Mischkultur mit Porree: gute Nachbarn, Abstände und Beetplan
- Als Mischkulturpartner für Porree gelten Kohl, Möhren, Petersilie, Salat, Sellerie, Spinat und Tomaten.
- Ob Nachbarn den Porree schützen, ist oft schwer nachzuweisen. Mischkultur unterstützt, sie garantiert nichts.
- Porree steht mit 10 bis 20 cm Abstand in der Reihe und 30 bis 50 cm Reihenabstand.
- Neben jeder Porreereihe bleibt ein Streifen zum Hacken und Anhäufeln frei.
- Zwischenkulturen wie Salat und Spinat erntest du, bevor sie den Porree bedrängen.
- Erbsen und Bohnen passen als Vorfrucht vor Porree, Wurzelgemüse als Nachfrucht.

Porree ist eine lange Kultur: Seine Kulturdauer liegt bei 140 bis 210 Tagen, und Winterporree steht vom Sommer bis ins Folgejahr im Beet. Wer ihm Nachbarn gibt, legt sich damit für Monate fest. Ich plane ein Mischbeet mit Porree deshalb, bevor die erste Pflanze in der Erde ist. Drei Fragen kläre ich vorher: Wer wächst daneben, wie viel Platz braucht jede Reihe, und wann wird welche Reihe wieder frei?
Welche Pflanzen sind gute Nachbarn für Porree?
Als Partner in Mischkultur werden für Porree Kohl, Möhren, Petersilie, Salat, Sellerie, Spinat und Tomaten empfohlen. Ich teile sie im Beet in drei Rollen auf: Gemüse mit eigener Reihe, Blattgemüse für die Lücken und ein Kraut für den Rand. Weitere Kombinationen kannst du im Mischkultur-Planer für Gemüsenachbarn nachschlagen. Porree läuft dort in einer Gruppe mit Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch und Bärlauch.
Möhren: beliebter Partner mit Vorbehalt
Möhren pflanze ich in eigenen Reihen im Wechsel mit Porree. Oft heißt es, die beiden schützten sich gegenseitig vor Fliegen. Darauf solltest du nicht bauen, denn schon die ähnliche Paarung aus Möhren und Zwiebeln bietet keinen verlässlichen Fliegenschutz. Den Schutz vor Schädlingen plane ich deshalb getrennt von der Partnerwahl.
Salat und Spinat: Zwischenkultur in den Lücken
Salat und Spinat setze ich als ZwischenkulturEine Zwischenkultur ist eine schnell wachsende Gemüsekultur, die gleichzeitig mit einer langsam wachsenden Hauptkultur auf dem Beet steht, meist in Reihen dazwischen. Sie ist geerntet, bevor die Hauptkultur den ganzen Platz braucht. neben die Porreereihen, solange der Porree noch klein ist. Entscheidend ist der Erntetermin. Eine Zwischenkultur muss vom Beet sein, bevor sie den länger stehenden Porree bedrängt. Beim Hacken schaue ich nach, ob die Blätter schon in die Porreereihe ragen, und ernte dann.
Sellerie, Kohl und Tomaten: Partner mit eigener Reihe
Sellerie, Kohl und Tomaten bekommen bei mir jeweils eine eigene Reihe. Für ihren Platz zählt die Endgröße der ausgewachsenen Pflanze, nicht der Setzling. Den Abstand nehme ich von der Packung der jeweiligen Sorte, denn bei Termin und Abstand hat sie Vorrang. Zwischen Porree und Partner richte ich mich nach der Pflanze, die mehr Platz braucht.
Petersilie: das Kraut für den Rand
Von den Küchenkräutern wird Petersilie als Partner für Porree empfohlen. Ich säe sie als Randreihe ins Mischbeet. Dort komme ich zum Schneiden gut heran, und beim Anhäufeln steht sie nicht im Weg.
Thymian, Ringelblume, Tagetes: was ist davon zu halten?
