Boden für Alexandrinerklee vorbereiten: Schritt für Schritt von der Bodenprobe zum festen Saatbett
- Alexandrinerklee gehört nicht auf saure Böden, als geeignet gilt ein pH-Bereich von 6–8.
- Die Bodenprobe ist eine Mischprobe von etwa 500 g aus Einstichen über die ganze, gleich genutzte Fläche.
- Zur Grundversorgung gehören Phosphat und Kali, zusätzlichen Stickstoff braucht der Klee nicht.
- Gelockert wird mit Grabgabel oder Krail, und zwar erst, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist.
- Das Saatbett muss feinkrümelig und gut rückverfestigt sein, gesät wird höchstens 1 cm tief.

Alexandrinerklee gehört nicht auf saure Böden, und seine Samen sollen höchstens 1 cm tief in einem festen Saatbett liegen. Frisch umgegrabene, lockere Erde mit unbekanntem pH-Wert erfüllt keine dieser beiden Bedingungen. Deshalb gehe ich vor jeder Kleesaat dieselben fünf Schritte durch: Bodenprobe, pH-Wert, Nährstoffe, Lockern und Saatbett.
Alexandrinerklee, auch Ägyptischer Klee genannt (Trifolium alexandrinum), ist ein einjähriger Schmetterlingsblütler aus der Familie FabaceaeFabaceae ist der botanische Name der Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler, die auch Leguminosen heißen. Dazu gehören etwa Erbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen und Klee. Sie versorgen sich mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst mit Stickstoff aus der Luft.. Er gilt als schwachzehrend, wurzelt tief und ist nicht winterhart. Als Leguminose bringt er über Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff in den Boden.
Welcher Boden passt zu Alexandrinerklee?
Alexandrinerklee gehört auf leichte bis mittelschwere, nährstoffreiche Böden in gutem Kulturzustand. Er braucht Wärme und regelmäßig reichlich Wasser, trockene Jahre sind für ihn ungünstig. Gib ihm deshalb einen sonnigen Platz auf einem Beet mit guter Wasserversorgung.
Ob dein Boden in diesen Rahmen fällt, zeigt dir als Erstes die Fingerprobe. Ich mache sie an mehreren Stellen des Beets, bevor ich Saatgut kaufe. Tonreicher Boden klebt, lässt sich gut formen und ausrollen und zeigt eine glatte, glänzende Oberfläche. Fühlt sich deine Erde so an, ist sie schwerer, als Alexandrinerklee es mag. Für schwere oder verdichtete Standorte kommen unter anderem Ölrettich, Phacelia und Sandhafer als Zwischenfrüchte infrage.
Bevor du anfängst: Termin, Fruchtfolge und Nutzung
Wann gesät wird
Alexandrinerklee wird von April bis September gesät. Zieh die Bodenprobe so früh, dass der Befund vor dem Säen vorliegt. Den Termin für deine Fläche planst du mit dem Aussaatkalender für Gründünger, die Grundlagen dazu stehen im Gründünger-Ratgeber im Abschnitt „Zeitpunkt und Dauer“.
Passt das Beet in die Fruchtfolge?
Alexandrinerklee ist ein Schmetterlingsblütler wie Erbsen und Bohnen, und auf demselben Beet planst du für ihn eine Anbaupause von 3 Jahren ein. Prüf außerdem, welche Nachbarn sich mit Klee nicht vertragen, und halte deine Beetbelegung im Beetplaner fest. Warum die Pflanzenfamilie mitzählt, erklärt der Abschnitt Fruchtfolge und Mischkultur im Gründünger-Ratgeber.
