Weißkohl schützen: Krankheiten und Schädlinge am Schadbild erkennen
- Erdflöhe gefährden Keimlinge und frisch gepflanzten Weißkohl; ein Kulturschutznetz mit 0,8 mm Maschenweite kommt direkt nach dem Pflanzen auf das Beet.
- Welkt eine Pflanze und sitzen weißliche Maden an Strunk und Wurzeln, spricht das für die Kohlfliege; Pappkragen am Wurzelhals fangen ihre Eier auf.
- Knötchen- bis fingerförmige Wurzelwucherungen deuten auf Kohlhernie; ihre Dauersporen können bis zu 20 Jahre im Boden überdauern.
- Falscher Mehltau zeigt gelbliche Flecken und unterseits weißgrauen Pilzrasen; gieß früh am Tag bodennah, damit die Blätter nur kurz nass bleiben.
- Bei beginnendem Befall kann es schon reichen, Raupen von Kohlweißling, Kohlmotte und Kohleule samt Eigelegen abzusammeln.
- Die Weißkohlsorte Kilastor F1 besitzt eine Resistenz gegen Kohlhernie und Weißen Rost.

Wenn Weißkohl kümmert, kann die Ursache dort sitzen, wo du beim Vorbeigehen nicht hinschaust: an den Wurzeln, auf der Blattunterseite oder im Herz der Pflanze. Löcher, Welke und Flecken sehen sich auf den ersten Blick ähnlich, verlangen aber verschiedene Antworten. Ich schaue deshalb erst genau hin und greife dann ein.
Hier bekommst du zu jeder Krankheit und jedem Schädling am Weißkohl das Erkennungsmerkmal, die passende Gegenmaßnahme und ihre Grenze. Im Mittelpunkt stehen Kohlhernie, Mehltau, Erdflöhe, KohlfliegeDie Kohlfliege (Kleine Kohlfliege) ist ein Schädling an Kohl, Rettich und Radieschen. Ihre weißlichen Maden sitzen im Wurzelbereich junger Kohlpflanzen, die dann welken; in Rettich und Radieschen verursachen sie Fraßgänge. und Kohlweißling. Außerdem erfährst du, welche Weißkohlsorte eine ResistenzResistenz ist bei Pflanzensorten die Fähigkeit, einen bestimmten Schaderreger abzuwehren: Bei einer resistenten Sorte bleibt ein Befall stark begrenzt, und weder Wachstum noch Ertrag leiden auffällig. gegen Kohlhernie mitbringt.
Welche Krankheiten und Schädlinge treffen Weißkohl?
Die Tabelle ordnet typische Schadbilder ihren möglichen Ursachen zu.
| Was du siehst | Kann hinweisen auf | Wo du nachsiehst |
|---|---|---|
| Viele kleine Löcher in jungen Blättern | Erdflöhe | Keimlinge und frisch gesetzte Pflanzen |
| Pflanze welkt, weißliche Maden an Strunk und Wurzeln | Kohlfliege | Pflanze vorsichtig herausziehen |
| Fraßlöcher mit grünen oder braunen Kotkrümeln | Raupen von Kohlweißling, Kohlmotte oder Kohleule | Blätter umdrehen, nach Raupen und Eigelegen suchen |
| Pflanze kümmert oder welkt, Wurzeln mit knötchen- bis fingerförmigen Wucherungen | Kohlhernie | Wurzeln ausgraben, Verdickung aufschneiden |
| Gelbliche Flecken, weißgrauer PilzrasenPilzrasen nennt man den sichtbaren Belag, den ein Pilz auf befallenen Blättern oder Stängeln bildet, etwa den grauen Pilzrasen beim Grauschimmel. Der Begriff beschreibt ein Merkmal des Schadbilds, nicht die Krankheit selbst. auf der Unterseite | Falscher Mehltau | Blattunterseite |
| Weißer, mehliger Belag | Echter Mehltau | Blätter |
| Graubraune, rundliche Blattflecken | Alternaria | Blätter, vor dem Einlagern auch die Köpfe |
Ein Schadbild ist ein Hinweis und noch keine sichere Diagnose. Wo sich zwei Ursachen ähneln, findest du im jeweiligen Kapitel das Merkmal, an dem du sie unterscheidest.
