Blumenkohl pflanzen Schritt für Schritt: vom Satzplan bis zum eigenen Saatgut
- Blumenkohl ziehst du meist vor und pflanzt ihn aus, wenn die Jungpflanzen 5 Blätter haben.
- Die Samen kommen 0,5 bis 1 cm tief in die Erde.
- Sommerblumenkohl säst du von Ende März bis Mitte Mai, Herbstblumenkohl von Mitte Mai bis Anfang Juli.
- In der Reihe brauchen die Pflanzen 40 bis 60 cm Abstand, zwischen den Reihen ebenso viel.
- Für eine gestaffelte Ernte pflanzt du ungefähr alle 2 Wochen einen neuen Satz.
- Nach Blumenkohl gilt eine Anbaupause von 5 Jahren, in die auch andere Kreuzblütler zählen.

Blumenkohl stellt höhere Ansprüche als Kohlrabi, Grünkohl oder Wirsing. Ob er einen ordentlichen Kopf bildet, entscheidet sich zum Teil schon bei den Jungpflanzen, lange vor der Ernte. Ich plane ihn deshalb in Sätzen und gehe jeden Schritt vom Beet bis zum eigenen Saatgut der Reihe nach durch.
Die Reihenfolge unten folgt dem Gartenjahr: Beet und Fruchtfolge, Satzwahl, Aussaat, Anzucht, Pflanzung, Pflege, Ernte und Saatgut. Wenn du gerade erst mit Kohl anfängst, lies vorher, welche Kohlarten sich für den Einstieg eignen.
Schritt 1: Beet und Fruchtfolge vorbereiten
Fruchtfolge: fünf Jahre Pause für Kreuzblütler
Für Blumenkohl gilt eine Fruchtwechselpause von 5 Jahren. In diese Pause zählen alle Kreuzblütler, also neben anderen Kohlarten auch Radieschen, Rettich, Rucola, Senf, Ölrettich und Raps. Ihre Verwandtschaft kann die Kohlhernie begünstigen. Denk dabei auch an die Gründüngung: Gelbsenf, Ölrettich und Raps gehören zur Familie, Phacelia dagegen ist mit keiner gängigen Gemüseart verwandt und passt deshalb in eine Kohlfruchtfolge.
Hatte ein Beet schon Kohlhernie, reicht die übliche Pause nicht mehr, dann ist eine langjährige KohlpauseDie Kohlpause ist eine mehrjährige Anbaupause, in der auf einem Beet weder Kohl noch andere Kreuzblütler wie Radieschen, Rettich oder Rucola wachsen. Sie beugt der Kohlhernie vor, einer Wurzelkrankheit dieser Pflanzenfamilie. nötig. Als Vorfrüchte eignen sich im ökologischen Kohlanbau Leguminosen, als Gemenge oder als ZwischenfruchtEine Zwischenfrucht ist eine Kultur, die zwischen zwei Hauptfrüchten auf derselben Fläche wächst, oft von der Ernte im Spätsommer bis zum nächsten Frühjahr. Sie wird als Gründüngung zur Bodenverbesserung oder, in der Landwirtschaft, als Futter angebaut., weil sie zur Stickstoffversorgung beitragen. Ich notiere jedes Jahr, wo Kohl und seine Verwandten standen, und plane die Beete im Beetplaner.
Standort und Boden
Blumenkohl braucht einen warmen, sonnigen Platz und fruchtbaren, kalkreichen Boden, der Feuchtigkeit hält und überschüssiges Wasser gut ableitet. Empfohlen wird ein pH-Wert von 6,5 bis 7,5; ob du kalken musst, richtet sich nach Bodenart und Bodenuntersuchung, und über dem Zielbereich wird nicht gekalkt. Was Boden, pH und Staunässe für alle Kohlarten bedeuten, steht im Kohl-Ratgeber unter Standort und Boden für Kohl.
