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Rotkohlsamen keimen lassen: Jungpflanzen selber ziehen, pikieren, abhärten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Rotkohl säst du von April bis Mai, für frühe Jungpflanzen schon im Februar oder März im beheizten Gewächshaus oder Frühbeet.
  • Die Samen kommen 0,5 bis 1 cm tief in die Erde, denn Rotkohl ist kein Lichtkeimer.
  • Keimtemperatur für Rotkohl: untere Angabe 15 °C, obere Angabe 18 bis 22 °C.
  • Die Keimdauer liegt bei 7 bis 14 Tagen, die Abdeckung kommt beim ersten Keimling ab.
  • Nach dem Keimen stellst du die Sämlinge heller und kühler, Kopfkohl aber bis zum Pflanzen nicht unter 11 °C.
  • Pikiert wird, sobald nach den Keimblättern die ersten Laubblätter sichtbar werden.
  • Abgehärtet und mit 3 bis 5 gut ausgebildeten Laubblättern kommen die Jungpflanzen ins Beet.
  • Wässrig-weiche, stark verengte Stängel an umkippenden Keimlingen können auf Umfallkrankheit hinweisen.
Rotkohlköpfe mit violetten Deckblättern, einer davon angeschnitten mit hellen Blattadern im Inneren
Foto: Daniel Dan · Pexels License · Quelle ↗

Du hast Rotkohlsamen gesät, und in der Schale tut sich nichts. Oder die Keimlinge sind da, werden aber lang und weich und kippen um. Beides hängt oft an denselben Punkten: Saattiefe, Temperatur, Feuchte und Licht. Ich ziehe meinen Rotkohl selbst aus Samen und arbeite dabei mit wenigen festen Werten. Hier gehe ich sie der Reihe nach durch, vom Samenkorn bis zur abgehärteten Jungpflanze.

Kurz erklärt

Mit „Rotkohl selber ziehen“ ist hier die Anzucht aus Saatgut gemeint. Eigene Samen erntest du nicht im ersten Jahr: Kopfkohl wie Rotkohl ist zweijährig und bildet im ersten Jahr den Kopf, die Samen erst im zweiten.

Wann säst du Rotkohl aus?

Rotkohl säst du von April bis Mai. Für frühe Jungpflanzen beginnt die Anzucht schon im Februar oder März, dann im beheizten Gewächshaus oder beheizten Frühbeet. Welches Fenster du nimmst, hängt an der Sortengruppe. Bei Kopfkohl richten sich Aussaat, Pflanzung und Ernte danach, ob du eine frühe, sommerliche oder späte Sorte ziehst.

Sommerformen von Rotkohl bilden eher lockere Köpfe. Winterformen werden fester, lagern besser und eignen sich deshalb für den Wintervorrat. Welche Sortengruppe zu deinem Erntewunsch passt, liest du im Ratgeber darüber, wie du Rotkohl je nach Sortengruppe aussäst und bis zur Ernte ziehst.

Plane dabei vom Pflanztermin aus: Bis zur Reife braucht Rotkohl je nach Sorte und Witterung etwa 80 bis 160 Tage. Die Termine aller Kohlarten hast du mit dem Kohl-Aussaatkalender zum Ausdrucken auf einem Blatt.

Aussaatkalender Rotkohl
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai; Blüte: Mai, Juni; Ernte: September, Oktober, November; Pflanzung: März, AprilJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniErnteErnte: SeptemberErnte: OktoberErnte: NovemberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Welche Bedingungen brauchen Rotkohlsamen zum Keimen?

Keimwert Rotkohl
Saattiefe 0,5 bis 1 cm
Keimtemperatur, untere Angabe 15 °C
Keimtemperatur, obere Angabe 18 bis 22 °C
Keimdauer 7 bis 14 Tage
Lichtkeimer nein

Rotkohl ist kein Lichtkeimer, die Samen gehören also unter Erde. Du streust sie breitwürfig in die Saatschale und arbeitest sie flach ein. Danach bleibt die Erde gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe. Eine Haube oder Folie hält die Feuchte, bis die ersten Keimlinge erscheinen; dann kommt sie ab. Für die Temperatur gilt die Spanne aus der Tabelle. Ich stelle dafür ein Thermometer neben die Schale, statt die Raumtemperatur zu schätzen.

Die Keimdauer ist zugleich dein Prüftermin. Ist sie verstrichen und nichts zu sehen, gehst du die Ursachen weiter unten durch.

Marias Erfahrung

Ich beschrifte jede Schale mit Sorte und Aussaatdatum. So sehe ich beim Nachschauen sofort, wie lange die Saat schon liegt, und behalte die Keimdauer von 7 bis 14 Tagen im Blick.

Passt dazu

Ziehst du daneben Blattkohl wie Grünkohl, lies auch, wie Blattkohlsamen zuverlässig keimen.

