Spinat richtig lagern: So bewahrst du ihn frisch, gekocht und eingefroren auf
- Frischer Spinat hält im Gemüsefach höchstens 2 Tage, eingeschlagen in ein feuchtes Tuch oder in Kunststofffolie.
- Gekochten Spinat kühlst du rasch ab und stellst ihn luftdicht in den Kühlschrank, das verringert die Nitritbildung.
- Beim Aufwärmen muss Spinat an allen Stellen mindestens 70 °C erreichen, und das für mindestens 2 Minuten.
- Vor dem Einfrieren blanchierst du Spinat 2 Minuten und gießt das Blanchierwasser weg.
- Blanchierter, portionsweise verpackter Spinat lässt sich bei −18 °C 10 bis 12 Monate lagern.

Frischer Spinat hält im Gemüsefach des Kühlschranks höchstens 2 Tage. Wer mehr erntet oder kauft, als in dieser Zeit auf den Tisch kommt, braucht einen Plan für den Rest. Ich schneide deshalb nur so viel, wie ich in dieser Zeit verbrauche, und friere den Überschuss blanchiert ein.
Hier liest du, wie du frischen Spinat verpackst, gekochte Reste abkühlst und wieder aufwärmst. Außerdem geht es ums Einfrieren, um das Nitrat und um die Zeichen, an denen du verdorbene Blätter erkennst.
Wie lange hält Spinat? Die Richtwerte im Überblick
Wie lange Spinat gut bleibt, hängt von seinem Zustand ab. Für frischen, gekochten und eingefrorenen Spinat gelten jeweils andere Regeln, und mit diesen Werten plane ich.
| Zustand | So lagerst du ihn | Richtwert |
|---|---|---|
| Frisch | im Gemüsefach, in Kunststofffolie oder einem feuchten Tuch | höchstens 2 Tage |
| Gekocht | rasch abkühlen, luftdicht in den Kühlschrank | innerhalb weniger Stunden unter 7 °C |
| Wieder aufgewärmt | an allen Stellen durcherhitzen | mindestens 70 °C für mindestens 2 Minuten |
| Vor dem Einfrieren | blanchierenBlanchieren heißt, gewaschenes und klein geschnittenes Gemüse für wenige Minuten in sprudelnd kochendes Wasser zu geben und sofort in Eiswasser abzukühlen. So bereitest du die meisten Gemüsesorten auf das Einfrieren vor., Wasser weggießen | 2 Minuten |
| Eingefroren | blanchiert und portionsweise verpackt bei −18 °C | 10 bis 12 Monate |
Frischen Spinat im Kühlschrank lagern
Frischen Spinat legst du ins Gemüsefach des Kühlschranks. Ich schlage die Blätter in ein feuchtes Tuch ein, Kunststofffolie erfüllt denselben Zweck. So verpackt hält Spinat bis zu 2 Tage, beim Mangold gilt dasselbe.
Blattsalate welken und vergilben schneller, wenn sie neben Äpfeln, Birnen oder Tomaten liegen, weil diese Ethylen abgeben. Ich lege Spinat deshalb ebenfalls nicht in ihre Nähe.
Gewaschen wird Blattgemüse vor dem Verzehr, und zwar gründlich unter fließendem Wasser. Ich spüle Spinat darum erst ab, wenn ich ihn verarbeite. Langes Wässern laugt bei Salatblättern Nährstoffe aus, deshalb bleibt auch der Spinat bei mir nicht lange im Wasserbad liegen.
Gemüsefach wählen, Spinat in ein feuchtes Tuch oder in Kunststofffolie einschlagen, höchstens 2 Tage einplanen und den Rest blanchieren und einfrieren.
Wann du Spinat für das Gemüsefach erntest
Wenn du selbst anbaust, beginnt die Lagerung schon beim Schneiden. Blattgemüse für das Lager erntest du am besten morgens, solange es kühl und prall ist. Für einen niedrigeren Nitratgehalt ist beim Spinat dagegen die Ernte am Nachmittag oder Abend günstiger.
Ich schneide nachmittags, was am selben Abend in die Pfanne kommt. Was ins Gemüsefach soll, ernte ich morgens.
Weil frischer Spinat so kurz hält, lohnen sich gestaffelte Sätze. Dann wächst fortlaufend eine kleinere Menge nach statt eines vollen Beets auf einmal. Die Einzelheiten zur Ernte stehen im Ratgeber, wann Spinat erntereif ist und wie du ihn über mehrere Wochen erntest. Saat und Pflege erklärt der Beitrag, wie du Spinat von der Aussaat bis zur Ernte anbaust. Die Saattermine findest du im Aussaatkalender zum Ausdrucken.
Gekochten Spinat aufbewahren und aufwärmen
Gekochten Spinat kühlst du rasch ab und stellst ihn luftdicht verschlossen in den Kühlschrank. Das verringert die Nitritbildung. Für gekochte Speisen gilt als Ziel, sie innerhalb weniger Stunden unter 7 °C zu bringen. Größere Mengen verteilst du dafür auf mehrere flache Schalen.
