Gemüse · Exoten & Gemüse-Raritäten · Anbau

Mais anbauen trotz Klimawandel: Anpassung an Hitze, Trockenheit und Unwetter

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Beim Wasser sind für Mais die Blüte und die Kornfüllung die kritischen Phasen.
  • Gesät wird erst, wenn der Boden über 10 °C warm ist.
  • Für die Direktsaat ins Beet sollte der Boden konstant über 14 °C warm sein.
  • Frühe Zuckermaissorten sollen im Hausgarten zuverlässig ausreifen.
  • Organischer Mulch kommt erst ab Mai oder Juni auf den erwärmten Boden, Rindenmulch gehört nicht ins Gemüsebeet.
  • Auf leichten, trockenen Böden kann eine geringere Bestandsdichte die Wasserkonkurrenz vermindern.
  • Beim Kontrollgang auf Fraßspuren, Verfärbungen und Wuchsanomalien achten.
Mais mit einzelnem Kolben, dicht gereihte gelbe Körner unter zurückgeschlagenen Hüllblättern und trockene Narbenfäden
Foto: Couleur · Pixabay Content License · Quelle ↗

Ein trockener, heißer Sommer wird für Mais vor allem dann kritisch, wenn er blüht und die Körner füllt. Dazu kommen Starkregen, Sturm und Schädlinge, die dir die Ernte schmälern können. Ich passe meinen Maisanbau deshalb an mehreren Stellen an: bei der Sorte, beim Saattermin, beim Wasser, beim Boden und beim Kontrollgang.

Zuckermais aus dem eigenen Beet erntest du für die Küche in der Milchreife und bringst ihn ohne Umweg in den Topf. Die hohen Stängel nutze ich außerdem als Rankhilfe für Kletterbohnen. Wo Mais zwischen Fruchtgemüse, Knollen und Körnern steht, zeigt der Überblick über Fruchtgemüse, Knollen, Körner und Raritäten.

Was bedeuten Trockenheit, Hitze und Unwetter für deinen Mais?

Mais will einen warmen, vollsonnigen Standort und ist nicht winterhart. Als Art gilt er als trockentolerant. Beim Wasser hat er trotzdem zwei kritische Phasen: die Blüte und die Kornfüllung.

Für Zuckermais sind bei hoher Sonneneinstrahlung Temperaturen von 24 bis 29 °C optimal. Die Ansprüche an Temperatur, Wasser und Licht im Einzelnen erklärt der Ratgeber, welche Klimabedingungen Mais braucht und wie du mit Frost und Starkregen umgehst.

Trockenheit und Hitze

Mais blüht von Juni bis September. Fällt eine Trockenphase in diese Zeit, fehlt das Wasser genau in einer kritischen Phase, und dasselbe gilt für die anschließende Kornfüllung. Rollt Mais an heißen Tagen die Blätter ein, kann das auf Wasserstress hindeuten. Ich schiebe dann den Mulch beiseite und prüfe mit dem Finger, ob der Boden darunter noch feucht ist.

Was ändert sich, wenn das Frühjahr früher warm wird?

Ein früh warmes Frühjahr lockt zur frühen Saat. Für Mais entscheidet aber der Boden: Gesät wird erst, wenn er über 10 °C warm ist. Weil Mais nicht winterhart ist, kann ein später Kälteeinbruch junge Pflanzen schädigen.

Auch am Ende der Saison zählt die Pflanze und nicht der Kalender. Zuckermais ist erntereif, wenn die Fäden braun werden und beim Anritzen eines Korns milchiger Saft austritt. Wie es danach weitergeht, zeigt der Ratgeber, wie du Maiskolben erntest und in der Küche verarbeitest.

Neue Schädlinge und Krankheiten

Mildere Winter können Schädlingen das Überwintern erleichtern, und Arten aus wärmeren Regionen können neu auftauchen. Am Mais gehören der Maiszünsler und die Pilzkrankheit Maisbeulenbrand zu den Namen, die du kennen solltest. Woran du sie erkennst, steht weiter unten beim Kontrollgang.