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Rotkohl in Anzuchtgefäßen vorziehen

Rotkohl wird üblicherweise vorgezogen und als Jungpflanze verpflanzt, wie die meisten Kohlarten. So gehst du vor:

  1. Nimm Anzuchtgefäße mit Wasserabzug und frische Aussaaterde, die nährstoffarm, humos und durchlässig ist.
  2. Reinige gebrauchte Gefäße gründlich und nimm neues Substrat, denn so beugst du der Umfallkrankheit vor.
  3. Streue die Samen breitwürfig auf und arbeite sie 0,5 bis 1 cm tief ein.
  4. Befeuchte die Erde mit einer feinen Brause, damit die Samen nicht verschwemmt werden.
  5. Decke die Schale ab und stelle sie an einen hellen Platz, an dem die Keimtemperatur passt.
  6. Nimm die Abdeckung ab, sobald du die ersten Keimlinge siehst.

Rotkohl im Frühbeet oder direkt ins Beet säen

Aussaat im Frühbeet

Im Frühbeet säst du Rotkohl ebenfalls breitwürfig und arbeitest die Samen flach ein. Für die frühe Anzucht im Februar oder März nimmst du ein beheiztes Frühbeet. An warmen Tagen lüftest du regelmäßig, denn ohne Lüften kann es unter dem Fenster wärmer werden als die obere Keimtemperatur von 18 bis 22 °C. Wie du den geschützten Anbau über die Saison nutzt, steht im Ratgeber, wie du Rotkohl im Frühbeet oder Gewächshaus anbaust.

Achtung

Liegt ein wärmehaltendes Vlies über der Saat, nimmst du es bei stark steigenden Temperaturen ab. Sonst entsteht darunter ein Hitzestau.

Direktsaat ins Beet

Du kannst Rotkohl auch direkt an seinen späteren Platz säen. Das Pikieren entfällt dann, dafür vereinzelst du später, bis die Pflanzen ihren vollen Abstand haben. Bearbeite das Saatbeet erst, wenn keine Erde mehr an den Geräten haften bleibt. Zu Kulturbeginn hackst und jätest du zwischen den Reihen, denn flaches Hacken unterdrückt Beikräuter und vermindert die Verdunstung. In Hitzeperioden gießt du regelmäßig, am besten abends.

Rotkohl im Beet Abstand
in der Reihe 40 bis 50 cm
zwischen den Reihen 50 bis 60 cm

Vorziehen oder direkt säen?

Vorziehen in Gefäßen Direkt ins Beet
Temperatur steuerst du selbst, auch nach dem Keimen folgt dem Wetter
Beet kann länger mit der Vorkultur belegt bleiben ist ab der Aussaat belegt
Arbeit Pikieren, Abhärten, Auspflanzen Vereinzeln, Hacken, Jäten
Kontrolle Keimlinge stehen geschützt Saat liegt draußen, wo Kohlerdflöhe meist ab April erscheinen

Ich ziehe Rotkohl in Schalen vor und empfehle dir das auch, weil du dort die Temperatur nach dem Keimen gezielt senken kannst.

Wie pflegst du die Saat, bis sie keimt?

Gieße so, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt und nie nass steht. Bei torffreier Aussaaterde fühlst du auch unter der Oberfläche nach, weil die obere Schicht schnell abtrocknet. Ein wärmerer Platz muss entsprechend heller sein, sonst wachsen die Sämlinge übermäßig in die Länge. Sobald die ersten Blättchen stehen, lüftest du gut und gießt so, dass die Blätter rasch abtrocknen und sich kein Tau bildet. Das beugt bei Kohljungpflanzen dem Falschen Mehltau vor.

Häufiger Fehler

Die Haube bleibt auf der Schale, obwohl schon Keimlinge stehen. Darunter bleibt die Luft feucht, und die Blätter trocknen nicht ab. Nimm die Abdeckung ab, sobald die ersten Keimlinge erscheinen.

Wenn Rotkohlsamen nicht keimen: Ursachen eingrenzen

Eine leere Schale oder kippende Keimlinge sind Hinweise, keine sichere Diagnose. Die Tabelle hilft dir, die Ursache einzugrenzen.

Was du siehst Mögliche Ursache Was du tust
Nach 7 bis 14 Tagen ist nichts aufgelaufen Saat zu tief, Temperatur außerhalb der Keimspanne, Erde zu nass oder zu trocken, Saatgut nicht mehr keimfähig Saattiefe prüfen, Thermometer danebenstellen, Keimprobe machen
Die Saat läuft nur stellenweise auf Erde ungleichmäßig feucht, Samen beim Gießen verschwemmt mit feiner Brause gießen, gleichmäßig feucht halten, Lücken nachsäen
Keimlinge sind lang, dünn und instabil Lichtmangel bei hoher Temperatur heller und kühler stellen, Mindestwerte weiter unten beachten
Stängel an einer Stelle wässrig-weich und stark verengt, der Keimling kippt kann auf Umfallkrankheit hinweisen neu säen in frischer Aussaaterde und gereinigten Gefäßen, Staunässe vermeiden

Keimrate verbessern: Saatgut, Keimprobe, Nachsaat

Kohlsamen gelten als orthodox, sie vertragen also trockene Lagerung. Ich bewahre angebrochene Tüten trocken, kühl und dunkel auf.