Als Zwischenfrucht nach der Ernte
Säst du Alexandrinerklee als ZwischenfruchtEine Zwischenfrucht ist eine Kultur, die zwischen zwei Hauptfrüchten auf derselben Fläche wächst, oft von der Ernte im Spätsommer bis zum nächsten Frühjahr. Sie wird als Gründüngung zur Bodenverbesserung oder, in der Landwirtschaft, als Futter angebaut. nach einer Gemüseernte, gelten dieselben fünf Schritte. Wie du ihn von der Aussaat bis zum Unterpflügen führst, steht im Beitrag darüber, wie du Alexandrinerklee als schnelle Zwischenfrucht nutzt.
Schritt 1: Bodenprobe nehmen
Bevor ich kalke oder dünge, lasse ich den Boden untersuchen. Dafür brauchst du eine MischprobeEine Mischprobe ist eine Bodenprobe, die aus Erde von mehreren Stellen derselben Fläche zusammengemischt wird. So zeigt die Untersuchung im Labor den Zustand der ganzen Fläche und nicht nur den einer einzelnen Stelle. aus vielen Einstichen, die über die ganze, einheitlich genutzte Fläche verteilt sind.
| Was | Angabe |
|---|---|
| Einstiche | 10–15, über die Fläche verteilt |
| Tiefe je Einstich | 25–30 cm |
| Mischprobe | etwa 500 g |
Stich mit dem Spaten senkrecht ein und sammle die Erde aller Einstiche in einem sauberen Eimer. Dort mischst du sie gründlich durch und füllst die Probe ab. Die GrunduntersuchungDie Grunduntersuchung ist der Standardumfang einer Bodenuntersuchung im Labor: Bestimmt werden Phosphor, Kalium, Magnesium und der pH-Wert. Sie zeigt, wie gut der Boden mit diesen Nährstoffen versorgt ist und ob er Kalk braucht. erfasst Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Damit deckt sie genau ab, worauf es beim Alexandrinerklee ankommt: die Grundversorgung mit Phosphat und Kali und einen Boden, der nicht sauer ist.
Für jedes Beet, das anders genutzt wurde als sein Nachbar, ziehe ich eine eigene Mischprobe. Eine gemeinsame Probe aus Gemüsebeet und Rasenkante würde zwei verschiedene Böden zu einem Wert vermischen.
Schritt 2: pH-Wert einordnen, nur bei Bedarf kalken
Für Alexandrinerklee als Gründüngung gilt ein Boden-pH von 6–8 als geeignet.
Liegt dein Messwert in diesem Bereich, lässt du den pH-Wert, wie er ist. Ist er für deine Bodenart zu niedrig, kalkst du. Die Menge richtest du nach dem Kalkbedarf, den die Grunduntersuchung ausweist. Liegt der Wert über dem Bereich, wähle ich lieber eine Gründüngung, die zu diesem Boden passt.
Kalk auf Verdacht streuen, nur weil Klee keinen sauren Boden mag. Ohne Befund weißt du nicht, ob dein pH-Wert für die Bodenart überhaupt zu niedrig ist.
Schritt 3: Phosphat und Kali, keinen Stickstoff
Alexandrinerklee mag nährstoffreichen Boden. Für den Anbau als Zwischenfrucht gehört eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali dazu, eine zusätzliche Stickstoffdüngung braucht er nicht. Wie gut dein Beet mit Phosphat und Kalium versorgt ist, zeigt dir die Grunduntersuchung. Ich dünge erst, wenn dieser Befund vorliegt.
„Klee versorgt sich selbst, das Beet braucht gar nichts.“ Für den Stickstoff stimmt das: Wie jede Gründüngung bindet Alexandrinerklee vorhandenen Bodenstickstoff, und als Leguminose bringt er über Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff ein. Phosphat und Kali braucht er trotzdem als Grundversorgung.
Schritt 4: Lockern, wenn der Boden abgetrocknet ist
Gelockert wird erst, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Ich nehme dafür die Grabgabel, ein Krail geht ebenso.
Klebt die Erde an den Zinken oder schmiert sie zwischen den Fingern, ist sie noch zu nass. Dann wartest du mit dem Lockern, bis sie abgetrocknet ist.
