Porree richtig bewässern: Wie viel Wasser Lauch braucht und wie du gießt
- Porree will feuchten, gut durchlässigen Boden, der reich an organischer Substanz ist.
- Eine feste Wochenmenge passt nicht für jedes Beet, weil der Bedarf von Sorte, Witterung, Boden, Sonne und Wind abhängt.
- Prüf vor dem erneuten Gießen die Feuchte unter der Oberfläche, etwa mit einer ausgehobenen Bodenscholle.
- Gieß möglichst morgens direkt auf den Boden und benetze die Blätter wenig.
- Nach dem Pflanzen schlämmst du Porree ein, statt die Erde fest anzudrücken.
- Mulch und ein Tropfschlauch darunter vermindern die Verdunstung.
- Regenwasser ist salzarm und weich, aber nicht automatisch pH-neutral.

Braucht Lauch viel Wasser? Porree will feuchten, gut durchlässigen Boden, und er steht lange im Beet: Seine Kulturdauer liegt bei 140 bis 210 Tagen. Ein starrer Gießplan hilft dir dabei wenig, denn wie viel Wasser er braucht, hängt von Sorte, Witterung, Boden, Sonne und Wind ab. Ich gieße meinen Porree deshalb nicht nach Kalender. Bevor ich die Kanne fülle, schaue ich nach, wie feucht die Erde unter der Oberfläche ist.
Braucht Lauch viel Wasser?
Porree gehört zu den Gemüsen für feuchten Boden. Ihm passt Erde, die reich an organischer Substanz, feucht und gut durchlässig ist. Gemeint ist kein nasser Boden, sondern einer, der Wasser hält und Überschuss abfließen lässt.
Dazu kommt, dass Porree ein StarkzehrerStarkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe. ist. Dünger braucht mäßig feuchten Boden, damit seine Nährstoffe wirksam werden. Beim Porree hängt also auch die Versorgung mit Nährstoffen an der Bodenfeuchte.
Auch der Boden selbst bestimmt mit, wie viel du gießen musst. Kompost lockert schwere Böden und verbessert bei leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Wie du das Beet vor der Pflanzung aufbaust, zeigt der Ratgeber dazu, wie du den Boden für Porree vorbereitest.
1 mm Niederschlag oder Bewässerung entspricht 1 l Wasser je m². Rechnerisch sind 25 bis 30 mm also 25 bis 30 l je m². So rechnest du Angaben vom Regenmesser in Liter um; eine feste Wochenmenge für Porree ergibt sich daraus nicht.
Woran du erkennst, dass dein Porree Wasser braucht
Maßgeblich ist die Feuchte unter der Oberfläche, nicht die oberste Krume. Prüf sie, bevor du erneut gießt, damit der Untergrund nicht vollständig austrocknet. Genauer wird es mit dem Spaten: Eine ausgehobene Bodenscholle zeigt dir vor dem Gießen und einige Stunden danach, ob die Wurzelzone ausreichend feucht ist.
Ich steche die Scholle neben der Reihe aus, fühle die Erde im unteren Teil und setze sie danach wieder ein. Ist sie einige Stunden nach dem Gießen unten noch trocken, hat das Wasser die Wurzelzone nicht erreicht. Dann gießt du nach und kontrollierst erneut, bis die Feuchte unten ankommt.
Nimm beim nächsten Gießen den Spaten mit ins Porreebeet. Stich vorher eine Scholle aus, fühl die Erde unten und setz sie zurück. Einige Stunden später wiederholst du das an derselben Reihe und vergleichst.
So gießt du Porree von der Saat bis zur Ernte
Aussaat und Anzucht
Frisch eingesäte Flächen mulchst du zunächst nicht, und Saatrillen deckst du beim Mulchen nicht zu. Wie Aussaat, Anzucht und Pflanzung im Einzelnen laufen, liest du im Ratgeber, wie du Porree von der Aussaat bis zur Ernte selbst anbaust.
Pflanzen und Anwachsen
Nach dem Pflanzen schlämmst du den Porree ein. Du gießt dabei so, dass das Wasser die lockere Erde an die Wurzeln spült, und drückst die Erde nicht fest an. Ich gieße dafür langsam mit der Kanne direkt ins Pflanzloch, bis die Erde ringsum nachsackt. Die Wurzeln kürze ich vorher nicht ein, weil das bei Porree das Anwachsen verzögern und Ertragseinbußen verursachen kann.