Wann du das Beet vorbereitest
Der Zeitpunkt hängt am Satz. Für frühen Blumenkohl lockere ich den Boden schon im Vorjahr tief. Vor einer Pflanzung ab Juni bereite ich die abgeerntete Fläche der Vorkultur vor. Bearbeitet wird erst, wenn der Boden so weit abgetrocknet ist, dass keine Erde mehr am Werkzeug haftet.
Schritt 2: Den passenden Satz wählen
Blumenkohl hat keinen einzelnen Aussaattermin, sondern mehrere Sätze mit eigenem Kalender. Für Sommer- und Herbstblumenkohl sieht er so aus:
| Satz | Aussaat | Pflanzung | Ernte |
|---|---|---|---|
| Sommerblumenkohl | Ende März bis Mitte Mai im Frühbeet | Ende April bis Ende Juni | Anfang Juli bis Anfang September |
| Herbstblumenkohl | Mitte Mai bis Anfang Juli | Mitte Juni bis Ende Juli | Ende August bis Anfang Dezember, je nach Satz und Bedingungen |
Alle Kohltermine auf einem Blatt hast du mit dem Aussaatkalender für Kohl zum Ausdrucken. Welche Sorte zu welchem Zweck und welcher Jahreszeit passt, zeigt die Übersicht der Blumenkohlsorten nach Zweck und Saison.
Früher Satz
Den frühen Satz säst du Anfang Februar unter geschützten Anzuchtbedingungen, bei geeigneten frühen Sorten auch im Gewächshaus. Gepflanzt wird er bis Mitte April. Die Sorte Bola de Neve, auch Erfurter Zwerg genannt, ziehst du von Februar bis April vor oder säst sie von Mai bis Juni direkt.
Sommersatz
Für weißen Sommerblumenkohl kommen Sorten wie Fremont F1 und Lecanu F1 infrage. Die Kopfanlage wird durch eine kühle Phase nach der sortenabhängigen Jugendphase ausgelöst, und zu hohe Nachttemperaturen können beim Sommerblumenkohl den Blumenansatz beeinträchtigen. Für den Sommer lohnt sich deshalb eine Sorte, die als gut hitzeverträglich gilt, etwa Bola de Neve. Wasser und Hitzeschutz im Sommer behandelt der Beitrag über Blumenkohl mit hitzetoleranten Sorten im Sommer.
Herbstsatz
Herbstriesen 2 und Neckarperle sind Beispiele für weiße Herbstsorten. Späte Herbstsätze gelingen nur bei mildem Spätherbstwetter. Termine und Ernte im Herbst vertieft die Anleitung zum Blumenkohlanbau im Herbst.
Winterblumenkohl
Winterblumenkohl säst du von Mitte Juni bis Anfang Juli und erntest ihn im folgenden Frühjahr. Er eignet sich für milde Anbauräume wie Meeresnähe, Niederrhein und Pfalz. Vermeide bei überwinternden Sorten einen StickstoffüberschussStickstoffüberschuss heißt, dass Pflanzen mehr Stickstoff bekommen, als sie brauchen. Sie wachsen dann üppig, bilden weiches, schwammiges Gewebe und dunklere Blätter und werden anfälliger für Krankheiten., denn weiches Wachstum kann Kälteschäden begünstigen. Wie du ihn gegen Frost schützt, beschreibt der Ratgeber zu Schutzmethoden für Blumenkohl im Winter.
Für eine gestaffelte Ernte pflanzt du ungefähr alle 2 Wochen einen neuen Satz. So verteilen sich die reifen Köpfe über einen längeren Zeitraum.
