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Schädlinge am Brokkoli erkennen und bekämpfen: Herz, Kopf und Jungpflanzen schützen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.live Redaktion

Grundlagen: Häufige Krankheiten im Gemüsegarten: Mehltau, Braunfäule und Kohlhernie erkennen und bekämpfen · Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Am Herz des Brokkolis schadet die Kohldrehherzmücke: verdrehte, verkorkte Herzblätter und missgebildete Köpfe
  • Raupenkot und Schneckenfraß an den Kopfknospen mindern die Erntequalität direkt
  • Auf die Kohldrehherzmücke kontrollierst du, bis der Blumenansatz deutlich sichtbar ist
  • Befallene Pflanzen nach der letzten Ernte rasch abräumen, weil sich die Larven an Seitentrieben vermehren können
  • Der frühe Satz ab Ende März trifft auf überwinterte Erdflöhe und die erste Kohlfliegengeneration
  • Das Netz kann bei Brokkoli Hitzestau und bei Nässe Kopffäule begünstigen, also bei Hitze und Nässe darunter nachsehen
Brokkoli mit hellgrünem Blütenkopf und Seitenröschen am Strunk zwischen blaugrünen Blättern im Beet
Foto: Karen Laårk Boshoff · Pexels License · Quelle ↗

Beim Brokkoli erntest du die Blütenknospen, und genau dort mindern Raupenkot und Schneckenfraß die Qualität unmittelbar. Die Kohldrehherzmücke setzt noch früher an, denn ihre Larven können Herzlosigkeit und missgebildete Köpfe verursachen. Ich schaue bei meinem Brokkoli deshalb zuerst ins Herz und auf den Kopfansatz, erst danach auf die großen Blätter.

Welche Schädlinge befallen Brokkoli?

Am Brokkoli treten die bekannten Kohlschädlinge auf, dazu die Kohldrehherzmücke mit ihrem Schaden am Herz. Die Tabelle zeigt, woran du die einzelnen Schädlinge erkennst und welchen Teil der Pflanze sie treffen.

Schädling Woran du ihn erkennst Was am Brokkoli leidet
Kohldrehherzmücke verdrehte, verkorkte Herzblätter Herz und Kopf: Herzlosigkeit, missgebildete und innen schorfige Köpfe
Großer Kohlweißling gelbschwarze Raupen bis 4 cm, Lochfraß bis auf die Blattrippen Blätter, dazu Raupenkot an den Kopfknospen
Kleiner Kohlweißling grüne, samtartig behaarte Raupen bis 3 cm Blätter, dazu Raupenkot an den Kopfknospen
Kohlmotte grünlich-graue Raupen bis 1 cm, erst Minen, später Loch- oder Fensterfraß Blätter, feines weißes Gespinst oft an den Herzblättern
Kohleule grüne bis braune Raupen bis 4 cm Blätter mit Fraßlöchern und Kotkrümeln
Kohlfliege weißliche Maden bis etwa 1 cm im Wurzelbereich Wurzeln: Welke, junge Pflanzen können absterben
Kohlerdflöhe springende Käfer von 2,5 bis 3 mm, viele kleine Löcher in den Blättern Keimlinge und frisch gepflanzte Jungpflanzen
Mehlige Kohlblattlaus blaugraue, wachsbepuderte Kolonien unter den Blättern Blätter rollen sich ein
Kohlmottenschildlaus sitzt unter den Blättern und fliegt bei Berührung auf Blätter mit klebrigem Honigtau und schwarzem Rußtau
Schnecken silbrige Schleimspuren Fraß an Blättern und Kopfknospen

Ausführliche Steckbriefe aller Kohlschädlinge mit dem passenden Methodenmix findest du in einem eigenen Ratgeber. Hier geht es um das, was am Brokkoli anders ist.

Marias Erfahrung

Meinen Rundgang am Brokkoli beginne ich im Herz, danach kommen der Kopfansatz, die Blattunterseiten und zuletzt der Wurzelhals. So sehe ich verdrehte Herzblätter, Gespinst, Läusekolonien und welke Pflanzen in einem Durchgang.

