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Kokardenblumen: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen, von Mehltau bis Schnecken

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion

Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Ein weißer, abwischbarer Belag auf der Blattoberseite spricht für Echten Mehltau, auch bei trockenem Wetter.
  • Blattflecken an Gaillardia kann unter anderem der Brandpilz Entyloma gaillardianum verursachen.
  • Welkt eine Kokardenblume in nasser Erde, kann eine Fäule dahinterstecken: erst die Feuchte prüfen, nicht nachgießen.
  • Schnecken sammelst du in der Dämmerung ab; ein Schneckenzaun schützt nur, wenn du innen weiter absammelst.
  • Leichten Blattlausbefall spülst du oft schon mit einem kräftigen Wasserstrahl ab.
  • Chemie ist die letzte Stufe: nur mit Zulassung für Haus- und Kleingarten und streng nach Gebrauchsanweisung.
Blattschaden als Hinweis auf einen Schädlings- oder Krankheitsbefall
Foto: Nothing Ahead · Pexels License · Quelle ↗

Löcher im Laub, ein weißer Belag oder ein Trieb, der plötzlich schlapp hängt: An Kokardenblumen fällt so etwas im Sommer schnell auf. Ich schaue dann erst genau hin, bevor ich zur Schere greife. Dafür drehe ich einzelne Blätter um, prüfe Triebspitzen und Blüten und fühle die Erde am Stängelgrund.

Kokardenblumen, botanisch Gaillardia, wollen einen vollsonnigen Platz mit gutem Wasserabzug und vertragen nach dem Einwachsen Trockenheit. Zur Gattung gehören einjährige Sommerblumen ebenso wie mehrjährige Stauden. Viele Schadbilder an Kokardenblumen kennst du auch von anderen Stauden. Sie sind deshalb Hinweise auf eine Ursache, keine sichere Diagnose.

Schadbilder an Kokardenblumen auf einen Blick

Die Übersicht ordnet typische Spuren einer möglichen Ursache zu und nennt jeweils den ersten Handgriff.

Was du siehst Kann hindeuten auf Erster Handgriff
Weißlicher, abwischbarer Belag auf der Blattoberseite Echter Mehltau befallene Blätter abnehmen, kranke Triebe bis ins gesunde Gewebe zurückschneiden
Gelbe bis braune Flecken auf der Oberseite, festsitzender weißlicher bis grauvioletter Belag auf der Unterseite Falscher Mehltau befallene Blätter abnehmen, Laub beim Gießen trocken halten
Braune oder dunkle Flecken im Laub Blattfleckenpilz, eventuell Bakterien fleckige Blätter entfernen, morgens am Boden gießen
Grauer, pelziger Belag auf welken oder faulenden Blüten Grauschimmel befallene Teile und abgefallene Blütenblätter entfernen
Welke Triebe, obwohl die Erde nass ist Wurzel- oder Stängelgrundfäule Bodenfeuchte prüfen, nicht nachgießen
Unregelmäßige Löcher in Blättern und Blüten, Schleimspuren Schnecken in der Dämmerung absammeln
Kolonien an Triebspitzen, klebrige Blätter Blattläuse mit kräftigem Wasserstrahl abspritzen
Weißlich gelbe Sprenkel, feine Gespinste auf der Unterseite Spinnmilben Blattunterseiten mit der Lupe prüfen
Silbrige Flecken mit dunklen Kotspuren, verformte Blütenblätter Thripse verformte Blüten abschneiden, Nachbarpflanzen kontrollieren

Früh hinschauen: der Kontrollgang

Je früher du einen Befall bemerkst, desto eher kommst du mit Hand, Schere oder Gartenschlauch aus. Kokardenblumen blühen typischerweise von Juni bis September. In dieser Zeit gehe ich regelmäßig durchs Beet und nehme eine Lupe mit, weil Spinnmilben und Thripse sehr klein sind.

Mini-Checkliste

So läuft mein Kontrollgang an den Kokardenblumen.

  • Blattoberseiten auf weißen Belag und Flecken ansehen
  • einzelne Blätter umdrehen und die Unterseite auf Belag, Sprenkel, Gespinste und Tiere prüfen
  • Triebspitzen auf Läusekolonien und klebrigen Honigtau absuchen
  • Blüten auf silbrige Stellen, Verformungen und grauen Schimmel kontrollieren
  • Erde am Stängelgrund anfassen: nass, feucht oder trocken?
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Krankheiten an Kokardenblumen erkennen und behandeln

Echter und Falscher Mehltau

Echter Mehltau bildet typischerweise einen weißlichen Belag auf der Blattoberseite. Falscher Mehltau zeigt sich häufig als gelbe bis braune Flecken auf der Oberseite des Blattes. Auf der Unterseite sitzt dann ein weißlicher bis grauvioletter Belag.

