Gemüse · Melonen · Anbau

Standort für Melonen: warme Nächte, Sonne, Windschutz und genug Platz

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Melonen brauchen einen sonnigen, warmen und windgeschützten Platz, im Hausgarten also die wärmste Ecke oder einen Platz unter Glas.
  • Gepflanzt wird erst, wenn die Nächte über 12 °C liegen; für Wassermelonen stammt dieser Wert aus dem Erwerbsanbau.
  • Zuckermelonen kommen bei Bodentemperaturen über 15 °C ins Beet, Wassermelonen bei mindestens 16 °C.
  • Abstände planst du als System: 50 bis 100 cm in der Reihe, 50 bis 150 cm zwischen den Reihen, je nach Erziehungsform.
  • Unter Glas sollen Temperaturen über 35 °C vermieden werden, deshalb gehört eine gute Lüftung zu jedem Melonengewächshaus.

Melonen können schon bei niedrigen Plusgraden im Wachstum stocken, auch wenn gar kein Frost droht. Deshalb prüfe ich jeden möglichen Platz im Garten auf drei Dinge: Sonne, Windschutz und Wärme in der Nacht. Hier findest du die Werte für Nacht, Boden und Luft, die Abstände im Beet und die Unterschiede zwischen Freiland, Gewächshaus, Frühbeet und Kübel.

Wie warm müssen die Nächte für Wasser- und Zuckermelonen sein?

Ein warmer Nachmittag reicht für die Pflanzung nicht, auch die Nacht muss passen. Zuckermelonen werden erst gepflanzt, wenn die Nachttemperaturen über 12 °C liegen. Für Wassermelonen gilt im Erwerbsanbau derselbe Wert. Fällt die Temperatur nach dem Auspflanzen noch einmal auf niedrige Plusgrade, können die Pflanzen im Wachstum stocken.

Ins Freie kommen Melonen ohnehin erst nach den letzten erwarteten Frösten, denn winterhart sind sie nicht. Den genauen Tag legst du nach den gemessenen Temperaturen fest und nicht nach dem Kalender. Wann Aussaat und Pflanzung im Jahreslauf liegen, zeigt dir der Aussaatkalender für Melonen zum Ausdrucken.

Häufiger Fehler

Melonen nach einem festen Datum auspflanzen. Ein Kalendertag sagt nichts darüber, wie warm Boden und Nacht an deinem Platz sind. Miss nach und pflanze erst, wenn beide Werte passen.

Welche Boden- und Lufttemperatur brauchen Melonen beim Auspflanzen?

Neben der Nacht zählt der Boden am Pflanzplatz. Zuckermelonen kommen erst bei Bodentemperaturen über 15 °C ins Beet. Beim Auspflanzen sollten sie mindestens 4 Laubblätter entwickelt haben. Wassermelonen brauchen eine Bodentemperatur von mindestens 16 °C. Für ihre Pflanzung im Erwerbsanbau werden außerdem 22 bis 25 °C Lufttemperatur angegeben.

Was du prüfst Wert Gilt für
Nachttemperatur bei der Pflanzung über 12 °C Zuckermelone; Wassermelone im Erwerbsanbau
Bodentemperatur beim Auspflanzen über 15 °C Zuckermelone
Bodentemperatur beim Auspflanzen mindestens 16 °C Wassermelone
Lufttemperatur bei der Pflanzung 22 bis 25 °C Wassermelone im Erwerbsanbau
Temperatur am Standort über 18 °C, windgeschützt Wassermelone im Erwerbsanbau

Ich stecke vor dem Pflanzen ein Bodenthermometer an den geplanten Platz und lese es an mehreren Tagen ab. Die Nachtwerte vergleiche ich dabei mit dem Wetterbericht.