Aussaatkalender Brokkoli
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai, Juni; Aussaat: Mai, Juni; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: März, April, Mai, Juni, JuliJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilPflanzung: MaiPflanzung: JuniPflanzung: JuliVorkulturAussaatErntePflanzung

Kohldrehherzmücke: wenn das Herz verdreht ist

Befällt die Kohldrehherzmücke deinen Brokkoli, können sich durch ihre Larven die Herzblätter verdrehen und verkorken. Auch Herzlosigkeit und missgebildete Köpfe, die innen schorfig sind, können auf sie zurückgehen.

Mücke oder genetische Herzlosigkeit?

Ein fehlendes Herz muss nicht von der Mücke kommen. Genetisch herzlose Pflanzen hören nach meist 4 bis 8 Blättern auf, neue Blätter zu bilden. Erkennen lässt sich das an einem Endblatt, das wie ein Trichter oder eine Nadel geformt ist. Verdrehte und verkorkte Herzblätter passen dagegen eher zum Befall durch die Kohldrehherzmücke.

Kontrolle bis zum Blumenansatz und nach der Ernte

Solange der Blumenansatz noch nicht deutlich zu sehen ist, kontrollierst du deinen Brokkoli auf die Kohldrehherzmücke. Bis dahin gehört der Blick ins Herz fest zu meinem Rundgang durchs Kohlbeet.

Ist die Hauptrose geschnitten, kann Brokkoli noch Seitentriebe nachschieben, und genau dort können sich die Larven weiter vermehren. Ein befallener Bestand, der nach der letzten Ernte stehen bleibt, bietet den Larven also weiter Platz zur Vermehrung. Deshalb räume ich befallene Brokkolipflanzen nach der letzten Ernte rasch ab.

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Raupen und Schnecken: Schäden am Kopf

Findest du Fraßlöcher mit grünen oder braunen Kotkrümeln, suchst du die Blätter nach Raupen und Eigelegen ab. Beides entfernst du von Hand. Ist der Befall noch jung oder gering, reicht Absammeln unter Umständen schon aus. Feines weißes Gespinst an den Herzblättern kann auf die Kohlmotte hindeuten. Deren Larven fressen zuerst Minen ins Blatt und später Löcher oder Fenster. Ich ziehe die Herzblätter vorsichtig auseinander und schaue am Kopfansatz nach Gespinst und Kot.

Häufiger Fehler

Wer beim Absammeln auch gelbe Kokonhaufen neben toten Kohlweißlingsraupen entfernt, trifft womöglich Nützlinge. Diese Kokons können von der Brackwespe Cotesia glomerata stammen, deshalb lässt du sie geschützt an der Pflanze.

Silbrige Schleimspuren deuten auf Schnecken hin. Am ehesten findest du sie früh morgens, spät abends und bei Regenwetter, dann sammelst du sie ab. Ein Schneckenzaun hilft nur, wenn er keine Lücke hat und keine Pflanzenteile darüber hängen. Tiere, die schon innerhalb des Zauns sitzen, musst du trotzdem einsammeln. Droht Schneckenfraß, gießt du morgens und nur direkt an den Pflanzen, damit die Wege, über die Schnecken zuwandern, trocken bleiben.

Jungpflanzen: Erdflöhe und Kohlfliege je nach Pflanztermin

Welche Schädlinge deine jungen Brokkolipflanzen zuerst erwarten, hängt vom Pflanztermin ab. Erdflöhe setzen vor allem Keimlingen und frisch gepflanzten Kohlbeständen zu, und warme, trockene Frühjahre begünstigen sie.

