Boden für Puffbohnen vorbereiten: vom Bodentest bis zum Saatbett
- Für die Bodenprobe 10 bis 15 Einstiche über das Beet verteilt mischen und Bodenart, pH-Wert, Phosphat, Kalium und Magnesium bestimmen lassen.
- Ackerbohnen, botanisch dieselbe Art wie Puffbohnen, wachsen auf mittleren bis schweren, tiefgründigen Böden bei pH 6,5 bis 7,2 besonders gut.
- Im Frühjahr erst lockern, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist, und das Saatbett bis zur Ablagetiefe der Samen lockern.
- Puffbohnen decken ihren Nährstoffbedarf gewöhnlich aus dem Boden, gedüngt wird nur bei Bedarf laut Befund.
- Staunässe vermeiden; eine Impfung mit Knöllchenbakterien ist bei Puffbohnen in der Regel nicht nötig.

Puffbohnen kommen früh ins Beet: Passen Boden und Witterung, kannst du sie oft schon im Februar säen. Dafür muss die Erde zu diesem Zeitpunkt ausreichend abgetrocknet und schon etwas erwärmt sein. Ein Beet, das dann noch nicht geprüft und gelockert ist, hält dich genau dann auf, wenn du säen willst. Ich plane die Vorbereitung deshalb vom Saattermin aus rückwärts: erst die Bodenprobe, dann das Lockern, sobald die Erde es zulässt, zuletzt das SaatbettDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind..
Puffbohne, Dicke Bohne, Saubohne und Ackerbohne sind Namen für dieselbe Art, Vicia faba. Ist unten von Ackerbohnen die Rede, geht es also um die Pflanze in deinem Beet.
Bodenprobe ziehen und untersuchen lassen. pH-Wert und Nährstoffe mit dem Befund abgleichen. Lockern, sobald die Erde abgetrocknet ist. Nach Regen prüfen, ob das Wasser abzieht. Saatbett bis zur Ablagetiefe der Samen lockern und glatt ziehen.
Welcher Boden passt zu Puffbohnen?
Ackerbohnen wachsen auf mittleren bis schweren, tiefgründigen Böden besonders gut, wenn der pH-Wert bei 6,5 bis 7,2 liegt. Bevorzugt wird nährstoffreicher, feuchter und gut durchlässiger Boden. Auf den meisten anderen Böden sei der Ertrag aber ausreichend. Ein schwerer Boden ist für Puffbohnen also kein Grund, das Beet umzubauen. Heikel wird es erst, wenn Wasser stehen bleibt, denn HülsenfrüchteHülsenfrüchte sind die in einer Hülse reifenden Samen von Schmetterlingsblütlern wie Erbse, Bohne und Linse; die Pflanzen heißen Hülsenfrüchtler oder Leguminosen. Die meisten binden mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff aus der Luft. brauchen einen Standort ohne Staunässe.
Andere Hülsenfrüchte stellen andere Ansprüche. Bei Zuckererbsen sollen schwere, nasse Böden vermieden werden, und für Buschbohnen wird sandig-lehmiger Boden genannt. Wie du den Boden für Buschbohnen vorbereitest und das Beet für Zuckererbsen herrichtest, steht jeweils in einem eigenen Beitrag.
Platz und Vorfrucht kurz prüfen
Für Puffbohnen suchst du einen sonnigen, geschützten Platz aus. Was Hülsenfrüchte allgemein an Standort und Boden brauchen, steht im Überblick zu Bohnen, Erbsen und Hülsenfrüchten. Wie du Puffbohnen mit Sortenwahl und Mikroklima an Hitze und Trockenheit anpasst, liest du gesondert.
Danach schaust du, was zuletzt auf dem Beet stand. Für Puffbohnen gilt eine FruchtwechselpauseDie Fruchtwechselpause ist die Zeit, in der auf einem Beet weder dieselbe Gemüseart noch eine verwandte Art aus derselben Pflanzenfamilie wächst, damit sich Krankheitserreger und Schädlinge im Boden nicht so leicht vermehren. von 5 Jahren, und Klee, Wicke oder Lupine als Gründüngung zählen dabei als Hülsenfrüchte mit. Spinat, Mangold und Rote Bete sind passende Vorkulturen für Hülsenfrüchte; wie du Puffbohnen in die Fruchtfolge einplanst, zeigt ein eigener Beitrag.
