Gemüse · Kürbis & Zucchini · Anbau

Hörnchenkürbis anbauen: die Inkagurke von der Aussaat bis zur Ernte

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Der Hörnchenkürbis ist die Inkagurke, botanisch Cyclanthera pedata, ein einjährig gezogenes, kletterndes Kürbisgewächs.
  • Gesät wird von Mai bis Juni, die Keimung braucht 14 bis 28 Tage.
  • Die Vorkultur bleibt mit 2 bis 3 Wochen kurz, ausgepflanzt wird nach den letzten Frösten.
  • Jede Pflanze bekommt 40 cm Abstand in der Reihe wie zur Nachbarreihe und wächst an einer Rankhilfe hoch.
  • Die ersten Früchte erntest du früh, damit weitere nachkommen; die Erntezeit reicht von Juni bis Oktober.
  • Junge Früchte kannst du roh essen, ältere entkernst du vor der Zubereitung.
Hörnchenkürbis
Foto: lubo.ivanko · Depositphotos Standard License · Quelle ↗

Du suchst eine Pflanze, die im Sommer einen Zaun begrünt und nebenbei etwas für die Küche liefert? Der Hörnchenkürbis erledigt beides: Er rankt an Pergolen, Rankgittern und Zäunen hoch und trägt Früchte, die du jung ernten und roh essen kannst. Schwierig wird es meist am Anfang, weil die Samen langsam keimen und die Pflanze von Beginn an Halt braucht. Ich stelle deshalb die Rankhilfe auf, bevor die erste Pflanze ins Beet kommt, und plane bei der Keimung Geduld ein.

Hörnchenkürbis im Steckbrief

Merkmal Hörnchenkürbis
Botanischer Name Cyclanthera pedata, auch Inkagurke genannt
Familie Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Lebensform einjährige, kletternde Pflanze
Wuchshöhe ab 200 cm
Standort warm und sonnig, humoser und sehr nährstoffreicher Boden
Aussaat Mai bis Juni
Keimtemperatur 20 bis 25 °C
Keimdauer 14 bis 28 Tage
Abstand 40 cm in der Reihe, 40 cm Reihenabstand, an der Rankhilfe gezogen
Blüte Juni bis September
Ernte Juni bis Oktober
Kulturdauer 90 bis 120 Tage
Anbau Freiland und Kübel
Fruchtwechselpause 4 Jahre

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Einen warmen, sonnigen Platz mit humosem, sehr nährstoffreichem Boden wählen, der gleichmäßig gut mit Wasser versorgt ist; eine Rankhilfe vorsehen.

Bodenart

Geeignet ist humoser, sehr nährstoffreicher Boden mit guter Wasserversorgung.

Substrat

Für die Vorkultur normale Aussaaterde verwenden und gleichmäßig feucht halten.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für Freiland und Kübel.

Pflege

Pflege

Eine Rankhilfe bereitstellen und den Boden gleichmäßig mit Wasser versorgen.

Düngung

Für Inkagurken im Freiland empfiehlt sich Kompost; bei Bedarf im Laufe der Vegetationszeit nachdüngen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig und klettert.

Verwendung

Die Pflanze eignet sich als sommerlicher Sichtschutz und zur Begrünung von Pergolen, Rankgittern und Zäunen.

Aussaatkalender Hörnchenkürbis
GartenkalenderVorkultur: April; Aussaat: Mai, Juni; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: AprilAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MaiVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Was ist der Hörnchenkürbis?

Hörnchenkürbis und Inkagurke sind zwei Namen für dieselbe Pflanze: Cyclanthera pedata. Sie gehört zur Familie der Kürbisgewächse und wird in Peru traditionell als Gemüse genutzt. Bei uns ziehst du sie einjährig, als kletternde Pflanze für den Sommer.

Mit den bekannten Speisekürbissen teilt der Hörnchenkürbis die Familie, aber nicht die Gattung. Hokkaido, Zucchini und Butternut gehören zur Gattung Cucurbita, der Hörnchenkürbis gehört zur Gattung Cyclanthera.

Kurz erklärt

Hokkaido zählt zu Cucurbita maxima, Zucchini und Spaghettikürbis zählen zu Cucurbita pepo, Butternut und Muskatkürbis zu Cucurbita moschata. Diese drei Arten dominieren den deutschen Speisekürbishandel. Der Hörnchenkürbis gehört zu keiner von ihnen, deshalb übertrage ich Kulturwerte aus dem Kürbisbeet nicht einfach auf ihn.

