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Neuseeländer Spinat ernten, frisch halten und einfrieren

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 5 Min.Von der samen.live Redaktion

Grundlagen: Gemüse ernten und lagern: Reifezeichen erkennen und Vorräte richtig aufbewahren · Alle Ratgeber zu Ernten, Lagern & Haltbarmachen

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Triebspitzen und junge Blätter etwa alle ein bis zwei Wochen ernten, das regt Seitentriebe an.
  • Nicht kahl pflücken und nicht tief zurückschneiden, damit die Pflanze wieder austreibt.
  • Geerntet wird von Juni bis Oktober, Frost verträgt Neuseeländer Spinat nicht.
  • Frische Blätter gekühlt und sauber lagern, den Rest blanchiert einfrieren.
  • Eingefroren hält sich Neuseeländer Spinat etwa ein halbes Jahr.
Nahaufnahme von jungen Trieben des Neuseeländer Spinats (Tetragonia tetragonioides).
Foto: IamTK · Depositphotos Standard License · Quelle ↗

Neuseeländer Spinat wird von Juni bis Oktober geerntet und treibt nach der Ernte wieder aus. Pflückst du ihn kahl oder schneidest ihn tief zurück, kann genau dieser Wiederaustrieb leiden. Ich nehme deshalb regelmäßig nur Triebspitzen und junge Blätter und lasse den Rest der Pflanze stehen. Was ich nicht frisch verbrauche, friere ich ein. Eingefroren hält sich Neuseeländer Spinat etwa ein halbes Jahr.

Wann ist Neuseeländer Spinat erntereif?

Die Erntezeit reicht von Juni bis Oktober. Bis zur Ernte rechnest du mit einer Kulturdauer von 50 bis 60 Tagen. Nach der Aussaat entwickelt sich die Pflanze zunächst langsam, später verzweigt sie sich und bedeckt mit ihren kriechenden Trieben den Boden. Diese Triebe werden bis zu einem Meter lang.

In die Küche gehören vor allem die Triebspitzen und die jungen Blätter. Ältere Blätter können scharf schmecken, deshalb lasse ich sie an der Pflanze. Spätestens der erste Frost beendet die Saison, denn Neuseeländer Spinat verträgt keinen Frost.

Zahl im Blick

Erntezeit Juni bis Oktober · Kulturdauer 50 bis 60 Tage · Ernte etwa alle ein bis zwei Wochen · kriechende Triebe bis zu einem Meter lang (Richtwert) · eingefroren etwa ein halbes Jahr haltbar

Aussaatkalender Neuseeländer Spinat
GartenkalenderVorkultur: März, April; Aussaat: April, Mai, Juni; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: Mai, JuniJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MaiPflanzung: JuniVorkulturAussaatErntePflanzung

So erntest du Triebspitzen und Blätter

Du erntest zwei Teile der Pflanze: die Triebspitzen mit den obersten jungen Blättern und einzelne junge Blätter entlang der Triebe. Ich knipse die Spitzen mit Daumen und Zeigefinger ab. Ist ein Stiel schon fester, nehme ich eine saubere Schere. Die jungen Blätter weiter unten am Trieb pflücke ich einzeln dazu.

Wichtig ist, was an der Pflanze bleibt. Schneide die Triebe nicht tief zurück und pflücke keinen Trieb kahl, damit Neuseeländer Spinat wieder austreibt. Soll die Ernte in den Kühlschrank oder in die Gefriertruhe, pflückst du morgens. Dann sind die Blätter kühl und prall.

Achtung

Die Triebe kriechen am Boden, beim Ernten greifst du deshalb zwischen andere Pflanzen. Sortiere alles aus, was du nicht sicher als Neuseeländer Spinat erkennst. Mitgeerntetes Kreuzkraut oder Greiskraut kann Pyrrolizidinalkaloide eintragen.

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Wie oft solltest du ernten?