Bevor die Jungpflanzen in die volle Sonne kommen, brauchen sie einen Übergang. Im Erwerbsverfahren werden Wassermelonen eine Woche vor dem Auspflanzen abgehärtet und schrittweise an direkte Sonne gewöhnt. Wie die warme Vorkultur davor abläuft, liest du in der Anleitung, wie du Melonen aussäst und warm vorziehst.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Cucumis
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11
Aussaatkalender Melonen
GartenkalenderAussaat: März, April, Mai; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: Juni, Juli, August, September, Oktober, November; Pflanzung: März, April, MaiJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberErnte: NovemberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilPflanzung: MaiAussaatBlüteErntePflanzung

Welcher Platz im Garten ist sonnig und warm genug?

Melonen gehören an einen sonnigen Platz, Wassermelonen an einen sehr sonnigen. Dazu kommt Wärme in der Luft. Der Erwerbsanbau empfiehlt für Wassermelonen windgeschützte Plätze, die sich leicht erwärmen und Temperaturen über 18 °C bieten. Für Zuckermelonen gelten warme, luftfeuchte Bedingungen als ideal, am besten im Gewächshaus, in einem großen Frühbeetkasten oder im Folientunnel. Diese Empfehlung stammt aus dem britischen Anbau; gezogen werden Melonen im Freiland wie unter Glas.

Für deinen Garten heißt das: Du suchst die wärmste, windgeschützte Ecke oder einen Platz unter Glas. Achte dabei auf Schatten von Haus, Baum, Hecke oder Zaun, der im Lauf des Tages über das Beet wandert.

Marias Erfahrung

Ich markiere im Frühjahr jeden möglichen Melonenplatz mit einem Stab. Morgens, mittags und abends schaue ich nach, ob sein Fuß in der Sonne oder im Schatten liegt, und notiere es mir.

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Warum brauchen Melonen einen windgeschützten Platz?

Wärme und Windschutz gehören bei Melonen zusammen: Für Wassermelonen werden ausdrücklich windgeschützte Plätze empfohlen, die sich leicht erwärmen. Der Wind wirkt außerdem auf das Gießen. Wie viel Wasser Gemüse braucht, hängt unter anderem von Sonne und Wind am Standort ab.

Weil Melonen zugleich einen sonnigen Platz brauchen, darf der Windschutz keinen Schatten auf das Beet werfen. Er gehört deshalb auf die Seite, aus der der Wind kommt, und nicht zwischen Sonne und Pflanzen. Hauswand, Hecke und Zaun halten Wind ab; im Frühbeet übernehmen das die Seitenwände. Ich stelle mich an einem windigen Tag an den geplanten Platz und achte darauf, aus welcher Richtung es zieht.

Wie viel Platz brauchen Melonen im Beet?

Plane die Fläche als System aus Abstand in der Reihe, Reihenabstand und Erziehungsform. In der Reihe stehen Melonen 50 bis 100 cm auseinander. Zwischen den Reihen liegen 50 bis 150 cm. Welchen Wert du aus diesen Spannen wählst, hängt an der Erziehung. Pflanzen, die am Boden ranken, beanspruchen die Fläche, die ihre Wuchsbreite verlangt. Zuckermelonen, die im Gewächshaus eintriebig aufgeleitet werden, wachsen dagegen nach oben.

Maß Zuckermelone Wassermelone
Abstand in der Reihe 50 bis 100 cm 60 bis 100 cm
Reihenabstand 50 bis 150 cm 60 bis 120 cm
Wuchsbreite 80 bis 150 cm 150 bis 200 cm
Wuchshöhe 30 bis 50 cm 30 bis 50 cm

Wassermelonen wachsen breiter als Zuckermelonen und werden im üblichen Erwerbsanbau meist ohne regelmäßigen Rückschnitt am Boden rankend gezogen. Für sie richtest du die Fläche deshalb nach der Wuchsbreite aus und nicht nach dem kleinsten Abstand.

Ob deine Fläche reicht, kannst du im Beetplaner für dein Beet durchrechnen. Er setzt für Melonen 100 cm Abstand in der Reihe an. Zwischen den Reihen rechnet er mit 150 cm. Wer Melonen unter Glas nach oben zieht, stützt die schweren Früchte mit Netzen und entlastet so die Pflanzen.