Achtung

Im Saatguthandel gibt es auch Ziergurken für Fruchtschmuck und Sichtschutz, zum Beispiel Wildgurken wie Cucumis dipsaceus oder die rankende Stachelgurke (Echinocystis lobata). Ziergurken sind kein Gemüse. Cucumis myriocarpus etwa gilt als giftig für Säugetiere. Viele Vergiftungen gehen auf Verwechslungen zurück, denn essbare und giftige Arten sehen sich oft ähnlich. Achte beim Saatgut auf den botanischen Namen Cyclanthera pedata.

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Warum lohnt sich der Hörnchenkürbis im Garten?

Der Hörnchenkürbis verbindet Sichtschutz und Ernte. Seine Ranken begrünen im Sommer Pergolen, Rankgitter und Zäune. Von Juni bis Oktober erntest du an derselben Pflanze.

Er kommt außerdem mit wenig Beetfläche aus. Ein Kürbis beansprucht je nach Art und Sorte etwa 1 bis 3 m² Beet. Der Hörnchenkürbis steht dagegen mit 40 cm Abstand in der Reihe wie zur Nachbarreihe und wächst an der Rankhilfe nach oben. Wer nur einen schmalen Streifen am Zaun hat, bekommt so trotzdem ein Kürbisgewächs mit Ernte in den Garten.

Auch ohne Beet musst du nicht verzichten, denn der Hörnchenkürbis wächst im Freiland wie im Kübel. Wie das klappt, zeige ich dir in meinem Beitrag zum Hörnchenkürbis im Kübel auf Balkon und Terrasse.

Marias Erfahrung

Ich setze den Hörnchenkürbis dorthin, wo ich im Sommer Sichtschutz brauche, meist an den Zaun neben dem Sitzplatz. Die Rankhilfe steht dort schon, bevor ich säe.

Was macht die Pflanze besonders?

Sie klettert. Speisekürbisse kriechen meist am Boden entlang und kommen in der Regel ohne Rankhilfe aus. Der Hörnchenkürbis dagegen braucht eine. Rechne mit Wuchshöhen ab 200 cm.

Jedes Jahr neu. Die Pflanze ist einjährig, ihre Kulturdauer liegt bei 90 bis 120 Tagen. Nach der Saison räumst du sie ab und säst im nächsten Jahr neu. Wie du Samen für das nächste Jahr gewinnst, trocknest und lagerst, beschreibe ich in meiner Anleitung zum Vermehren des Hörnchenkürbis über eigene Samen.

Lange Blüte. Von Juni bis September blüht der Hörnchenkürbis. Die Erntezeit schließt sich an und läuft bis in den Oktober.

Ihre Früchte erntest du jung. Bei Lagerkürbissen wartest du, bis sich der Stiel verfärbt und verkorkt. Beim Hörnchenkürbis nimmst du die ersten Früchte dagegen früh ab.

Wie säst du den Hörnchenkürbis?

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Gesät wird von Mai bis Juni. Du kannst direkt ins Gartenbeet säen oder die Pflanzen kurz im Haus vorziehen. Vorgezogene Pflanzen kommen nach den letzten Frösten ins Beet. Plane für die Vorkultur nur 2 bis 3 Wochen bis zum Auspflanzen ein.

Ich ziehe vor, weil ich so Wärme und Feuchte der Töpfe während der Keimung im Blick habe. Die Aussaat lege ich so, dass die Pflanzen nach den letzten Frösten hinauskönnen, und rechne die Keimzeit dabei mit ein. Für die übrigen Kürbisgewächse im Garten hilft dir der Aussaatkalender für Kürbis und Zucchini zum Ausdrucken.

Wie gelingt die Vorkultur im Topf?

  1. Fülle Anzuchttöpfe mit normaler Aussaaterde.
  2. Lege 2 bis 3 Samen in jeden Topf.
  3. Bedecke die Samen mit 2 cm Aussaaterde, denn sie sind keine Lichtkeimer.
  4. Halte die Erde gleichmäßig feucht und stell die Töpfe warm.
  5. Lass nach dem Auflaufen nur die stärkste Pflanze pro Topf stehen.
  6. Härte die Jungpflanzen ab und pflanze sie nach den letzten Frösten aus.
Zahl im Blick

Die Keimtemperatur liegt bei 20 bis 25 °C, die Keimdauer bei 14 bis 28 Tagen. Zeigt sich nach 14 Tagen noch nichts, halte die Erde weiter warm und feucht und warte ab.