Schritt 3: Aussäen
Vorziehen in Schalen oder Töpfen
Die meisten Kohlarten werden vorgezogen und als Jungpflanzen gesetzt, und Blumenkohl gehört dazu. Ich fülle Schalen oder Anzuchttöpfe mit Wasserabzug mit nährstoffarmer, humoser und durchlässiger Aussaaterde. Die Samen kommen 0,5 bis 1 cm tief hinein. Blumenkohl ist kein Lichtkeimer, deshalb bedecke ich die Samen mit Erde und gieße an. Halte die Aussaat gleichmäßig feucht, ohne dass sich Wasser staut. Eine Abdeckung über der Schale nimmst du ab, sobald die ersten Keimlinge erscheinen.
Saattiefe 0,5 bis 1 cm · Keimdauer 5 bis 14 Tage · Keimtemperatur mit einer Untergrenze von 5 bis 15 °C und einer Obergrenze von 18 bis 22 °C · frühe Sätze nach dem Pikieren bei 14 bis 16 °C · auspflanzen mit 5 Blättern
Im Saatbeet oder Frühbeet
Je nach Sorte kannst du Blumenkohl auch im Freiland-Saatbeet vorziehen, den Sommersatz säst du ins Frühbeet. Für die Einzelkornsaat drückst du etwa 1 cm tiefe Saatlöcher, legst die Samen hinein, streifst die Löcher zu und gießt an. Das Frühbeet lüftest du an warmen Tagen regelmäßig. Eine Direktsaat an den endgültigen Platz ist zum Beispiel bei Bola de Neve von Mai bis Juni vorgesehen.
Schritt 4: Pikieren, weiterziehen und abhärten
Pikieren
Pikiert wird, wenn die Keimblätter entwickelt sind und die ersten Laubblätter sichtbar werden. Löse die Sämlinge vorsichtig heraus, setze sie mit ungebogenen Wurzeln ein, drücke sie an und gieße sie an.
Licht und Temperatur
Die ersten Blumenkohlsätze ziehst du nach dem Pikieren bei 14 bis 16 °C weiter. Ein wärmerer Platz muss entsprechend heller sein, sonst werden die Jungpflanzen lang, dünn und instabil. Stehen sie schon so da, stellst du sie heller und kühler.
Wässrig-weiche Sämlingsstängel, die an einer Stelle stark verengt sind, können auf Umfallkrankheit hinweisen. Vorbeugen kannst du mit neuem, sauberem Anzuchtsubstrat, gereinigten Gefäßen und ohne Staunässe.
Sobald die ersten Keimlinge stehen, nehme ich die Abdeckung ab und rücke die Schalen an einen hellen, eher kühlen Platz. Bevor ich gieße, prüfe ich die Feuchte mit dem Finger in der Erde.
Abhärten und Pflanzreife
Vor dem Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen ab, indem du die Temperatur senkst und lüftest. Auf der Fensterbank vorgezogene Pflanzen stellst du dafür tagsüber zuerst an einen windgeschützten, schattigen Platz ins Freie. Dann gewöhnst du sie allmählich an direkte Sonne. Auspflanzreif ist Blumenkohl, wenn die Jungpflanzen 5 Blätter haben.
Frühe Blumenkohlsorten sind im Stadium mit 3 bis 5 Laubblättern empfindlich. Temperaturen von 7 bis 14 °C können dann eine verfrühte Kopfanlage auslösen, bevor die Pflanze genug Blattmasse hat. Behalte die Temperatur deshalb im Blick, wenn du frühe Sätze zum Abhärten kühler stellst.
Schritt 5: Auspflanzen
Wann du pflanzt, hängt vom Satz ab, die Termine stehen in Schritt 2. Abgehärtete Jungpflanzen von Blumenkohl vertragen Spätfröste bis etwa −4 °C. Deckst du einen frühen Satz mit Vlies ab, nimm es bei deutlich gestiegenen Temperaturen ab, ungefähr ab Mitte Mai. Wähle dafür einen trüben oder regnerischen, möglichst windstillen Tag.