Thymian, Oregano, Ringelblumen und Tagetes werden oft als Schutzpflanzen für Porree genannt. Ob Nachbarpflanzen so wirken, lässt sich im Gemüsebeet oft schwer nachweisen, und Beobachtungen dazu widersprechen sich häufig. Ich setze solche Kräuter und Blumen dazu, wenn Platz übrig ist, und rechne nicht mit Schutz für den Porree.
Welche Nachbarn schaden dem Porree?
Listen mit schlechten Nachbarn für Porree liest du am besten mit Vorsicht, aus demselben Grund wie bei den Schutzpflanzen. Wie wenig sich solche Listen übertragen lassen, zeigt der Kohl. Für Schalotten wird von Kohlgewächsen und Bohnen als Nachbarn abgeraten. Beim Porree steht Kohl dagegen auf der Partnerliste. Eine Regel für Zwiebeln oder Schalotten gilt also nicht automatisch für Porree.
Sicheren Einfluss hast du auf Platz und Ansprüche. Ein Nachbar, der zu breit wird oder zu lange steht, bedrängt den Porree. Ungünstig ist es auch, wenn Kulturen mit unterschiedlichen Nährstoff- und Wasseransprüchen nebeneinanderstehen. Porree ist ein StarkzehrerStarkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe. und will einen feuchten, gut durchlässigen Boden mit viel organischer Substanz. Passt ein Nachbar zu diesen Ansprüchen nicht, gibst du ihm besser ein anderes Beet.
Erbsen und Bohnen haben beim Porree ihren Platz in der FruchtfolgeFruchtfolge ist die geplante Reihenfolge, in der verschiedene Gemüsearten über die Jahre auf demselben Beet wachsen. Wechselst du jedes Jahr die Pflanzenfamilie, sinkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge, und die Nährstoffe im Boden werden besser genutzt.: Er eignet sich als FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten. nach ihnen. Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch stehen nicht unter den empfohlenen Partnern für Porree. Ich plane sie deshalb in einem eigenen Beet.
Mischkultur heißt, dass verschiedene Gemüse zur selben Zeit nebeneinander wachsen. Die Fruchtfolge regelt, was nacheinander auf derselben Fläche steht. Ein guter Nachbar und eine gute VorfruchtDie Vorfrucht ist die Kultur, die vor der aktuellen Kultur auf derselben Fläche stand, in der Fruchtfolge meist im Vorjahr. Sie kann Boden, Nährstoffe und Krankheitsdruck für die nachfolgende Kultur positiv oder negativ beeinflussen. sind deshalb zwei verschiedene Fragen.
Wie ordne ich das Mischbeet mit Porree an?
Porree wächst als Einzelpflanze in Reihen und gedeiht sonnig bis halbschattig. Für seinen Platz gilt dieses System:
| Maß | Porree |
|---|---|
| Abstand in der Reihe | 10 bis 20 cm |
| Reihenabstand zwischen zwei Porreereihen | 30 bis 50 cm |
| Wuchsbreite | 10 bis 20 cm |
| Anbauform | Einzelpflanzen in Reihen, zum Bleichen angehäufelt |
Porree wird zum Bleichen der Schäfte angehäufelt, und die Reihen müssen für die Hacke zugänglich bleiben. Neben jeder Porreereihe brauchst du deshalb einen Streifen, aus dem du Erde ziehen und in dem du hacken kannst.
So plane ich ein Mischbeet von einer Längsseite zur anderen:
- Petersilie als Randreihe
- Porree
- Möhren
- Porree
- Sellerie
- Porree
In die Streifen neben den Porreereihen kommen anfangs Salat und Spinat. Die Zwischenkultur bleibt dort nur, bis ich den Platz zum Anhäufeln brauche. Wenn du deine Reihen vorher aufzeichnen willst, kannst du dein Mischbeet im Beetplaner Reihe für Reihe anlegen.
Die Partnerreihe direkt an den Porree rücken. Dann fehlt der Streifen zum Hacken und Anhäufeln, und ein Nachbar, der zu lange steht, bedrängt den Porree.
Gießen und Pflege zwischen den Reihen
Beim Gießen behandle ich das Mischbeet nicht als Einheit. Der Wasserbedarf hängt von Art und Sorte, Witterung, Substrat sowie Sonne und Wind ab, und darin unterscheiden sich die Partner. Ich prüfe die Erde neben jeder Reihe mit dem Finger und gieße dort, wo sie trocken ist.