Beim Abhärten gehe ich vor wie bei Gurken und Kürbissen. Die Töpfe stehen zuerst tagsüber im Schatten und kommen dann schrittweise in die Sonne. Anfangs hole ich sie abends wieder ins Zimmer.

Wie klappt die Direktsaat ins Beet?

Für die Direktsaat legst du die Samen direkt ins Gartenbeet, sobald es warm genug ist. Gesät wird bei 20 °C. Die Samen kommen wie bei der Vorkultur 2 cm tief in die Erde. Halte das Saatbeet danach gleichmäßig feucht, bis die Keimlinge erscheinen. Mit der Direktsaat entfallen Anzucht und Abhärtung, dafür keimen die Samen ohne deinen Schutz im Freien.

Wie pflanzt du aus?

Die Rankhilfe kommt zuerst. Ich verankere das Rankgerüst fest, bevor ich pflanze, damit ich beim Aufbau keine Wurzeln verletze. Bemiss es so, dass es die Last von Pflanzen und Wind trägt. Welche Rankhilfen sich eignen und wie du sie aufstellst, zeige ich in meinem Beitrag zu Rankhilfen für den Hörnchenkürbis.

Setze die Pflanzen mit 40 cm Abstand in die Reihe. Auch zur nächsten Reihe hältst du 40 cm Abstand. Jede Pflanze leitest du von Anfang an zur Rankhilfe, an der sie nach oben wächst. Wenn du das Beet vorher planen willst, trag die Reihen im Beetplaner ein.

Mini-Checkliste

Bevor du auspflanzt, prüfe diese Punkte.

  • Die letzten Fröste sind vorbei.
  • Die Rankhilfe steht fest verankert.
  • In jedem Topf wächst nur noch die stärkste Pflanze.
  • Die Jungpflanzen sind abgehärtet.

Standort, Wasser, Nährstoffe: was braucht er?

Welcher Standort passt?

Pflanz den Hörnchenkürbis warm und sonnig. Sein Boden sollte humos und sehr nährstoffreich sein und gleichmäßig Wasser bekommen. Welcher Platz, welcher Boden und welches Klima zu ihm passen, erkläre ich in meinem Beitrag zum richtigen Standort für den Hörnchenkürbis.

Wie gießt du richtig?

Der Hörnchenkürbis braucht einen gleichmäßig feuchten Boden. Ich gieße mit gesammeltem Regenwasser direkt an den Fuß der Pflanze. Wie oft und wie viel du in den einzelnen Wachstumsphasen gießt und woran du Trockenstress erkennst, steht in meiner Gießanleitung für den Hörnchenkürbis.

Wie düngst du?

Im Beet versorge ich den Hörnchenkürbis mit Kompost und dünge nach, wenn er es im Lauf der Saison braucht. Mit Kompost verbesserst du die Struktur des Bodens, fütterst das Bodenleben und lieferst den Pflanzen zugleich Nährstoffe. Welche Nährstoffe er braucht und wie du von der Bodenvorbereitung bis zur Fruchtbildung düngst, liest du in meinem Beitrag zu Nährstoffen und Düngung beim Hörnchenkürbis.

Hacken und Mulchen

Halte den Boden rund um die Jungpflanzen frei von Unkraut. Mulch aus organischem Material hält die Feuchte im Boden und sorgt dafür, dass er sich im Sommer weniger aufheizt. Wie du hackst und mulchst, beschreibe ich im Pflege-Kapitel meines Ratgebers zu Kürbis und Zucchini.

Mischkultur und Fruchtfolge

Gute Nachbarn können den Hörnchenkürbis unterstützen, garantieren aber nichts. Ob ein Nachbar wirklich hilft, lässt sich schwer nachweisen, und viel hängt dabei von Standort und Pflege ab. Welche Partner passen und welche Nachbarn ungünstig sind, zeige ich in meinem Beitrag zur Mischkultur mit Hörnchenkürbis, Kombinationen spielst du im Mischkultur-Tool durch.

Auf dieselbe Fläche kommt der Hörnchenkürbis erst nach einer Fruchtwechselpause von 4 Jahren zurück. Weil er zu den Kürbisgewächsen gehört, setze ich ihn auch nicht direkt nach Gurke, Kürbis, Zucchini oder Melone. Die Grundlagen zum Fruchtwechsel stehen im Fruchtfolge-Kapitel des Kürbis-Ratgebers.

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Worauf achtest du bei Krankheiten und Schädlingen?

Ich sehe beim Ernten auch unter die Blätter, weil sich manche Schadbilder zuerst dort zeigen. Anzeichen sind Hinweise und keine Diagnose: Ein Belag kann auf Mehltau hindeuten, er beweist ihn aber nicht.

