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Mehlige Kartoffeln gesund halten: So beugst du Krankheiten vor

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion

Grundlagen: Häufige Krankheiten im Gemüsegarten: Mehltau, Braunfäule und Kohlhernie erkennen und bekämpfen · Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Zertifiziertes, virusfreies Pflanzgut ist dein erster Schritt gegen Viren.
  • Plane 4 bis 6 Jahre Anbaupause und entferne Durchwuchskartoffeln in den Folgekulturen.
  • Ein luftiger Bestand ohne Beikraut trocknet schneller ab und unterstützt die Vorbeugung gegen Krautfäule.
  • Gieß morgens an den Boden statt über das Laub und sichere während der Knollenbildung die Wasserversorgung gegen Schorf.
  • Nimm bei der Ernte alle Knollen auf; befallenes Kraut gehört nicht auf den eigenen Kompost.
Frisch geerntete Kartoffeln mit erdiger, hellbrauner Schale liegen dicht an dicht im Haufen
Foto: Pavlofox · Pixabay Content License · Quelle ↗

Wenn bei feuchtem Wetter die Krautfäule ins Beet kommt, kann das Kartoffelkraut vorzeitig absterben. Für mehlige Sorten ist das besonders ärgerlich, denn ihre Knollen lagern Stärke ein, solange das Laub grün ist. Wer das Laub gesund hält, schützt also genau die Stärke, für die er mehligkochende Kartoffeln anbaut. Deshalb plane ich die Vorbeugung lange vor dem ersten Austrieb: bei Pflanzgut, Sorte, Beet und Reihenabstand.

Keine dieser Maßnahmen garantiert dir eine gesunde Ernte, aber jede senkt ein Risiko. Mit Gesundheit meine ich hier die Pflanze im Beet, nicht deine Ernährung.

Mini-Checkliste

Das gehört bei mir zur Vorbeugung.

  • zertifiziertes, virusfreies Pflanzgut
  • eine Sorte, deren Eigenschaften zu Boden und Lager passen
  • ein Beet mit ausreichender Anbaupause, auf dem zuletzt keine Nachtschattengewächse standen
  • ein luftiger Bestand ohne Beikraut
  • Gießen an den Boden statt über das Laub
  • ein Kontrollgang mit Blick unter die Blätter
  • eine Ernte, bei der keine Knolle im Boden bleibt

Welche Sorte macht dir die Vorbeugung leichter?

Wie anfällig eine Kartoffel für Krankheiten ist, unterscheidet sich von Sorte zu Sorte. Im ökologischen Anbau achtet man gegen Krautfäule auf drei Eigenschaften: Die Sorte sollte krautfäuletolerant sein, früh Knollen ansetzen und wenig Stickstoff brauchen. Diese drei Punkte prüfe ich bei jeder Sortenwahl. Die mittelspäte Sorte Alanis zum Beispiel wird mit geringer Krautfäuleanfälligkeit bewertet; ob sie mehlig kocht, klärst du vor dem Kauf eigens.

Bei den mehligkochenden Sorten schaue ich auf Eigenschaften, die Gesundheit, Wasser und Lager betreffen:

Sorte Das beachte ich
Adretta mittelfrüh; vom Züchter als trockentolerant beschrieben; sehr lange Keimruhe und gute Lagerfähigkeit
Freya mittelfrüh; gut lagerfähig
Gunda frühe Reifegruppe; mittlere bis niedrige Keimfreudigkeit
Melody hohe Keimruhe; braucht für einen zügigen Start mindestens eine Keimstimulierung
Vitelotte alte, mittelfrühe Sorte; alte Sorten können gegenüber neuen Virusstämmen anfällig sein
Agria mittelfrüh; Kochtyp je nach Einordnung vorwiegend festkochend bis vorwiegend mehligkochend; mittlere bis hohe Schorfanfälligkeit

Sorten mit geringer Keimfreudigkeit eignen sich als Lagerkartoffeln. Agria ist mittel bis hoch anfällig für Schorf, und leichte Böden leiden ohnehin eher darunter. Auf leichtem Boden behältst du bei Agria deshalb die Wasserversorgung während der Knollenbildung besonders im Blick, weil sie Schorf vorbeugen kann.

