Düngung für Wiesenmargeriten: Wann wenig reicht und wann gar nichts
- Wiesenmargeriten düngst du erst, wenn ein Mangel erkennbar ist. Eine Routinegabe brauchen sie nicht.
- Die Menge ergibt sich aus einer Bodenuntersuchung, Kompost für Nachbarpflanzen zählt mit.
- Ab dem Spätsommer gibt es keinen Stickstoff mehr, damit die Pflanzen vor dem Winter aushärten.
- In der Wildblumenwiese bleibt Dünger ganz weg, weil er die Margeriten verdrängen kann.
- Blasse Blätter können auch von Trockenheit, Staunässe oder einem hohen pH-Wert kommen.

Wer Wiesenmargeriten genauso düngt wie Rittersporn oder Phlox, gibt ihnen mehr, als sie brauchen. Die Art stammt von eher stickstoffarmen Standorten. Bei Stauden magerer Standorte kann zu viel Dünger untypisch starkes Wachstum auslösen und die Winterhärte verschlechtern. In einer Wiese kann Düngung die Margeriten sogar aus dem Bestand verdrängen. Ich frage deshalb bei meinen Margeriten zuerst, ob überhaupt etwas fehlt, und erst danach, womit ich nachhelfe.
Gemeint ist hier die Wiesenmargerite Leucanthemum vulgare. Im engeren Sinn ist sie eine einheimische Art innerhalb der Wiesenmargeriten-Artengruppe, im weiteren Sinn steht der Name für die ganze Gruppe. Sie ist mehrjährig, winterhart und wird 60 bis 80 cm hoch.
Wie viel Dünger braucht eine Wiesenmargerite?
Eine Pauschalmenge pro Quadratmeter hilft bei der Wiesenmargerite nicht weiter, denn ob sie überhaupt etwas braucht, entscheidet der Boden. Für Stauden von natürlich nährstoffarmen Standorten gilt eine klare Regel: Gedüngt wird erst, wenn ein Mangel erkennbar ist. Die Menge leitest du dann aus dem Befund ab, nicht aus einer Faustzahl.
Warum Zurückhaltung die Regel ist
Der passende Boden ist mäßig nährstoffreich, feucht und gut durchlässig. Erfüllt dein Gartenboden diese Beschreibung, gibt es keinen Anlass für eine regelmäßige Gabe. Der Naturstandort zeigt in dieselbe Richtung, denn die StickstoffzahlDie Stickstoffzahl ist einer der Zeigerwerte nach Ellenberg, also eine Kennzahl von 1 bis 9. Sie zeigt, ob eine Pflanzenart in der Natur eher auf stickstoffarmen (1) oder stickstoffreichen Standorten (9) wächst. der Art ist niedrig. Den Hinweis des BUND, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann, beziehst du allerdings nur auf die Wiese. Für einzelne Garten- und Schnittsorten folgt daraus keine Düngeempfehlung.
Die Stickstoffzahl nach Ellenberg ordnet ein, auf wie stickstoffreichen Standorten eine Pflanze von Natur aus wächst. Die Skala reicht von 1 für stickstoffärmste bis 9 für übermäßig stickstoffreiche Standorte. Die Wiesenmargerite hat den Wert 3. Das beschreibt ihren Naturstandort und ist keine Düngermenge.
Wie du die passende Menge ermittelst
Hast du den Verdacht, dass etwas fehlt, steht eine Bodenuntersuchung am Anfang. Düngergaben richten sich nach dem Bedarf der Pflanze und nach einer Empfehlung, die auf diesem Befund beruht. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kali und den Kalkbedarf. Stickstoff musst du beim Labor gesondert beauftragen. Kompost und StallmistStallmist ist ein Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung, etwa von Rindern oder Pferden, bei dem der Dung der Tiere meist mit Einstreu vermischt ist. Er verbessert den Boden und liefert zugleich reichlich Nährstoffe., die die Fläche schon bekommt, liefern ebenfalls Nährstoffe und zählen bei der Rechnung mit. Ich lasse den Boden untersuchen, bevor ich bei Margeriten überhaupt einen Dünger öffne. Wie du Stauden und Bodendecker nach Bedarf, Menge und Zeitpunkt düngst, erklärt der Ratgeber dazu.