Mehltau erkennen

Weißliche bis graue Beläge, die meist zuerst oben auf dem Blatt erscheinen, können an Kürbisgewächsen auf Echten Mehltau hindeuten. Blattflecken zusammen mit einem Pilzrasen auf der Unterseite passen eher zum Falschen Mehltau. Im Hausgarten gehört Mehltau an Kürbissen zum Üblichen, eine Bekämpfung lohnt dort meist nicht.

Vorbeugend halte ich den vollen Pflanzabstand ein, denn in zu dichtem Stand fehlt Licht und die Pflanzen werden anfälliger für Krankheiten. Gegossen wird bei mir an den Boden und nicht über das Laub.

Blattläuse

Gegen Blattläuse nimmst du als Erstes den Gartenschlauch und spülst sie mit kräftigem Strahl ab. Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen stellen Blattläusen nach. Locke sie mit Blüten an und lass ihnen Verstecke und Plätze zum Überwintern. Ich lasse dafür Dill und Thymian in der Nähe blühen, weil blühende Kräuter Nützlingen Nektar und Pollen bieten.

Schnecken

Um junge Pflanzen lege ich einen Schneckenkragen, denselben, den ich bei jungen Kürbissen gegen Fraß einsetze. Dazu lege ich Bretter aus und sammle morgens die Schnecken ab, die sich darunter verkrochen haben. Mehr zu Krankheiten an Kürbisgewächsen steht im Kapitel über Krankheiten und Schädlinge des Kürbis-Ratgebers.

Wann und wie erntest du?

Ernten

Die Erntezeit reicht von Juni bis Oktober. Die ersten Früchte erntest du früh, damit weitere nachkommen. Junge Früchte kannst du roh essen. Ältere Früchte entkernst du, bevor du sie zubereitest.

Ich schneide die Früchte ab, statt an der Ranke zu ziehen. Dabei suche ich auch hinter dem Laub, weil sich dort gern Früchte verstecken.

Lässt sich der Hörnchenkürbis lagern?

Lange Lagerzeiten, wie man sie von Kürbissen kennt, beziehen sich auf ganze, ausgereifte Lagerkürbisse mit intakter Schale und Stiel. Hörnchenkürbisse erntest du dagegen jung. Wer sie wie einen Hokkaido einlagern will, überträgt also eine Regel für ausgereifte Früchte auf junge.

Ich ernte deshalb nur so viel, wie ich in der Küche gerade brauche. Jede Frucht sehe ich mir vor dem Verarbeiten genau an.

Hörnchenkürbis in der Küche

Ich koste jede Frucht vor der Zubereitung roh, eine bittere verwende ich nicht, auch nicht gekocht. Rezepte für Salate, Hauptgerichte, Snacks und Süßspeisen und Wege, die Ernte haltbar zu machen, findest du in meinem Beitrag zur Zubereitung von Hörnchenkürbis.

Was steht im Jahreslauf an?

Zeitraum Was ansteht
Frühjahr abgetrockneten Boden mit der Grabgabel lockern statt umgraben, Kompost einarbeiten, Rankhilfe fest verankern
Mai bis Juni säen, vorgezogene Pflanzen abhärten und nach den letzten Frösten auspflanzen
Juni bis September Blütezeit: Boden gleichmäßig feucht halten, Unkraut um die Jungpflanzen entfernen, Triebe an die Rankhilfe leiten, auf Schnecken und Blattläuse achten
Juni bis Oktober ernten, die ersten Früchte früh abnehmen
nach der letzten Ernte Pflanze abräumen, den Platz erst nach 4 Jahren wieder für Hörnchenkürbis einplanen

Sobald der Boden im Frühjahr abgetrocknet ist, gehe ich mit der Grabgabel durch und lockere ihn, ohne umzugraben. Im Sommer gehe ich die Ranken durch und leite lose Triebe zurück an die Rankhilfe. Mit dem Oktober endet die Erntezeit, und weil die Pflanze einjährig ist, räume ich sie danach ab.

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Welche Fehler solltest du vermeiden?

Viele Stolperstellen beim Hörnchenkürbis liegen am Anfang: im Boden, in der Vorkultur und beim Anbinden.

