Blattgemüse für Anfänger: Pflücksalat, Mangold & Co. für Beet und Balkon
- Pflücksalat und Mangold erntest du Blatt für Blatt, die Pflanze wächst dabei weiter.
- Spinat säst du von März bis Juni und wieder von August bis Oktober.
- Beim Kopfsalat soll der Erdpresstopf etwa 1 cm über die Beetoberfläche ragen.
- Feldsalat und Winterportulak liefern von Oktober bis März frisches Grün.
- Im Kasten zählen luftige, möglichst torffreie Erde und Ablauflöcher gegen Staunässe.
- Blattgemüse ist kein pauschaler Starkzehrer: Kopf- und Feldsalat haben einen geringen Stickstoffbedarf.

Wer zum ersten Mal Gemüse sät, möchte bald ernten und nicht einen ganzen Sommer auf einen einzigen Kopf warten. Ich rate Einsteigern deshalb zu Blattgemüse, von dem du immer wieder einzelne Blätter nimmst, während die Pflanze weiterwächst. Pflücksalat und Mangold funktionieren so, und Salatrauke, besser bekannt als Rucola, kannst du im Sommer schon nach 3 Wochen ernten.
Ich lege im Frühjahr als Erstes eine Reihe Pflücksalat an und säe Mangold daneben. Im Spätsommer kommen Feldsalat und Winterportulak dazu, damit das Beet auch in der kalten Jahreszeit etwas liefert.
Welche Blattgemüse eignen sich für den Anfang?
Diese acht Arten empfehle ich für den Start, weil sie sich in Standort und Saatzeit gut ergänzen. Bei den Abständen steht zuerst der Abstand in der Reihe, dann der Reihenabstand. Für Mangold gilt ein PflanzrasterDas Pflanzraster ist das Abstandsmuster, nach dem du Pflanzen auf ein Beet setzt. Es besteht aus zwei Maßen: dem Abstand zwischen den Reihen (Reihenabstand) und dem Abstand der Pflanzen innerhalb einer Reihe..
| Art | Licht | Abstand | Kulturdauer | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Pflücksalat | sonnig bis halbschattig | 25 × 30 cm | 42–56 Tage | Außenblätter ernten, ohne auf einen Kopf zu warten |
| Kopfsalat | sonnig | 25–30 × 25–30 cm | 40–55 Tage ab Pflanzung | Folgesätze gut planbar |
| Römischer Salat | sonnig | 20–25 × 25–30 cm | 56–84 Tage | ganzer Kopf oder Blätter portionsweise |
| Spinat | sonnig | 5–8 × 20 cm | 42–56 Tage | zwei SaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr. im Jahr |
| Mangold | sonnig bis halbschattig | Pflanzraster Blattmangold 30 × 25 cm, Stielmangold 40 × 30 cm | 42–126 Tage | äußere Blätter laufend ernten |
| Rucola (Salatrauke) | sonnig bis halbschattig | 5–10 × 15–20 cm | etwa 7 Wochen, im Sommer ab 3 Wochen | würzig und im Sommer schnell |
| Feldsalat | sonnig bis halbschattig | 3–15 × 10–30 cm | 42–112 Tage | frosthart bis etwa −15 °C |
| Winterportulak | sonnig bis halbschattig | 3–5 × 15 cm | 56–126 Tage | keimt schon bei 8 °C, winterhart |
Pflücksalat, Mangold, Rucola, Feldsalat und Winterportulak kommen mit sonnigen und halbschattigen Plätzen zurecht. Kopfsalat, Römischer Salat und Spinat brauchen dagegen einen sonnigen Platz. Auf einem halbschattigen Balkon beginnst du deshalb mit den fünf erstgenannten Arten.
Säen oder pflanzen: So klappt der Start
Spinat, Rucola, Feldsalat und Winterportulak säst du direkt ins Beet. Bei Pflücksalat, Kopfsalat, Römischem Salat und Mangold hast du die Wahl zwischen Direktsaat und vorgezogenen Jungpflanzen. Ich setze beim Kopfsalat im Frühjahr vorgezogene Jungpflanzen.
Gieß frische Saaten mit feinem Strahl, damit du die Samen nicht fortspülst, und halte die Erde danach mäßig feucht. Jungpflanzen drückst du nach dem Setzen so an, dass der Ballen rundum Bodenschluss hat, und lässt ihn nicht austrocknen.