Bis sich die Reihen schließen
Solange zwischen den Pflanzen noch offener Boden liegt, hältst du ihn durch wiederholtes flaches Hacken locker und unkrautfrei. Wurzelunkräuter entfernst du vor dem Hacken samt Wurzeln, weil sie aus Teilstücken wieder austreiben können. Planst du Porree in Mischkultur, rechnest du die Endgröße aller Pflanzen ein und lässt die Reihen für die Hacke zugänglich. Passende Nachbarn und VorfrüchteDie Vorfrucht ist die Kultur, die vor der aktuellen Kultur auf derselben Fläche stand, in der Fruchtfolge meist im Vorjahr. Sie kann Boden, Nährstoffe und Krankheitsdruck für die nachfolgende Kultur positiv oder negativ beeinflussen. findest du im Ratgeber, wie du Porree in Fruchtfolge und Mischkultur einplanst. Anhäufeln, Bleichen und die übrige Pflege erklärt der Ratgeber, wie du Porree nach dem Anwachsen pflegst und anhäufelst.
Im Sommer bis zur Ernte
Wann bei dir Gießzeit ist, hängt von der Porreegruppe ab. Zwischen Pflanzung und Ernte liegt bei allen drei Gruppen ein Teil des Hochsommers.
| Porreegruppe | Pflanzung | Ernte |
|---|---|---|
| Sommerporree | Anfang April bis Mitte Mai | Ende Juni bis Ende August |
| Herbstporree | Ende Mai bis Ende Juni | Ende August bis Ende Dezember |
| Winterporree | Anfang Juli bis Anfang August | Anfang Januar bis Mai des Folgejahres |
Alle Termine hast du mit dem Aussaatkalender für Zwiebeln und Lauch zum Ausdrucken griffbereit. Eine Gießpause vor der Ernte, wie sie Lagerzwiebeln zur Abreife bekommen, plane ich beim Porree nicht ein. Er bleibt eine Kultur für feuchten, gut durchlässigen Boden, und so behandle ich ihn bis zur Ernte.
Und im Winter?
Geeignete Winterporreesorten können im Freiland stehen bleiben und werden bei ungefrorenem Boden nach Bedarf geerntet. Auch Winterporree kann bei Kahlfrost Schäden erleiden, starke Wintersonne begünstigt dann das Austrocknen der Blätter. Was das für Standortwahl und Schutz bedeutet, steht im Abschnitt zu Standort, Boden und Klima bei Zwiebeln, Lauch und Knoblauch.
Kanne, Tropfschlauch oder Regner: Welche Technik passt?
Gieß möglichst morgens und direkt auf den Boden, also an die Wurzeln statt über die Blätter. Die Blätter benetzt du dabei so wenig wie möglich.
Gießkanne
Mit der Kanne bestimmst du genau, wo das Wasser landet. Ich setze sie unten zwischen den Pflanzen an und gieße langsam, damit das Wasser einsickert, statt über die Oberfläche abzulaufen. Ob die Feuchte unten ankommt, kontrolliere ich mit der Scholle.
Tropfschlauch
Tropfbewässerung bringt das Wasser gezielt an die Pflanzen. Den Schlauch legst du direkt auf den Boden und deckst ihn mit einer Mulchschicht ab, das vermindert die Verdunstung. Vor die Leitung gehört ein Filter, weil Tropfer verstopfen oder verkalken können.
Ich lege den Tropfschlauch direkt neben die Porreereihe auf den Boden und decke ihn erst danach mit angewelktem Rasenschnitt ab. Beim Auslegen sehe ich so noch, ob die Tropfstellen an den Pflanzen liegen.
Regner
Ein Regner verteilt das Wasser von oben und macht dabei auch die Blätter nass. Das passt nicht zur Regel, Gemüse bodennah zu gießen. Im Porreebeet nehme ich deshalb Kanne und Tropfschlauch.
Wie du mit Mulch Wasser sparst
Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung, schützt den Boden vor Verkrustung und hemmt BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt.. Wurzelunkräuter unterdrückt sie allerdings nur begrenzt. Porree wurzelt flach, und Mulch bremst die Verdunstung an der Oberfläche: Die Decke schützt also genau die Bodenschicht, in der seine Wurzeln sitzen.
Als Mulch eignet sich angewelkter Rasenschnitt. Du bringst ihn nur bodendeckend aus und legst bei Bedarf nach, damit er nicht zu einer dichten, schimmelnden Masse verklebt. Ich breite den frischen Schnitt dafür zuerst auf dem Weg aus und hole ihn erst angewelkt zwischen die Reihen.
