Boden für Markerbsen: Struktur, pH-Wert und Wasserabzug prüfen und pflegen
- Markerbsen wachsen in tiefgründigem, gut strukturiertem und humosem Boden mit gutem Wasserabzug.
- Schwere, nasse Böden und Staunässe meidest du, denn in sehr nassem Boden können die Samen faulen.
- Für Markerbsen im Freiland gilt je nach Bodenart ein pH-Bereich von 6,5 bis 7,5.
- Kalk ist nur sinnvoll, wenn der gemessene pH-Wert unter dem zur Bodenart passenden Bereich liegt.
- Im Frühjahr lockerst du den abgetrockneten Boden mit Grabgabel oder Krail, statt ihn umzugraben.
- Nach der Ernte bleiben die Erbsenwurzeln im Boden und halten organische Substanz auf der Fläche.

Legst du Markerbsen in sehr nasse Erde, können die Samen faulen. Ich prüfe deshalb im Frühjahr zuerst das Beet und greife erst danach zur Saattüte. Markerbsen wollen tiefgründigen, gut strukturierten und humosen Boden, aus dem überschüssiges Wasser gut abzieht.
Im Folgenden prüfst du Struktur, pH-Wert und Wasserabzug deines Beets. Danach bereitest du es für die Saat vor und hältst es über die Jahre in gutem Zustand.
Welchen Boden brauchen Markerbsen?
Markerbsen wachsen in tiefgründigem, gut strukturiertem und humosem Boden mit gutem Wasserabzug. Schwere, nasse Böden und Staunässe meidest du. Bei der Bodenart selbst sind Erbsen weniger wählerisch: Ton-, Lehm-, Sand- oder humusreicher Boden kommt infrage, solange die DrainageDrainage bedeutet, dass überschüssiges Wasser aus der Erde abfließen kann, damit keine Staunässe entsteht. Im Pflanzgefäß sorgen dafür Abzugslöcher und eine grobe Drainageschicht, etwa aus Tonscherben oder Blähton. stimmt. Wichtiger als die Bodenart ist deshalb, ob überschüssiges Wasser aus deinem Boden abziehen kann.
| Bodeneigenschaft | Was Markerbsen brauchen | Was du dafür tust |
|---|---|---|
| Struktur | tiefgründig, gut strukturiert, im Saatbett feinkrümelig | abgetrockneten Boden lockern, Saatbett ebnen |
| Humus | humoser Boden, der Wasser speichert | organische Substanz zurückgeben, etwa Kompost und Erbsenwurzeln |
| Wasserabzug | keine Staunässe, keine schweren, nassen Böden | nasse Stellen meiden, bei viel Nässe ein Hochbeet erwägen |
| Luft | gut belüftet, das unterstützt die StickstoffbindungStickstoffbindung heißt, dass Knöllchenbakterien an den Wurzeln von Leguminosen wie Bohnen, Erbsen oder Klee Stickstoff aus der Luft aufnehmen und in eine Form umwandeln, die Pflanzen nutzen können. | mit Grabgabel oder Krail lockern statt umgraben |
| pH-Wert | 6,5 bis 7,5 je nach Bodenart | Bodenprobe nehmen, nur bei zu niedrigem Wert kalken |
Zum Boden gehört ein sonniger Platz. Halbschatten vertragen Erbsen, für Blüten und Hülsen ist volle Sonne aber wichtig. Was Hülsenfrüchte allgemein brauchen, fasst der Abschnitt Standort und Boden im Hülsenfrüchte-Überblick zusammen.
Wie prüfst du deinen Boden?
Den pH-Wert und die Nährstoffe siehst du der Erde nicht an, dafür brauchst du eine Bodenuntersuchung. Die Standarduntersuchung für den Gemüsegarten erfasst Bodenart, pH-Wert, Phosphat und Kalium. Magnesium lässt du zusätzlich bestimmen.
Für eine MischprobeEine Mischprobe ist eine Bodenprobe, die aus Erde von mehreren Stellen derselben Fläche zusammengemischt wird. So zeigt die Untersuchung im Labor den Zustand der ganzen Fläche und nicht nur den einer einzelnen Stelle. stichst du auf einer einheitlich genutzten Fläche 10 bis 15 Mal gleichmäßig verteilt ein. Beprobt wird die obere Schicht, 25 bis 30 cm tief. Die Einzelproben mischst du und schickst rund 500 g davon ins Labor.