Brokkoli-Satz Pflanzung ins Freiland Was in dieser Zeit auftritt
Früher Satz ab Ende März, nach Anzucht im Gewächshaus ab Februar überwinterte Kohlerdflöhe meist ab April; erste Kohlfliegengeneration witterungsabhängig im April oder Anfang Mai, Eiablage ungefähr 8 bis 10 Tage danach
Sommeranbau Mitte Juni bis Anfang August neue Käfergeneration der Kohlerdflöhe ab Juli
Herbstsatz für die Ernte im September und Oktober Anfang bis Mitte Juli neue Käfergeneration der Kohlerdflöhe ab Juli

Junge Brokkolipflanzen treffen damit in jedem dieser Sätze auf eine Erdflohgeneration. Im Frühjahr sind es die überwinterten Käfer zusammen mit der ersten Kohlfliegengeneration, im Sommer die neue Käfergeneration. Deine Satztermine planst du mit dem Aussaatkalender für Kohl. Wie du Brokkoli anziehst, pflanzt und erntest, steht in der Anbauanleitung.

Mythos-Check

Feuchte Erde hält Erdflöhe fern? Nur feucht halten reicht nicht, um Erdflöhe an Kohl verlässlich zu bekämpfen. Bei frisch gepflanztem Brokkoli lege ich deshalb das Netz auf, statt mich aufs Gießen zu verlassen.

Findest du an einer welkenden Jungpflanze weißliche Maden an den Wurzeln, deutet das auf die Kohlfliege hin. Die Maden werden bis etwa 1 cm lang und können junge Pflanzen absterben lassen. Um den Wurzelhals frisch gesetzter Pflanzen lege ich Pappkragen, die Eier der Kohlfliege auffangen. Die Kärtchen nehme ich mitsamt den Eiern ab und entsorge sie.

Kurz erklärt

Welke allein ist noch keine Diagnose. Weißliche Maden im Wurzelbereich sprechen für die Kohlfliege. Knötchenartige bis fingerförmige Wucherungen, die innen weißfleischig und nicht hohl sind, deuten auf Kohlhernie hin, eine Krankheit. Verdickungen mit Hohlräumen und Larven darin können Gallen des Kohlgallenrüsslers sein. Wie du Kohlhernie und andere Brokkoli-Krankheiten erkennst, steht in einem eigenen Ratgeber.

Netz über Brokkoli: Maschenweite, Hitze und Nässe

Für Brokkoli lege ich das Netz direkt nach dem Pflanzen auf, lasse den Pflanzen Raum zum Wachsen und schließe die Ränder mit Erde. Welche Maschenweite wogegen passt, zeigt die Tabelle.

Schädling Maschenweite
Kohlerdflöhe 0,6 bis 0,8 mm, höchstens 0,9 mm
Blattläuse und Weiße Fliegen 0,8 mm
Kohlfliege etwa 1,3 × 1,3 mm
Gemüsefliegen und Raupen 1,35 mm

Als feinmaschiger Schutz für Kohlgemüse gilt 0,8 mm, wobei das Netz rundum dicht aufliegen muss.

Bei Brokkoli hat das Netz einen Nachteil: Darunter kann sich Hitze stauen, und bei feuchtem Wetter kann es Kopffäule fördern. Riecht ein Kopf streng und zerfällt das Gewebe breiig, kann bakterielle Kopffäule dahinterstecken, die Verletzungen und große Nässe fördern. Bei Hitze und nach langen nassen Phasen hebe ich das Netz an einer Seite an, schaue auf Köpfe und Herzen und schließe es danach wieder dicht. Mehr zur Kopffäule steht im Ratgeber zu Brokkoli-Krankheiten.

Befall aus Puppen, die schon im Beet überwintert haben, hält ein Netz nicht ab, und zugleich kann es natürliche Gegenspieler aussperren. Liegt es über einem Beet mit solchen Puppen, bleiben die Schädlinge also eingeschlossen und ihre Gegenspieler draußen. Das Netz gehört deshalb über eine Fläche, die vorher frei von Kohlfliegenpuppen und Erdflöhen war.