Freiland, Gewächshaus, Frühbeet oder Kübel: welche Anbauform passt?

Melonen werden im Freiland und im Gewächshaus angebaut, Wassermelonen auch im Hochbeet und im Kübel. Welche Form zu dir passt, hängt davon ab, wie warm und geschützt dein Platz ist.

Freiland: der wärmste Platz und mehr Zeit

Im Freiland sind kühle Sommer und hohe Niederschläge das Risiko, beides kann zu Ertragsausfällen führen. Zuckermelonen brauchen dort je nach Sorte und Witterung etwa 12 bis 16 Wochen von der Pflanzung bis zur Ernte. Im Gewächshaus lassen sie sich je nach Sorte und Witterung etwa 8 bis 9 Wochen nach der Pflanzung ernten. Wer draußen anbaut, setzt seine Melonen also länger dem Wetter aus und gibt ihnen deshalb den wärmsten Platz im Garten.

Draußen brauchen die Jungpflanzen anfangs Schutz. Ich lege nach dem Pflanzen ein Vlies über die Melonen und nehme es ab, sobald sie zu blühen beginnen. Frisch gepflanzte Melonen sind außerdem besonders schneckengefährdet. Bei feuchtem Wetter gehe ich deshalb spätabends mit der Taschenlampe durch das Beet und kontrolliere die Jungpflanzen.

Gewächshaus, Folientunnel und Frühbeet

Unter Glas oder Folie schaffst du die warmen, luftfeuchten Bedingungen, die für Zuckermelonen als ideal gelten. Ein großer Frühbeetkasten oder ein Folientunnel ist eine Lösung für Gärten ohne Gewächshaus. Für das Wachstum von Zuckermelonen im Kalthaus gelten 25 bis 30 °C als vorteilhaft.

Mythos-Check

„Melonen können gar nicht zu warm stehen“ stimmt nicht. Im Gewächshausanbau von Zuckermelonen sollen Temperaturen über 35 °C vermieden werden, um Brandköpfen vorzubeugen. Über 38 °C wird es für junge Triebspitzen besonders kritisch. Ähnliche Schäden an den Triebspitzen kann auch ein hoher Salzgehalt im Boden hervorrufen, ein solches Schadbild ist also nur ein Hinweis.

Der günstige Wachstumsbereich liegt damit nicht weit unter der Hitzegrenze, deshalb planst du die Lüftung von Anfang an mit. Bei einem Kleingewächshaus soll sich mindestens ein Viertel der Fläche zum Lüften öffnen lassen. Temperaturgesteuerte automatische Fensteröffner lüften auch dort, wo kein Strom liegt. Schattierst du vorübergehend gegen Hitze, muss zwischen Abdeckung und Pflanzen Luft zirkulieren können.

Spinnmilben an Melonen werden durch Temperaturen über 20 °C und trockene Luft begünstigt. Deshalb kontrolliere ich die Blätter im Gewächshaus regelmäßig. Für Thripse hänge ich blaue Leimtafeln auf, damit ein Befall früh auffällt.

Melonen können Pollen derselben Pflanze nutzen, er muss aber auf die Narbe gelangen. Unter Glas übertrage ich ihn zur Blütezeit mit einem Pinsel auf die Narbe der weiblichen Blüten.

Kübel und Hochbeet

Wassermelonen lassen sich auch im Hochbeet und im Kübel ziehen. Im Gefäß brauchst du ein leichtes Substrat, das Luft und Wasser speichert und einen Nährstoffvorrat mitbringt. Steht der Kübel im Regen, braucht er ein Abzugsloch; ein Wasserspeicherkasten braucht einen Überlauf gegen Staunässe. Das Substrat soll weder ganz austrocknen noch staunass werden.