Starkregen, Sturm und Hagel

Starkregen kann Boden abschwemmen und Nährstoffe auswaschen. Sturm und Hagel können Maispflanzen beschädigen oder umknicken. Bei Nässe und Wind setzt du an Boden, Standort und Stütze an.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Ein warmer Standort ist geeignet.

Bodenart

Für Zuckermais nährstoffreichen Boden wählen und vor der Kultur gut verrottetes organisches Material wie Gartenkompost einarbeiten oder bei Kultur ohne Umgraben als Mulch aufbringen.

Bodenreaktion

Böden mit pH 5,5–6,8 werden bevorzugt.

Substrat

Geeignet ist nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Kübel ziehen.

Pflege

Pflege

Während der Wachstumszeit ausreichend Feuchtigkeit bereitstellen.

Düngung

Für Zuckermais: Bodenuntersuchung, Vorfrüchte und bisherige Nährstoffgaben zur Düngeplanung heranziehen. Bei sandigen Böden helfen aufgeteilte Stickstoffgaben, Auswaschung zu verringern.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.

Aussaatkalender Mais
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai, Juni, Juli; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: August, September, Oktober; Pflanzung: MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MaiVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Welche Maissorte passt zu unsicheren Sommern?

Für den Hausgarten eignen sich frühe Zuckermaissorten, weil ihre Kolben zuverlässig ausreifen sollen. Als Art kommt Mais auf eine Kulturdauer von 90 bis 110 Tagen. Wie früh deine Sorte reift, steht in der Sortenbeschreibung. Dort klärst du auch den Nutzungstyp: Zuckermais, Popcornmais oder Ziermais.

Ob eine Sorte Hitze und Trockenheit in deinem Garten gut verkraftet, zeigt erst der eigene Anbau. Ich notiere für jede Sorte Saattag, Blühbeginn und Erntetag im Gartentagebuch und vergleiche die Jahre miteinander.

Liegt ein Maisfeld in der Nähe, plane den Abstand ein. Zwischen Zuckermais im Hausgarten und Feldmais werden mindestens 500 m empfohlen, um unerwünschte Bestäubung zu vermeiden.

Bei der Wahl zwischen Hybridsorten und samenfesten Sorten hilft der Vergleich, worin sich Hybridmais und samenfester Mais bei Ertrag, Resistenzen und Saatgutgewinnung unterscheiden. Die Züchtung berührt außerdem Fragen jenseits des Beets, etwa welche Chancen, Risiken und Regeln mit gentechnisch verändertem Mais verbunden sind.

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Wann säst du Mais, und mit welchem Abstand?

Das Aussaatfenster für Mais reicht von April bis Juli. Den Ausschlag gibt die Bodentemperatur, nicht das Datum: Der Boden muss über 10 °C warm sein. Für die Direktsaat ins Beet gilt ein strengerer Wert, dort sollte der Boden konstant über 14 °C warm sein.

Marias Erfahrung

Ich stecke vor der Saat ein Bodenthermometer in Saattiefe ins Beet und lese es an mehreren Tagen ab. Erst wenn die Werte auch nach kühlen Nächten nicht mehr absacken, säe ich direkt ins Beet.

In kühleren Regionen kannst du Zuckermais ab Ende April im Haus vorziehen und im Mai auspflanzen. Vorher gewöhnst du die Jungpflanzen tagsüber an draußen, erst im Halbschatten und dann schrittweise in der Sonne. Von der Saat bis etwa 20 cm Pflanzenhöhe kann junger Zuckermais unter Verfrühungsvlies stehen. Das kann die Anfangsentwicklung fördern, eine Garantie für einen zügigen Start ist es nicht. Picken Vögel die frische Saat auf, kommt ein Netz über das Saatbeet.