Ich stelle mir dafür einen sauberen Eimer bereit, verteile die Einstiche über das ganze Beet und mische die Erde darin gründlich durch. Beete, die du unterschiedlich nutzt, beprobst du getrennt.
Die Standarduntersuchung steht alle 4 bis 5 Jahre an. Erbsen kehren erst nach einer FruchtwechselpauseDie Fruchtwechselpause ist die Zeit, in der auf einem Beet weder dieselbe Gemüseart noch eine verwandte Art aus derselben Pflanzenfamilie wächst, damit sich Krankheitserreger und Schädlinge im Boden nicht so leicht vermehren. von 5 Jahren auf dasselbe Beet zurück. Nimmst du die Probe im Jahr vor der nächsten Erbsensaat, liegen dir frische Werte genau dann vor, wenn du über Kalk entscheidest.
Welcher pH-Wert passt, und wann kalkst du?
Für Markerbsen im Freiland wird je nach Bodenart ein pH-Bereich von 6,5 bis 7,5 empfohlen. Das ist der Bereich rund um neutral. Welcher Wert innerhalb dieser Spanne zu deinem Beet passt, hängt von Bodenart und Humusgehalt ab. Kalk bringst du nur aus, wenn der gemessene Wert unter dem Bereich liegt, der zu deinem Boden passt. Bei sandigem Lehmboden ist ab pH 7 keine Kalkung erforderlich.
Die Standarduntersuchung liefert dir Bodenart und pH-Wert in einem Befund. Genau diese beiden Angaben brauchst du für die Entscheidung, ob Kalk sinnvoll ist. Deshalb kalke ich nie ohne aktuellen Messwert.
„Ins Erbsenbeet gehört jedes Frühjahr Kalk.“ Das stimmt so nicht. Kalk ist nur sinnvoll, wenn der gemessene pH-Wert unter dem Bereich liegt, der zu Bodenart und Humusgehalt passt. Liegt dein Wert im Bereich oder darüber, lässt du den Kalk weg.
Wie verhinderst du Staunässe?
Hülsenfrüchte brauchen einen Standort ohne Staunässe. Trocken soll die Erde trotzdem nicht sein, denn Erbsen wollen feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Eine gute BodenstrukturDie Bodenstruktur, auch Bodengefüge genannt, beschreibt, wie die festen Bestandteile des Bodens räumlich angeordnet sind. Sie bestimmt, wie viele und welche Poren es gibt, in denen sich Luft und Wasser halten. und mehr Humus verbessern dabei die Wasserspeicherung deines Gartenbodens.
Nach einem kräftigen Regen gehe ich meine Beete ab und merke mir die Stellen, an denen Wasser stehen bleibt. Dort säe ich keine Erbsen.
Neigt dein Garten zu Nässe, ist ein Hochbeet eine Möglichkeit. Es erwärmt sich schneller als ein Bodenbeet und trocknet dadurch auch schneller aus. Eine klassische Füllung aus Reisig, Kompost und Gärtnererde setzt im ersten Jahr allerdings viel Stickstoff frei. Davon profitieren vor allem Starkzehrer, während Markerbsen als SchwachzehrerSchwachzehrer sind Gemüse und Kräuter mit geringem Stickstoffbedarf, etwa Feldsalat, Radieschen, Rucola, Bohnen und Erbsen. Sie sind die genügsamste der drei Gruppen, nach denen man Kulturen für die Fruchtfolge einteilt. auf ausreichend versorgtem Boden ohne zusätzliche Düngung auskommen. Ein frisch gefülltes Hochbeet überlässt du im ersten Jahr deshalb besser den Starkzehrern und säst die Erbsen später dort.
Wie bereitest du den Boden im Frühjahr vor?
Ein bestehendes Gemüsebeet gräbst du im Frühjahr nicht noch einmal um. Du lockerst es mit Grabgabel oder Krail, sobald der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Für frühe Aussaaten sollte er zudem schon etwas erwärmt sein. Ich nehme die Grabgabel erst in die Hand, wenn die Erde nicht mehr an den Zinken klebt.
Bei Markerbsen hat das Lockern auch mit Stickstoff zu tun. Gute Bodenbelüftung unterstützt die Stickstoffbindung, und in den meisten Böden brauchen Erbsen keine Zusatzdüngung. Ein lockerer Boden kann also zur Stickstoffversorgung beitragen, ohne dass du düngst.