Für Gefäße werden eigene Sorten beschrieben, etwa die Wassermelone Mini Love F1, die wegen ihrer langen Triebe trotzdem Platz braucht. Für den Balkon werden die Charentais-Melone Orange Beauty F1 und die Zuckermelone Funambul genannt, für kühlere Bedingungen die sehr frühe Zuckermelone Petit Gris de Rennes. Einen Überblick über die Melonentypen gibt der Abschnitt Sorten im Melonen-Ratgeber.

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Boden und Drainage am Melonenplatz

Melonen brauchen einen gut durchlässigen Boden, der trotzdem Wasser speichert; für Zuckermelonen wird ein saurer bis neutraler pH-Wert genannt. Für Wassermelonen wird nährstoffreicher, sandiger Lehm empfohlen, nasse Böden vertragen sie schlecht. Lockern, Humus und pH-Wert behandelt die Anleitung, wie du den Boden für Wassermelonen vorbereitest. Bleibt auf deinem Wunschplatz nach Regen Wasser stehen, weichst du besser auf ein Hochbeet aus.

Mikroklima: Tau, Blattnässe und Mulch

Auch innerhalb eines Gartens zählt, wie lange das Laub nach einer feuchten Nacht nass bleibt. Bei 15 bis 20 °C und Tau in der Nacht kann sich Falscher Mehltau an Melonen leichter ausbreiten. Stängelbrand wird durch lange Blattnässe, trübes Wetter und eine Luftfeuchtigkeit über 95 % gefördert. Ein Platz, an dem die Blätter morgens rasch abtrocknen, kann deshalb beide Risiken senken. Halte die Blätter möglichst trocken und bewässere bevorzugt über Tropfschläuche.

Bei Wassermelonen wird Echter Mehltau dagegen durch warmes, sonniges Wetter begünstigt. Hier sind widerstandsfähige Sorten eine wichtige Vorbeugung.

Grünschnittmulch kommt bei Wassermelonen erst auf ausreichend erwärmten Boden. Wie du mulchst und die Pflanzen bis zur Ernte versorgst, steht in der Anleitung, wie du Melonenpflanzen nach dem Auspflanzen pflegst.

Nachbarn und Fruchtfolge am Melonenplatz

Als unverträgliche Nachbarn gelten Wassermelonen, Kürbis, Hörnchenkürbis, Ziergurken und Kalebasse, alles Kürbisgewächse wie die Melone selbst. Damit gehören auch Zucker- und Wassermelone nicht nebeneinander. Als gute Partner werden unter anderem Zwiebeln, Dill, Basilikum, Spinat und Knollenfenchel genannt. Günstige Nachbarschaftseffekte sind allerdings schwer nachzuweisen; Mischkultur unterstützt, sie garantiert nichts.

Auf dieselbe Fläche kommen Melonen erst nach einer Anbaupause von 4 Jahren. Direkt nach Gurken, Kürbis oder Zucchini pflanzt du keine Melonen, denn alle gehören zu den Kürbisgewächsen. Im Mischkultur-Werkzeug siehst du, welche Nachbarn zu deinen Melonen passen.

Gute Bestäubung fördert Fruchtqualität, Fruchtgröße und Ertrag der Melonen. Weil Wildbienen von Blüten und nahen Nistplätzen profitieren, kann ein blühender Saum neben dem Melonenbeet der Bestäubung helfen.

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Gießen, Düngen und Pflege nach der Platzwahl

Gieß Melonen am Fuß der Pflanze und am besten früh am Morgen, weil der Boden dann abgekühlt ist und weniger Wasser verdunstet. Wie viel Wasser sie in welcher Phase brauchen, steht in der Anleitung, wie du Melonen je nach Wachstumsphase bewässerst.

Melonen gelten als Starkzehrer, ihre Versorgung beginnt deshalb schon bei der Beetvorbereitung. Wie du düngst und wie Zuckermelonen je nach Anbauort geschnitten werden, beschreibt der Melonen-Ratgeber in den Abschnitten Düngen und Pflege.

Mini-Checkliste

So prüfst du deinen Melonenplatz vor dem Pflanzen.