Welcher Termin in deiner Gegend passt, klärt der Ratgeber, wann du Mais im Hausgarten aussäst. Die Termine aller Exoten und Raritäten hast du mit dem Aussaatkalender zum Ausdrucken im Blick.

Abstände für trockene Jahre

Ich setze Mais als Block aus mehreren Reihen und nicht in eine einzelne lange Reihe, weil der Block seine Windbestäubung unterstützt. In der Reihe stehen die Pflanzen 34 bis 45 cm auseinander. Zwischen den Reihen bleiben 80 cm.

Auf leichten, trockenen Standorten kann eine geringere Bestandsdichte die Wasserkonkurrenz im Maisbestand vermindern. Auf solchem Boden wähle ich deshalb das weite Ende der Spanne in der Reihe.

Aussaat und Abstände Wert für Mais
Aussaatzeit April bis Juli
Bodentemperatur zur Aussaat über 10 °C
Bodentemperatur für die Direktsaat konstant über 14 °C
Vorkultur im Haus in kühleren Regionen Zuckermais ab Ende April
Pflanzzeit vorgezogener Pflanzen Mai
Keimdauer 7 bis 14 Tage
Verfrühungsvlies Zuckermais von der Saat bis etwa 20 cm Pflanzenhöhe
Abstand in der Reihe 34 bis 45 cm
Reihenabstand 80 cm
Anordnung im Block statt in einer einzelnen langen Reihe
Kulturdauer 90 bis 110 Tage

An Gittern oder Spalieren gezogen, findet Mais auch in kleinen Gärten Platz. Wie viel Fläche er braucht und wie du Blöcke im Hochbeet, im Kübel oder in Mischkultur anordnest, zeigt die Planung von Platz und Abständen für Mais.

Wie gießt du Mais in trockenen Sommern?

Mythos-Check

Trockentolerant heißt nicht, dass Mais ohne Gießen auskommt. Während der Wachstumszeit braucht er ausreichend Feuchtigkeit, am liebsten in feuchtem, gut durchlässigem Boden.

Mais gilt als trockentolerant, doch Blüte und Kornfüllung sind seine kritischen Wasserphasen. Wird Wasser knapp, setze ich es deshalb zuerst ab der Blüte ein, bis die Körner gefüllt sind.

Tröpfchenbewässerung ist eine wassersparende Form der Bewässerung. Ein Tropfschlauch entlang der Reihen bringt das Wasser an den Fuß der Pflanzen statt auf Wege und Blätter. Regenwasser sammle ich in Tonnen, damit in Trockenphasen ein Vorrat bereitsteht.

Mulch hält das Wasser im Boden, bei Mais kommt es aber auf Zeitpunkt und Material an.

Häufiger Fehler

Mulch zu früh, zu dick oder aus Rinde. Bei wärmeliebendem Gemüse wie Mais kommt organischer Mulch erst ab Mai oder Juni auf den erwärmten Boden. Die Schicht ist etwa 2 bis 3 cm dick, und Rindenmulch ist für Gemüsebeete ungeeignet.

Eine Untersaat zwischen den Maisreihen sehe ich in trockenen Jahren kritisch, weil sie mit dem Mais um Wasser konkurriert. Grundsätzliches zum gleichmäßigen Gießen steht im Exoten-Überblick unter Gießen und Düngen.

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Wie bereitest du den Boden auf Trockenheit und Starkregen vor?

Mais will nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Vor der Kultur arbeite ich gut verrotteten Gartenkompost ein; wer ohne Umgraben gärtnert, bringt ihn als Mulch auf. Bei schweren Böden verbessert regelmäßig eingearbeiteter Kompost die Krümelstruktur und damit Luftführung und Wasserdurchlässigkeit.