Tipp

Wenn du mehrere Sorten anbaust, setz sie reihenweise im Wechsel statt kreuz und quer gemischt. In einem Feldversuch mit unterschiedlich anfälligen Sorten verringerte der reihenweise Wechsel den Krautfäulebefall stärker als eine vollständige Durchmischung.

Wenn du ganz ökologisch gärtnerst, findest du mehr im Ratgeber, wie du mehlige Kartoffeln biologisch anbaust und den Boden gesund hältst.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Solanum
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Pferd
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Offener, frostfreier Platz mit tiefgründigem, nährstoffreichem und wasserspeicherndem Boden; in Trockenphasen gut wässern. Auch große Gefäße sind möglich.

Bodenart

Tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist tiefgründiger, nährstoffreicher und wasserspeichernder Boden; organische Substanz zur Bodenverbesserung.

Anbauort

Die Pflanze lässt sich auch in großen Gefäßen oder speziellen Kartoffel-Pflanzsäcken kultivieren.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Für die übliche Gartenvermehrung zertifiziert virusfreie Pflanzkartoffeln verwenden. Vor dem Pflanzen können sie hell und frostfrei vorgekeimt werden, damit das Wachstum früher beginnt.

Pflege

Pflege

In trockenen Perioden gut wässern; den Boden im Herbst mit organischem Material verbessern.

Düngung

Im Beet brauchen Kartoffeln gewöhnlich keine Zusatzdüngung. Auf armen Böden können spätere Hauptkultursorten zur Zeit des zweiten Anhäufelns von stickstoffbetontem organischem Dünger profitieren. Für Gefäßkultur organischen Universaldünger einmischen oder bei nachlassendem Nährstoffangebot flüssig nachdüngen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die mehrjährige Knollenpflanze wird einjährig kultiviert.

Verwendung

Die Pflanze eignet sich für Terrassen- und Gefäßbepflanzung.

Aussaatkalender Kartoffel
GartenkalenderAussaat: Mai; Blüte: Juni, Juli, August; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: März, April, MaiJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MaiBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilPflanzung: MaiAussaatBlüteErntePflanzung

Welches Beet eignet sich für gesunde Kartoffeln?

Wie lange braucht das Beet Pause?

Auf dieselbe Fläche kommen Kartoffeln erst nach einer Anbaupause von 4 bis 6 Jahren wieder. In den Folgekulturen ziehe ich jede Durchwuchskartoffel heraus, weil sie Krankheiten und Schädlingen das Überdauern zwischen den Anbaujahren ermöglicht. Eine Anbaupause hilft also nur, wenn das Beet in dieser Zeit auch wirklich kartoffelfrei bleibt.

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, ebenso wie Tomaten, Paprika, Physalis, Auberginen und Birnenmelonen. Diese Verwandten teilen Krankheiten wie die Kraut- und Knollenfäule und gelten deshalb als unverträgliche Nachbarn. Auch in der Abfolge sollen aufeinanderfolgende Kulturen verschiedenen Pflanzenfamilien angehören. Auf meine Kartoffeln als Starkzehrer folgt erst ein Mittelstarkzehrer wie Salat, danach ein Schwachzehrer wie Möhren.

Häufiger Fehler

Tomaten auf das Kartoffelbeet des Vorjahres pflanzen. Beide sind Nachtschattengewächse und teilen Krankheiten wie die Kraut- und Knollenfäule, deshalb gehört eine Kultur aus einer anderen Pflanzenfamilie dazwischen.

Grünland, Kleegras oder eine Stilllegungsfläche bekommt nach dem Umbruch in den ersten 3 Jahren keine Kartoffeln, damit du Drahtwurmschäden vorbeugst. Als Gründüngung vor oder nach Kartoffeln eignen sich Phacelia, Gelbsenf und Lupine, auch Lein und Luzerne passen. Auf Flächen mit Tabak-Rattle-Virus sind Gelbsenf und Phacelia vor Kartoffeln allerdings ungeeignet. Wer viel Kohl, Rettich oder Radieschen anbaut, lässt Senf besser weg, weil er ebenfalls zu den Kreuzblütlern gehört. Damit ich über die Jahre den Überblick behalte, trage ich jede Saison in den Beetplaner für deine Fruchtfolge über mehrere Jahre ein.

Was braucht der Boden?

