Leinkraut gesund erhalten: Schadbilder erkennen und Krankheiten vorbeugen
- Echter Mehltau zeigt sich als weißer, abwischbarer Belag vor allem auf der Blattoberseite.
- Schon 70 % relative Luftfeuchte können für die Keimung Echter Mehltaupilze reichen, trockenes Wetter ist also kein Schutz.
- Falscher Mehltau bildet oben gelbe bis braune Flecken und unten einen Belag, der sich nicht abwischen lässt.
- Befallene Pflanzenteile gehören in Haus- oder Biomüll, weil der Gartenkompost Erreger möglicherweise nicht abtötet.
- Marokkanisches Leinkraut ist nicht winterhart; die Sorte 'Licilia Red' kommt vorgezogen nicht vor Mitte Mai ins Freiland.

Liegt ein weißer Belag auf den Blättern, kleben die Triebspitzen oder hängt dein Leinkraut trotz feuchter Erde schlapp, kann jedes Mal eine andere Ursache dahinterstecken. Entsprechend verschieden sind die Handgriffe, die jetzt sinnvoll sind. Ich gehe bei einer verdächtigen Pflanze deshalb immer gleich vor: erst Blätter umdrehen, dann die Erde fühlen, erst danach zur Schere greifen.
Die Schadbilder, die ich dir hier beschreibe, sind an Zierpflanzen und Stauden allgemein beschrieben. Am Leinkraut sind sie deshalb Hinweise und keine sichere Diagnose. Wo erst ein Labor die Ursache klären kann, sage ich es dir dazu.
Leinkraut im Kurzporträt
Für die Gesundheit deiner Pflanzen lohnt es sich, Marokkanisches und Echtes Leinkraut auseinanderzuhalten.
| Merkmal | Marokkanisches Leinkraut (Linaria maroccana) | Echtes oder Gewöhnliches Leinkraut (Linaria vulgaris) |
|---|---|---|
| Lebensweise | einjährig, nicht winterhart | breitet sich auch über AusläuferAusläufer sind Triebe, an denen eine Pflanze wie die Erdbeere aufgereihte Jungpflanzen bildet. Diese bewurzeln sich und lassen sich abtrennen, so vermehrt sich die Pflanze vegetativ, also ohne Samen. aus |
| Wuchshöhe | 40 bis 60 cm | 20 bis 75 cm |
| Blütezeit | Juni bis August | Juni bis Oktober |
| Standort | sonnig, mäßig nährstoffreicher, gut durchlässiger, vorzugsweise sandiger Boden | sonnig, lehmiger und nur mäßig nährstoffreicher Boden |
| Besonderheit | kann bei starker Sommerhitze in der Blüte nachlassen | Blüten sind eine Nahrungsquelle für Hummeln |
Linaria purpurea bevorzugt trockenen und gut durchlässigen Boden, Linaria alpina frischen und gut durchlässigen. Wie sich die Lebensläufe von Einjährigen, Zweijährigen und Stauden unterscheiden, steht im Kurzporträt der Stauden, Zweijährigen und Gräser.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, gut durchlässiger, vorzugsweise sandiger Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Topf ziehen.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direkt am endgültigen Standort säen.
Pflege
- Pflege
Nach der Blüte zurückschneiden, wenn Selbstaussaat verhindert werden soll.
- Düngung
Für die Sorte Licilia Azure vor der Pflanzung Kompost oder granulierten Dünger einarbeiten; dies gilt für Garten- und Gefäßkultur.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.
Was du siehst und was dahinterstecken kann
Die Übersicht ordnet typische Schadbilder einem möglichen Auslöser und einem ersten Handgriff zu. Die Tabelle ersetzt keinen genauen Blick, aber sie zeigt dir, wo du hinschauen solltest.