  • Der Platz ist sonnig, und weder Haus noch Baum noch Windschutz werfen Schatten aufs Beet.
  • Wand, Hecke oder Zaun halten den Wind von der Wetterseite ab.
  • Die Nächte liegen bei der Pflanzung über 12 °C.
  • Der Boden hat bei Zuckermelonen über 15 °C, bei Wassermelonen mindestens 16 °C.
  • Die Fläche reicht für Wuchsbreite und Reihenabstand deiner Melonen.
  • Nach Regen bleibt kein Wasser auf dem Beet stehen.
  • Zuletzt standen dort keine Kürbisgewächse.
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Häufige Fragen

Ab welcher Temperatur stellen Melonen ihr Wachstum ein?
Melonen können schon bei niedrigen Plusgraden im Wachstum stocken, auch ganz ohne Frost. Gepflanzt wird deshalb erst, wenn die Nächte über 12 °C liegen; das gilt für Zuckermelonen und im Erwerbsanbau auch für Wassermelonen. Den Termin legst du nach den tatsächlich gemessenen Temperaturen fest, nicht nach dem Kalender.
Welche Bodentemperatur brauchen Melonen beim Auspflanzen?
Zuckermelonen kommen erst bei Bodentemperaturen über 15 °C ins Beet. Beim Auspflanzen sollten sie mindestens 4 Laubblätter entwickelt haben. Für Wassermelonen gilt eine Bodentemperatur von mindestens 16 °C. Miss die Temperatur direkt am Pflanzplatz, bevor du pflanzt.
Warum ist ein windgeschützter Standort für den Melonenanbau wichtig?
Melonen brauchen Wärme, und für Wassermelonen werden im Erwerbsanbau ausdrücklich windgeschützte Plätze empfohlen, die sich leicht erwärmen. Auch der Wasserbedarf hängt unter anderem von Sonne und Wind am Standort ab. Stell den Windschutz so, dass er den Wind abhält, ohne Schatten auf das Beet zu werfen, denn Melonen brauchen zugleich einen sonnigen Platz.
Welcher pH-Wert ist ideal für Melonen im Garten?
Für Zuckermelonen wird ein saurer bis neutraler Boden empfohlen. Wassermelonen tolerieren einen pH-Bereich von 5,3 bis 8,0, ein enger Optimalwert ist für sie nicht festgelegt. Wo dein Boden liegt, zeigt eine Standard-Bodenuntersuchung, die neben Phosphor und Kalium auch den pH-Wert erfasst.
Welche Mindestabstände sollten beim Pflanzen von Melonen eingehalten werden?
Plane die Abstände als System aus Pflanzabstand, Reihenabstand und Erziehungsform. In der Reihe stehen Melonen 50 bis 100 cm auseinander. Zwischen den Reihen liegen 50 bis 150 cm. Am Boden rankende Pflanzen brauchen die Fläche, die ihre Wuchsbreite verlangt, während eintriebig im Gewächshaus aufgeleitete Zuckermelonen in die Höhe wachsen.
Stimmt es, dass Melonen in Deutschland nicht erfolgreich angebaut werden können?
Pauschal stimmt das nicht: Melonen werden im Freiland und im Gewächshaus angebaut und von August bis Oktober geerntet. Im Freiland können kühle Sommer und hohe Niederschläge allerdings zu Ertragsausfällen führen, eine Erntegarantie gibt es nicht. Deshalb wählst du die wärmste, windgeschützte Ecke im Garten oder einen Platz unter Glas.
Was unterscheidet Zuckermelonen von Wassermelonen beim Anbau?
Es sind verschiedene Arten: Zuckermelonen gehören zu Cucumis melo, Wassermelonen zu Citrullus lanatus, beide sind Kürbisgewächse. Wassermelonen wachsen breiter und werden im üblichen Erwerbsanbau meist ohne regelmäßigen Rückschnitt am Boden rankend gezogen. Zuckermelonen werden dagegen je nach Anbauort geschnitten. Nebeneinander gehören die beiden nicht, denn Wassermelonen gelten als unverträgliche Nachbarn der Melone.
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