Leichte Böden leiden eher unter Schorf und knapper Wasserversorgung, schwere Böden erwärmen sich langsam und neigen zur Klutenbildung. Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Eine nötige Kalkung lege ich in die Fruchtfolge nach den Kartoffeln, weil eine direkte Kalkgabe mit überhöhtem pH-Wert den Schorf fördern kann. Wie du Standort und Boden vorbereitest, steht im Abschnitt zu Standort und Boden in meinem großen Kartoffel-Ratgeber.

Helfen gute Nachbarn gegen Krankheiten?

Als gute Mischkulturpartner für Kartoffeln gelten Prunkbohnen und Studentenblumen. In einer Mischkultur muss jede Pflanze bis zur Endgröße genug Platz behalten, und die Reihen bleiben für Hacke und Häufler zugänglich. Welche Nachbarn passen und welche nicht, zeigt dir der Mischkultur-Planer mit guten und unverträglichen Nachbarn.

Mythos-Check

Studentenblumen halten Krankheiten von den Kartoffeln fern? Als Nachbarn helfen sie vielleicht, verlassen solltest du dich darauf aber nicht. Günstige Nachbarschaftseffekte sind schwer nachzuweisen, und Erfahrungsberichte zu Pflanzenkombinationen widersprechen sich häufig. Planen solltest du mit Pflanzgut, Anbaupause und einem luftigen Bestand.

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Wie startest du mit gesundem Pflanzgut?

Eine Behandlung gegen Blattläuse verhindert die Übertragung des Y-Virus nicht zuverlässig, weil das Virus sehr schnell übertragen wird. Gegen Viren setze ich deshalb beim Pflanzgut an und lege nur zertifizierte, virusfreie Knollen. Vorgekeimte Knollen in erwärmtem Boden laufen zügig auf, und das unterstützt die Vorbeugung gegen Rhizoctonia. Vorkeimen verlegt außerdem einen Teil des Wachstums in die Zeit vor einem möglichen Krautfäulebefall.

Wie du Schritt für Schritt vorkeimst, zeige ich im Ratgeber, wie du mehlige Kartoffeln vom Vorkeimen bis zu Püree und Knödeln anbaust. Wann du pflanzen kannst, zeigt dir der Aussaatkalender für Kartoffeln zum Ausdrucken.

Wie bleibt das Kartoffellaub trocken?

Im Haus- und Kleingarten gelten anhaltende Blattnässe und Temperaturen von 13 bis 18 Grad als optimale Infektionsbedingungen für den Erreger der Krautfäule. Luftige Bestände trocknen schneller ab und unterstützen so die Vorbeugung. Ich pflanze deshalb im üblichen System für den Hausgarten:

Pflanzsystem Wert
Abstand in der Reihe 30 bis 35 cm
Reihenabstand 50 bis 70 cm
Anbauform Dammkultur, später angehäufelt
Empfehlung gegen Krautfäule Reihenabstand von mindestens 75 cm, zusammen mit sorgfältiger Beikrautregulierung

Im Hausgarten bleibe ich beim System oben und lege die Reihen, wo das Beet es zulässt, am oberen Ende der Spanne an.

Bis sich die Reihen schließen, reagieren junge Kartoffeln empfindlich auf Unkrautkonkurrenz. Sobald sich die ersten Blätter entfalten, hacke ich das Unkraut weg und häufle danach handhoch an. Die Erddämme schützen die wachsenden Knollen vor Licht und damit vor dem Ergrünen. Auf schweren Böden lassen sie den Boden außerdem schneller abtrocknen.

Gegossen wird bei mir morgens an den Boden, nicht über das Laub. Die Sporen des Erregers verbreiten sich über Wind und Wasserspritzer; wer über die Blätter gießt, macht sie nass und kann dabei Sporen weitertragen.

Was brauchen die Pflanzen an Wasser und Dünger?

Während der Knollenbildung gehört eine ausreichende Wasserversorgung zu den Maßnahmen gegen Schorf. Nach dem Gießen prüfe ich, ob der Boden 15 bis 20 cm tief durchfeuchtet ist. Ausgeprägte Trockenschäden können Knollenertrag und Stärkegehalt verringern.

Beim Düngen halte ich mich zurück, weil ein Überangebot an Stickstoff die Abreife und die Festigkeit der Schale verzögern kann. Das kann sich später im Lager zeigen, denn lagerfähig sind schalenfeste Knollen.