Bodenprobe: So gehst du vor
Eine Bodenprobe zeigt dir, was dein Beet mitbringt, bevor du Kalk oder Kompost ausbringst. Die Standarduntersuchung im Gemüsegarten erfasst Bodenart, pH-Wert, Phosphat und Kalium. MagnesiumMagnesium ist ein lebensnotwendiger Pflanzennährstoff, der im Blattgrün (Chlorophyll) jedes Blattes steckt. Fehlt Magnesium, vergilben die Blätter; diese Aufhellung heißt Chlorose. lässt du zusätzlich bestimmen, weil es nicht zum Standardumfang gehört. Für die Probe stichst du über das ganze Beet verteilt ein und mischst die Erde aus allen Einstichen.
| Schritt | Richtwert |
|---|---|
| Einstiche, über die Fläche verteilt | 10 bis 15 |
| Tiefe je Einstich | 25 bis 30 cm |
| Menge für das Labor, aus der Mischung | ungefähr 500 g |
| Untersuchungsumfang | Bodenart, pH-Wert, Phosphat, Kalium, dazu Magnesium |
Alle Einzelproben stammen von derselben Nutzungsfläche. Erde vom Rasen oder aus dem Staudenbeet gehört deshalb nicht in die Mischung für das Gemüsebeet. Ich steche im Zickzack über das Beet, sammle die Erde in einem sauberen Eimer und mische sie gründlich durch, bevor ich die Laborprobe abfülle.
Ich beschrifte jeden Probenbeutel mit Beet und Datum und hefte den Befund zu meinen Gartennotizen. Beim nächsten Test lege ich beide Blätter nebeneinander und sehe, ob sich pH-Wert und Nährstoffe verändert haben.
pH-Wert, Kalk und Dünger: Was der Befund sagt
Liegt dein pH-Wert in dem Bereich, in dem Ackerbohnen besonders gut wachsen, änderst du daran nichts. Auf sandigem Lehmboden ist ab einem pH-Wert von 7 keine Kalkung erforderlich. Die Grenze für das Kalken hängt also an der Bodenart, und deshalb gehört die Bodenart in jeden Befund. Liegt dein Wert tiefer, leitest du aus Befund und Bodenart ab, ob und wie viel Kalk nötig ist.
Puffbohnen decken ihren Nährstoffbedarf gewöhnlich aus dem Boden, und Hülsenfrüchte brauchen als SchwachzehrerSchwachzehrer sind Gemüse und Kräuter mit geringem Stickstoffbedarf, etwa Feldsalat, Radieschen, Rucola, Bohnen und Erbsen. Sie sind die genügsamste der drei Gruppen, nach denen man Kulturen für die Fruchtfolge einteilt. auf ausreichend versorgtem Boden keine zusätzliche Düngung. Zeigt der Befund doch Bedarf, gilt für Kompost ein Richtwert von 1 bis 3 l/m² im Jahr. Wann, womit und wie viel du Puffbohnen düngst, steht im Beitrag zur Düngung.
Lockern: Wann ist der Boden so weit?
Im Frühjahr lockerst du Gartenboden erst, wenn er ausreichend abgetrocknet ist. Dafür nimmst du die Grabgabel oder den Krail. Ich steche die Grabgabel ein, hebele die Erde an und lasse sie zurückfallen, ohne die Schichten umzudrehen. Klebt die Erde noch an den Zinken, lasse ich das Beet liegen und prüfe später noch einmal.
Beim Lockern ziehe ich ausdauernde Wurzelunkräuter gleich mit heraus. Mulch hält später zwar BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt. zurück, reduziert Wurzelunkräuter aber nur bedingt. Wurzelunkräuter, die jetzt im Boden bleiben, drängt also auch eine Mulchschicht später nur bedingt zurück.
Das Beet wird nach dem Kalender bearbeitet statt nach dem Zustand der Erde. Steht der Saattermin an und der Boden ist noch nass, wartest du mit dem Lockern und verschiebst lieber die Aussaat.
Drainage: Wohin mit dem Wasser?