| Schadbild | Kann hindeuten auf | Erster Handgriff |
|---|---|---|
| weißer, abwischbarer Belag, vor allem auf der Blattoberseite | Echten Mehltau | kranke Blätter abpflücken, befallene Triebe bis ins Gesunde zurückschneiden |
| gelbe bis braune Flecken oben, nicht abwischbarer weißlicher bis grauvioletter Belag unten | Falschen Mehltau | befallene Teile entfernen, Laub beim Gießen trocken halten |
| gelbliche Flecken, Pusteln auf der Blattunterseite | Rost | erkrankte Blätter früh abpflücken, Reste aus dem Beet sammeln |
| grauer PilzrasenPilzrasen nennt man den sichtbaren Belag, den ein Pilz auf befallenen Blättern oder Stängeln bildet, etwa den grauen Pilzrasen beim Grauschimmel. Der Begriff beschreibt ein Merkmal des Schadbilds, nicht die Krankheit selbst. auf abgestorbenem Laub oder braunen Blütenblättern | GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. | befallene Reste entfernen, Luft zwischen die Pflanzen lassen |
| Welke trotz feuchter Erde, braune und faule Wurzeln | Wurzel- oder Stängelgrundfäule | Wurzeln ansehen, Nässe beseitigen |
| Kolonien an Triebspitzen, gekräuselte Blätter, klebriger HonigtauHonigtau ist die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen, die die Blätter verklebt. Auf ihm können sich schwarze Rußtaupilze ansiedeln, außerdem fressen Ameisen ihn. | Blattläuse | bei schwachem Befall mit dem Wasserstrahl abspritzen |
| weißlich gelbe Sprenkel, feine Gespinste | SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. | Blattunterseiten kontrollieren, stark besprenkelte Blätter entfernen |
| silbrig graue Flecken, aufgehellte Streifen auf den Blüten | Thripse | betroffene Blüten abschneiden, Nachbarpflanzen prüfen |
| Fraßlöcher, Schleimspuren | Schnecken | in der Dämmerung absammeln |
| Blüte lässt im Hochsommer nach | Hitze beim Marokkanischen Leinkraut | Platz mit Nachmittagsschatten wählen |
Dreh beim Kontrollieren immer auch Blätter um. Auf der Unterseite sitzen der Belag des Falschen Mehltaus, meist die Rostpusteln, häufig die Blattläuse und überwiegend die Spinnmilben.
Krankheiten am Leinkraut erkennen und eindämmen
Echter Mehltau: weißer Belag, der sich abwischen lässt
Echter Mehltau beginnt an Zierpflanzen häufig mit weißen Flecken auf den Blättern. Daraus kann ein mehlartiger Belag werden, der vor allem auf der Blattoberseite sitzt. Typisch ist, dass er sich mit dem Finger abwischen lässt.
Verlass dich nicht darauf, dass trockenes Wetter den Pilz fernhält. Für die Keimung Echter Mehltaupilze kann schon eine relative Luftfeuchte von 70 % genügen. An Phlox und Indianernesseln tritt er sogar gerade bei trocken-warmer Witterung auf.
Bei beginnendem Befall pflückst du kranke Blätter ab und schneidest befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurück. Das Schnittgut sammle ich gleich in einer Tüte, damit nichts davon im Beet liegen bleibt.
Falscher Mehltau: Flecken oben, Belag unten
Beim Falschen Mehltau entscheidet die Blattunterseite. Oben zeigen sich häufig gelbe bis braune Flecken. Darunter liegt ein weißlicher bis grauvioletter Belag, der sich nicht abwischen lässt.
Lässt sich ein weißer Belag auf der Blattoberseite abwischen, spricht das für Echten Mehltau. Sitzt dagegen unten ein fester, weißlicher bis grauvioletter Belag und zeigen sich oben gelbe bis braune Flecken, kann Falscher Mehltau dahinterstecken.
Gegen beide Mehltaupilze gilt dieselbe Grundregel. Befallene Pflanzenteile kommen weg, übermäßige Stickstoffgaben unterbleiben, und beim Gießen bleiben die Blätter möglichst trocken.
Rost und Blattflecken
Rost bildet keinen flächigen Belag, sondern Pusteln. An Nelken und Stockrosen zeigen sich zuerst gelbliche Flecken, an Glockenblumen gelbliche bis orangefarbene Pusteln auf der Blattunterseite. Beim Nelkenrost enthalten die Pusteln später ein braunes Sporenpulver. Entdeckst du ein solches Bild an deinem Leinkraut, kann es auf Rost hindeuten.
Erkrankte Blätter pflückst du früh ab, und Reste kranker Pflanzen sammelst du aus dem Beet. Bei Malvenrost an Stockrosen fördert Blattnässe den Befall. Auch das spricht dafür, Leinkraut nur an den Wurzeln zu gießen.
Bei braunen oder dunklen Blattflecken wird die Bestimmung schwierig. Pilzliche und bakterielle Blattflecken können sich an Stauden so ähneln, dass erst eine Laboruntersuchung die Ursache unterscheidet. Ich entferne befleckte Blätter trotzdem gleich und halte das Laub trocken, bis ich mehr weiß.
Grauschimmel an abgestorbenem Laub
Grauschimmel, auch Botrytis genannt, kann abgestorbenes älteres Laub mit einem grauen Sporenrasen überziehen. An Nelken werden befallene Blütenblätter braun und tragen einen grauen Pilzbelag. Gute Luftzirkulation und das Entfernen befallener Pflanzenreste tragen zur Vorbeugung bei. Am Leinkraut zupfe ich deshalb welke Blätter und braune Blüten aus, bevor sie am Boden liegen.
