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Radieschen schützen: Kohlfliege, Erdflöhe und andere Schädlinge natürlich abwehren

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion

Grundlagen: Häufige Krankheiten im Gemüsegarten: Mehltau, Braunfäule und Kohlhernie erkennen und bekämpfen · Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Das Kulturschutznetz kommt direkt nach der Saat aufs Beet und schließt am Boden dicht ab.
  • Gegen Erdflöhe an Radieschen können Netze mit weniger als 1 mm Maschenweite helfen.
  • Welkes Laub trotz feuchter Erde und Gänge in der Knolle können auf Kohlfliegenmaden hindeuten.
  • Zur Kohlhernie-Vorbeugung stehen Kreuzblütler wie Radieschen nur alle 4 bis 6 Jahre auf derselben Fläche.
  • Pflanzen mit Kohlhernie entfernst du samt Wurzeln und gibst sie nicht auf den Kompost.
Radieschen frisch gezogen mit roten Knollen, weißen Wurzelfäden und Laub, liegend auf der Beeterde vor dem Bestand
Foto: Mirko Fabian · Pexels License · Quelle ↗

Du ziehst ein Radieschen aus der Erde, und die Knolle ist von braunen Gängen durchzogen. Oder das junge Laub ist schon durchlöchert, bevor sich überhaupt eine Knolle bildet. Weil Radieschen nur kurz im Beet stehen, bleibt für Rettungsversuche nach dem Schaden kaum Zeit. Ich plane den Schutz deshalb beim Säen und nicht erst beim ersten Loch im Blatt.

Die Übersicht unten hilft dir, einen Schaden zuzuordnen. Danach geht es Schädling für Schädling um passende Handgriffe und anschließend um die Krankheiten, die an Radieschen auftreten können.

Was frisst an meinen Radieschen? Die Schadbilder im Überblick

Wo der Schaden sitzt, verrät oft schon den Verursacher: an der Knolle, am Laub oder am Keimling. Die Tabelle gibt dir Hinweise, keine sichere Diagnose. Ähnliche Bilder können verschiedene Ursachen haben, etwa Welke durch Maden oder durch Kohlhernie.

Was du siehst Kann hindeuten auf So prüfst du nach
Laub welkt und vergilbt trotz feuchter Erde, Pflanzen kümmern Kohlfliege oder Kohlhernie Pflanze ziehen: Gänge und Maden in der Knolle deuten auf die Fliege, Knoten an den Wurzeln auf Kohlhernie
Viele kleine, runde Löcher im jungen Laub Erdflöhe Ans Laub tippen und auf springende Käfer achten
Ausgefranste Fraßränder, Schleimspuren, fehlende Keimlinge Schnecken In der Dämmerung mit der Lampe nachsehen
Gelbliche Flecken oben, grauvioletter Belag unten am Blatt Falscher Mehltau Blattunterseite ansehen
Keimlinge knicken am Wurzelhals um Wurzelbrand Auf dunkle, eingeschnürte Stellen am Stängelgrund achten
Braune Blattflecken mit konzentrischen Ringen Alternaria-Blattflecken Nachbarpflanzen auf weitere Flecken prüfen
Weiße, pustelartige Erhebungen auf Blättern und Stängeln Weißer Rost Nachbarpflanzen auf weitere Pusteln prüfen
Pelzige oder geplatzte Knollen ohne Fraßspuren Schwankende Wasserversorgung Gießrhythmus prüfen

Rettich ist ebenfalls ein Kreuzblütler und für Kohlhernie anfällig. Wie du Rettiche mit natürlichen Mitteln schützt, liest du in einem eigenen Beitrag.

Aussaatkalender Radieschen
GartenkalenderAussaat: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte: Juni, Juli; Ernte: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustAussaat: SeptemberBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliErnteErnte: MärzErnte: AprilErnte: MaiErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberAussaatBlüteErnte

Kohlfliege: Maden in der Knolle

So erkennst du den Befall

Die Kohlfliege legt ihre Eier in Bodennähe an die Radieschen. Die geschlüpften Maden fressen sich in Wurzeln und Knollen und hinterlassen dort Fraßgänge. Von oben siehst du davon lange nichts. Erst wenn die Wurzel geschädigt ist, kann das Laub welken und vergilben, obwohl die Erde feucht ist.