Pflücksalat: Blätter ernten, ohne auf einen Kopf zu warten
Pflücksalat säst du von März bis August, die Samen kommen 0,5 bis 1 cm tief in die Erde. Bei Eichblatt- und Lollo-Sorten nimmst du einzelne Außenblätter ab, sobald sie groß genug sind. Einen Kopf musst du dafür nicht abwarten, und geerntet wird von Mai bis Oktober.
Schnittsalat erntest du dagegen mit dem Messer. Das Pflanzenherz muss dabei unverletzt bleiben, damit er wieder austreibt. Eichblattsalat, den du so schneidest, kannst du nach etwa 3 Wochen erneut ernten. Nach dem dritten oder vierten Schnitt geht er häufig in Blüte.
Damit die Ernte nicht abreißt, säst du kleine Sätze im Abstand von etwa 10 bis 14 Tagen. Im Sommer bekommt Pflücksalat etwas Schatten und darf nicht austrocknen, denn bei heißem, trockenem Wetter schießt er schnell.
Ich pflücke bei Lollo und Eichblatt von außen nach innen und lasse die jungen Blätter in der Mitte stehen. Jeden neuen Satz beschrifte ich mit dem Saatdatum, damit ich den nächsten nicht verpasse.
Kopfsalat und Römischer Salat: Köpfe in kleinen Sätzen
Kopfsalat
Kopfsalat schmeckt mild und bildet aus zarten Blättern einen deutlichen Kopf. Du säst ihn von April bis Juli, und zwar sehr flach: Die Saattiefe liegt bei 0 bis 0,5 cm. Zum Keimen braucht er mindestens 10 bis 12 °C. Frühe Jungpflanzen kommen im März und April ins Beet und bekommen eine Vliesabdeckung.
Beim Pflanzen soll der ErdpresstopfEin Erdpresstopf ist ein kleiner Würfel aus gepresster, feuchter Anzuchterde, ganz ohne Topfwand. Du säst direkt in das vorgeformte Loch und ziehst die Jungpflanze darin plastikfrei vor. etwa 1 cm über die Beetoberfläche ragen. Gieß jede Pflanze anschließend sofort kräftig an.
Den Salat tief einsetzen, damit er fester steht. Sitzt der Ballen zu tief, wird der Salat anfälliger für Fäulnis, und die Köpfe fallen schlechter aus.
Von der Pflanzung bis zur Ernte vergehen je nach Jahreszeit 40 bis 55 Tage. Anschließend kannst du den Satz nur etwa zwei Wochen lang ernten. Pflanzt du ein ganzes Beet auf einmal, wird also alles gleichzeitig reif, deshalb setze ich lieber kleine Sätze nacheinander.
Beginnt Salat zu blühen, spricht man vom Schossen, und seine Blätter werden dabei härter und bitterer. Als Langtagpflanze reagiert er auf lange Tage und Hitze. Die Sorte muss deshalb zur Jahreszeit passen: Im Frühjahr nimmst du Frühsorten, im Sommer schossfeste Sorten und für späte Sätze Herbst- oder Wintersorten.
Winterharte Kopfsalatsorten wie ‘Maiwunder’, ‘Brauner Winter’ oder ‘Winterkönig’ säst du von Mitte August bis spätestens Mitte September. Sie überwintern als Jungpflanzen und werden im April und Mai geerntet. Fällt der Frost unter −10 °C, schützt du sie mit Vlies.
Römischer Salat
Römischer Salat heißt auch Romanasalat. Seine länglichen Köpfe haben eine kräftige Mittelrippe, und der herzhaft-herbe Geschmack verträgt kräftige Dressings. Du säst ihn von April bis Juli und erntest von Mai bis Oktober. Für eine einmalige Ernte schneidest du den ganzen Kopf, für eine fortlaufende Nutzung nimmst du die Blätter portionsweise.
Die Sorte ‘Xanadu’ beschreibt der Hersteller als schossfest und hitzebeständig für die ganze Freilandsaison. Als trockenheitstolerant stuft er sie ausdrücklich nicht ein, gießen musst du also auch bei ihr.