Kurz erklärt

Der Wischtest hilft bei der Unterscheidung. Lässt sich der Belag auf der Blattoberseite mit dem Finger abwischen, spricht das für Echten Mehltau. Sitzt er fest auf der Unterseite und zeigen sich darüber Flecken, deutet das eher auf Falschen Mehltau.

Kokardenblumen stehen vollsonnig und vertragen Trockenheit, trotzdem ist ein trockener Sommer keine Entwarnung. Für die Keimung Echter Mehltaupilze kann bereits eine relative Luftfeuchte von 70 % genügen. Ein sonniger, trockener Platz ist also kein sicherer Schutz vor Echtem Mehltau.

Bei beginnendem Befall nimmst du die erkrankten Blätter ab und schneidest befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurück. Das kann die Ausbreitung bremsen, garantiert aber nichts. Ausreichende Abstände, gute Belichtung und Durchlüftung lassen die Pflanzen schneller abtrocknen und gehören zur Vorbeugung. Dazu kommen eine ausgewogene Nährstoffversorgung ohne übermäßige Stickstoffgaben und ein Gießen, bei dem die Blätter möglichst trocken bleiben.

Sämlinge der Großblumigen Prachtmischung vereinzelst du auf 25 × 25 cm, also gleich weit in der Reihe und zwischen den Reihen. Wie du Kokardenblumen im Staudenbeet ziehst und pflanzt, beschreibt der Ratgeber dazu ausführlich. Den Platzbedarf deiner Pflanzung kannst du vorher im Beetplaner durchspielen.

Blattflecken

Braune oder dunkle Flecken im Laub haben verschiedene mögliche Ursachen. Für Gaillardia ist der Brandpilz Entyloma gaillardianum als Auslöser von Blattflecken dokumentiert. Pilzliche und bakterielle Blattflecken können sich an Stauden aber so ähneln, dass erst eine Laboruntersuchung die Ursache sicher unterscheidet.

Ich nehme fleckige Blätter früh ab und gieße morgens direkt an den Wurzeln. Wird das Laub dabei doch nass, trocknet es am Morgen schneller ab als nach dem Gießen am Abend. Gegenüber abendlicher Blattbenässung verringert das die Gefahr von Blattkrankheiten. Wie du mit befallenem Laub im Herbst umgehst, steht weiter unten bei der Hygiene.

Grauschimmel (Botrytis)

Grauschimmel erkennst du an einem grauen, pelzigen Pilzbelag auf welkenden oder faulenden Pflanzenteilen. An Nelken werden dabei die Blütenblätter braun, an Pfingstrosen welken einzelne Triebe und fallen mit Nassfäule am Stängelgrund um. Bei Kokardenblumen schaue ich deshalb besonders auf Blüten, Knospen und den Stängelgrund.

Befallene Blüten, Knospen und Blätter schneidest du sorgfältig heraus. Abgefallene Blütenblätter sammelst du vom Boden auf, statt sie liegen zu lassen. Gute Luftzirkulation und das Entfernen befallener Reste tragen zur Vorbeugung bei.

Bei Kokardenblumen verlängert das wiederholte Entfernen verblühter Blüten die Blühdauer. Beim Ausputzen hast du also ohnehin jede Blüte vor Augen und kannst angefaulte Köpfe gleich mitnehmen. Wie du die Blütezeit deiner Kokardenblumen verlängerst, zeigt der Ratgeber zu Ausputzen und Rückschnitt.

Wurzel- und Stängelgrundfäule

Welken Triebe, obwohl die Erde feucht ist, kann eine Wurzel- oder Stängelgrundfäule dahinterstecken. Ihre Erreger finden bei anhaltender Bodenfeuchte und schlecht durchlüftetem Boden günstige Bedingungen. Länger anhaltende Staunässe verursacht außerdem Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt solche Fäulen.

Kokardenblumen brauchen guten Wasserabzug, und die kompakte Arizona-Serie reagiert empfindlich auf nasses Substrat. Wer eine schlappe Kokardenblume in nasser Erde sofort gießt, verstärkt deshalb womöglich genau die Bedingungen, unter denen Fäulen entstehen.