Mehr zu Gießen und Düngen steht im großen Kartoffel-Ratgeber, den ich oben verlinkt habe. Wie du Wasser und Nährstoffe gezielt für mehr Ertrag einsetzt, beschreibe ich im Ratgeber, wie du den Ertrag mehliger Kartoffeln gezielt steigerst.

Woran erkennst du Probleme früh?

Vorbeugen heißt auch, früh hinzuschauen. Bei feuchter Witterung sind bräunliche Blattflecken mit einem schmalen weißen Pilzsaum auf der Blattunterseite typische Warnzeichen der Krautfäule.

Marias Erfahrung

Bei feuchtem Wetter drehe ich beim Gang durch die Reihen Blätter um. Auf der Unterseite suche ich nach bräunlichen Flecken mit weißem Saum und nach den orangefarbenen Eigelegen des Kartoffelkäfers. Käfer, Gelege und Larven sammle ich dabei gleich ab.

Diese Übersicht nutze ich als Merkzettel für den Kontrollgang:

Problem Möglicher Hinweis Was ich einplane
Kraut- und Knollenfäule graugrüne bis braune Flecken an Blättern und Stängeln, unten teils weißer Pilzrasen luftiger Bestand, Laub trocken halten, vorgekeimte Knollen, wenig anfällige Sorten, bei der Ernte alle Knollen aufnehmen
Gewöhnlicher Kartoffelschorf braune, korkartige Flecken auf der Schale ausreichend Wasser während der Knollenbildung, keine Kalkgabe direkt vor den Kartoffeln
Rhizoctonia schwarze Pocken auf der Schale vorgekeimte Knollen, erwärmter Boden, abgereifte Bestände nicht zu spät ernten
Schwarzbeinigkeit dunkel verfärbte, faulige Stängelbasis befallene Pflanzen samt Knollen entfernen
Viren starre, nach oben eingerollte Blätter beim Blattrollvirus; Mosaik, Strichel oder Knollennekrosen beim Y-Virus zertifiziertes, virusfreies Pflanzgut
Kartoffelkäfer Käfer, orange Eigelege an den Blattunterseiten, Larven früh absammeln
Drahtwurm Fraßschäden an den Knollen, die Rhizoctonia-Symptomen ähneln können nach dem Umbruch von Grünland oder Kleegras in den ersten 3 Jahren keine Kartoffeln

Symptome sind Hinweise, keine Diagnosen. Knollennekrosen durch verschiedene Viren können äußerlich so ähnlich aussehen, dass erst eine Laboruntersuchung die Ursache klärt.

Blattläuse können an Kartoffeln Viren übertragen, bekämpfen musst du sie im Garten aber in der Regel nicht. Ich fördere lieber die Gegenspieler, die schon da sind, etwa Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen. Korb- und Doldenblütler können Schwebfliegen in den Garten locken.

Wie du einzelne Krankheiten auseinanderhältst und was du bei Befall tun kannst, erkläre ich im Ratgeber, wie du Krankheiten und Schädlinge an mehligen Kartoffeln bestimmst und behandelst.

Was tust du, wenn du Befall entdeckst?

Ist die Stängelbasis dunkel und faulig, kann das auf Schwarzbeinigkeit hindeuten; solche Pflanzen nehme ich samt Knollen heraus. Kraut mit Krautfäule kommt nicht auf den Hauskompost, bei extremem Befall entsorge ich es über die Biotonne. Bei Verdacht auf Kartoffelkrebs meldest du dich umgehend beim zuständigen Pflanzenschutzdienst.

Achtung

Ein Pflanzenschutzmittel ist im Hausgarten das letzte Mittel. Als Privatperson darfst du nur Mittel verwenden, deren Kennzeichnung die Anwendung durch nichtberufliche Anwender ausdrücklich zulässt. Halte dich an die Gebrauchsanweisung, trag Schutzkleidung, beachte die Wartezeit bis zur Ernte und entsorge Reste vorschriftsgemäß. Bedenke auch, dass ein Mittel Nützlinge treffen kann.

Wie geht die Vorbeugung bei Ernte und Lager weiter?