Ernte Triebspitzen und Blätter etwa alle ein bis zwei Wochen. Der regelmäßige Schnitt regt die Pflanze an, Seitentriebe zu bilden. Weil ältere Blätter scharf schmecken können, hat der kurze Rhythmus einen zweiten Nutzen: Du erntest vor allem junges Grün, bevor es altert. Ich gehe in diesem Abstand durchs Beet und prüfe an jedem Trieb, ob die Spitze frisch und zart ist.

Häufiger Fehler

Die ganze Pflanze auf einmal abräumen oder bodennah zurückschneiden. Das kann den Wiederaustrieb schwächen. Ernte stattdessen im Rhythmus von ein bis zwei Wochen die Spitzen und jungen Blätter und lass ältere Blätter stehen.

Neuseeländer Spinat hat geringe Nährstoffansprüche, eine Stickstoff-Nachdüngung kann den Wiederaustrieb nach der Ernte aber fördern. Die Pflanze verträgt Trockenheit gut. Bei trockenem Wetter wässerst du trotzdem, das verbessert die Erntequalität. Wie du je nach Wachstumsphase und Wetter gießt und düngst, erklärt der Ratgeber, wie du Neuseeländer Spinat bewässerst und mit Nährstoffen versorgst. Die Düngegrundlagen für alle Blattgemüse findest du im Überblick zu Salaten und Blattgemüse.

Frisch geerntet: verlesen und kühl lagern

Verlies die Ernte gleich nach dem Pflücken. Blätter mit Schimmel, fauligen oder schmierigen Stellen oder muffigem Geruch entsorgst du.

Blattgemüse wie Spinat und Rucola kann viel Nitrat enthalten. Bei unsachgemäßer Lagerung können Mikroben daraus Nitrit bilden. Deshalb gehört die Ernte gekühlt und sauber verpackt ins Gemüsefach. Eine abwechslungsreiche Gemüseküche bleibt dabei die Empfehlung.

Frischer Echter Spinat hält sich in Folie oder einem feuchten Tuch im Gemüsefach bis zu 2 Tage. Mit dieser Frist plane ich auch meinen Neuseeländer Spinat. Was ich in dieser Zeit nicht verbrauche, kommt in die Gefriertruhe. Äpfel, Birnen und Tomaten lege ich nicht daneben, denn bei Blattsalat beschleunigt ihr Ethylen das Welken und Vergilben.

Marias Erfahrung

Ich lege die verlesenen Triebspitzen locker in eine Dose, decke sie mit einem feuchten Tuch ab und stelle sie ins Gemüsefach. Auf den Deckel schreibe ich den Erntetag, damit ich die Frist im Blick behalte.

Gegarte Reste kühle ich rasch ab und stelle sie luftdicht verschlossen in den Kühlschrank. Bei gekochtem Spinat verringert das die Nitritbildung.

Neuseeländer Spinat einfrieren: so gehe ich vor

Neuseeländer Spinat lässt sich einfrieren und hält eingefroren etwa ein halbes Jahr. Da die Pflanze keinen Frost verträgt, endet die frische Ernte im Herbst. Mit dem Gefriervorrat kochst du auch danach noch mit deinem eigenen Neuseeländer Spinat.

  1. Verlies die Ernte und nimm nur Triebspitzen und junge Blätter.
  2. Wasche sie gründlich.
  3. Blanchiere sie in kochendem Wasser, bis die Blätter zusammenfallen.
  4. Schrecke sie in kaltem Wasser ab und drücke sie gut aus.
  5. Fülle sie portionsweise flach in Gefrierbeutel und drücke die Luft heraus.
  6. Beschrifte jeden Beutel mit Inhalt und Datum.
Kurz erklärt

Blanchieren heißt, Gemüse in kochendes Wasser zu geben und es danach in kaltem Wasser abzuschrecken.

Das Blanchierwasser gieße ich weg. Bei Echtem Spinat geht beim Blanchieren wasserlösliches Nitrat ins Wasser über, das du nicht weiterverwenden solltest. Das Datum auf dem Beutel zeigt dir, wann das halbe Jahr um ist. Die gefrorenen Portionen gebe ich direkt in Topf oder Pfanne, denn Neuseeländer Spinat kommt ohnehin gegart als Spinatersatz auf den Tisch.