Zweifelst du an älterem Saatgut, machst du eine Keimprobe. Ich lege dafür eine abgezählte Anzahl Samen auf feuchtes Küchenpapier, decke sie ab und halte sie im Bereich der Keimtemperatur. Innerhalb der Keimdauer zähle ich nach, wie viele gekeimt sind. Samen mit sichtbarer Wurzelspitze setze ich vorsichtig in die Erde. Keimen nur wenige, nehme ich für die nächste Aussaat frisches Saatgut.

Ist das Aussaatfenster von April bis Mai noch offen, säst du nach. Vorher prüfst du Tiefe, Temperatur und Feuchte, damit die zweite Saat nicht am selben Punkt hängen bleibt.

Mythos-Check

Kamillentee zum Einweichen soll samen.livesinfizieren und Pilzen vorbeugen. Gegen die Umfallkrankheit setzt du in der Anzucht auf frische Aussaaterde, gereinigte Gefäße und Erde ohne Staunässe.

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Nach dem Keimen: heller und kühler, aber nicht kalt

Sobald die Keimlinge stehen, brauchen sie mehr Licht und weniger Wärme. Lichtmangel bei gleichzeitig hoher Temperatur macht sie lang, dünn und instabil, Gärtner nennen das Vergeilen. Kühler heißt aber nicht beliebig kalt. Für die Anzucht von Kopfkohl, zu dem Rotkohl gehört, gelten diese Mindestwerte:

Anzuchtphase nicht unterschreiten
bis die Keimblätter erscheinen 16 °C
bis zum Pikieren 14 °C
vom Pikieren bis zum Pflanzen 11 °C

Die Werte sollen vermehrtes Schossen vermeiden, das heißt: Der Kohl soll nicht vorzeitig in die Blüte gehen. Du senkst die Temperatur also gegen das Vergeilen, bleibst aber über diesen Grenzen. Bis zu den Keimblättern richte ich mich nach dem ersten Wert der Tabelle, auch wenn die untere Keimtemperatur von Rotkohl etwas darunter liegt.

Wann und wie pikierst du Rotkohl?

Pikiert wird, wenn die Keimblätter voll entwickelt sind und die ersten Laubblätter sichtbar werden. Löse die Sämlinge vorsichtig aus der Erde. Setze sie mit ungebogenen Wurzeln in einzelne Töpfe, drücke die Erde an und gieße sie an. Ich hebe die Sämlinge mit einem Pikierstab heraus und fasse sie dabei an den Keimblättern, nicht am Stängel. Weil Aussaaterde nährstoffarm ist, pikiere ich in nährstoffreichere Pflanzerde.

Hast du direkt ins Beet gesät, ziehst du stattdessen die schwächeren Pflanzen heraus. Du vereinzelst so lange, bis die kräftigsten mit dem vollen Abstand aus der Tabelle weiter oben stehen.

Abhärten: So gewöhnst du die Jungpflanzen an draußen

Vor dem Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen ab, indem du die Temperatur senkst und mehr lüftest. Dann stellst du sie tagsüber an einen windgeschützten, schattigen Platz ins Freie. Von dort gewöhnst du sie allmählich an direkte Sonne. Ich hole die Töpfe anfangs abends wieder herein und sehe dabei nach, ob Blätter schlaff hängen. Hängen sie, bekommen die Pflanzen am nächsten Tag wieder mehr Schatten.

Wann kommen die Jungpflanzen ins Beet?

Den Auspflanztermin bestimmt der Entwicklungsstand. Für vorgezogenen Kohl ist das Auspflanzstadium bei 3 bis 5 gut ausgebildeten Laubblättern erreicht, und abgehärtet sollten die Jungpflanzen dann sein. Rotkohl kann auch erst ab Juni ins Freiland kommen; dann stehen vorher Salat oder Spinat als frühe Kultur auf dem Beet. Hier nützt dir das Vorziehen: Während der Rotkohl in Töpfen wächst, kann die Vorkultur auf dem Beet stehen bleiben.

Wann welches Beet frei wird, planst du mit dem Beetplaner für deine Gartenbeete. Wie es nach dem Pflanzen weitergeht, liest du im Ratgeber, wie du Rotkohl im Hausgarten bis zur Ernte und Lagerung führst. Mögliche Nachbarn im Beet findest du bei den passenden Partnerpflanzen für Rotkohl.