Spinat: kurze Kultur im Frühjahr und im Herbst
Spinat säst du von März bis Juni und wieder von August bis Oktober, jeweils 1 bis 2 cm tief. Er keimt ab 12 °C. Die Kulturdauer liegt bei 42 bis 56 Tagen, geerntet wird von April bis November.
Als Langtagpflanze geht Spinat in Blüte, sobald die Tage länger als 12 Stunden werden. Solche Tage gibt es in Deutschland von Mai bis August. Wie stark er schießt, hängt außerdem von der Sorte ab, und Hitze und Trockenheit können die Schossneigung verstärken. Achte beim Saatgut deshalb darauf, ob eine Sorte fürs Frühjahr oder für den Herbst gedacht ist, und halte den Boden während des Wachstums gleichmäßig feucht.
Säst du Spinat im August in warmen Boden, gieß die Saat mit kaltem Wasser an. Hohe Bodentemperaturen hemmen seine Keimung, und kaltes Angießwasser kann die Bedingungen verbessern.
Spinat eignet sich auch für Topf und Hochbeet. Ernte ihn lieber am Nachmittag oder Abend als früh am Morgen, weil Licht den Abbau von Nitrat in den Blättern fördert.
Mangold: viele Ernten aus einer Reihe
Mangold säst du von April bis Juli, 1 bis 2 cm tief. Zu früh bei niedrigen Temperaturen gesät, kann er vorzeitig schossen. Die Keimung dauert 7 bis 14 Tage. In jedem Samenknäuel stecken 2 bis 5 Samen, an einer Stelle können daher mehrere Pflänzchen auflaufen. Lass dort ein kräftiges stehen, damit das Pflanzraster aus der Übersicht aufgeht. Vorgezogenen Mangold pflanzt du nach 4 bis 6 Wochen Anzucht ins Beet.
Geerntet wird von Juni bis Oktober. Du nimmst die äußeren Blätter mit ihren Stielen einzeln ab und lässt die Herzblätter stehen, dann bildet Mangold laufend neue Blätter. Ich gehe dafür einmal rund um die Pflanze und nehme nur die äußeren Stiele. Gieß nach der Ernte gut, denn ausreichend Wasser unterstützt den Neuaustrieb.
Für eine Ernte im Winter oder Frühjahr säst du spätestens Ende Juli bis Anfang August. Weiß- und grünstielige Sorten sind dafür die bessere Wahl, denn sie sind frostresistenter als buntstielige. Da Mangold zweijährig ist und normalerweise erst im Jahr nach der Aussaat blüht, kann ein überwinterter Bestand im Frühjahr noch einmal Blätter liefern.
Stiele und Blätter von Stielmangold garst du getrennt, denn die Stiele brauchen je nach Dicke etwa doppelt so lange.
Rucola: würzig und im Sommer schnell
Unter dem Namen Rucola bekommst du zwei Arten: die zartere Salatrauke mit breiteren, gebuchteten Blättern und die derbere Wilde Rauke mit schmalen, stärker gezähnten Blättern. Salatrauke säst du von März bis August 1 cm tief und erntest von März bis Oktober. Im Frühjahr und Herbst dauert die Kultur etwa 7 Wochen. Im Sommer geht es schneller, dann erntest du schon nach 3 Wochen.
Beide Rauken wurzeln nur flach. Sie wollen gut mit Wasser versorgt sein, Staunässe vertragen sie aber nicht. Rauke gehört wie Kohl und Radieschen zu den Kreuzblütlern, das spielt für die Fruchtfolge eine Rolle.
Feldsalat und Winterportulak: Grün für die kalte Jahreszeit
Feldsalat
Feldsalat wächst in RosettenRosetten sind Blattanordnungen, bei denen die Blätter dicht gedrängt stehen und scheinbar alle an derselben Stelle entspringen, weil die Sprossachse, also der Stängel, stark gestaucht ist. Ein bekanntes Beispiel ist die Dachwurz. und hat einen würzigen, leicht nussigen Geschmack. Du säst ihn von Juli bis September, 0,5 bis 2 cm tief.
Zum Keimen braucht Feldsalat 7 bis 30 Tage. Halte die Saatreihe in dieser Zeit feucht, auch wenn sich zunächst nichts zeigt.