Die Düngermenge in g/m² ist der ermittelte Bedarf eines Nährstoffs in g/m² mal 100, geteilt durch dessen Gehalt im Dünger in Prozent. Ohne Bodenwert fehlt dieser Rechnung die Grundlage.
Was Überdüngung anrichtet
Bei Stauden nährstoffarmer Standorte kann übermäßige Düngung untypisch starkes Wachstum auslösen. Gleichzeitig kann die Winterhärte leiden. Zu späte oder zu reichliche Gaben erhöhen die Gefährdung im Winter zusätzlich. Überhöhte oder zu häufige Stickstoffgaben können außerdem als Nitrat ausgewaschen werden. In einer Wiese fördert Stickstoff obendrein die Gräser stärker als Kräuter und Blumen.
„Mit organischem Dünger kann man nicht überdüngen.“ Das stimmt nicht. Auch Kompost kann den Boden mit Phosphat überversorgen. Organische Dünger setzen bei feuchtwarmer Witterung unter Umständen sehr viel Nährstoff frei. Wer regelmäßig Kompost gibt, kontrolliert deshalb alle 4 bis 5 Jahre per Bodenuntersuchung, ob sich Phosphor und Kalium anreichern.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; gegebenenfalls stützen.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut drainierter Boden.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für eine sommerblühende Gartenwiese.
Pflege
- Pflege
Kleine Teilstücke zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln lassen.
- Düngung
Wiesen mit den angebotenen Margeriten nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist mehrjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.
Wann düngst du Wiesenmargeriten?
Der Zeitpunkt zählt nur, wenn überhaupt ein Bedarf besteht. Dann gilt: Stickstoff gibt es nur in der VegetationsperiodeDie Vegetationsperiode, auch Vegetationszeit, ist der Teil des Jahres, in dem Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Sie beginnt im Allgemeinen, wenn das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5 Grad Celsius erreicht., und ab dem Spätsommer ist Schluss.
Frühjahr: Braucht die Margerite eine Startdüngung?
Eine Startdüngung als feste Routine braucht die Wiesenmargerite nicht. Ich schaue mir im Frühjahr den Austrieb an und achte auf Blattfarbe und Zuwachs. Zeigt die Bodenuntersuchung tatsächlich einen Bedarf, düngst du innerhalb der Vegetationsperiode, sobald sich der Boden erwärmt hat. Organische Dünger setzen bei Frost kaum Nährstoffe frei, erst Wärme und Bodenfeuchte beschleunigen die Freisetzung durch Mikroorganismen. Eine Gabe auf gefrorenen Boden bringt der Pflanze also zunächst wenig. Den Dünger gibst du auf feuchten Boden und nicht auf nasse Blätter.
Wachstum und Blüte: Musst du nachdüngen?
Von Mai bis Oktober blüht die Wiesenmargerite. Eine Pflanze, die gesund wächst und blüht, bekommt in dieser Zeit keinen Nachschub. Wirken die Blätter blass oder der Wuchs schwach, prüfst du zuerst Wasser und Boden. Was dahinterstecken kann, beschreibe ich weiter unten bei den Notfällen. Musst du bei Hitze oder längerer Trockenheit flüssig düngen, feuchtest du den Boden vorher an und gießt den Dünger nicht über die Blätter.
Herbst: Warum du für den Winter nicht düngst
Ab dem Spätsommer bekommt die Wiesenmargerite keinen Stickstoff mehr. Stickstoffdüngung bleibt auf die Vegetationsperiode beschränkt, damit die Pflanzen vor dem Winter aushärten. Gaben außerhalb dieser Zeit können zudem als Nitrat ausgewaschen werden. Eine Ausnahme gibt es nur für Kalium: Eine bedarfsgerechte Kaliumgabe kann auch zwischen Mitte Oktober und Ende November erfolgen. Bedarfsgerecht heißt, dass die Bodenuntersuchung einen Bedarf an Kalium zeigt.