Hülsenfrüchte brauchen einen Standort ohne Staunässe. Ob dein Beet das erfüllt, siehst du nach einem kräftigen Regen. Ich gehe dann über die Fläche und schaue, wo Pfützen stehen bleiben, während der Rest schon abtrocknet. Bleibt das Wasser an derselben Stelle regelmäßig stehen, suchst du den Puffbohnen besser einen anderen Platz.
Frühe Aussaaten brauchen einen abgetrockneten Boden, und eine frühe Puffbohnenaussaat vermindert das Risiko eines Befalls mit der Schwarzen Bohnenlaus. Ein Beet, das zügig abtrocknet, kann so indirekt auch das Läuserisiko senken.
Auf der anderen Seite soll der Boden Wasser auch halten. Eine gute BodenstrukturDie Bodenstruktur, auch Bodengefüge genannt, beschreibt, wie die festen Bestandteile des Bodens räumlich angeordnet sind. Sie bestimmt, wie viele und welche Poren es gibt, in denen sich Luft und Wasser halten. und mehr Humus verbessern die Wasserspeicherung des Gartenbodens.
Mulch: dünn und angewelkt
Rasenschnitt legst du angewelkt und in dünnen Schichten auf, sodass der Boden noch durchscheint. So verklebt er nicht und fängt nicht an zu schimmeln. Statt einer dicken Lage mulchst du lieber wiederholt nach. Wie es mit Mulch und Wasser während des Wachstums weitergeht, erklärt der Beitrag, wie du Puffbohnen gießt und pflegst.
Saatbett: Wie fein und wie tief?
Das Saatbett lockerst du bis zu der Tiefe, in der die Samen liegen sollen. Für die Saubohne sind 5 bis 7,5 cm Saattiefe angegeben. Saatgutanbieter nennen für einzelne Sorten flachere Werte, deshalb richtest du dich nach der Angabe auf deinem Saatgut. Ich ziehe die Fläche danach mit dem Rechen glatt und sammle Steine und Wurzelreste ab.
Mit welcher Tiefe und welchen Abständen du Puffbohnen säst, zeigt die Aussaatanleitung Schritt für Schritt. Keimen können Puffbohnen schon ab 5 °C. Wann welche Hülsenfrucht dran ist, siehst du im druckbaren Aussaatkalender für alle Hülsenfrüchte.
„Auf einem Beet ohne Puffbohnen-Vorgeschichte musst du das Saatgut erst mit KnöllchenbakterienKnöllchenbakterien, auch Rhizobien genannt, sind Bodenbakterien, die mit Hülsenfrüchtlern wie Erbsen und Bohnen zusammenleben. In kleinen Knöllchen an deren Wurzeln binden sie Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die Pflanze nutzbar. impfen.“ Für Ackerbohnen ist eine Saatgutimpfung in der Regel nicht erforderlich, auch nach langer Anbaupause oder auf Flächen, auf denen sie noch nie standen. Anders bei Sojabohnen: Deren passende Knöllchenbakterien fehlen in heimischen Böden normalerweise.
Hochbeet und Kübel: Was ist anders?
Puffbohnen lassen sich auch im Hochbeet oder im Kübel ziehen. Im Hochbeet wird die Erde schneller warm, weil die Sonne auf die Seitenwände scheint. Ein klassisch mit Reisig, Kompost und Gärtnererde aufgebautes Hochbeet setzt im ersten Kulturjahr viel organisch gebundenen Stickstoff frei. Da Puffbohnen ihren Nährstoffbedarf gewöhnlich aus dem Boden decken, brauchst du dort im ersten Jahr keinen Dünger nachzulegen.
Für den Kübel nimmst du Blumenpflanzenerde oder spezielle Kübelpflanzenerde, möglichst torffrei. Das Gefäß braucht Ablauflöcher, damit sich bei Regen keine Staunässe bildet. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen mit dem Finger die Feuchte weiter unten, denn die trockene Oberfläche kann täuschen. Erde aus einem Gefäß, in dem Pflanzen an Wurzelfäule erkrankt oder abgestorben sind, verwendest du nicht noch einmal.
Einen schwarzen Kunststofftopf stellst du in einen Übertopf. So schützt du den Wurzelballen vor starker Erwärmung.