Läuse und Weiße Fliege unter den Blättern

Blaugrau gepuderte Läuse, meist an den Blattunterseiten, gehören zur Mehligen Kohlblattlaus, und die Farbe kommt von ihrem Wachsbelag. Rollen sich Blätter ein und sitzen darin weißlich-graue Kolonien, spricht das ebenfalls für sie. Diese Kolonien entfernst du am besten gleich zu Befallsbeginn, etwa mit einem kräftigen, kalten Wasserstrahl.

Schwebfliegen- und Marienkäferlarven fressen die Läuse, und die Larven des Siebenpunkt-Marienkäfers erkennst du an ihrer dunklen, gelb gefleckten Färbung. Harte, kugelige, hellbraune Läuse hat die Kohlblattlausschlupfwespe parasitiert, diese Mumien lässt du sitzen. Erwachsene Schwebfliegen und parasitoide Wespen finden Pollen und Nektar an blühendem Dill, Fenchel und ungefüllten Ringelblumen.

Auch die Kohlmottenschildlaus, die Weiße Fliege am Kohl, lebt samt Larven an den Blattunterseiten, und berührst du die Pflanze, fliegt sie auf. Der klebrige Honigtau, den sie ausscheidet, kann einen schwarzen Rußtaubelag begünstigen. Befallene Kohlpflanzen räumst du ab, bevor der nächste Frühling kommt, weil der Schädling in ihnen überwintert.

Vorbeugen und eingreifen in Kürze

Vorbeugen, kontrollieren, eingreifen

Bei Kohl gilt eine Stufenfolge: vorbeugen, dann kontrollieren und nur bei Befall eingreifen, am Brokkoli zuerst von Hand. Saaten und Jungpflanzen nimmst du ab April regelmäßig in den Blick. Wie die Stufen zusammenspielen, erklärt der Kohl-Ratgeber im Abschnitt Schädlinge und Pflanzenschutz.

Standort

Brokkoli wächst am besten vollsonnig auf fruchtbarem, gut durchlässigem Boden ohne Staunässe. Wie du Platz und Boden vorbereitest, steht im selben Ratgeber unter Standort und Boden.

Fruchtfolge und Mischkultur

Brokkoli kehrt erst nach einer Fruchtwechselpause von 4 Jahren auf dasselbe Beet zurück, und Kreuzblütler wie Radieschen, Rettich und Senf zählen dabei mit. Schnittsellerie hat als Kohlnachbar Tradition, doch ob er Erdflöhe und Raupen abhält, hängt vom Standort ab. Die Grundlagen stehen im Kohl-Ratgeber unter Fruchtfolge und Mischkultur, Nachbarn prüfst du im Mischkultur-Planer und frühere Kohlbeete im Beetplaner.

Wenn du ein Mittel einsetzen willst

Ein Pflanzenschutzmittel kommt nur als letztes Mittel infrage und muss für Brokkoli im Haus- und Kleingarten zugelassen sein, was du in der Gebrauchsanleitung und der BVL-Datenbank prüfst. Beim Einsatz gehören Schutzkleidung, die Wartezeit bis zur Ernte und eine ordnungsgemäße Entsorgung der Reste dazu. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen.

Passt dazu

Stehen Kohlrabi oder Grünkohl im selben Garten, hilft dir der Ratgeber, wie du Kohlrabi natürlich vor Schädlingen schützt. Für Grünkohl und Palmkohl zeigt ein eigener Ratgeber, woran du Schädlinge und Krankheiten an Blattkohl erkennst.