Mulch im Porreebeet
- RindenmulchRindenmulch ist rohe, nicht kompostierte Baumrinde, mit der du den Boden unter Gehölzen abdeckst. Er enthält wachstumshemmende Stoffe und bindet Stickstoff im Boden, deshalb gehört er nicht ins Gemüsebeet. bleibt draußen, seine GerbstoffeGerbstoffe sind natürliche Inhaltsstoffe von Pflanzen, die zum Beispiel reichlich in Baumrinde stecken. Im Garten begegnen sie dir vor allem im Rindenmulch, wo sie das Wachstum von Gemüse, aber auch von Unkraut hemmen. hemmen das Wachstum.
- Samentragende Unkräuter, Wurzelunkräuter und kranke Pflanzen gehören nicht in die Mulchschicht.
- Saatrillen und junge Pflanzen deckst du nicht zu.
- Bei höheren Niederschlägen trägst du organischen Mulch dünner auf, um Fäulnis vorzubeugen.
- Stroh kann bei der Zersetzung Stickstoff im Boden festlegen und den Pflanzen entziehen.
- Mulch kann Nacktschnecken fördern, deshalb kontrollierst du Schnecken und durchwachsende Unkräuter.
- Kunststoffmulch lässt sich schwer vollständig entfernen und kann Mikroplastik im Boden hinterlassen.
Hochbeet und Gefäß: Wo die Erde schneller austrocknet
Porree wächst im Beet und im HochbeetEin Hochbeet ist ein erhöhtes, stabil eingefasstes Beet, das mit Erde gefüllt wird, etwa aus Holz, Stein, Beton, Metall oder Kunststoff. Es erlaubt rückenschonendes Gärtnern auf wenig Grundfläche.. Hochbeeterde erwärmt sich schneller als Bodenbeeterde und trocknet dadurch auch schneller aus. Eine Mulchauflage, etwa aus Rasenschnitt, kann das ausgleichen. Regelmäßiges Hacken hilft ebenfalls, die Feuchtigkeit im Hochbeet länger zu halten.
Ziehst du Porree in einem Gefäß, hängt der Wasserbedarf auch von Substrat und Standort ab. Ein größeres Volumen an wasserspeicherndem Substrat kann die Abstände zwischen zwei Gießgängen verlängern. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen auch die Feuchte im unteren Bereich, mit dem Finger oder über das Topfgewicht. Die Oberfläche kann dort schon trocken wirken, obwohl darunter noch Wasser steckt.
Gefäße für Gemüse brauchen freie Abzugslöcher. Stehendes Wasser fördert WurzelfäulnisBei Wurzelfäule faulen die Wurzeln einer Pflanze und sterben ab, meist weil die Erde ständig nass ist und Sauerstoff fehlt. Oft sind Schadpilze beteiligt, und die Pflanze welkt trotz feuchter Erde., und Gemüsepflanzen vertragen keine Staunässe.
Welches Wasser passt zum Gießen?
Regenwasser eignet sich zum Gießen, weil es wenig Salz enthält und weich ist. In Tonne oder Zisterne gesammelt, spart es außerdem Trinkwasser.
Regenwasser gilt oft als pH-neutral. Das ist es nicht automatisch, auch wenn es salzarm und weich ist.
Regenwasser hat eine geringe Härte, und Tropfer können verkalken: Für den Tropfschlauch ist die Regentonne deshalb eine naheliegende Quelle. Den Filter setzt du trotzdem davor, weil Tropfer auch verstopfen können.
Gießwasser und Dünger
Flüssigdünger bringst du mit dem Gießwasser aus, möglichst auf feuchten Boden und ohne feuchte Blätter zu treffen, weil sonst Ätzschäden möglich sind. Dünge dabei nicht über den Bedarf: Stickstoff, den der Porree nicht braucht, kann in tiefere Bodenschichten ausgewaschen werden und das Grundwasser belasten. GrunddüngungDie Grunddüngung ist die Düngergabe unmittelbar zu Beginn einer Kultur oder der Wachstumszeit. Was die Pflanzen danach noch brauchen, bekommen sie mit einer oder mehreren Nachdüngungen, den sogenannten Kopfdüngungen. und Termine findest du im Abschnitt Düngen des Ratgebers zu Zwiebeln, Lauch und Knoblauch, den Bedarf des Starkzehrers im Ratgeber, wie du Porree nach seinem Nährstoffbedarf düngst.