Beim Aufwärmen bringst du den Spinat an allen Stellen auf mindestens 70 °C. Diese Temperatur hält er dann mindestens 2 Minuten. Ich rühre dabei um und prüfe auch die Mitte des Topfes.
Spinat koche ich in der Menge, die am selben Tag gegessen wird. Eine größere Ernte friere ich blanchiert ein, statt gekochte Reste aufzuheben.
Spinat einfrieren: blanchieren und portionsweise verpacken
Einfrieren lohnt sich, sobald das Beet mehr liefert, als du in 2 Tagen isst. So gehe ich dabei vor:
- Welke und gelbe Blätter aussortieren.
- Den Spinat gründlich unter fließendem Wasser waschen.
- Stiele und kräftige Blattrippen entfernen, das kann die Nitrataufnahme vermindern.
- Die Blätter 2 Minuten blanchieren.
- Das Blanchierwasser weggießen und den Spinat abtropfen lassen.
- Rasch abkühlen, portionsweise verpacken und mit dem Datum beschriften.
Für blanchierten, portionsweise verpackten Spinat liegt die empfohlene Lagerdauer bei 10 bis 12 Monaten. Dieser Richtwert gilt für eine Temperatur von −18 °C.
Das Blanchierwasser als Brühe weiterverwenden. Beim Blanchieren kann wasserlösliches Nitrat ins Wasser übergehen, deshalb gießt du es weg.
Friere Spinat in kleinen Packungen ein. Die gibst du später ohne vorheriges Auftauen direkt in den Topf.
Für den Vorrat im Gefrierfach findest du Ideen in der Rezeptsammlung, welche Spinatgerichte zu welcher Jahreszeit passen.
Nitrat: worauf du beim Lagern achtest
Spinat kann viel Nitrat enthalten. Lagerst du ihn unsachgemäß, kann daraus mikrobiell Nitrit entstehen. Für Blattgemüse heißt das: gekühlt und sauber lagern, gekochte Reste rasch abkühlen und Koch- oder Blanchierwasser nicht weiterverwenden. Eine abwechslungsreiche Gemüseernährung bleibt dabei die Empfehlung.
Pflanzen speichern überschüssig aufgenommenes Nitrat, deshalb hängt der Nitratgehalt auch vom Anbau ab. Beim Lagern geht es darum, dass Mikroorganismen daraus möglichst wenig Nitrit bilden.
Was du schon im Beet und in der Küche tun kannst, steht im Ratgeber, wie du den Nitratgehalt im Spinat bei Anbau, Ernte und Zubereitung senkst.
Verdorbenen Spinat erkennen
Spinat mit Schimmel, faulen oder schmierigen Stellen entsorgst du. Das gilt auch, wenn er auffällig muffig riecht. Ich gehe vor dem Kochen die Blätter einzeln durch und nehme welke oder gelbe heraus.
Sichtbar verschimmeltes Blattgemüse isst du nicht mehr. Waschen macht es nicht wieder brauchbar, es wird entsorgt.
Spinat, Mangold und Co. im Vergleich
Nicht alles, was Spinat heißt, ist Echter Spinat. Neuseeländer Spinat gehört zu den Mittagsblumengewächsen, Erdbeerspinat ist die Art Blitum capitatum. Auch beim Lagern gelten für diese Blattgemüse eigene Werte.
| Blattgemüse | So lagerst du es |
|---|---|
| Spinat | frisch höchstens 2 Tage im Gemüsefach, blanchiert bei −18 °C 10 bis 12 Monate |
| Mangold | frisch 1 bis 2 Tage im Kunststoffbeutel oder feuchten Tuch, nach 2 Minuten Blanchieren bei −18 °C durchschnittlich 10 bis 12 Monate |
| Erdbeerspinat | Blätter in ein feuchtes Tuch gewickelt 5 bis 6 Tage im Kühlschrank |
| Neuseeländer Spinat | eingefroren etwa ein halbes Jahr |
Spinat in der Ernährung
Roher Spinat liefert unter anderem Vitamin C, KaliumKalium ist neben Stickstoff und Phosphor einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Es regelt den Wasserhaushalt der Pflanze, festigt ihr Gewebe und macht sie widerstandsfähiger gegen Frost sowie Schaderreger wie Pilze und Insekten. und Ballaststoffe, enthält aber auch relativ viel Oxalsäure. Die kann bei Nierenerkrankungen problematisch sein, dann klärst du deinen Spinatverzehr ärztlich ab; Blanchieren oder Kochen senkt den Gehalt. Tabellenwerte und die Einordnung stehen im Abschnitt über Nährwerte, Küche und Oxalsäure bei Salaten und Blattgemüse.