Kurz zur Pflanze

Neuseeländer Spinat heißt botanisch Tetragonia tetragonioides und gehört zu den Mittagsblumengewächsen. Er ist also eine andere Gemüseart als Echter Spinat. Er keimt erst ab 15 °C und liefert seine Ernte in der warmen Jahreshälfte. Echter Spinat bildet dagegen ab einer Tageslänge von über 12 Stunden Blüten.

Wie sich die Arten nach Familie und Saisonfenster ordnen, zeigt der Überblick über Familien, Typen und Saisonfenster der Salate und Blattgemüse. Wie sich Neuseeländer Spinat vom Samen bis zur Blüte entwickelt, beschreibt der Ratgeber zur Entwicklung vom hartschaligen Samen bis zur Samenernte.

Anbau, Pflege und Küche kurz gefasst

Neuseeländer Spinat braucht einen sonnigen Platz und bevorzugt leichten, nährstoffreichen Boden. Winterhart ist er nicht, deshalb kultivierst du ihn einjährig. Aussaat, Pflanzung und Platzbedarf erklärt der Ratgeber, wie du Neuseeländer Spinat als robustes Sommergemüse anbaust. Standort und Boden aller Blattgemüse behandelt der Überblick zu Salaten und Blattgemüse.

Bei Schädlingen setzt du wie bei allen Blattgemüsen auf Vorbeugen, auf geförderte Nützlinge und auf mechanisches Eingreifen. Wie das nach Bio-Regeln aussieht, zeigt der Ratgeber, wie du Neuseeländer Spinat biologisch düngst und schützt. Den Abschnitt zu Krankheiten und Schädlingen aller Arten findest du im selben Überblick.

In der Küche verwendest du junge Blätter und Triebspitzen gegart als Spinatersatz. Ideen für jede Jahreszeit sammelt der Ratgeber mit Rezepten für Neuseeländer Spinat durchs Jahr. Nährwerte und einen Küchenüberblick für alle Blattgemüse findest du ebenfalls im Überblick zu Salaten und Blattgemüse.

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Häufige Fragen

Was ist Neuseeländer Spinat und wie unterscheidet er sich von herkömmlichem Spinat?
Neuseeländer Spinat heißt botanisch Tetragonia tetragonioides und gehört zu den Mittagsblumengewächsen, er ist also eine andere Gemüseart als Echter Spinat. Er keimt erst ab 15 °C und wird von Juni bis Oktober geerntet. Seine Triebe kriechen am Boden, in die Küche kommen junge Blätter und Triebspitzen, gegart wie Spinat.
Welche Vorteile bietet der Anbau von Neuseeländer Spinat im Garten?
Er liefert in der warmen Jahreshälfte, geerntet wird von Juni bis Oktober. Etablierte Pflanzen vertragen heiße, trockene Bedingungen, und seine Nährstoffansprüche sind gering. Erntest du Triebspitzen und Blätter etwa alle ein bis zwei Wochen, regt das die Bildung von Seitentrieben an.
Wie lange kann man Neuseeländer Spinat ernten und lagern?
Die Ernte läuft von Juni bis Oktober und endet spätestens mit dem ersten Frost, den die Pflanze nicht verträgt. Frischer Echter Spinat hält sich im Gemüsefach bis zu 2 Tage, mit dieser Frist plane ich auch Neuseeländer Spinat. Eingefroren hält er sich etwa ein halbes Jahr, ich friere ihn blanchiert und portioniert ein.
Warum ist Neuseeländer Spinat hitzetoleranter als gewöhnlicher Spinat?
Er ist kein Echter Spinat, sondern eine eigene Art aus der Familie der Mittagsblumengewächse. Etablierte Pflanzen vertragen heiße, trockene Bedingungen, Frost dagegen nicht. Echter Spinat bildet ab einer Tageslänge von über 12 Stunden Blüten, und Hitze und Trockenheit können sein Schossen verstärken.
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