Statt Herbstdünger lässt du die abgestorbenen Stängel und Blätter stehen, denn sie bilden einen natürlichen Winterschutz. Willst du mulchen, eignen sich für nährstoffarme Staudenpflanzungen auf leichten Böden mineralische Mulchstoffe, wenn organischer Mulch unerwünscht zusätzliche Nährstoffe zuführen würde.
Herbstdünger „für die Winterhärte“ ist bei der Wiesenmargerite fehl am Platz. Zu späte oder zu reichliche Düngung erhöht bei Stauden die Gefährdung im Winter, statt sie zu senken.
Übers Jahr ergibt das einen kurzen Plan:
| Zeitraum | Was du tust |
|---|---|
| Frühjahr | Austrieb ansehen, nur bei erkennbarem Mangel und nach Bodenuntersuchung düngen |
| Mai bis Oktober | blühen lassen, nicht nachdüngen, Verblühtes ausputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. |
| ab Spätsommer | keinen Stickstoff mehr geben |
| September und Oktober | Früchte reifen, Blütenstände für Saatgut ausreifen lassen |
| Mitte Oktober bis Ende November | Kalium nur bei nachgewiesenem Bedarf |
| Winter | nicht düngen, Stängel als Winterschutz stehen lassen |
Von der Aussaat bis zur Blüte: Was die Margerite in jeder Phase braucht
Aussaat und Sämlinge
Für die Aussaat nimmst du salzarme Aussaaterde, aus der überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt für Aussaaterden einen Salzgehalt unter 0,5 g je Liter. Margeritensamen sind Lichtkeimer und kommen oberflächennah in die Erde, höchstens etwa 0,5 cm tief. Bis zur Keimung hältst du das Substrat ständig feucht. Nach den ersten Blättern pikierst du die Sämlinge und gewöhnst sie tagsüber schrittweise an die Außentemperaturen. Wann welche Staude an der Reihe ist, zeigt dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.
Gesät wird von März bis Juli. Die Keimung dauert 10 bis 21 Tage. Als Keimtemperatur gelten mindestens 15 °C und höchstens 18 bis 20 °C.
Pflanzung und Anwachsen
In der Schnittstaudenkultur wird Leucanthemum im Herbst gepflanzt. Bei einer Pflanzung in Reihen stehen die Pflanzen in der Reihe 20 bis 30 cm auseinander. Der Abstand zwischen den Reihen liegt ebenfalls bei 20 bis 30 cm. Kleine Teilstücke lässt du zuerst im Topf im FrühbeetEin Frühbeet, auch Frühbeetkasten genannt, ist ein Beetkasten, der die Wachstumsbedingungen für Gemüse verbessert. Darin kannst du früher aussäen und ein bis drei Wochen früher ernten als im offenen Beet. bewurzeln, bevor sie ins Beet kommen. Ins Pflanzloch gebe ich bei Margeriten keinen Dünger. Rohen Rindenmulch legst du um junge Pflanzungen nicht aus, weil er Stickstoff bindet. Während der Anwachsphase gießt du bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend.
Blütezeit: Ausputzen statt nachdüngen
Statt zu düngen, kümmerst du dich während der Blüte um die verwelkten Köpfe. Bei vielen Stauden kann die Samenbildung weitere Blüten vermindern. Das Entfernen welker Blüten kann deshalb die weitere Blüte fördern. Rechtzeitiges Ausputzen kann außerdem unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Möchtest du Saatgut gewinnen, lässt du einige abgeblühte Blütenstände bis zum Herbst ausreifen. Die Früchte reifen im September und Oktober. Ich schneide den Großteil nach dem Verblühen ab und lasse am Beetrand ein paar Köpfe für die Samenernte stehen. Wie du Wiesenmargeriten für Vase und Dekoration nutzt, erklärt ein eigener Ratgeber.
Beet, Topf oder Wiese: Wie unterscheidet sich die Düngung?