Füllst du ein neues HochbeetEin Hochbeet ist ein erhöhtes, stabil eingefasstes Beet, das mit Erde gefüllt wird, etwa aus Holz, Stein, Beton, Metall oder Kunststoff. Es erlaubt rückenschonendes Gärtnern auf wenig Grundfläche. klassisch mit Reisig, Kompost und Gartenerde, setz den Porree ins erste Jahr. Dann wird dort viel Stickstoff frei, und das bietet Starkzehrern wie Porree günstige Bedingungen.
- Partner wählen: Kohl, Möhren, Petersilie, Salat, Sellerie, Spinat, Tomaten.
- Endgröße jeder Kultur einzeichnen, nicht die Größe beim Pflanzen.
- Neben jeder Porreereihe einen Streifen zum Hacken und Anhäufeln einplanen.
- Abstände der Partner von der Sortenpackung übernehmen.
- Für jede Zwischenkultur festlegen, wann sie geerntet sein muss.
Wann kommen Porree und Partner ins Beet?
Welche Porreegruppe du pflanzt, legt fest, wie lange die Reihe belegt ist:
| Gruppe | Pflanzung | Ernte |
|---|---|---|
| Sommerporree | Anfang April bis Mitte Mai | Ende Juni bis Ende August |
| Herbstporree | Ende Mai bis Ende Juni | Ende August bis Ende Dezember |
| Winterporree | Anfang Juli bis Anfang August | Anfang Januar bis Mai des Folgejahres |
Winterporree wird ab Anfang Juli gepflanzt, und geeignete Sorten bleiben über den Winter im Freiland stehen. Neben ihm brauchst du deshalb Partner, deren Reihen du abräumen kannst, während der Porree weiter im Beet steht. Die Saat- und Pflanztermine für Porree und seine Verwandten hast du mit dem Aussaatkalender für Zwiebelgewächse zum Ausdrucken auf einem Blatt.
Auf meinem Beetplan steht neben jeder Reihe, wann sie bepflanzt wird und wann sie voraussichtlich frei wird. Daran sehe ich vor dem Pflanzen, welche Zwischenkultur geerntet sein muss, bevor der Porree den Platz braucht.
Lauchmotte und Lauchminierfliege: Nachbarn ersetzen kein Netz
Gegen Lauchmotte und Lauchminierfliege verlasse ich mich nicht auf Nachbarpflanzen, sondern lege gleich nach der Pflanzung ein KulturschutznetzEin Kulturschutznetz, auch Gemüsefliegennetz genannt, ist ein engmaschiges Kunststoffnetz, das du locker über Gemüsebeete legst. Es hält Gemüsefliegen wie Möhren-, Kohl- und Zwiebelfliege von den Pflanzen fern, außerdem Vögel und Kaninchen. mit gut befestigten Rändern auf. Weil es lückenlos aufliegen soll, spanne ich es über alle Porreereihen samt Partnern und lasse nur die Petersilienreihe am Rand draußen. Welche Maschenweite passt und wann die Schädlinge fliegen, steht im Grundlagen-Abschnitt zu Krankheiten und Schädlingen bei Zwiebelgewächsen.
Was kommt nach dem Porree?
Nach der Ernte passt Wurzelgemüse auf die Porreefläche, und als GründüngungGründüngung ist eine Bodenpflegemaßnahme: Auf freie Beete säst du Pflanzen, die den Boden schützen und verbessern sollen. Sie werden meist nicht geerntet, sondern abgemäht, als Mulch liegen gelassen oder flach eingearbeitet. vor oder nach Porree eignen sich Lupine, Phacelia und Gelbsenf. Zwiebelgewächse kommen erst nach einer Anbaupause wieder auf dieselbe Fläche. Wie lange diese Pause dauert, erklärt der Ratgeber dazu, wie du Porree mit passenden Vor- und Nachfrüchten in die Fruchtfolge einplanst.