Bis etwa −15 °C ist Feldsalat frosthart. Selbst bei 5 bis 10 °C wächst er noch weiter. In milden Wintern kannst du ihn deshalb durchgehend im Freiland ernten, die Erntezeit reicht von Oktober bis März. Eigens düngen musst du ihn nicht, säe ihn aber auf ein Beet ohne hohe Stickstoffreste aus der Vorkultur. Überwinterte Pflanzen holst du im Frühjahr zügig aus dem Beet, denn schon nach den ersten wärmeren Tagen blühen sie rasch.
Winterportulak
Winterportulak, auch Postelein oder Claytonie genannt, ist ein Kühlkeimer: Seine Keimung beginnt erst unterhalb von 12 °C. Dabei reichen ihm schon 8 °C. Gesät wird er meist von Ende August bis Oktober, geerntet von Oktober bis März.
Er ist winterhart, und über den Winter kannst du ihn mehrfach beernten. Als Standort passt Sonne ebenso wie Halbschatten. Zusätzlichen Dünger braucht er nicht, ihm genügen die Nährstoffe, die die Vorkultur übrig gelassen hat. Die Blätter schmecken frisch säuerlich bis leicht nussig. Verwechsle ihn nicht mit Sommerportulak: Das ist eine andere Art, die gelb blüht, während Winterportulak weiße Blüten und tellerförmig verwachsene obere Blätter trägt.
Mit einem Frühbeet verlängerst du die Salatsaison nach vorn: Unter diesem Schutz beginnt die Anzucht schon im Januar, und ab Mitte Februar pflanzt du dort frühe Sorten. Wie du ein Frühbeet einrichtest und übers Jahr bepflanzt, erklärt ein eigener Ratgeber.
Asia-Salate: würzige Blätter für die zweite Saisonhälfte
Pak Choi, Mizuna und Tatsoi gehören zur Kohlverwandtschaft und bringen würzige Senfaromen in den Salat. Pak Choi säst du von Juli bis Ende August direkt ins Beet. Anbau, Sorten und Küche dieser Gruppe beschreibt der Ratgeber über Pak Choi, Tatsoi, Mizuna und weitere asiatische Blattgemüse.
Welche Sorten passen zum Einstieg?
Bei der Sortenwahl schaue ich zuerst, ob eine Sorte zur Saatzeit passt, und erst danach auf ResistenzenResistenz ist bei Pflanzensorten die Fähigkeit, einen bestimmten Schaderreger abzuwehren: Bei einer resistenten Sorte bleibt ein Befall stark begrenzt, und weder Wachstum noch Ertrag leiden auffällig..
| Art | Sorte | Was sie auszeichnet |
|---|---|---|
| Pflücksalat | Lollo bionda, Lollo rossa | grüne beziehungsweise rötliche, stark gekrauste Blätter mit herb-nussigem Geschmack |
| Eichblattsalat | ‘Vizir’ | grün, mit Resistenzen gegen Falschen Mehltau, Salatblattläuse und Mosaikvirus |
| Römischer Salat | ‘Xanadu’ | laut Hersteller schossfest und hitzebeständig, nicht trockenheitstolerant |
| Kopfsalat | ‘Maiwunder’, ‘Brauner Winter’, ‘Winterkönig’ | winterhart, Ernte im April und Mai |
| Feldsalat | ‘Gala’ | schossfest, für den ganzjährigen Anbau |
| Feldsalat | ‘Verte de Cambrai’ | schießt besonders spät, im Frühjahr länger zu beernten |
| Salatrauke | ‘Ruca’ | erste Blätter nach 3–4 Wochen |
| Mangold | weiß- und grünstielige Sorten | frostresistenter als buntstielige |
| Asia-Salat-Mischung | ‘Spicy Green’ | für den Topf, sonnig bis halbschattig |
Resistenzen sind keine Garantie. Neue Rassen der Salatblattlaus können auch Sorten befallen, die als resistent beschrieben sind. Beim Falschen Mehltau können neue Erregerrassen Sortenresistenzen ebenfalls überwinden.
Blattgemüse auf kleinem Raum: Kasten, Topf und Hochbeet
Im Balkonkasten starte ich mit Arten, die sich für den Topf eignen: Pflücksalat, Spinat und die Asia-Salat-Mischung ‘Spicy Green’. Auch Blattsenf kannst du im Topf oder Hochbeet ziehen.