Welkt ein Weißkohl, gieße ich nicht einfach nach. Ich hebe die Pflanze mit der Grabegabel heraus, schüttle die Erde ab und schaue mir Wurzeln und Strunk an. Wucherungen an den Wurzeln lenken meinen Verdacht auf Kohlhernie, weiße Maden auf die Kohlfliege.
Kohlhernie: Wenn die Wurzeln wuchern
Kohlhernie greift die Wurzeln an, oberirdisch siehst du nur die Folgen. Befallene Pflanzen kümmern oder welken. An den Wurzeln bilden sich knötchenartige bis fingerförmige Wucherungen. Besonders begünstigt werden Infektionen durch 20 bis 25 °C und feuchte bis staunasse Böden. Der Erreger bleibt lange im Beet, denn seine DauersporenDauersporen sind mikroskopisch kleine Sporen, mit denen manche Krankheitserreger im Boden überdauern, etwa der Erreger der Kohlhernie. Sie bleiben über mehrere Jahre lebensfähig und können dann erneut Pflanzen infizieren. können bis zu 20 Jahre im Boden überdauern.
Nicht jede Verdickung an der Wurzel ist Kohlhernie. Schneide sie mit einem Messer auf: Kohlhernie ist innen weißfleischig und nicht hohl. Gallen des Kohlgallenrüsslers können dagegen Hohlräume mit Larven enthalten.
Was tun bei Kohlhernie?
Eine erkrankte Pflanze lässt sich nicht direkt heilen. Ich hole sie deshalb samt Wurzeln aus dem Beet und entsorge sie über den Restmüll. Spaten und Grabegabel, mit denen ich dort gearbeitet habe, reinige ich danach gründlich.
Kranke Kohlpflanzen samt Hernie-Wurzeln auf den eigenen Kompost geben. Sie gehören in den Restmüll, sonst könntest du die langlebigen Dauersporen mit dem Kompost in andere Beete tragen.
Kohlhernie vorbeugen: Boden, pH-Wert, Anbaupause
Beim Vorbeugen zählen drei Dinge: Staunässe vermeiden, den Boden prüfen und die Anbaupause einhalten. Hast du den Boden untersucht, peilst du gegen Kohlhernie einen pH-Wert von 7 bis 7,5 an. Ob du dafür kalkst, hängt vom gemessenen Wert, von der Bodenart und vom Humusgehalt ab. Liegt der Boden schon über dem Zielbereich, wird nicht gekalkt.
Ist die Kohlhernie einmal aufgetreten, sollten Kreuzblütler mindestens 7 Jahre nicht mehr auf dieser Fläche stehen. Auch nach einer mehrjährigen Pause kann sie wiederkommen, weil die Dauersporen so lange überleben. Zu den Kreuzblütlern gehören neben allen Kohlarten auch Rettich, Radieschen, Raps, Senf und Kresse. Senf und Kresse passen deshalb weder als Gründüngung noch als direkte Nachbarn ins Kohlbeet. Befallen werden können außerdem die Wildkräuter Hederich, Ackersenf und Hirtentäschel, also jäte ich sie auf einer Hernie-Fläche, bevor sie sich ausbreiten.
Mehltau am Weißkohl: echt oder falsch?
Am Kopfkohl gibt es zwei Mehltau-Krankheiten, die du am Blatt auseinanderhältst. Echter Mehltau bildet einen weißen, mehligen Belag. Falscher Mehltau verursacht gelbliche Flecken und auf der Blattunterseite einen weißgrauen Pilzrasen. Ich drehe fleckige Blätter deshalb um, bevor ich sie einordne.
Falscher Mehltau: Blätter schnell abtrocknen lassen
Falschen Mehltau begrenzt du, indem die Blätter nur kurz nass bleiben.
Beim Falschen Mehltau an Kohl fördern 8 bis 12 °C die Keimung der Konidien. Bei 15 bis 17 °C kann der Erreger besonders schnell in die Blätter eindringen.
Ich gieße deshalb früh am Tag und bodennah, ohne die Blätter zu benetzen. So können die Pflanzen tagsüber abtrocknen. Bei Jungpflanzen beugen gute Lüftung und trockene, taufreie Blätter vor. In der Anzucht vermeidest du BlattnässeBlattnässe ist Wasser, das als Film oder Tropfen auf den Blättern steht, etwa nach Regen, Tau oder Gießen über die Blätter. Hält sie länger an, können Pilzerreger die Blätter leichter infizieren. ebenfalls.