Häufiger Fehler

Nur auf die Oberfläche schauen und dann gießen. Stich neben der Pflanze eine Scholle Erde aus und prüfe mit Fingern und Augen, ob der Wurzelraum nass ist. Welkende Pflanzen können auch bei Dauernässe mit geschädigten Wurzeln schlapp werden.

Im Topf brauchst du freie Abzugslöcher, damit stehendes Wasser keine Wurzelfäulnis begünstigt. Töpfe, die draußen überwintern, stellst du ohne Untersetzer auf. Erholt sich eine Pflanze nicht, nimm sie heraus und kläre vor einer Neupflanzung, warum der Boden nass bleibt. Bei Staunässe müssen auch tiefer liegende Verdichtungen gelockert werden.

Schädlinge an Kokardenblumen erkennen und eindämmen

Schnecken an Kokardenblumen: Fraßspuren und Absammeln

Unregelmäßige Löcher in Blättern und Blüten und glänzende Schleimspuren auf Laub oder Boden deuten auf Schnecken hin. Infrage kommen Nacktschnecken wie die Spanische Wegschnecke oder die Gartenwegschnecke, aber auch Gehäuseschnecken. Junge und frisch gesetzte Kokardenblumen kontrolliere ich besonders aufmerksam.

Sammle die Tiere in der Dämmerung oder früh am Morgen ab, wenn sie unterwegs sind. Ein Schneckenzaun um das Beet ersetzt das Absammeln nicht. Er schützt nur zuverlässig, wenn du innerhalb der Umzäunung weiterhin regelmäßig Schnecken einsammelst.

Marias Erfahrung

Für den Schneckengang nehme ich abends eine Taschenlampe und einen Eimer mit. Ich leuchte zuerst unter die Blätter und an den Stängelgrund, danach suche ich den Boden rund um die Pflanzen ab.

Achtung

Weinbergschnecken stehen unter Schutz und dürfen nicht gezielt bekämpft werden. Lass sie beim Absammeln einfach sitzen.

Holzstapel oder dichte Bodendecker direkt neben den Kokardenblumen können Schnecken als Versteck dienen. Im Naturgarten bieten Holz- und Steinhaufen aber auch Nützlingen Unterschlupf. Ich lege solche Haufen deshalb lieber mit etwas Abstand zum Kokardenbeet an.

Mythos-Check

Streifen aus Kaffeesatz oder Sägemehl rund ums Beet sollen Schnecken fernhalten. Nachgesagt wird ihnen, dass die Tiere trockene, raue Schichten ungern überqueren. Verlass dich nicht darauf: Ich streue so etwas höchstens zusätzlich und sammle trotzdem ab.

Blattläuse

Blattläuse sitzen meist in Kolonien an jungen Trieben oder auf der Blattunterseite. Sie saugen an Blättern und jungen Trieben und hinterlassen klebrigen Honigtau. Auf diesem Honigtau können sich Rußtaupilze ansiedeln.

Bei schwachem Befall genügt häufig schon ein kräftiger Wasserstrahl, der die Läuse abspült. Ich spritze dafür morgens, damit das Laub rasch wieder abtrocknet. Einzelne dicht besiedelte Triebspitzen schneide ich ab.

Marienkäfer und ihre Larven, Florfliegen und Schwebfliegen gehören zu den natürlichen Gegenspielern der Blattläuse. Brennnesseljauche oder Schmierseifenlösung werden gegen Läuse gern empfohlen, weil sie die Tiere schwächen oder abwaschen sollen. Kontrolliere die Blattläuse weiter, statt dich auf diese Hausmittel zu verlassen.

Spinnmilben

Spinnmilben sitzen überwiegend an den Blattunterseiten. Zuerst zeigen sich weißlich gelbe Sprenkel auf dem Blatt. Später färbt es sich bronzefarben, und feine Gespinste kommen dazu.

Zahl im Blick

Erwachsene Spinnmilben an Zierpflanzen sind nur etwa 0,5 bis 0,7 mm groß. Ohne Lupe fallen dir eher die Sprenkel und Gespinste auf als die Tiere selbst.

Im Freiland werden Spinnmilben besonders in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem. Kokardenblumen stehen gerade an solchen sonnigen, eher trockenen Plätzen. In Hitzephasen lohnt sich deshalb der Blick mit der Lupe unter die Blätter.

Stark gesprenkelte Blätter nehme ich ab. Wenn du befallene Pflanzen abbraust, dann morgens, damit das Laub schnell wieder trocken ist.

Thripse

Thripse, auch Fransenflügler genannt, sind winzige, schlanke Insekten, die an Blättern und Blüten saugen. Typisch sind silbrige Flecken auf den Blättern mit dunklen Kotspuren. Blütenblätter können sich verfärben und verformen.