Wenn ein Virus dahinterstecken könnte
Passt ein Schadbild zu keinem Pilz und keinem Schädling, kann auch ein Virus die Ursache sein. Abklären lässt sich ein solcher Verdacht bei einer Pflanzenschutzdienststelle. Mit chemischen Pflanzenschutzmitteln ist einer Viruskrankheit nicht beizukommen.
Warum welkt mein Leinkraut trotz feuchter Erde?
Welke ist nicht immer ein Zeichen von Durst. Welkende Staudentriebe können auch durch Wurzel- oder Stängelgrundfäulen entstehen. Deren Erreger finden bei anhaltender Bodenfeuchte und schlecht durchlüftetem Boden günstige Bedingungen.
In so einem Fall grabe ich eine Pflanze vorsichtig aus und sehe mir die Wurzeln an. Braune, faule oder vermorschte Wurzeln sind ein Hinweis auf eine Wurzelkrankheit.
Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Marokkanisches Leinkraut, Linaria purpurea und Linaria alpina brauchen alle gut durchlässigen Boden, für jede dieser Arten ist Staunässe also ein Risiko. Wie du den Boden für Leinkraut lockerst und durchlässig machst, erklärt der Ratgeber zur Bodenvorbereitung.
Im Topf kann Leinkraut auch durch Hitze schlapp werden oder durch Wurzeln, die unter Dauernässe gelitten haben. Gerade bei torffreier Erde prüfst du vor dem nächsten Gießen die Feuchte im unteren Teil des Topfes, denn eine trockene Oberfläche kann Nässe darunter verdecken. Der Topf braucht außerdem freie Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.
Schädlinge am Leinkraut: Läuse, Milben, Thripse und Schnecken
Blattläuse
Blattläuse sitzen häufig in Kolonien an Blattunterseiten oder Triebspitzen. Die Läuse saugen an Blättern und jungen Trieben, die Blätter können sich daraufhin kräuseln. Dazu kommt klebriger Honigtau, auf dem sich Rußtaupilze ansiedeln können.
Bei schwachem Befall reicht es meist, die Läuse mit einem Wasserstrahl abzuspritzen. Ich mache das am Morgen, weil die Blätter dann schneller abtrocknen als nach einer Dusche am Abend.
Spinnmilben
Erwachsene Spinnmilben sind nur etwa 0,5 bis 0,7 mm groß. Im Freiland werden sie besonders in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem. Leichter erkennst du ihre Spuren: punktartige, weißlich gelbe Sprenkel auf den Blättern und feine Gespinste. Später können sich die Blätter bronzefarben verfärben.
Die Milben sitzen überwiegend an den Blattunterseiten, dort suchst du nach ihnen. Stark besprenkelte Blätter zupfe ich ab und gebe sie in den Hausmüll.
Thripse
Thripse hinterlassen silbrig graue Flecken auf den Blättern, oft zusammen mit Kotspuren. Junge Blätter können sich verformen, und auf den Blütenblättern erscheinen aufgehellte Streifen. Sehe ich solche Streifen, schneide ich die betroffenen Blüten ab und schaue mir die Nachbarpflanzen an.
Schnecken
Fraßlöcher in den Blättern und Schleimspuren auf dem Boden deuten auf Schnecken. Am leichtesten sammelst du sie in der Dämmerung, am frühen Morgen oder bei feuchtem Wetter ab. Ein Schneckenzaun schützt das Beet nur, solange du innerhalb der Umzäunung weiter absammelst. Weinbergschnecken lässt du sitzen, denn sie stehen unter Schutz.
Kaffeesatz rund um die Pflanzen soll Schnecken fernhalten. Ich verlasse mich nicht darauf und sammle trotzdem ab.
Blätter umdrehen und die Unterseiten ansehen · Triebspitzen auf Läusekolonien prüfen · auf klebrigen Honigtau achten · nach Sprenkeln und feinen Gespinsten suchen · in der Dämmerung nach Schnecken schauen
Hitze, Sonne und Frost: Schäden ohne Erreger
Sommerhitze
Marokkanisches Leinkraut kann bei starker Sommerhitze in der Blüte nachlassen. Nachmittagsschatten kann die Sommerblüte begünstigen. Für die nächste Aussaat merke ich mir deshalb Beetecken, die ab dem Nachmittag im Schatten liegen. Welche Plätze sich grundsätzlich eignen, beschreibt der Stauden-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden.
Blattverbrennungen nach dem Auspflanzen
Vorgezogene Jungpflanzen wechseln am besten bei bedecktem, wenig windigem Wetter ins Freie, damit die Blätter nicht verbrennen. Vorher härtest du sie etwa eine Woche an einem windgeschützten, hellen, aber schattigen Platz ab. Ich stelle die Töpfe dafür tagsüber hinaus und gewöhne sie Schritt für Schritt an die Außentemperaturen. Wie du Leinkraut aussäst und die Sämlinge bis zum Auspflanzen bringst, zeigt der Aussaat-Ratgeber.