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Häufige Fragen

Welche Schädlinge befallen Brokkoli am häufigsten?
Am Brokkoli fressen vor allem Raupen von Kohlweißling, Kohlmotte und Kohleule, dazu kommen Kohlfliege, Kohlerdflöhe und Schnecken. An den Blattunterseiten saugen die Mehlige Kohlblattlaus und die Kohlmottenschildlaus. Am Herz des Brokkolis schadet die Kohldrehherzmücke, deren Larven Herzblätter verdrehen und Köpfe missbilden können.
Wie erkennst du einen Befall durch den Kohlweißling?
Typisch sind Fraßlöcher bis auf die Blattrippen und grüne oder braune Kotkrümel auf den Blättern. Grüne Raupen gehören zum Kleinen Kohlweißling, gelbe mit schwarzen Flecken zum Großen. Such die Blätter dann nach Raupen und Eigelegen ab und entferne beides von Hand, bei jungem Befall reicht das unter Umständen schon aus.
Was macht die Kohlfliege so gefährlich für Brokkolipflanzen?
Die weißlichen Maden der Kohlfliege werden bis etwa 1 cm lang und fressen an den Wurzeln. Das kann junge Brokkolipflanzen welken und absterben lassen. Gegen Puppen, die schon im Beet überwintert haben, hilft ein Netz nicht, deshalb wählst du dafür eine Fläche ohne Kohlfliegenpuppen. Pappkragen um den Wurzelhals fangen zusätzlich Eier auf, die du mitsamt den Kärtchen entfernst.
Helfen Kulturschutznetze gegen Kohlerdflöhe?
Ein feines Netz kann die springenden Käfer fernhalten, wenn es direkt nach dem Pflanzen aufliegt und am Rand dicht mit dem Boden abschließt. Gegen Erdflöhe sollte die Maschenweite höchstens 0,9 mm betragen. Leg es nur über eine Fläche, die vorher frei von Erdflöhen war, sonst bleiben sie darunter eingeschlossen. Bei Brokkoli schaust du bei Hitze und Nässe unter das Netz, weil es Hitzestau und Kopffäule begünstigen kann.
Was ist der Unterschied zwischen Blattläusen und anderen saugenden Schädlingen?
Am Brokkoli solltest du zwei Sauger auseinanderhalten: die Mehlige Kohlblattlaus und die Kohlmottenschildlaus. Die Läuse sitzen in blaugrauen, wachsbepuderten Kolonien unter den Blättern, und befallene Blätter können sich einrollen. Die Kohlmottenschildlaus dagegen fliegt auf, sobald du die Pflanze berührst, und ihr klebriger Honigtau kann schwarzen Rußtau begünstigen.
In welchen Monaten ist der Schädlingsdruck bei Brokkoli am höchsten?
Von April an prüfst du Saaten und Jungpflanzen regelmäßig, denn ab dann tauchen meist die überwinterten Kohlerdflöhe auf. Im April oder Anfang Mai kommt, abhängig vom Wetter, die erste Kohlfliegengeneration dazu. Ab Juli folgt die neue Erdflohgeneration und trifft auf die frisch gepflanzten Sommer- und Herbstsätze. Auf die Kohldrehherzmücke kontrollierst du, bis der Blumenansatz deutlich sichtbar ist.
Was unterscheidet Pflanzenschädlinge von Nützlingen im Garten?
Am Brokkoli lohnt es sich, Nützlinge zu erkennen, damit du sie beim Absammeln nicht mit entfernst. Liegen gelbe Kokonhäufchen neben toten Kohlweißlingsraupen, stammen sie womöglich von der Brackwespe Cotesia glomerata. Harte, kugelige, hellbraune Blattläuse sind von der Kohlblattlausschlupfwespe parasitierte Mumien. Auch die Larven des Siebenpunkt-Marienkäfers, dunkel mit gelben Flecken, jagen Blattläuse, nicht nur die Käfer.
Welche Mischkulturpartner reduzieren den Schädlingsdruck auf Brokkoli?
Ob Nachbarpflanzen Schädlinge abhalten, lässt sich kaum sicher nachweisen, und Standort und Pflege spielen mit hinein. Neben Kopfkohl sollen Tomaten und Sellerie den Kohlweißlingsbefall mindern, und Schnittsellerie hat als Kohlnachbar Tradition. Ein Beetnachbar ersetzt deshalb weder Netz noch Kontrolle.
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