Im Staudenbeet
Im gemischten Beet entscheidet die Nachbarschaft mit. Prachtstauden erhalten im Frühjahr 3 l Kompost/m², der leicht eingearbeitet wird. Stark wachsende Arten wie Rittersporn, Phlox und Pfingstrosen können zusätzlich bis zu 50 g Hornmehl/m² bekommen. Für Wildstauden, die kargen Boden bevorzugen, ist eine solche Kompostgabe nicht sinnvoll. Weil Kompost neben organischer Substanz auch Nährstoffe liefert, bekommt eine Margerite zwischen solchen Nachbarn diese Gaben mit. Ich setze Margeriten deshalb in eine Beetzone, die keinen Frühjahrskompost bekommt. Solche Zonen kannst du im Beetplaner vorab einteilen.
Im Topf und Kübel
Im Gefäß ist der Vorrat begrenzt. Ein größeres Substratvolumen kann mehr Wasser und Nährstoffe speichern als ein kleines. Torffreie Erden sind meist vorgedüngt, können durch ihre Ersatzstoffe aber die Stickstoffverfügbarkeit einschränken. Bei torffreien Bioerden passt du die Nachdüngung deshalb an die tatsächlich verfügbare Stickstoffversorgung an. Ich schaue vor jeder Gabe auf Blattfarbe und Neuaustrieb und prüfe die Feuchte auch im unteren Substratbereich. Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, damit sich kein Wasser staut. Im Winter bekommen überwinternde Kübelpflanzen grundsätzlich keinen Dünger.
Schau beim Kauf aufs Etikett. Steht dort Argyranthemum frutescens, ist es eine Strauchmargerite. Sie braucht ein helles Winterquartier um 10 °C und wird anders gepflegt als die Wiesenmargerite.
In der Wildblumenwiese
In der Wiese bleibt Dünger ganz weg. Der BUND weist für die Wiesenpflege darauf hin, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann. Wer Rasen zur Blumenwiese umstellt, verzichtet auf Stickstoffdüngung, damit die Gräser nicht stärker gefördert werden als Kräuter und Blumen. Die Saatgutmischung passt du an den vorhandenen Boden an, statt einen nährstoffreichen Gartenboden ungeprüft als Magerstandort zu behandeln. Wie viel mineralisches Material du zum Abmagern brauchst, hängt von deinem Boden ab. Beim Mähtermin berücksichtigst du die Samenbildung der Pflanzen, die du fördern willst.
Meinen Wiesenstreifen dünge ich nicht. Vor dem Mähen gehe ich ihn ab und schaue nach, wie weit die Margeriten mit ihren Samen sind.
Blasse Blätter, weicher Wuchs: Was tun, wenn etwas nicht stimmt?
Mangel vermutet: erst Wasser und Boden prüfen
Blasse oder gelbliche Blätter können auf einen Nährstoffmangel hindeuten, sie können aber auch andere Ursachen haben. Sowohl Trockenheit als auch Staunässe können die Nährstoffaufnahme stören und Mangelsymptome hervorrufen. Wurzeln nehmen Nährsalze nur als im Wasser gelöste Ionen auf. In einem ausgetrockneten Boden kann die Margerite deshalb Mangelzeichen zeigen, obwohl Nährstoffe vorhanden sind.
Eisenmangelchlorosen können durch einen zu hohen Boden-pH entstehen, aber auch durch verdichteten oder vernässten Boden. Über pH 7,0 kann die Verfügbarkeit von Eisen stark eingeschränkt sein. Unter pH 5,5 kann MolybdänMolybdän (Mo) ist ein Pflanzennährstoff, der für die Stickstoffernährung wichtig ist. Es ist aktiver Bestandteil zweier Enzyme: der Nitratreduktase in der Pflanze und der Nitrogenase in den Knöllchenbakterien. schlecht verfügbar sein. Ich grabe bei blassen Pflanzen zuerst neben dem Wurzelballen nach und fühle, ob die Erde trocken, nass oder verdichtet ist. Erst danach lasse ich den Boden untersuchen.