Von Spinnmilben unterscheidest du Thripse am Schadbild. Spinnmilben machen feine Sprenkel und Gespinste auf der Unterseite, Thripse eher silbrige Stellen mit Kotpunkten. Ich schneide verformte Blüten beim Ausputzen gleich mit ab und kontrolliere danach die Nachbarpflanzen mit der Lupe.

Hygiene im Beet

Kranke Blätter, Blüten und Triebe schneidest du heraus, sobald du sie entdeckst. Pilzbefallene Blätter kommen bereits im Herbst weg, während gesundes altes Laub bis April oder Mai stehen bleiben kann. Ich werfe kranke Pflanzenteile in den Hausmüll und nicht auf den Kompost.

Werkzeuge, Schuhe und Pflanzenstützen, die mit krankheitsbelasteter Erde in Berührung kamen, reinigst du gründlich. So begrenzt du die Verschleppung von Schaderregern von Pflanze zu Pflanze. Nach der Arbeit an einer kranken Kokardenblume wische ich die Schere ab, bevor ich die nächste schneide.

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Integrierter Pflanzenschutz: Stufe für Stufe

Integrierter Pflanzenschutz verbindet mehrere Wege, damit du chemische Mittel möglichst gar nicht brauchst. Die Reihenfolge ist klar: vorbeugen, beobachten, mechanisch eingreifen und erst ganz am Ende über Chemie nachdenken.

Vorbeugen heißt bei Kokardenblumen vor allem: sonniger Platz, guter Wasserabzug, genug Abstand und maßvolle Nährstoffgaben. Zum Beobachten gehört der regelmäßige Kontrollgang mit Blick auf beide Blattseiten. Mechanisch greifst du ein, indem du kranke Teile abschneidest, Läuse abspritzt und Schnecken absammelst.

Hausmittel wie Jauchen, Schmierseife oder Rapsöl ordne ich als Versuch ein, nicht als verlässliche Lösung. Mischkultur kann die Pflanzengesundheit unterstützen, eine Garantie gegen Befall ist sie nicht. Abwägen musst du also immer zwischen dem Aufwand eines Eingriffs und dem, was die Pflanze an Schaden tatsächlich zeigt.

Chemischer Pflanzenschutz: nur als letzte Stufe

Ein chemisches Mittel kommt erst infrage, wenn ein Befall die Pflanze ernsthaft gefährdet und vorbeugende wie mechanische Schritte nicht reichen. Dann wählst du nur ein Mittel mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten. Lies die Gebrauchsanweisung vollständig und halte dich genau daran. Trag Schutzkleidung, beachte die angegebenen Wartezeiten und entsorge Reste so, wie es die Gebrauchsanweisung vorgibt.

Die Bayerische Gartenakademie zählt Kokardenblumen zu den sommerblühenden Bienenpflanzen. Ein Mittel auf den offenen Blüten kann deshalb Bienen und andere Nützlinge treffen. Gegen Viruskrankheiten richten chemische Pflanzenschutzmittel ohnehin nichts aus.

Dem Problem auf den Grund gehen

Ein Schadbild ist ein Hinweis, keine Diagnose. Trockenheit und Staunässe können die Nährstoffaufnahme stören und dadurch Mangelsymptome hervorrufen. Erklärt eine Bodenanalyse eine vermutete Ernährungsstörung nicht, kann eine Pflanzenanalyse den tatsächlichen Versorgungszustand klären. Virusverdächtige Symptome lässt du bei einer Pflanzenschutzdienststelle abklären.

Gaillardia aristata der Großblumigen Prachtmischung ist eine kurzlebige Staude, ihr Optimum liegt im zweiten und dritten Jahr. Lässt eine ältere Pflanze danach ohne erkennbaren Befall nach, kann schlicht ihr Alter dahinterstecken. Bevor du nach Pilzen oder Schädlingen suchst, lohnt sich deshalb die Frage, wie lange sie schon im Beet steht.

Ich notiere mir, wann und an welcher Pflanze ein Problem auftaucht, und gleiche das mit dem Wetter der Tage davor ab.

Vorbeugen über Standort, Pflege und Naturgarten

Kokardenblumen brauchen einen vollsonnigen Platz mit gutem Wasserabzug, nasse Erde und Staunässe meidest du. Für die Großblumige Prachtmischung werden nährstoffreiche Böden empfohlen, die Sorte ‘Maxima Aurea’ eignet sich dagegen für durchlässige, nährstoffarme Böden. Wie du Standort und Boden für Stauden einschätzt, erklärt der Überblick über Stauden und Ziergräser.