Kümmern einzelne Pflanzen neben kräftigen Nachbarn, ziehe ich eine davon heraus und schneide die Knolle auf. Braune Gänge und weiße Maden deuten dann auf die Kohlfliege hin. Knollen mit Fraßgängen sortiere ich aus und lasse sie nicht im Beet liegen.

Vorbeugen mit dem Netz

Sitzen die Maden erst in der Knolle, lässt sich diese Knolle nicht mehr retten. Vorbeugen heißt deshalb: Die Fliege soll gar nicht erst an den Boden neben den Pflanzen kommen. Leg das Kulturschutznetz direkt nach der Saat auf und schließ es am Boden dicht ab. Ich beschwere die Ränder rundum mit Erde, damit keine Lücke bleibt. Zum Jäten und Ernten hebe ich das Netz nur an einer Seite an und lege es danach sofort wieder dicht.

Weil das Netz schon direkt nach der Saat liegt und Radieschen im Sommer etwa 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat erntereif sind, liegt es bei Sommersaaten fast die ganze Kulturzeit über auf dem Beet. Die Kohlfliege tritt im Jahr mehrfach auf. Auch spätere Sätze brauchen deshalb von Anfang an ein Netz. Welche Aussaatfenster Radieschen im Jahreslauf haben, erfährst du im Beitrag darüber, wann du Radieschen für welche Ernte aussäst.

Häufiger Fehler

Das Netz liegt zwar, hängt aber an einer Seite lose über der Erde. Durch solche Lücken können Fliegen und Erdflöhe zu den Pflanzen gelangen. Prüf nach jedem Anheben, ob der Rand wieder rundum aufliegt.

Marias Erfahrung

Ich säe Radieschen etwa alle 2 Wochen in kleinen Sätzen nach. Nach jeder Saat lege ich das Netz sofort wieder auf. Beim Ernten schneide ich verdächtige Knollen auf, bevor sie in den Korb kommen.

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Erdflöhe: Löcher im jungen Laub

Erdflöhe sind kleine Käfer, die mit ihren Sprungbeinen weite Sätze machen. Sie fressen kleine, runde Löcher in die Blätter, bis das Laub wie durchsiebt aussieht. Gärtner sprechen deshalb vom Schrotschuss-Schaden. Besonders Keimlinge und junge Pflanzen trifft das hart, weil sie nur wenige Blätter haben. Tippst du ans Laub und springen winzige Käfer davon, liegt der Verdacht auf Erdflöhe nahe.

Weil Erdflöhe nur 1,5 bis 3 mm groß sind und weit springen, muss ein Netz gegen sie fein sein und rundum dicht am Boden liegen.

Zahl im Blick

Gegen Erdflöhe an Radieschen können Kulturschutznetze mit weniger als 1 mm Maschenweite helfen. Engmaschige Gemüseschutznetze mit 0,8 mm Maschenweite legst du früh auf und schließt sie dicht am Boden ab.

Erdflöhe bevorzugen trockene Bedingungen. Gleichmäßig feuchte Erde, die Radieschen ohnehin brauchen, kann den Befall bremsen. Sie ersetzt aber kein Netz.

Schnecken: Fraß an Laub und Knolle

Nacktschnecken wie die Spanische Wegschnecke richten an Radieschen meist den größeren Schaden an. Sie fressen Blätter und Knollen an und hinterlassen ausgefranste Fraßränder und Schleimspuren. Junge Keimlinge verschwinden manchmal ganz. Gehäuseschnecken sind meist weniger schädlich, viele von ihnen fressen vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial.

Schnecken sind vor allem nachts und bei feuchtem Wetter unterwegs. Ich gehe deshalb in der Dämmerung mit einer Lampe durchs Beet und sammle die Nacktschnecken ab. Ein Schneckenzaun rund ums Beet kann neue Zuwanderung bremsen, wenn du innen vorher gründlich abgesammelt hast. Raue Streu aus Eierschalen oder Sägemehl wird oft empfohlen, verlass dich aber nicht allein darauf. Igel und Laufkäfer fressen Schnecken und können im naturnahen Garten mithelfen.