Echter Mehltau
Der weiße, mehlige Belag des Echten Mehltaus kommt auch an anderen Kohlarten vor. Am Blumenkohl gilt er bisher nicht als besonders ernste Krankheit, eine vorbeugende Bekämpfung ist dort gewöhnlich nicht nötig. Am Weißkohl beobachte ich, ob sich der Belag ausbreitet. Was Blumenkohl sonst an Krankheiten trifft, zeigt der Ratgeber zu Krankheiten und Schädlingen beim Blumenkohl.
Weitere Krankheiten am Weißkohl
Neben Kohlhernie und Mehltau können am Weißkohl weitere Krankheiten auftreten.
| Krankheit | Schadbild | Was du wissen solltest |
|---|---|---|
| Alternaria | graubraune, rundliche Blattflecken | begünstigt durch 15 bis 25 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit; befallene Blätter entfernen; fürs Lager nur gesunde Köpfe auslesen |
| Weißer Rost | weißliche bis cremefarbene Pusteln von etwa 0,5 bis 3 mm auf gelblichgrün verfärbten Blattpartien | entwickelt sich besonders bei 10 bis 15 °C; Kilastor F1 besitzt eine Resistenz |
| Bakterielle Adernschwärze | V-förmige, gelbe bis braune Stellen am Blattrand, dunkel verfärbte Adern | keine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln möglich |
| Turnip mosaic virus | grün-gelbliche, später dunkel umrandete Flecken, verformte Blätter | lässt sich nicht direkt mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen |
| Verticillium und FusariumFusarium ist eine Gattung im Boden lebender Pilze, zu der gefürchtete Erreger von Pflanzenkrankheiten gehören. Typisch ist die Fusarium-Welke: Die Pflanze welkt, ältere Blätter können einseitig vergilben, später bricht sie zusammen und fault. | am Schadbild kaum sicher zu unterscheiden | zur Abgrenzung braucht es eine Laboruntersuchung |
Einen sichtbar verschimmelten Kopf isst du nicht mehr, sondern entsorgst ihn.
Wenn kein Erreger dahintersteckt: geplatzte Köpfe und Nässe
Nicht jeder Schaden am Weißkohl hat einen Erreger als Ursache. Empfindliche Sorten können zur Erntereife aufplatzen; rechtzeitig ernten und platzfeste Sorten wählen beugt dem vor. Starkregen kann bei Kopfkohl durch Übernässung, Verschlämmung und Sauerstoffmangel das Wachstum stocken lassen, bis hin zu Ausfällen. Vor angekündigtem Starkregen gieße ich deshalb nicht zusätzlich.
Erdflöhe: Jungpflanzen in den ersten Wochen schützen
Erdflöhe fressen zahlreiche kleine Löcher in die Blätter. Am Weißkohl gefährden sie besonders Keimlinge und die ersten Wochen nach dem Auspflanzen. Es sind springende Käfer von etwa 2,5 bis 3 mm Größe. Überwinterte Tiere erscheinen meist ab April, die neue Generation ab Juli. Warme und trockene Frühjahre begünstigen ihre Ausbreitung.
Das Netz gegen Erdflöhe
Gegen Erdflöhe setze ich auf ein feinmaschiges Kulturschutznetz. Es kommt unmittelbar nach Saat oder Pflanzung auf das Beet und lässt den Pflanzen Raum zum Wachsen. Die Ränder schließt du rundum mit Erde oder Steinen, und bis zur Ernte bleibt das Netz zu. Bei mir liegt es schon neben dem Beet, wenn ich die Jungpflanzen setze.
| Wogegen | Maschenweite |
|---|---|
| Kohlgemüse, feinmaschiger Schutz mit rundum dichter Abdeckung | 0,8 mm |
| Erdflöhe | 0,6 bis 0,8 mm, höchstens 0,9 mm |
| Blattläuse und Weiße Fliegen | 0,8 mm |
| Kohlfliegen | etwa 1,3 × 1,3 mm |
| Gemüsefliegen und Raupen | 1,35 mm |
Was beim Auflegen schon unter dem Netz sitzt, bleibt dort, und natürliche Gegenspieler kommen nicht mehr heran. Deshalb kontrollierst du auch unter dem Netz regelmäßig.
Vlies kann den Befall von Kopfkohl mit Schadinsekten ebenfalls verhindern oder vermindern. Es hält aber Wärme: Steigen die Temperaturen stark, muss es herunter, damit sich darunter keine Hitze staut.
