Perserklee anbauen: Aussaat, Pflege und Ernte Schritt für Schritt
- Aussaat von April bis August, Perserklee keimt ab 10 °C.
- Für die Gründüngung rechnest du mit 5 g Saatgut pro Quadratmeter, breitwürfig gesät.
- Die Samen 0,5 bis 1 cm tief in ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett einrechen.
- Bis zum Auflaufen feucht halten, die Keimdauer liegt bei 7 bis 14 Tagen.
- Rechtzeitig vor der Samenreife mähen, damit er sich nicht selbst aussät.

Perserklee ist schnell gesät, doch die feinen Samen gehören flach in ein festes, feinkrümeliges Saatbett. Wer zu spät im Jahr sät, muss außerdem mit Ertragseinbußen rechnen. Ich arbeite deshalb immer dieselbe Reihenfolge ab: Platz wählen, Saatbett bauen, säen, feucht halten und rechtzeitig mähen. Genau so ist diese Anleitung aufgebaut.
Perserklee (Trifolium resupinatum) ist ein einjähriger Klee aus der Familie der FabaceaeFabaceae ist der botanische Name der Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler, die auch Leguminosen heißen. Dazu gehören etwa Erbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen und Klee. Sie versorgen sich mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst mit Stickstoff aus der Luft.. Als Leguminose bringt er über die Symbiose mit Knöllchenbakterien zusätzlich Luftstickstoff in den Boden. Er ist nicht winterhart und keine Dauerkultur, du säst ihn also für eine Saison.
Perserklee auf einen Blick
Die wichtigsten Werte für Planung und Aussaat habe ich hier gesammelt.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Botanischer Name | Trifolium resupinatum |
| Familie | Fabaceae (Leguminosen) |
| Lebensdauer | einjährig, nicht winterhart |
| Licht | sonnig, auch halbschattig |
| Aussaat | April bis August |
| Saatmenge als Gründüngung | 5 g Saatgut/m² |
| Saattiefe | 0,5–1 cm |
| Keimtemperatur | min. 10 °C, max. 18 °C |
| Keimdauer | 7–14 Tage |
| Tausendkorngewicht | 2,7 g |
| Wuchshöhe | 50–80 cm |
| Blütezeit | Mai bis September |
| Kulturdauer | 90–100 Tage |
| Wurzel | tiefwurzelnd |
| Nährstoffbedarf | schwachzehrend |
| Anbaupause | 3 Jahre |
Empfehlungen für den Garten
Aussaat und Vermehrung
- Saattiefe
Die Samen 0,5-1 cm tief säen.
Wo wächst Perserklee am besten?
Am liebsten steht Perserklee in voller Sonne, mit Halbschatten kommt er ebenfalls zurecht. Sein Wasserbedarf ist hoch, und am besten wächst er in warmen Lagen mit ausreichender Feuchtigkeit. Für die Sorte Maral empfiehlt der Hersteller ebenfalls einen warmen, gut mit Wasser versorgten Boden. An die Bodenart stellt Perserklee bei ausreichender Wasserversorgung keine besonderen Ansprüche, auch Sandboden eignet sich.
Weil sein Wasserbedarf hoch ist und er bei genügend Wasser keine besonderen Bodenansprüche stellt, entscheidet bei der Platzwahl eher die Wasserversorgung als die Bodenart. Ich gebe ihm deshalb ein Beet, das ich in Trockenphasen gut mit dem Schlauch erreiche.
Passt Perserklee ins Hochbeet oder in den Kübel?
Im Hochbeet ist Gründüngung sinnvoll, wenn es mehrere Wochen oder über Winter ungenutzt bleibt. In kleinen Gefäßen ist sie meist wenig sinnvoll, weil sich die Erde dort einfach austauschen lässt. Kläre vor der Saat, wie lange die Fläche frei ist: Für Perserklee wird eine Kulturdauer von 90 bis 100 Tagen angegeben. Wann welches Beet frei ist, behältst du mit dem Beetplaner für deine Beetbelegung im Blick.
Wo passt Perserklee in die Fruchtfolge?
Für Perserklee gilt eine Anbaupause von 3 Jahren; säst du ihn in einer Mischung, müssen alle enthaltenen Pflanzenfamilien zu deiner Fruchtfolge passen. Als Vorfrucht für stark zehrendes Gemüse eignet sich Leguminosen-Gründüngung. Wie die Familien zusammenspielen, erkläre ich im Überblick zu Fruchtfolge und Mischkultur bei Gründüngern, passende Partner zeigt der Beitrag zu Perserklee in Mischkulturen.
Wie bereite ich den Boden für Perserklee vor?