Nützlinge und Netze im ganzen Wurzelbeet

Kulturschutznetze und Nützlinge helfen nicht nur bei Radieschen, sondern im ganzen Wurzelbeet. Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen können einen Blattlausbefall bremsen, und blühende Korb- und Doldenblütler in der Nähe fördern die Schwebfliegen. Wie Netz, Standort und Fruchtfolge bei allen Wurzelgemüsen zusammenwirken, liest du im Abschnitt „Krankheiten und Schädlinge“ unseres Ratgebers für Wurzel- und Knollengemüse.

Krankheiten an Radieschen

Bei den Krankheiten richtet sich der Blick an Radieschen vor allem auf die Kohlhernie, weil ihr Erreger lange im Boden bleibt. Dazu kommen einige Blatt- und Keimlingskrankheiten, die bei Nässe und dichtem Stand auftreten können.

Kohlhernie: Knoten an der Wurzel

Kohlhernie befällt Kreuzblütler, und zu ihnen gehören Radieschen ebenso wie Rettich, Steckrübe und Kohl. Befallene Pflanzen können welken und kümmern. An den Wurzeln bilden sich dann knotige Verdickungen, die die Wasser- und Nährstoffaufnahme behindern. Findest du beim Ausgraben solche Knoten, ist Kohlhernie ein naheliegender Verdacht.

Hohe Bodentemperaturen zusammen mit hoher Bodenfeuchte begünstigen die Krankheit. Verdichtete und staunasse Stellen sind deshalb kein Platz für Radieschen.

Kurz erklärt

Der Erreger der Kohlhernie bildet Dauersporen. Sie können mehrere Jahre im Boden lebensfähig bleiben und dann erneut Infektionen auslösen. Nach starkem Befall kann es bis zu zehn Jahre dauern, bis sich eine Fläche erholt hat.

Vorbeugen kannst du vor allem über die Zeit. Zur Kohlhernie-Vorbeugung stehen anfällige Kreuzblütler wie Radieschen nur alle 4 bis 6 Jahre auf derselben Gartenfläche. Das ist eine Regel gegen die Krankheit und länger als die allgemeine Anbaupause. Auch Gründüngung zählt mit, denn Gelbsenf und Ölrettich sind selbst Kreuzblütler. Säst du nach den Radieschen Senf als Gründüngung, beginnt die Pause für die Fläche also von vorn. Phacelia und Buchweizen passen dagegen in eine Fruchtfolge mit Radieschen.

Kalk streue ich nicht auf Verdacht. Radieschen passen zu einem Boden-pH von 5,5 bis 7,0. Ob dein Beet Kalk braucht, entscheiden Bodenart und gemessener pH-Wert. Liegt der Wert schon oberhalb des Zielbereichs, wird nicht gekalkt.

Hast du Kohlhernie im Beet, entfernst du die kranken Pflanzen samt ihren Wurzeln.

Achtung

Pflanzen mit Kohlhernie gehören nicht auf den Kompost. Gib sie mitsamt den Wurzeln in den Hausmüll.

Falscher Mehltau

Falscher Mehltau zeigt sich zuerst als gelbliche Flecken auf der Blattoberseite. Auf der Unterseite kann darunter ein grauvioletter, pelziger Belag wachsen. Bei starkem Befall welken die Blätter und sterben ab. Hohe Luftfeuchtigkeit, Staunässe und dichte Bestände fördern die Ausbreitung.

Vorbeugend säst du nicht zu dicht. In der Reihe brauchen Radieschen 3 bis 8 cm Platz. Zwischen den Reihen lässt du 15 cm frei. Ich gieße morgens und direkt auf den Boden, damit das Laub tagsüber abtrocknen kann. Befallene Blätter nehme ich früh ab.