In den Kasten kommt luftige Blumen- oder Kübelpflanzenerde, und ich greife dabei zu torffreier Ware. Feine Saat säst du in eine weniger grobe AnzuchterdeAnzuchterde ist eine nährstoffarme, feinkrümelige Erde für die Aussaat und das Vorziehen junger Pflanzen. Die geringe Nährstoffmenge regt die zarten Wurzeln zum Wachsen an.. Torffreie und torfreduzierte Erden können allerdings Stickstoff binden, dann brauchen die Pflanzen zusätzlich Nährstoffe. Hellen im Kasten die älteren Blätter insgesamt auf, kann das deshalb auf Stickstoffmangel hindeuten.
Jedes Gefäß braucht Ablauflöcher, damit sich keine Staunässe bildet. Kleine Gefäße musst du häufiger gießen, größere speichern mehr Wasser und verlängern die Gießabstände. Ich prüfe vor dem Gießen mit dem Finger, ob die Erde unter der Oberfläche noch feucht ist.
Das Gefäß hat Ablauflöcher; die Erde ist luftig und möglichst torffrei; für feine Saat liegt Anzuchterde bereit; die Art eignet sich für den Topf, etwa Pflücksalat oder Spinat; Pflücksalat darf halbschattig stehen, Spinat braucht Sonne.
Salatjungpflanzen setzt du in der Pflanzkiste je nach Sorte mit 25 bis 30 cm Abstand zueinander. Als Baby Leaf erntest du die Blätter verschiedener Salat-, Kräuter- und Gemüsearten jung. Dafür säst du deutlich dichter: Asia-Salate stehen etwa 3 cm auseinander. Der Reihenabstand liegt bei etwa 10 cm. Nach 6 bis 7 Wochen kannst du Baby Leaf in der Regel ernten. Weil die Kultur so kurz steht und wenig Nährstoffe braucht, kommt sie gewöhnlich ohne zusätzliche Düngung aus.
Schneidest du Asia-Salate so, dass das Pflanzenherz unversehrt bleibt, treiben sie erneut aus. Mizuna verträgt unter geeigneten Bedingungen bis zu fünf Schnitte. Gartenkresse auf der Fensterbank wächst nach dem Schnitt dagegen in der Regel nicht nach, deshalb säst du sie für jede Ernte neu.
Im Hochbeet lege ich Stroh als Mulch aus, damit die Erde länger feucht bleibt. Wer im Winter unter Glas ernten möchte, findet Temperaturführung, Zusatzlicht und Hydroponik im Ratgeber zum ganzjährigen Blattgemüseanbau im Gewächshaus.
Boden, Gießen und Düngen: was für alle Arten gilt
Für Gartensalate sollte der Boden gut durchlüftet und tiefgründig sein, dazu mäßig humos und salzarm. Kopfsalat bevorzugt leichten sandigen Lehm, der gut durchlässig und humusreich ist.
Solange die Blätter stark wachsen und sich der Kopf bildet, darf Salat nicht knapp mit Wasser sein. Ich gieße morgens direkt in den Wurzelbereich, damit die Blätter tagsüber abtrocknen. Welche Technik zu deinem Beet passt, beschreibt der Ratgeber zu Gießmethoden für Salate und Blattgemüse.
Kopf- und Feldsalat haben einen geringen Stickstoffbedarf, Endivien und Spinat einen mittleren und Chinakohl einen hohen. Blattgemüse ist also kein pauschaler Starkzehrer, und Gartensalat kommt meist mit dem aus, was die Vorfrucht an Dünger bekommen hat. Wie Bodenaufbau und Düngung ohne chemisch-synthetische Mittel funktionieren, zeigt der Ratgeber zum biologischen Anbau von Blattgemüse.
Den Hintergrund für alle Arten liefern die Abschnitte Standort und Boden, Gießen und Pflegen sowie Düngen im Überblick zu Salaten und Blattgemüse.
Schädlinge und Krankheiten: vorbeugen im Salatbeet
Schnecken sind überwiegend nachts aktiv und bei feuchter Witterung auch am Tag; Absammeln und ein Schneckenzaun können den Befall begrenzen. Hoch gesetzte Jungpflanzen, ausreichend weite Abstände und Gießen am Morgen gehören zur Vorbeugung gegen Salatfäulen und Falschen Salatmehltau. Die Grundlagen stehen im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge des Überblicks zu Salaten und Blattgemüse, und welche Begleitpflanzen Nützlinge ins Beet locken, zeigt ein eigener Ratgeber.