Feuchter Boden hält Erdflöhe fern? Feuchthalten allein ist keine verlässliche Bekämpfung von Erdflöhen an Kohlgewächsen. Das Netz bleibt deshalb auch dann liegen, wenn du regelmäßig gießt oder mulchst.
Netz vor dem Pflanzen bereitlegen · direkt nach dem Setzen auflegen · Raum zum Wachsen lassen · Ränder mit Erde oder Steinen dicht schließen · beim Kontrollgang auf neue Löcher in den Blättern achten.
Kohlfliege: Maden an Strunk und Wurzeln
Bei Weißkohl fressen die Maden der Kohlfliege vor allem im Strunk und im Wurzelbereich. Die weißlichen Maden werden bis etwa 1 cm lang. Junge Pflanzen können durch ihren Fraß welken und absterben. Welkt eine Pflanze und sitzen beim Herausziehen weiße Maden an den Wurzeln, spricht das für Kohlfliegenbefall.
Wann die Kohlfliege Eier legt
Die erste Generation der Kleinen Kohlfliege erscheint je nach Witterung im April oder Anfang Mai. Ungefähr 8 bis 10 Tage danach beginnt die Eiablage. Pflanzt du in diesen Wochen, kann die Eiablage also schon laufen, und Kragen und Netz gehören gleich beim Pflanzen an die Pflanze. Wann du Weißkohl säst und pflanzt, hast du mit dem druckbaren Aussaatkalender für Kohl auf einem Blatt.
Kragen und Netz gegen die Kohlfliege
Ein Kragen aus Pappe, eng um den WurzelhalsDer Wurzelhals ist die Übergangszone zwischen Sprossachse und Hauptwurzel einer Pflanze. Botanisch ist er der untere Teil des Keimstängels und oft etwas verdickt. junger Pflanzen gelegt, fängt die Eier der Kohlfliege auf. Ich lege die Kärtchen beim Pflanzen an. Finde ich Eier darauf, entferne ich das Kärtchen samt Eiern. Ein dicht aufliegendes Kulturschutznetz kann den Befall ebenfalls verhindern oder vermindern. Gegen Fliegen, die schon als Puppe im Beet überwintert haben, hilft es allerdings nicht.
Kohlweißling und andere Raupen
Raupen verraten sich durch Fraßlöcher mit grünen oder braunen Kotkrümeln. Dann drehst du die Blätter um und suchst nach Raupen und Eigelegen. Kohlweißlingsraupen fressen Löcher bis auf die freigelegten Blattrippen. Welche Raupe gerade frisst, zeigt dir die Tabelle.
| Raupe | Aussehen | Länge | Fraßbild |
|---|---|---|---|
| Großer Kohlweißling | gelb mit schwarzen Flecken | bis 4 cm | Löcher bis auf die freigelegten Blattrippen |
| Kleiner Kohlweißling | grün, samtartig behaart | bis 3 cm | Löcher bis auf die freigelegten Blattrippen |
| Kohlmotte | grünlich-grau | bis 1 cm | zuerst Minen, später Loch- oder Fensterfraß, oft feines weißes Gespinst an den Herzblättern |
| Kohleule | grün bis braun | bis 4 cm | Fraßlöcher mit Kotkrümeln |
Absammeln und Netz gegen Raupen
Bei beginnendem oder geringem Befall kann Absammeln schon ausreichen. An meinen wenigen Weißkohlpflanzen suche ich Eigelege und Raupen gezielt ab und entferne sie von Hand. Ein geschlossenes Kulturschutznetz kann auch Raupenbefall verhindern oder vermindern; gegen Raupen ist eine Masche von 1,35 mm vorgesehen. Gelbe Kokonhaufen neben abgestorbenen Raupen können von der Brackwespe Cotesia glomerata stammen. Diese Kokons lasse ich liegen.