Danach bereitest du auf der abgetrockneten Fläche ein ebenes, feinkrümeliges Saatbett vor. Vor der Aussaat kannst du zusätzlich ein falsches Saatbett anlegen. Dabei lässt du Unkräuter auflaufen und entfernst sie oberflächlich, ohne den Boden erneut tief zu durchmischen.
Das Beet an den ersten warmen Tagen umgraben, obwohl der Boden darunter noch nass ist. Warte, bis er ausreichend abgetrocknet ist, und lockere ihn dann mit Grabgabel oder Krail, statt ihn zu wenden.
Der Boden ist abgetrocknet und etwas erwärmt. Er ist gelockert, nicht umgegraben. Nirgends steht Wasser. Der pH-Wert aus der Bodenprobe ist bekannt. Das Saatbett ist feinkrümelig und eben.
Aussaat und Hacken im vorbereiteten Boden
Markerbsen säst du vorzugsweise ab April in das vorbereitete Saatbett, die Termine aller Hülsenfrüchte zeigt der Aussaatkalender zum Ausdrucken. Nach dem Auflaufen beginnt das Hacken oder Jäten zwischen den Reihen. Alle Schritte von der Saat bis zur Ernte findest du in der Anleitung, wie du Markerbsen anbaust und pflegst.
Gießen und Düngen: was der Boden dazu beiträgt
Gießen
Die Saat braucht bis zur Keimung gleichmäßige Feuchte, aber kein stehendes Wasser. Mit der Fruchtbildung nach der Blüte steigt der Wasserbedarf von Erbsen stark an. Wie du darauf je nach Boden und Wetter reagierst, erklärt der Beitrag, wie du Markerbsen in jeder Wachstumsphase richtig bewässerst.
Düngen
Als Schwachzehrer kommen Markerbsen auf ausreichend versorgtem Boden ohne zusätzliche Düngung aus. Maßstab für jede Gabe ist der Bodenbefund, und Kompost kann Mineraldünger dabei ersetzen. Grunddüngung, Zeitpunkt und die Folgen von zu viel oder zu wenig behandelt der Beitrag, wie du Markerbsen bedarfsgerecht düngst.
Welche Erde brauchen Markerbsen im Kübel?
Markerbsen lassen sich auch im Kübel ziehen. Das Gefäß braucht ein Abflussloch, damit Regenwasser ablaufen kann und sich keine Staunässe bildet. Als Substrat eignet sich strukturstabile Blumen- oder Kübelpflanzenerde, wobei torffreie Erde aus Umweltschutzgründen vorzuziehen ist. Mineralische Bestandteile wie Bims oder Blähton können die Stabilität der Erde verbessern.
Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen die Feuchte auch unterhalb der Oberfläche. Die Oberfläche kann schon trocken sein, während die Erde darunter noch nass ist. Krankheitsfreie Kübelerde aus dem Vorjahr kannst du erneut nutzen, Substrat mit Erregern von Wurzelfäule ersetzt du.
Wie bleibt der Boden über die Jahre in Form?
Zwischen den Reihen kannst du mit Rasenschnitt mulchen. Du legst ihn angewelkt auf, sodass der Boden noch leicht durchscheint. Auf schweren Lehmböden fällt die Schicht flacher aus als auf leichten Sandböden, damit der Schnitt nicht verklebt oder schimmelt. Mulch kann BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt. unterdrücken, ausdauernde Wurzelunkräuter reduziert er aber nur bedingt.
Nach der Ernte schneide ich das Erbsenkraut ab und lasse die Wurzeln im Beet. So bleiben Nährstoffe und organische Substanz auf der Fläche, und der gebundene Stickstoff kann der FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten. zugutekommen.
Erbsen brauchen auf demselben Beet eine Fruchtwechselpause von 5 Jahren. Klee, Wicken oder Lupinen als Gründüngung gehören zur selben Pflanzenfamilie und zählen in der Fruchtfolge mit, Phacelia ist dagegen mit den gängigen Gemüsearten nicht verwandt. Die Pausen über die Jahre hältst du im Beetplaner für deine Beete fest.
Setzt du ganz auf Bio, findest du im Beitrag, wie du Markerbsen nach biologischen Grundsätzen anbaust, alles zum Anbau ohne chemische Mittel.