Nach der Keimung hältst du die Großblumige Prachtmischung eher trocken, gegossen wird morgens im Wurzelbereich. Mit Stickstoff überdüngte, mastig wachsende Pflanzen sind anfälliger für Krankheiten, deshalb düngst du maßvoll. Welche Fehler beim Gießen und Düngen von Kokardenblumen du vermeiden solltest, fasst der Ratgeber zusammen.

Wie Pflanzenschutz bei Stauden insgesamt aufgebaut ist, von der Vorbeugung bis zur letzten Stufe, steht im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge desselben Stauden-Überblicks.

Nützliche Insekten brauchen neben Blüten auch Unterschlupf, etwa dürre Staudenstängel, die über den Winter stehen bleiben. Welche Insekten von Kokardenblumen profitieren, zeigt der Ratgeber zu Kokardenblumen im Naturgarten.

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Häufige Fragen

Welche Krankheiten können Kokardenblumen bekommen?
An Kokardenblumen können Echter und Falscher Mehltau, Blattflecken, Grauschimmel sowie Wurzel- und Stängelgrundfäulen auftreten. Für Gaillardia ist der Brandpilz Entyloma gaillardianum als Ursache von Blattflecken dokumentiert. Wurzel- und Stängelgrundfäulen werden durch anhaltende Bodenfeuchte, schlecht durchlüfteten Boden und Staunässe begünstigt.
Welche Schädlinge befallen Kokardenblumen?
Zu den Schädlingen an Kokardenblumen gehören Blattläuse, Schnecken, Spinnmilben und Thripse. Schnecken hinterlassen unregelmäßige Löcher in Blättern und Blüten sowie Schleimspuren; du sammelst sie in der Dämmerung ab und lässt geschützte Weinbergschnecken in Ruhe. Leichten Blattlausbefall spülst du häufig schon mit einem kräftigen Wasserstrahl ab. Spinnmilben werden im Freiland besonders in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem.
Wie erkennt man Mehltau bei Kokardenblumen frühzeitig?
Echter Mehltau zeigt sich als weißlicher Belag auf der Blattoberseite, den du mit dem Finger abwischen kannst. Falscher Mehltau macht eher gelbe bis braune Flecken auf der Blattoberseite und einen festsitzenden, weißlichen bis grauvioletten Belag auf der Blattunterseite. Kontrollier deshalb beide Blattseiten und nimm befallene Blätter früh ab. Auch trockenes Wetter ist keine Entwarnung, weil für die Keimung Echter Mehltaupilze schon 70 % relative Luftfeuchte reichen können.
Worin unterscheiden sich Botrytis und andere Pilzkrankheiten bei Gaillardia?
Botrytis, also Grauschimmel, bildet einen grauen, pelzigen Pilzbelag auf welkenden oder faulenden Pflanzenteilen, gern an Blüten und Knospen. Echter Mehltau sitzt dagegen als weißer, abwischbarer Belag auf der Blattoberseite. Blattflecken zeigen sich als verfärbte Stellen im Laub; für Gaillardia ist dafür unter anderem der Brandpilz Entyloma gaillardianum dokumentiert. Bei Grauschimmel entfernst du befallene Teile und abgefallene Blütenblätter sorgfältig und sorgst für gute Luftzirkulation, das trägt zur Vorbeugung bei.
Was ist der Unterschied zwischen Spinnmilben und Thripsen an Kokardenblumen?
Spinnmilben sind winzig, erwachsene Tiere messen nur etwa 0,5 bis 0,7 mm, und sitzen überwiegend auf den Blattunterseiten. Sie verursachen zunächst weißlich gelbe Sprenkel, später bronzefarbene Blätter und feine Gespinste. Thripse hinterlassen dagegen silbrige Blattflecken mit dunklen Kotspuren und können Blütenblätter verfärben und verformen. Spinnmilben werden im Freiland besonders in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem.
Stimmt es, dass Kokardenblumen völlig pflegefrei sind?
Nein, auch Kokardenblumen brauchen Pflege, selbst wenn sie nach dem Einwachsen Trockenheit vertragen. Das wiederholte Entfernen verblühter Blüten verlängert ihre Blühdauer, und mehrjährige Pflanzen werden Anfang bis Mitte September bis auf die grundständigen Blätter zurückgeschnitten. Dazu kommt ein regelmäßiger Blick auf Blätter, Blüten und Boden, damit du Krankheiten und Schädlinge früh bemerkst.
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