Was du fürs Beet schon jetzt wissen solltest

Rotkohl braucht später einen tiefgründigen, gut durchlässigen und humusreichen Boden. Bei der Pflanzvorbereitung arbeitest du Kompost ein, und für Kohlkulturen im Garten wird ein pH-Wert von 6,5 bis 7 empfohlen. Was Kohl an Standort und Boden braucht, erklärt der Kohl-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden.

Überwinterte Kohlerdflöhe erscheinen meist ab April, deshalb siehst du ab dann regelmäßig nach Saaten und Jungpflanzen. Ein Kulturschutznetz mit weniger als 1 mm Maschenweite legst du direkt nach Saat oder Pflanzung auf und hältst es bis zur Ernte an den Rändern dicht. Wie du Kohl vor Schädlingen schützt, steht im selben Ratgeber im Abschnitt Schädlinge und Pflanzenschutz.

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Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Rotkohlsamen?
Rotkohl säst du von April bis Mai. Für frühe Jungpflanzen kannst du schon im Februar oder März beginnen, dann im beheizten Gewächshaus oder Frühbeet. Welches Fenster passt, hängt an der Sortengruppe: Winterformen bilden festere Köpfe und lagern besser als Sommerformen.
Welche Keimtemperatur brauchen Rotkohlsamen?
Für Rotkohl liegt die untere Angabe der Keimtemperatur bei 15 °C. Als obere Angabe gelten 18 bis 22 °C. Die Keimdauer beträgt 7 bis 14 Tage. Stell am besten ein Thermometer neben die Saatschale, statt die Raumtemperatur zu schätzen.
Wie tief sät man Rotkohlsamen und welchen Abstand brauchen die Pflanzen?
Rotkohlsamen kommen 0,5 bis 1 cm tief in die Erde, denn Rotkohl ist kein Lichtkeimer. Im Beet brauchen die Pflanzen später 40 bis 50 cm Abstand in der Reihe. Zwischen den Reihen lässt du 50 bis 60 cm frei.
Worin unterscheiden sich Direktsaat und Vorkultur bei Rotkohl?
Üblich ist bei Rotkohl die Vorkultur: Du ziehst die Jungpflanzen in Gefäßen oder im Frühbeet vor und verpflanzt sie später. So steuerst du die Temperatur nach dem Keimen, und das Beet kann länger mit der vorigen Kultur belegt bleiben. Säst du direkt ins Beet, sparst du Pikieren und Umsetzen, musst aber auf den vollen Pflanzabstand vereinzeln und die Saat draußen regelmäßig kontrollieren.
Welche Vor- und Nachteile haben Anzuchtgefäße gegenüber der Aussaat im Freien?
In Anzuchtgefäßen hast du Feuchte und Temperatur selbst in der Hand und kannst die Sämlinge nach dem Keimen gezielt heller und kühler stellen. Dafür brauchst du Gefäße mit Wasserabzug, frische Aussaaterde und einen hellen Platz, denn ein warmer, dunkler Standort macht die Keimlinge lang und weich. Später kommen Pikieren und Abhärten als Arbeitsschritte hinzu.
Stimmt es, dass Rotkohlsamen bei zu hohen Temperaturen schlecht keimen?
Für Rotkohl liegt die obere Angabe der Keimtemperatur bei 18 bis 22 °C. Wird es deutlich wärmer, ist die Saat außerhalb dieses Bereichs, und die Keimung kann leiden. Nach dem Keimen kommt ein zweites Problem hinzu: Wärme bei zu wenig Licht macht die Sämlinge lang und weich. Im Frühbeet lüftest du deshalb an warmen Tagen regelmäßig.
Wie wirkt sich Staunässe auf Rotkohl-Jungpflanzen aus?
Staunässe ist schon in der Anzucht ein Risiko: Wässrig-weiche, an einer Stelle stark verengte Stängel können auf Umfallkrankheit hinweisen. Vorbeugen kannst du mit frischer Aussaaterde, gereinigten Gefäßen mit Wasserabzug und Erde, die nie nass steht. Im Beet begünstigen feuchte bis staunasse Böden bei 20 bis 25 °C außerdem die Kohlhernie.
Wie pikiert man Rotkohlkeimlinge richtig?
Pikiert wird, wenn die Keimblätter voll entwickelt sind und die ersten Laubblätter erscheinen. Du löst die Sämlinge vorsichtig, setzt sie mit ungebogenen Wurzeln in einzelne Töpfe, drückst die Erde an und gießt. Bis zum Pflanzen sollen die Jungpflanzen danach nicht unter 11 °C stehen, damit sie später nicht vermehrt schießen. Bei einer Direktsaat ziehst du stattdessen die schwächeren Pflanzen heraus, bis die übrigen ihren vollen Abstand haben.
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