Ernten und frisch halten
Salat erntest du lieber am Nachmittag oder Abend: Bis dahin ist ein Teil des Nitrats abgebaut, das sich nachts in den Blättern angereichert hat. Zartes Blattgemüse hält nur kurz, frischer Spinat zum Beispiel höchstens 2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Mehr dazu steht im Ratgeber, wie du Blattgemüse erntest und frisch hältst, und im Abschnitt Frisch halten des Salat-Überblicks.
Was steckt in den Blättern?
Die folgenden Tabellenwerte je 100 g roh stammen überwiegend vom Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs. Für den Energiewert von Kopfsalat steht die Spanne zweier Nährwerttabellen.
| Art | Energie | Vitamin C | Ballaststoffe |
|---|---|---|---|
| Spinat | 16 kcal | 51 mg | 2,6 g |
| Mangold | 14 kcal | 39 mg | 2 g |
| Feldsalat | 14 kcal | 35 mg | 1,5 g |
| Kopfsalat | 11–13 kcal | 13 mg | 1,4 g |
Blattgemüse ist ein Lebensmittel und kein Heilmittel; hast du Beschwerden, gehört das in ärztliche Hände. In rohem Mangold und Spinat steckt relativ viel Oxalsäure, und die kann bei Nierenerkrankungen problematisch sein. Sprich das in diesem Fall mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab. BlanchierenBlanchieren heißt, gewaschenes und klein geschnittenes Gemüse für wenige Minuten in sprudelnd kochendes Wasser zu geben und sofort in Eiswasser abzukühlen. So bereitest du die meisten Gemüsesorten auf das Einfrieren vor. oder Kochen senkt den Gehalt. Auch Nitrat kann in Blattsalaten und Spinat reichlich vorkommen; lagerst du sie falsch, können Mikroben daraus Nitrit bilden. Bewahre sie deshalb gekühlt und sauber auf, und abwechslungsreiches Gemüse bleibt die Empfehlung.
Fruchtfolge und Mischkultur: Pausen einplanen
Blattgemüse braucht je nach Art unterschiedlich lange Anbaupausen auf derselben Fläche, bei Salatrauke sind es 6 Jahre. Gute Nachbarn können helfen, sichern aber keinen Erfolg: Kopfsalat lässt sich zum Beispiel in eigenen Reihen neben Kohlrabi ziehen. Passende Partner zeigt der Ratgeber, welche Nachbarn zu Salat, Spinat und Mangold passen, geplante Nachbarschaften prüfst du im Planer für Mischkulturen.
Durchs Jahr: Sommer- und Winterarten kombinieren
Mit Arten für die warme und die kalte Jahreszeit erntest du fast das ganze Jahr: Pflücksalat, Kopfsalat und Spinat vom Frühjahr bis in den Herbst, Feldsalat und Winterportulak durch den Winter. Den Ablauf zeigt dir der Ratgeber, wann welche Art gesät, gepflanzt und geerntet wird, die Termine gibt es auch als Aussaatkalender zum Ausdrucken. Dein ganzes Beet planst du im Beetplaner.
Saatgut selbst gewinnen: ein Ausblick
Weil Salat sich in der Regel schon in der geschlossenen Blüte selbst bestäubt, kannst du im Hausgarten mehrere Sorten im gleichen Jahr zur Samengewinnung stehen lassen. Nimm dafür samenfeste Sorten, denn bei F1-HybridenF1-Hybriden sind Sorten, deren Saatgut aus der gezielten Kreuzung zweier ausgewählter Elternlinien stammt. Die Pflanzen dieser ersten Nachkommengeneration (F1) wachsen häufig sehr einheitlich, ihre eigenen Samen bringen die Sorte aber nicht zuverlässig wieder hervor. spalten die Eigenschaften in der nächsten Generation stark auf. Spinat und Mangold sind dagegen windbestäubte Fremdbefruchter, worauf du bei ihnen achten musst, steht im Abschnitt Saatgut gewinnen des Überblicks zu Salaten und Blattgemüse.