In schweren Böden fördert organische Substanz eine KrümelstrukturKrümelstruktur bedeutet: Die Bodenteilchen halten zu lockeren, mit bloßem Auge sichtbaren Krümeln zusammen, zwischen denen viele Hohlräume bleiben. Der Boden baut sie selbst auf, getragen von aktivem Bodenleben, gutem Humus und ausreichend Ton und Kalk., die besser durchlüftet ist und Wasser besser versickern lässt.
Eine Tiefenlockerung kommt nur infrage, wenn eine verdichtete Schicht sie notwendig macht. Vorher klärst du, wo diese Schicht liegt, wie mächtig und wie fest sie ist. Ich grabe dafür an einer Stelle ein Loch und taste die Wand mit dem Spaten von oben nach unten ab. Nach einer notwendigen Tiefenlockerung stabilisieren tiefwurzelnde Pflanzen das gelockerte BodengefügeDas Bodengefüge beschreibt, wie die festen Teilchen im Boden angeordnet sind und zusammenhalten, etwa lose als Einzelkörner oder zu Krümeln verklebt. Davon hängt ab, wie viele Hohlräume für Luft, Wasser und Wurzeln bleiben.. Alexandrinerklee wurzelt tief und kann diese Aufgabe deshalb im Anschluss übernehmen.
Schritt 5: Das Saatbett fein und fest machen
Alexandrinerklee braucht ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett. So gehe ich vor:
- Erntereste wegräumen: Reste der Vorkultur entfernst du weitgehend oder arbeitest sie ein. Hast du vorher eine Gründüngung eingearbeitet, wartest du bis zur Saat meist etwa 2–3 Wochen. Nach einer Wintergründüngung kannst du den Bestand auch abräumen und kompostieren, wenn du ein feines Saatbett brauchst.
- Fein harken: Die oberflächlich gelockerte Fläche harkst du feinkrümelig und eben.
- Festigen: Ich drücke die Fläche mit einem breiten Brett an, bis sie unter dem Schuh kaum noch nachgibt.
- Säen: Die Saatmenge nimmst du von der Tüte deiner Sorte. Streu die Samen breitwürfig, arbeite sie mit dem Rechen flach ein und drück sie an.
- Feucht halten: Bis zum Auflaufen bleibt die Fläche feucht.
Weil die Samen im festen Saatbett höchstens 1 cm tief liegen sollen, rechst du sie nur flach ein und drückst sie danach an.
Boden abgetrocknet · Erntereste weg · Oberfläche feinkrümelig und eben · Fläche angedrückt und fest · Saat flach eingerecht und angedrückt · Beet feucht bis zum Auflaufen.
Bis die Keimlinge auflaufen, hältst du die Fläche feucht, bei trockener Witterung auch mit wiederholtem Gießen. Bei Alexandrinerklee dauert die Keimung 14–21 Tage. Wie du danach gießt, steht im Beitrag, wie du Alexandrinerklee anbaust und pflegst, und allgemein im Gründünger-Ratgeber unter „Pflege, Gießen und Düngen“.
Wie es nach der Kultur weitergeht
Steht der Klee dicht, bedeckt und beschattet er den Boden und schützt ihn so vor Erosion, VerschlämmungVerschlämmung bedeutet, dass sich die oberste Bodenschicht nach starkem Regen dicht zusetzt. Die Oberfläche verliert ihre offenen Poren, nimmt Wasser schlechter auf und kann beim Abtrocknen verkrusten. und Verkrustung. Was er darüber hinaus leistet, liest du im Beitrag darüber, was Alexandrinerklee dem Boden bringt, die Grundlagen im Gründünger-Ratgeber unter „Was Gründüngung im Boden leistet“.
Den ersten Schnitt setzt du spätestens zum Blühbeginn an. Wann und mit welcher Technik du Alexandrinerklee einarbeitest, hängt von deinem Boden und der FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten. ab.