Wurzelbrand an Keimlingen

Wurzelbrand trifft Keimlinge und wird von verschiedenen Bodenpilzen verursacht. Am Wurzelhals entstehen dunkle, eingeschnürte Stellen, und die jungen Pflanzen fallen um. Solche Keimlinge erholen sich meist nicht mehr. Vorbeugend nimmst du gesundes Saatgut und hältst das Saatbett während der Keimung feucht, ohne dass es vernässt. Wo viele Keimlinge umgefallen sind, säe ich an anderer Stelle neu.

Alternaria-Blattflecken und Weißer Rost

Alternaria zeigt sich als braune Blattflecken mit konzentrischen Ringen und tritt vor allem bei feucht-warmem Wetter auf. Weißer Rost bildet weiße, pustelartige Erhebungen auf Blättern und Stängeln und bevorzugt kühle, feuchte Bedingungen. Beiden beugst du vor wie beim Mehltau: luftiger Bestand, keine Staunässe, befallene Blätter früh entfernen. Die entfernten Blätter gebe ich nicht auf den Kompost. Beim Meerrettich werden kreuzblütige Unkräuter entfernt, weil sie Alternaria übertragen können. Ich jäte sie deshalb auch rund ums Radieschenbeet.

Nicht jeder Schaden kommt von Schädlingen

Manche Knollenfehler sehen aus wie ein Befall, haben aber eine andere Ursache. Starke Schwankungen der Wasserversorgung können pelzige oder geplatzte Knollen verursachen. Säst du rundknollige Sorten zu tief, können sie längliche Knollen bilden. Unter Glas oder Folie können zu hohe Wintertemperaturen die Knollen übermäßig strecken. Hitze und Trockenheit begünstigen das Schossen, deshalb stehen Sommersaaten besser halbschattig.

Wie das im Alltag klappt, zeigt dir der Beitrag darüber, wie du Radieschen gleichmäßig feucht hältst. Den ganzen Weg von Standort und Aussaat bis zur Ernte findest du in der Anleitung, wie du Radieschen erfolgreich anbaust.

Vorbeugen im ganzen Beet: Boden, Fruchtfolge, Mischkultur

Radieschen brauchen lockeren, humosen Boden, verdichtete schwere Böden lockerst du vor der Saat gründlich. Zur Beetvorbereitung arbeite ich Kompost ein, in ausreichend versorgter Erde brauchen Radieschen keine zusätzliche Düngung. Mehr zur Bodenvorbereitung steht im Abschnitt „Standort, Boden und Gefäß“ desselben Wurzelgemüse-Ratgebers.

Radieschen sind Kreuzblütler und sollen nicht unmittelbar auf Kohl, Rettich, Rucola oder Senf folgen. Für sie gilt eine allgemeine Anbaupause von 3 Jahren. Wann welche Fläche frei ist, behältst du mit dem Beetplaner über mehrere Jahre im Blick.

Dass Zwiebeln oder Möhren als Nachbarn die Kohlfliege verwirren, wird oft erzählt. Günstige Einflüsse zwischen Gemüsearten sind aber schwer nachzuweisen, und Beobachtungen dazu widersprechen sich häufig. Welche Nachbarn zu Radieschen passen, zeigt dir der Mischkultur-Planer, die Grundlagen stehen im Abschnitt „Fruchtfolge und Mischkultur“ des Wurzelgemüse-Ratgebers.

Hausmittel und Spritzmittel: was du erwarten kannst

Brennnesseljauche, Knoblauchjauche und Brühe aus Ackerschachtelhalm werden oft empfohlen, der Knoblauchjauche sagt man etwa nach, ihr Geruch halte die Kohlfliege fern. Eine verlässliche Wirkung gegen Maden in der Knolle darfst du davon nicht erwarten. Jauchen liefern vor allem Nährstoffe, und die brauchen Radieschen in ausreichend versorgter Erde nicht zusätzlich.

Greifst du als letztes Mittel doch zu einem Pflanzenschutzmittel, nimm nur eines mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten. Halte dich an die Gebrauchsanweisung, trag Schutzkleidung, beachte die Wartezeit bis zur Ernte und entsorge Reste vorschriftsgemäß. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen.