Weil der Bestand im ökologischen Maisanbau bis zum 8-Blattstadium unkrautfrei bleiben soll und unnötige Bodenbearbeitung Bodenwasser kostet, hacke ich gezielt nur dort, wo Unkraut wächst. Nach Starkregen bleibt der nasse Boden unbetreten, denn Betreten verdichtet ihn.

Auf sandigem Boden helfen aufgeteilte Stickstoffgaben, die Auswaschung zu verringern. Den Stickstoff planst du dabei gesondert vom Kompost.

Zahl im Blick

Ein Düngebeispiel für Zuckermais je Quadratmeter: vor der Aussaat oder Pflanzung 3 l Kompost und 70 g Hornmehl, bei kniehohen Pflanzen weitere 70 g Hornmehl. Der Kompost im Frühjahr liefert Phosphor, Kalium und Magnesium, der Stickstoff kommt gesondert und in zwei Gaben.

Als Gründünger im Wechsel mit Mais passen Lein, Luzerne und Phacelia.

In der Mischkultur gelten Kürbis und Prunkbohnen als gute Partner für Mais, Zitronengras als unverträglicher Nachbar; die Wirkung hängt aber von Standort, Licht, Boden und Pflege ab. Wie Mais, Bohnen und Kürbis als Drei Schwestern zusammen ins Beet kommen, zeigt die Schritt-für-Schritt-Anleitung; Kombinationen prüfst du im Mischkultur-Planer. Nach Mais braucht die Fläche eine Anbaupause von 3 Jahren, die du im Beetplaner einplanst.

Wie schützt du Mais vor Hitze und Sturm?

Mais braucht volle Sonne, Dauerschatten ist für ihn keine Lösung. Ein Schattiernetz kann junge Pflanzen in einer Hitzewelle vorübergehend entlasten, bei hohen Pflanzen wird das schnell unpraktisch.

Gegen Sturm wähle ich einen windgeschützten Platz, etwa im Schutz einer Hecke oder eines Zauns. Mais wird je nach Sorte 120 bis 400 cm hoch. Hohe Pflanzen stütze ich bei Bedarf ab.

Tipp

Steht Mais im Kübel, schützt in schwarzen Kunststoffgefäßen ein Übertopf den Wurzelballen vor starker Erhitzung. Eine Abdeckung der Substratoberfläche bremst zusätzlich das Austrocknen. Ein Wasserablauf im Gefäß verhindert, dass sich nach Starkregen Staunässe bildet.

Wie erkennst du neue Schädlinge und Krankheiten früh?

Beim Kontrollgang achte ich auf ungewöhnliche Fraßspuren, Verfärbungen und Wuchsanomalien. Dabei biege ich einzelne Blätter um und sehe mir Stängel und Kolbenansätze genau an. Fraßspuren und Bohrlöcher an Stängel oder Kolben können auf den Maiszünsler hindeuten. Beulenartige Wucherungen können ein Hinweis auf Maisbeulenbrand sein.

Auffällige Stellen fotografiere ich und trage sie mit Datum ins Gartentagebuch ein. Wer sich mit Gärtnern in der Nachbarschaft austauscht, erfährt, was in der Gegend gerade auftaucht. Steht Mais nach mehrjährigem Kleegras, gehört der Drahtwurmbesatz mit auf die Liste. An reifenden Kolben können Vögel fressen; wo das vorkommt, kommen Schutzbeutel über die Kolben.

Mini-Checkliste

Blattober- und Blattunterseiten auf Fraßspuren und Verfärbungen ansehen. Stängel und Kolben auf Bohrlöcher und Wucherungen prüfen. Auffälliges fotografieren und mit Datum notieren. Reifende Kolben bei Vogelfraß mit Schutzbeuteln sichern.