Weitere Schädlinge am Weißkohl
Auch Blattläuse, Kohlmottenschildläuse und Schnecken können sich am Weißkohl einfinden.
| Schädling | Woran du ihn erkennst | Was du tun kannst |
|---|---|---|
| Mehlige Kohlblattlaus | blaugraue bis weißlich-graue, wachsbepuderte Kolonien, meist unter den Blättern; eingerollte Blätter | Kolonien zu Befallsbeginn entfernen, Läuse mit kräftigem kaltem Wasserstrahl abspülen |
| Kohlmottenschildlaus | Tiere und Larven unter den Blättern, fliegen bei Berührung auf; klebriger HonigtauHonigtau ist die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen, die die Blätter verklebt. Auf ihm können sich schwarze Rußtaupilze ansiedeln, außerdem fressen Ameisen ihn. mit schwarzem Rußtau | Netz mit 0,8 mm Maschenweite; befallene Pflanzen nicht bis zum Frühjahr im Beet stehen lassen |
| Schnecken | Fraßstellen mit silbrigen Schleimspuren | früh morgens, spät abends oder bei Regen absammeln; Schneckenzaun lückenlos und ohne überhängende Pflanzen aufbauen, Schnecken im Inneren absammeln |
Larven von Schwebfliegen und Marienkäfern fressen Blattläuse und lassen sich als Gegenspieler fördern. Bei Schneckengefahr gießt du morgens gezielt an den Pflanzen und lässt die Zuwanderungswege trocken. Blattläuse sind auch am Rotkohl ein Thema; wie du Rotkohl vor Blattläusen und Alternaria schützt, steht in einem eigenen Ratgeber.
Resistente Weißkohlsorten
Die Weißkohlsorte Kilastor F1 besitzt eine Resistenz gegen Kohlhernie und gegen Weißen Rost. Ich wähle sie, wenn in meinem Garten schon Kohlhernie aufgetreten ist, und setze sie auf ein Beet außerhalb der befallenen Fläche. Die Resistenz ersetzt für mich weder die lange Anbaupause noch die Hygiene beim Umgang mit kranken Pflanzen. Kilastor F1 ist eine F1-Hybride, deshalb bringt selbst gewonnenes Saatgut die Sorte nicht sortenecht zurück. Baust du auch Rotkohl an, lohnt ein Blick auf Lodero F1, eine Rotkohlsorte, die als kohlherniefest gilt.
Vorbeugen rund ums Beet: die Grundlagen in Kürze
Standort, Fruchtfolge und die allgemeinen Schutzmethoden gelten für alle Kohlarten. Hier bekommst du sie deshalb nur kurz, jeweils mit dem Hinweis, wo du weiterliest.
Standort und Boden. Weißkohl wächst im Garten sonnig bis halbschattig auf lockerem, nährstoffreichem Boden, der kein Wasser staut. Wie du Beet und Boden für Kohl vorbereitest, steht im Abschnitt Standort und Boden des Kohl-Ratgebers.
Fruchtfolge. Vorbeugend kommen Kreuzblütler je nach Empfehlung erst nach 3 bis 6 Jahren wieder auf dasselbe Beet; einen schon befallenen Boden saniert das nicht. Den Wechsel hältst du mit dem Beetplaner über mehrere Gartenjahre fest, die Grundlagen stehen im Kohl-Ratgeber unter Fruchtfolge und Mischkultur.
Mischkultur. Tomaten und Sellerie werden neben Kopfkohl empfohlen, um den Befall mit Kohlweißlingen zu mindern. Solche Nachbarschaftseffekte sind schwer nachzuweisen und hängen von Standort und Pflege ab; passende Nachbarn suchst du dir mit dem Mischkultur-Planer für dein Kohlbeet heraus.
Nützlinge, Netz und Absammeln. Im Freiland förderst du vor allem die Nützlinge, die schon im Garten leben; blühender Dill, Fenchel und ungefüllte Ringelblumen geben Schwebfliegen und parasitoiden Wespen Pollen und Nektar. Wie du Netz, Absammeln und Nützlinge zusammenbringst, zeigt der Ratgeber zum Methodenmix gegen Kohlschädlinge im Hausgarten.
Kontrollgänge. Die Flugzeiten von Erdfloh und Kohlfliege geben dir den Kontrollkalender vor. Ab April siehst du regelmäßig nach Saaten und Jungpflanzen.
Pflanzenschutzmittel. Ein Pflanzenschutzmittel kommt am Weißkohl nur zuletzt infrage und nur, wenn es für Kohl im Haus- und Kleingarten zugelassen ist. Das prüfst du mit Gebrauchsanleitung und BVL-Datenbank; Schutzkleidung, Wartezeit und Entsorgung hältst du wie vorgegeben ein. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen; Kontrolle und Mitteleinsatz vertieft der Kohl-Ratgeber im Abschnitt Schädlinge und Pflanzenschutz.