Frost
Marokkanisches Leinkraut ist einjährig und nicht winterhart. Vorgezogene Pflanzen der Sorte ‘Licilia Red’ setzt du nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Deine Aussaat- und Pflanztermine kannst du im Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser festhalten.
Wasser und Nährstoffe kurz eingeordnet
Gewöhnliches Leinkraut kannst du besonders bei Trockenheit mäßig gießen. Gieß morgens direkt an die Wurzeln, ohne die Blätter zu benetzen, damit die Gefahr von Blattkrankheiten sinkt. Die Grundlagen zum Gießen und Düngen findest du im Stauden-Ratgeber in den gleichnamigen Abschnitten.
Gewöhnliches Leinkraut gedeiht auf nur mäßig nährstoffreichen Böden, und mit Stickstoff überdüngte, mastig wachsende Pflanzen sind anfälliger für Krankheiten. Mangelsymptome können auch von Trockenheit oder Staunässe kommen, weil beide die Nährstoffaufnahme stören. Wie du Leinkraut bedarfsgerecht düngst und Mangel von Überdüngung unterscheidest, zeigt der Dünge-Ratgeber.
So beugst du Krankheiten am Leinkraut vor
Ich arbeite beim Pflanzenschutz in einer festen Reihenfolge: vorbeugen, kontrollieren, von Hand eingreifen. Chemie kommt erst ganz am Ende, wenn überhaupt.
Gut gepflegtes Leinkraut wird nicht krank? In einer vergleichenden Sichtung von Indianernesseln war keine geprüfte Form vollständig widerstandsfähig gegen Echten Mehltau oder Blattflecken. Gute Pflege senkt das Risiko, ausschließen kann sie einen Befall nicht.
Abstand, Licht und Luft
Ausreichender Pflanzabstand, gute Belichtung und Durchlüftung fördern das Abtrocknen der Pflanzen. Das gehört zur Vorbeugung gegen Echten Mehltau, ebenso eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Neue Beete zeichne ich vorher im Beetplaner mit den passenden Abständen ein.
Marokkanisches Leinkraut steht mit 20 cm Abstand in der Reihe und 20 cm zwischen den Reihen.
Auch die Nachbarn zählen. Pflanzgemeinschaften bleiben stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Passende Partner findest du im Ratgeber dazu, mit welchen Pflanzen du Leinkraut im Beet kombinierst.
Hygiene im Beet
Saat- und Pflanzgut nimmst du nur von gesunden Pflanzen, auch wenn du selbst nachziehst. Befallene Pflanzenteile entsorgst du über den Haus- oder Biomüll. Im Gartenkompost entstehen womöglich nicht die Temperaturen, die Erreger abtöten. Werkzeuge, Schuhe und Pflanzenstützen, die mit kranker Erde in Berührung kamen, reinigst du, um die Verschleppung von Erregern zu begrenzen. Ich habe dafür einen eigenen Eimer mit Deckel, in den nur krankes Material kommt.
Selbstaussaat im Blick behalten
Soll sich Marokkanisches Leinkraut nicht selbst aussäen, schneidest du es nach der Blüte zurück. Lässt du Sämlinge stehen, prüfst du ihre Abstände, denn ausreichender Pflanzabstand gehört zur Vorbeugung gegen Echten Mehltau.
Hausmittel und Chemie richtig einordnen
BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. und SchachtelhalmbrüheSchachtelhalmbrühe ist ein gekochter Auszug aus Ackerschachtelhalm. Die gelöste Kieselsäure soll das äußere Zellgewebe der Pflanzen festigen; die Brühe wird vorbeugend gegen Pilzkrankheiten an Obst und Gemüse gesprüht. wird nachgesagt, Pflanzen widerstandsfähiger zu machen, und SchmierseifeEine Schmierseifenlösung ist in Wasser aufgelöste Schmierseife, die als altes Hausmittel auf Pflanzen gesprüht wird. Sie legt sich als flüssiger Film über Schädlinge wie Blattläuse, die dadurch ersticken. soll gegen Blattläuse helfen. Ich setze zuerst auf Abstand, trockenes Laub, Hygiene und den Wasserstrahl.
Chemische Pflanzenschutzmittel sind beim Leinkraut höchstens das letzte Mittel. Nimm nur Mittel, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, halte dich genau an die Gebrauchsanweisung und trage Schutzkleidung. Beachte angegebene Wartezeiten und entsorge Reste vorschriftsgemäß. Solche Mittel können auch Blütenbesucher treffen, etwa die Hummeln, die das Echte Leinkraut als Nahrungsquelle nutzen.



