerite für Unschuld und Reinheit. Ihr deutscher Name geht auf das griechische Wort für Perle zurück.

Margeriten in Kunst und Literatur

In Bildern und Gedichten erscheint die Margerite meist als Teil der Sommerwiese, nicht als prunkvolle Einzelblume. Weiß, Gelb und die strahlenförmige Gestalt machen sie zu einem leicht erkennbaren Motiv.

Volksheilkunde

In der Volksheilkunde werden der Margerite verschiedene Wirkungen nachgesagt.

Achtung

Margeriten sind Zierpflanzen, keine Medizin. Nachgesagte Heilwirkungen ersetzen keinen ärztlichen Rat. Auf den Verzehr von Pflanzen, die du nicht sicher als essbar bestimmt hast, verzichtest du. Mit Pflanzenschutzmitteln behandelte Blüten aus dem Zierpflanzenhandel sind ohnehin nicht zum Verzehr gedacht.

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Häufige Fragen

Warum gelten Margeriten als wertvolle Insektenmagnete im Garten?
Die Wiesen-Margerite bietet Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen Nahrung, und ihre Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Jeder Blütenkorb vereint zahlreiche Röhrenblüten in der gelben Mitte mit weißen Zungenblüten am Rand. Pollen dient Bienen als Aufbaunahrung, Nektar liefert ihnen Energie. Wähle einfach blühende Sorten, denn stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung.
Welche botanischen Merkmale machen Margeriten als Korbblütler so besonders?
Die Wiesen-Margerite, botanisch Leucanthemum vulgare, gehört zu den Korbblütlern. Was wie eine einzelne Blüte aussieht, ist ein Blütenstand: Die gelbe Mitte besteht aus zahlreichen Röhrenblüten, der weiße Kranz aus Zungenblüten. Die Staude ist mehrjährig, winterhart und wird 60 bis 80 cm hoch.
Was unterscheidet die Wiesenmargerite von anderen Margeritenarten im Garten?
Die Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare ist in Deutschland heimisch, mehrjährig und winterhart. Die Strauchmargerite Argyranthemum frutescens gehört zu einer anderen Gattung und braucht ein helles Winterquartier um 10 °C. Bei den Gartensorten blüht 'Maikönigin' einfach, während 'Christine Hagemann' gefüllte Blüten bildet. Für Insekten sind einfach blühende Formen die bessere Wahl, weil stark gefüllte Blüten häufig nur sehr wenig Nahrung bieten.
Worin unterscheiden sich Margeriten von anderen Sommerblumen wie Gänseblümchen?
Die Wiesen-Margerite wird 60 bis 80 cm hoch. Das Gänseblümchen Bellis perennis bleibt mit 5 bis 20 cm deutlich niedriger. Beide tragen Korbblüten, gehören aber zu verschiedenen Gattungen, nämlich Leucanthemum und Bellis. Gänseblümchen wachsen auch im Blumen-Kräuter-Rasen, die Margerite passt dagegen in Staudenbeet und Gartenwiese.
Wie unterscheiden sich Margeriten von Chrysanthemen und anderen ähnlichen Blumen?
Margeriten gehören zur Gattung Leucanthemum, Garten-Chrysanthemen, auch Winterastern genannt, zur Gattung Chrysanthemum. Die Wiesen-Margerite blüht von Mai bis Oktober. Garten-Chrysanthemen blühen je nach Sorte als Richtwert von August bis zu den Frösten im November oder Dezember. Verwechslungen gibt es auch beim Sonnenhut, denn der Name steht sowohl für Echinacea als auch für Rudbeckia.
Welche praktischen Tipps gibt es für die Verwendung von Margeriten als Schnittblumen?
Schneide Margeriten frühmorgens oder am kühlen Abend, und zwar mit vollständig geöffneten Blütenständen, wie es bei Korbblütlern üblich ist. Danach stehen die Stiele 2 Stunden an einem kühlen, schattigen Platz bis unter die Blüten im Wasser. Vor dem Einstellen schneidest du sie mit einem scharfen Messer schräg an und entfernst Blätter, die ins Wasser ragen würden. Das Vasenwasser wechselst du alle 2 bis 3 Tage und schneidest die Stiele dabei frisch an.
Welche kulturelle und traditionelle Bedeutung haben Margeriten in der Gesellschaft?
Mit Margeriten wird das Zupforakel „Er liebt mich, er liebt mich nicht“ gespielt, und in der Blumensprache stehen sie für Unschuld und Reinheit. In der Volksheilkunde werden ihnen Wirkungen nachgesagt. Margeriten sind Zierpflanzen, keine Medizin, und nachgesagte Heilwirkungen ersetzen keinen ärztlichen Rat.
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