Lagerkartoffeln grabe ich 2 bis 3 Wochen nach dem vollständigen Absterben des Krauts, wenn sich die Schale nicht mehr leicht mit dem Daumen abreiben lässt. Bei trockenem Wetter nehme ich mit der Grabgabel alle Knollen auf, damit keine im Beet zurückbleiben. Verletzte Knollen verbrauche ich bald, und Knollen mit bleigrauen, eingesunkenen Flecken sortiere ich aus.

Im Lager liegen die Kartoffeln dunkel, frostfrei und kühl bei 4 bis 6 Grad, und alle paar Tage sortiere ich kranke und faule Knollen heraus. Licht lässt Kartoffeln ergrünen: Grüne, stark keimende oder bitter schmeckende Knollen isst du nicht, Keime und grüne Stellen schneidest du großzügig weg. Mehr zu Reifezeichen und Lagerplatz findest du im Ratgeber, wann du mehlige Kartoffeln erntest und wie du sie lagerst.

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Häufige Fragen

Was zeichnet mehligkochende Kartoffeln im Anbau besonders aus?
Mehligkochende Sorten haben unter den drei Kochtypen den höchsten Stärkegehalt und zerfallen beim Kochen leichter. Ihre Knollen lagern Stärke ein, solange das Kraut grün ist, deshalb zählt bei ihnen jede Woche mit gesundem Laub. Die Kocheigenschaften können je nach Boden, Witterung, Düngung und Bewässerung von Jahr zu Jahr schwanken. Wie anfällig eine Pflanze für Krankheiten ist, unterscheidet sich von Sorte zu Sorte.
Wie beugt man Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffelpflanzen vor?
Wähle eine wenig anfällige Sorte und pflanze so, dass der Bestand schnell abtrocknet, denn anhaltende Blattnässe begünstigt den Erreger. Gieß morgens an den Boden statt über das Laub. Vorgekeimte Knollen verlegen einen Teil des Wachstums in die Zeit vor einem möglichen Befall. Bei der Ernte nimmst du alle Knollen auf, und befallenes Kraut kommt nicht auf den eigenen Kompost.
Welche Rolle spielt der pH-Wert beim Kartoffelanbau?
Für Kartoffeln gilt ein Boden-pH von 5,0 bis 6,0 als günstig, wobei du die übrigen Kulturen der Fruchtfolge mitdenken musst. Gekalkt wird nur, wenn der pH-Wert dafür zu niedrig ist. Eine nötige Kalkung legst du in der Fruchtfolge hinter die Kartoffeln, weil eine direkte Kalkgabe mit überhöhtem pH-Wert den Schorf fördern kann. Ob Kalk fehlt, zeigt dir eine Bodenuntersuchung.
Was ist der Unterschied zwischen Rhizoctonia und Kartoffelschorf?
Gewöhnlicher Schorf zeigt sich durch braune, korkartige Flecken auf der Schale, schwarze Pocken sind dagegen ein typischer Hinweis auf Rhizoctonia. Gegen Schorf gehört eine ausreichende Wasserversorgung während der Knollenbildung zur Vorbeugung. Gegen Rhizoctonia unterstützen vorgekeimte Knollen und ein Pflanztermin in erwärmten Boden die Vorbeugung, weil beides den Aufgang beschleunigt. Abgereifte Bestände erntest du zügig, denn eine verspätete Ernte begünstigt Rhizoctonia.
Wann ist der optimale Erntezeitpunkt für mehlige Kartoffeln?
Lagerkartoffeln erntest du als Faustregel 2 bis 3 Wochen nach dem vollständigen Absterben des Krauts. Die Schale sollte dann fest sein und sich nicht mehr leicht mit dem Daumen abreiben lassen. Lass abgereifte Bestände aber nicht zu lange stehen, weil eine verspätete Ernte Rhizoctonia begünstigt. Gegraben wird bei trockenem Wetter, und verletzte Knollen verbrauchst du bald, statt sie einzulagern.
Wie führt man eine erfolgreiche Bodenanalyse für Kartoffeln durch?
Vor der Düngung sammelst du 10 bis 15 gleichmäßig verteilte Einzelproben aus dem Beet und mischst sie gut. Von dieser Mischung schickst du rund 500 g zur Untersuchung ein. Die Analyse sollte Bodenart, pH-Wert, Phosphat und Kalium erfassen und um Magnesium ergänzt werden, damit eine standortbezogene Düngeempfehlung möglich ist. Humus und Stickstoff werden gesondert untersucht.
Zuletzt geprüft:
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