Jetzt dran

Schau vor der nächsten Aussaat nach, wann auf dem Beet zuletzt Kreuzblütler standen. Leg das Netz schon neben die Saatrille, damit es direkt nach dem Säen aufliegt.

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Häufige Fragen

Welche Schädlinge befallen Radieschen?
Typische Schädlinge an Radieschen sind Kohlfliege, Erdflöhe und Schnecken. Die Maden der Kohlfliege fressen Gänge in Wurzeln und Knollen, Erdflöhe durchlöchern das junge Laub. Nacktschnecken fressen Blätter und Knollen an und hinterlassen Schleimspuren.
Wie erkennt man einen Befall der Kohlfliege bei Radieschen?
Oft fällt der Befall erst auf, wenn das Laub trotz feuchter Erde welkt und vergilbt oder einzelne Pflanzen kümmern. Ziehst du eine solche Pflanze und findest braune Fraßgänge oder weiße Maden in der Knolle, deutet das auf die Kohlfliege hin. Ähnliche Welke kann auch von Kohlhernie kommen, dann sitzen knotige Verdickungen an den Wurzeln.
Welche Krankheiten können Radieschen befallen?
Bei Radieschen steht die Kohlhernie im Vordergrund, weil ihr Erreger mit Dauersporen mehrere Jahre im Boden überdauern kann. Dazu kommen Falscher Mehltau, Wurzelbrand an Keimlingen, Alternaria-Blattflecken und Weißer Rost. Ein luftiger Bestand, ein Standort ohne Staunässe und eine lange Pause zwischen Kreuzblütlern senken das Risiko.
Warum helfen Kulturschutznetze gegen Radieschenschädlinge?
Ein Netz kann Kohlfliegen und Erdflöhe von den Pflanzen fernhalten, bevor sie Eier ablegen oder fressen. Gegen Erdflöhe können Netze mit weniger als 1 mm Maschenweite helfen. Wichtig ist, dass du das Netz direkt nach der Saat auflegst und am Boden dicht abschließt.
Was ist der Unterschied zwischen Nacktschnecken und Gehäuseschnecken bei Radieschen?
Nacktschnecken wie die Spanische Wegschnecke richten meist den größeren Schaden an, weil sie Blätter und Knollen anfressen. Gehäuseschnecken sind meist weniger schädlich, viele fressen vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial. Beim Absammeln in der Dämmerung konzentrierst du dich deshalb auf die Nacktschnecken.
Wie unterscheidet man Keimlingsschäden von späterem Schädlingsbefall bei Radieschen?
Knicken Keimlinge am Wurzelhals um und zeigen dort dunkle, eingeschnürte Stellen, kann Wurzelbrand dahinterstecken. Späterer Befall trifft Pflanzen mit entwickeltem Laub: Viele kleine Löcher deuten auf Erdflöhe, Welke mit Gängen in der Knolle auf die Kohlfliege. Bei Keimlingsschäden setzt du beim Saatbett an, bei späterem Befall beim jeweiligen Schädling.
Wie wendet man Fruchtwechsel bei Radieschen richtig an?
Radieschen sind Kreuzblütler und sollen nicht unmittelbar auf Kohl, Rettich, Rucola oder Senf folgen. Für Radieschen gilt eine allgemeine Anbaupause von 3 Jahren. Zur Kohlhernie-Vorbeugung stehen Kreuzblütler nur alle 4 bis 6 Jahre auf derselben Fläche. Denk auch an die Gründüngung, denn Gelbsenf und Ölrettich zählen ebenfalls als Kreuzblütler.
Welche Mischkulturpartner passen zu Radieschen?
Auf einen Nachbarn als Schädlingsschutz würde ich mich nicht verlassen, denn günstige Einflüsse zwischen Gemüsearten sind schwer nachzuweisen und Beobachtungen widersprechen sich häufig. Praktisch sind Radieschen als Markiersaat, die du in Möhrenreihen etwa alle 10 cm säst, weil sie schneller keimen. Ernte sie, bevor sie die Hauptkultur bedrängen.
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