Perserklee braucht ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett. So lege ich es an:
- Erntereste der Vorkultur weitgehend abräumen oder einarbeiten.
- Warten, bis der Boden ausreichend abgetrocknet ist, und ihn dann oberflächlich mit Grabgabel oder Krail lockern.
- Die Fläche feinkrümelig und eben harken.
- Das geharkte Beet wieder festigen.
Ob der Boden abgetrocknet ist, prüfe ich mit der Hand, bevor ich die Grabgabel ansetze.
Das Beet wird gelockert, geharkt und sofort besät. Perserklee braucht aber ein gut rückverfestigtes Saatbett, deshalb drücke ich die Fläche vor der Saat mit einer Walze wieder an.
Muss ich vor der Saat düngen oder kalken?
Für den Zwischenfruchtanbau beschränkt die LfL die Düngung von Perserklee auf eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali. Die GrunduntersuchungDie Grunduntersuchung ist der Standardumfang einer Bodenuntersuchung im Labor: Bestimmt werden Phosphor, Kalium, Magnesium und der pH-Wert. Sie zeigt, wie gut der Boden mit diesen Nährstoffen versorgt ist und ob er Kalk braucht. einer Gartenbodenprobe erfasst Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Damit misst sie genau die Werte, um die es bei der Düngung von Perserklee geht, und du weißt, ob dein Beet diese Grundversorgung braucht. Kalke nur, wenn der pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist.
Für eine MischprobeEine Mischprobe ist eine Bodenprobe, die aus Erde von mehreren Stellen derselben Fläche zusammengemischt wird. So zeigt die Untersuchung im Labor den Zustand der ganzen Fläche und nicht nur den einer einzelnen Stelle. aus dem Gemüsebeet nimmst du 10 bis 15 Proben aus 25 bis 30 cm Tiefe, verteilt über die einheitlich genutzte Fläche. Zusammen ergeben sie eine Mischprobe von etwa 500 g.
Perserklee aussäen: wann, wie viel, wie tief?
Wann säe ich Perserklee aus?
Perserklee säst du von April bis August. Er keimt ab 10 °C, deshalb wartest du im Frühjahr, bis der Boden warm genug ist. Im landwirtschaftlichen Anbau wird Perserklee als ZwischenfruchtEine Zwischenfrucht ist eine Kultur, die zwischen zwei Hauptfrüchten auf derselben Fläche wächst, oft von der Ernte im Spätsommer bis zum nächsten Frühjahr. Sie wird als Gründüngung zur Bodenverbesserung oder, in der Landwirtschaft, als Futter angebaut. im Juli bis August gesät. Im Garten passt dieses Fenster, wenn ein Beet nach einer frühen Ernte frei wird. Späte Saaten bringen beim Perserklee allerdings Ertragseinbußen, für viel Aufwuchs nutzt du deshalb eher den früheren Teil des Fensters. Alle Saattermine hast du mit dem Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken griffbereit.
Im Frühjahr stecke ich vor der Saat ein Bodenthermometer ins Beet. Erst wenn es die Keimtemperatur anzeigt, hole ich das Saatgut heraus.
Wie viel Saatgut brauche ich pro Quadratmeter?
Für eine Gründüngung im Hausgarten setzt du 5 g Saatgut pro Quadratmeter an. Die Samen sind klein, ihr Tausendkorngewicht liegt bei 2,7 g. Nennt die Tüte deiner Sorte eine andere Menge, ist ihre Angabe der verlässliche Ausgangspunkt. Ich wiege die Menge für das ganze Beet vorher ab und streue die eine Hälfte längs, die andere quer über die Fläche.
Wie säe ich Perserklee richtig?
Für eine flächige Begrünung säst du Perserklee breitwürfig. So gehe ich vor:
- Saatgut gleichmäßig über das vorbereitete Saatbett streuen.
- Flach einrechen, sodass die Samen 0,5 bis 1 cm tief liegen.
- Die Fläche andrücken, ich nehme dafür ein breites Brett.
- Die Saat bis zum Auflaufen feucht halten.
Wie lange dauert es, bis Perserklee aufläuft?
Die Keimdauer liegt bei 7 bis 14 Tagen. Bei trockener Witterung kann die Fläche in der Keimphase wiederholtes Gießen brauchen. Ich gieße die flach liegenden Samen dabei mit einer feinen Brause.
Wie pflege ich Perserklee bis zum Schnitt?
Gießen
Perserklee hat einen hohen Wasserbedarf, das gilt auch nach dem Auflaufen. In Trockenphasen prüfe ich mit dem Finger, ob die obere Bodenschicht noch feucht ist, und gieße, sobald sie ausgetrocknet ist.