  • Den Boden unvorbereitet lassen. Der Hörnchenkürbis braucht humosen, sehr nährstoffreichen Boden, im Freiland gehört Kompost dazu. Alle 4 bis 5 Jahre lasse ich für meine Gemüsebeete eine Standardbodenuntersuchung machen, dann weiß ich, woran ich bin.
  • Zu früh vorziehen. Die Vorkultur bleibt kurz, ausgepflanzt wird erst nach den letzten Frösten. Lass pro Topf nur die stärkste Pflanze stehen.
  • Bei der Keimung aufgeben. Die Samen brauchen 14 bis 28 Tage. Halte die Erde so lange warm und gleichmäßig feucht.
  • Die Rankhilfe nachträglich aufbauen. Wer erst nach dem Pflanzen baut, riskiert verletzte Wurzeln. Verankere das Gerüst vorher, bemiss es für die Last von Pflanzen und Wind und leite die Jungpflanzen von Anfang an daran hoch.
  • Die ersten Früchte hängen lassen. Nimm sie früh ab, damit weitere Früchte nachkommen.
  • Jedes Jahr dieselbe Stelle wählen. Plane eine Fruchtwechselpause von 4 Jahren ein.

Ein Wort an Anfänger

Für das erste Jahr genügen ein sonniger Zaunabschnitt, eine fest verankerte Rankhilfe und Geduld bei der Keimung. Ich notiere mir im ersten Jahr Aussaattag, Keimtag und erste Ernte. Mit diesen Notizen plane ich die Aussaat im Folgejahr.

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Häufige Fragen

Was ist ein Hörnchenkürbis und woher kommt er?
Der Hörnchenkürbis heißt auch Inkagurke, botanisch Cyclanthera pedata, und gehört zur Familie der Kürbisgewächse. In Peru wird er traditionell als Gemüse genutzt. Bei uns ziehst du ihn einjährig als Kletterpflanze, die im Sommer Sichtschutz gibt und essbare Früchte trägt.
Wie schnell wächst ein Hörnchenkürbis und welche Höhe erreicht er?
Der Hörnchenkürbis wird einjährig gezogen und erreicht in einer Saison Wuchshöhen ab 200 cm. Die Kulturdauer liegt bei 90 bis 120 Tagen. Plane die Rankhilfe deshalb von Anfang an für diese Höhe und stell sie auf, bevor du pflanzt.
Worin unterscheidet sich der Hörnchenkürbis von anderen Kürbisgewächsen?
Er gehört zur Gattung Cyclanthera und nicht zu Cucurbita wie Hokkaido, Zucchini und Butternut. Speisekürbisse kriechen meist am Boden entlang, der Hörnchenkürbis klettert und braucht eine Rankhilfe. Seine Früchte erntest du jung, während Lagerkürbisse erst geerntet werden, wenn sich der Stiel verfärbt und verkorkt.
Was ist der Unterschied zwischen Direktsaat und Vorkultur bei Cyclanthera pedata?
Bei der Direktsaat legst du die Samen direkt ins Gartenbeet, gesät wird bei 20 °C. Anzucht und Abhärtung fallen dabei weg. Für die Vorkultur kommen 2 bis 3 Samen in einen Topf mit normaler Aussaaterde. Nur die stärkste Pflanze bleibt stehen und wird vor dem Auspflanzen abgehärtet.
Wann ist die beste Zeit für den Anbau von Hörnchenkürbissen in Deutschland?
Gesät wird von Mai bis Juni. Vorgezogene Pflanzen kommen nach den letzten Frösten ins Beet, für die Vorkultur planst du nur 2 bis 3 Wochen ein. Die Erntezeit reicht dann von Juni bis Oktober.
Wie erkennt man Krankheiten und Schädlinge beim Hörnchenkürbis?
Ein weißlicher bis grauer Belag, meist zuerst oben auf dem Blatt, kann an Kürbisgewächsen auf Echten Mehltau hindeuten. Blattflecken mit einem Pilzrasen auf der Unterseite sprechen eher für Falschen Mehltau, eine sichere Diagnose sind solche Zeichen aber nicht. Blattläuse spülst du als Erstes mit kräftigem Wasserstrahl ab, und junge Pflanzen bekommen einen Schneckenkragen, der Fraß abhalten kann.
Wie unterscheiden sich Cyclanthera pedata und herkömmliche Kürbisse in der Verwendung?
Junge Hörnchenkürbisse kannst du roh essen, ältere entkernst du, bevor du sie zubereitest. Bei Kürbis und Zucchini gehört vor dem Kochen ein roher Probebissen dazu, und eine bitter schmeckende Frucht bleibt ungenutzt. Ich halte es beim Hörnchenkürbis genauso und koste jede Frucht zuerst roh.
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