Gegen den Maiszünsler sind Trichogramma-Schlupfwespen bekannt, die seine Eier parasitieren. Mais selbst gilt nicht als nützlingsfreundliche Pflanze; Blühstreifen, Nistmöglichkeiten und Wasserstellen rund ums Beet können Nützlinge aber anlocken. Wie du Krankheiten und Schädlingen je Art und Schadbild vorbeugst, steht im Exoten-Überblick unter Krankheiten und Schädlinge.

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Häufige Fragen

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den Maisanbau im Hausgarten?
Trockenphasen treffen Mais vor allem zur Blüte und während der Kornfüllung, weil das seine kritischen Wasserphasen sind. Ein früh warmes Frühjahr lockt zur frühen Saat, gesät wird aber erst, wenn der Boden über 10 °C warm ist. Starkregen und Sturm können Boden abschwemmen und Pflanzen umknicken, und mildere Winter können Schädlingen wie dem Maiszünsler das Überwintern erleichtern.
Ist es ein Mythos, dass Mais grundsätzlich viel Wasser benötigt?
Teilweise. Als Art gilt Mais als trockentolerant, er braucht aber während der Wachstumszeit ausreichend Feuchtigkeit in nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. Kritisch sind die Blüte und die Kornfüllung, in diesen Phasen sollte ihm das Wasser nicht ausgehen.
Welche wassersparenden Techniken eignen sich für den Maisanbau?
Tröpfchenbewässerung ist eine wassersparende Form der Bewässerung, und gesammeltes Regenwasser legt einen Vorrat für Trockenphasen an. Organischer Mulch hält Feuchtigkeit im Boden, kommt bei Mais aber erst ab Mai oder Juni auf den erwärmten Boden. Unnötige Bodenbearbeitung lässt du weg, weil dabei Bodenwasser verloren geht. Auf leichten, trockenen Standorten kann eine geringere Bestandsdichte die Wasserkonkurrenz im Maisbestand vermindern.
Wie mulchst du Maispflanzen richtig?
Warte, bis der Boden warm ist: Bei wärmeliebendem Gemüse wie Mais kommt organischer Mulch erst ab Mai oder Juni aufs Beet. Trage das Material in einer etwa 2 bis 3 cm dicken Schicht auf. Rindenmulch nimmst du nicht, denn er ist für Gemüsebeete ungeeignet.
Wie behältst du neue Schädlinge und Krankheiten am Mais im Blick?
Geh die Pflanzen ab und achte auf ungewöhnliche Fraßspuren, Verfärbungen und Wuchsanomalien. Fraßspuren und Bohrlöcher an Stängel oder Kolben können auf den Maiszünsler hindeuten, beulenartige Wucherungen auf Maisbeulenbrand. Halte Auffälliges mit Foto und Datum im Gartentagebuch fest und frag Gärtner in der Nachbarschaft, was bei ihnen auftaucht. Gegen den Maiszünsler sind Trichogramma-Schlupfwespen bekannt, die seine Eier parasitieren.
Welche Rolle spielt die Vegetationsperiode bei der Wahl der Maissorte?
Für den Hausgarten eignen sich frühe Zuckermaissorten, weil ihre Kolben zuverlässig ausreifen sollen. Als Art braucht Mais eine Kulturdauer von 90 bis 110 Tagen. Wie früh deine Sorte reift, steht in der Sortenbeschreibung. In kühleren Regionen kannst du Zuckermais ab Ende April im Haus vorziehen und im Mai auspflanzen.
Welche Rolle spielt die Drei-Schwestern-Methode bei der Maiskultur?
Die Drei-Schwestern-Methode kombiniert Mais, Bohnen und Kürbis in einem Beet. Kürbis und Prunkbohnen gelten als gute Mischkulturpartner für Mais, Kletterbohnen nutzen die Stängel als Rankhilfe. Eine Mischkultur unterstützt, garantiert aber nichts, denn ihre Wirkung hängt von Standort, Licht, Boden und Pflege ab. In Trockenphasen kann eine Untersaat zudem mit dem Mais um Wasser konkurrieren.
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