Düngen
Während der Kultur dünge ich Perserklee nicht nach. Die Grundversorgung mit Phosphat und Kali klärst du vor der Saat über den Bodenbefund.
Beikraut
Solange die Kleepflanzen klein sind, ziehe ich aufkommendes Beikraut vorsichtig mit der Hand heraus. Dabei achte ich darauf, die jungen Pflanzen nicht mit herauszureißen.
Krankheiten
Stock- und Stengelälchen befallen Perserklee nach Angaben der LfL nicht, das LTZ rät bei Ditylenchusproblemen trotzdem davon ab, ihn vor Zuckerrüben anzubauen. Zur Vorbeugung spezifischer Wurzelkrankheiten sollen im Gemüsegarten höchstens 25 % der wechselnden BeetbelegungDie Beetbelegung beschreibt, welche Kultur wann und wie lange auf einem Beet steht. Dazu gehören die Hauptkultur sowie Vor-, Nach- und Zwischenkulturen, die das Beet vor, nach oder neben ihr nutzen. auf Leguminosen entfallen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Mehr zu Krankheiten bei Gründüngern steht im Gründünger-Überblick im Abschnitt zu NematodenNematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer im Boden. Verschiedene Gattungen können viele Pflanzenarten schädigen; bestimmte andere Arten werden dagegen gezielt als Nützlinge gegen Schädlingslarven im Boden eingesetzt., Biofumigation und Krankheiten.
Wann und wie ernte ich Perserklee?
Beim Perserklee heißt Ernte in der Regel Schnitt, für die Gründüngung oder als Futter. Die Erntezeit reicht von Juni bis November. Für die Futternutzung wird Perserklee gegen Blühende geschnitten.
Perserklee blüht von Mai bis September. Eine blühende Gründüngung beendest du nach der Blüte, aber vor der Samenreife. Wer ihn für Insekten blühen lässt, behält deshalb vor allem das Ende der Blüte im Blick. Ich mähe kleine Flächen mit der Sichel, sobald die Blüte nachlässt und bevor sich Samen bilden.
Bleibt Perserklee bis zur Samenreife stehen, kann er sich selbst aussäen. Mähe die Gründüngung deshalb rechtzeitig vorher.
Was mache ich mit dem Schnittgut?
Frisches Schnittgut arbeitest du nur flach ein oder lässt es als Mulch liegen, denn tief vergraben kann es unter Luftabschluss faulen. Bis zur nächsten Aussaat oder Pflanzung vergehen danach meist etwa 2 bis 3 Wochen. Welche Technik sich eignet und wie du den Erfolg prüfst, zeige ich im Beitrag, wie du Perserklee einarbeitest.
Was passiert im Herbst und Winter?
Perserklee ist nicht winterhart, ein abgefrorener Bestand bleibt über Winter als Mulch auf dem Beet liegen. Im Frühherbst arbeitest du ihn nicht ein, weil freigesetzte Nährstoffe sonst ausgewaschen werden können. Wie der Saattermin die Entwicklung bis zum Winter beeinflusst, erkläre ich bei den Aussaatzeiten für Perserklee im Jahresverlauf.
Was bringt Perserklee dem Boden und wofür eignet er sich noch?
Als Leguminose bringt Perserklee zusätzlich Luftstickstoff ein, und seine Wurzelreste unterstützen die nachfolgende HauptkulturDie Hauptkultur ist die Gemüseart, die im Gartenjahr am längsten auf einem Beet steht, zum Beispiel Tomaten. Nach ihr richtet sich die Beetplanung: Vor-, Nach- und Zwischenkulturen werden um sie herum eingeplant.. Wie stark die Nährstoffwirkung ausfällt, hängt von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab, und sie ersetzt zusätzliche Düngung nicht automatisch. Was er im Beet bewirken kann, liest du im Beitrag, wie Perserklee den Gartenboden verbessert.
Seine Blüten duften, und er gilt als nützlingsfreundlich; in der Landwirtschaft dient er zudem als Futterpflanze. Welche Eigenschaften ihn im Hobbygarten vielseitig machen, zeigt der Beitrag über Perserklee als vielseitigen Gründünger, seine Rolle im Ackerbau der über Perserklee in der nachhaltigen Landwirtschaft. Ob er sich als BodendeckerBodendecker sind niedrige, flächig wachsende Pflanzen, die in größeren Gruppen gepflanzt eine dichte Pflanzendecke bilden. Sie bedecken den Boden und lassen unerwünschten Wildkräutern wenig Platz. anstelle von Rasen eignet, klärt der Beitrag zu Perserklee als Rasenalternative.