So nimmst du eine Bodenprobe:
- 10 bis 15 Einstiche gleichmäßig über die einheitlich genutzte Fläche verteilen
- jeweils aus dem Oberboden bis etwa 25 bis 30 cm Tiefe stechen
- alle Einstiche gut mischen und etwa 500 g davon einsenden
- Stickstoff gesondert beauftragen, weil die Standarduntersuchung ihn nicht erfasst
Zu viel gedüngt: so reagierst du
Hast du zu viel gegeben, setzt du die Düngung zuerst aus. Liegen Phosphat, Kalium oder Magnesium im Befund in den Gehaltsklassen D oder E, unterbleibt die Düngung mit dem jeweils überversorgten Nährstoff. Bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten schränkst du auch weitere Kompostgaben ein. Fallen hohe Triebe auseinander, kannst du sie im Sommer und Herbst stützen oder anbinden. Danach gilt wieder die Grundregel: Gedüngt wird erst, wenn ein Mangel erkennbar ist.
Womit düngst du, wenn wirklich etwas fehlt?
Organische Dünger wie Hornspäne werden erst mikrobiell abgebaut und geben ihre Nährstoffe deshalb langsamer frei als mineralische. Wie viel frei wird, hängt vom Wetter ab: Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe kaum etwas, bei feuchtwarmer Witterung unter Umständen sehr viel. Welche Annahmen über organischen und mineralischen Dünger nicht stimmen, klärt der Ratgeber zu verbreiteten Irrtümern beim Düngen im Steingarten.
Boden, Nährstoffe und natürliche Methoden: die Grundlagen kurz
Boden und Bodenstruktur
Die Wiesenmargerite wächst auf Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandboden und verträgt saure, neutrale und alkalische Verhältnisse. Wichtig ist ein gut durchlässiger Boden ohne Verdichtung; wie du den Gartenboden für Wiesenmargeriten vorbereitest, steht im passenden Ratgeber. Die pH-Zielbereiche je Bodenart und das Sandbeet findest du im Stauden-Ratgeber unter Standort und Boden.
Natürliche Düngung und Nährstoffe
Kompost, Mulch und Gründüngung können das Bodenleben fördern, und Bodenlebewesen machen Nährstoffe aus Pflanzenresten im Humus verfügbar. Für Wildstauden auf kargem Boden ist eine Kompostgabe zur Anreicherung trotzdem nicht sinnvoll. Welche Stauden Kompost bekommen und welche gar keinen Dünger, ordnet der Abschnitt Düngen desselben Stauden-Ratgebers ein.
Jauche, Blattdünger und Langzeitdünger
PflanzenjauchenPflanzenjauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Pflanzen wie Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch, die in Wasser gären. Ihre Nährstoffe stehen den Pflanzen schnell zur Verfügung., Blattdünger und Langzeitdünger folgen bei der Margerite derselben Regel wie jeder andere Dünger: nur bei erkennbarem Mangel. BlattdüngungBei der Blattdüngung werden Nährstoffe, meist Spurenelemente, direkt auf die Blätter gebracht und über das Blatt aufgenommen. Sie wirkt schnell, hält aber nur begrenzt an und überbrückt vor allem akute Versorgungsengpässe. taugt in der Regel nicht als alleinige Versorgung, weil dafür viele Behandlungen nötig wären, und Holzasche gehört auch aus naturbelassenem Holz weder ins Beet noch auf den Kompost. Mit welchen natürlichen Mitteln du magere Pflanzungen versorgst, zeigt der Ratgeber zum natürlichen Düngen im Steingarten.
Umwelt und typische Düngefehler
Überhöhte, zu häufige oder außerhalb der Vegetationsperiode ausgebrachte Stickstoffgaben können als Nitrat ausgewaschen werden. Zurückhaltung bei der Margerite schont also auch die Umwelt. Typische Düngefehler bei Stauden behandelt ebenfalls der Abschnitt Düngen im Stauden-Ratgeber.