Abstände
Abstand in der Reihe und Reihenabstand gehören zusammen. Blumenkohl braucht 40 bis 60 cm in der Reihe und genauso viel zwischen den Reihen, jede Pflanze steht einzeln. Für Winterblumenkohl im Freiland ist ein PflanzrasterDas Pflanzraster ist das Abstandsmuster, nach dem du Pflanzen auf ein Beet setzt. Es besteht aus zwei Maßen: dem Abstand zwischen den Reihen (Reihenabstand) und dem Abstand der Pflanzen innerhalb einer Reihe. von 70 × 65 cm beschrieben. Ich gieße die Jungpflanzen vor dem Setzen durch, setze sie ins Pflanzloch, drücke die Erde rundum an und gieße nach.
Mischkultur und Zwischenkultur
Zwischen jungen Blumenkohlpflanzen kann Frühsalat stehen, wenn du ihn erntest, bevor der Kohl die Reihen schließt. Als Mischkulturpartner für Blumenkohl eignen sich Sellerie, Tomaten, Bohnen, Salat und Erbsen. Günstige Wirkungen solcher Nachbarschaften lassen sich allerdings schwer nachweisen, die Liste ist eine Planungshilfe und kein Schutzversprechen. Passende Nachbarn für dein Beet suchst du im Mischkultur-Werkzeug heraus.
Schritt 6: Pflege bis zur Kopfbildung
Die Pflegegrundlagen gelten für alle Kohlarten. Hier steht, was beim Blumenkohl dazukommt.
Gießen
Blumenkohl reagiert besonders empfindlich auf Wasser- und Nährstoffmangel, wenn die Kopfbildung beginnt. Fehlt ihm während der Wachstumszeit Wasser, können kleine oder verformte Köpfe entstehen. Gieße eher wöchentlich und gründlich mit rund 14 l/m² als täglich in kleinen Mengen; wie du nach Bedarf und an die Wurzel gießt, steht im Kohl-Ratgeber im Abschnitt Gießen.
Düngen
Auf phosphat- und kalireichen Böden teilst du den HorndüngerHorndünger ist der Oberbegriff für organische Dünger aus gemahlenen Hörnern und Hufen von Rindern, etwa Hornmehl und Hornspäne. Sie liefern vor allem Stickstoff und geben ihn je nach Körnung schneller oder langsamer ab. für Blumenkohl in zwei gleiche Gaben: die erste zur Pflanzung, die zweite nach etwa 3 bis 4 Wochen. Beginnt die Kultur erst Ende Juli oder Anfang August, nimmst du für die zweite Gabe Hornmehl, weil es schneller umgesetzt wird. Wie du Kompost und Horndünger bei starkzehrenden Kohlarten bemisst, erklärt der Kohl-Ratgeber im Abschnitt Düngen.
Hacken, Mulchen und Kopfschutz
Auf ungemulchten Beeten unterdrückt flaches Hacken Beikräuter und vermindert die Verdunstung; als Mulch eignet sich angetrockneter Rasenschnitt, dünn ausgelegt und öfter ergänzt. Um den Kopf von weißem Blumenkohl vor zu starker Sonne zu schützen und weiß zu halten, knickst du ein oberes Blatt über ihm um. Welche Pflege Blumenkohl in den einzelnen Wachstumsphasen braucht, liest du im Ratgeber zur Blumenkohlpflege nach Wachstumsphasen.
Schädlinge
Ab April kontrollierst du Saaten und Jungpflanzen regelmäßig, denn dann erscheinen meist die überwinterten Kohlerdflöhe und witterungsabhängig die erste Generation der Kleinen KohlfliegeDie Kohlfliege (Kleine Kohlfliege) ist ein Schädling an Kohl, Rettich und Radieschen. Ihre weißlichen Maden sitzen im Wurzelbereich junger Kohlpflanzen, die dann welken; in Rettich und Radieschen verursachen sie Fraßgänge.. Ein Kulturschutznetz mit einer Maschenweite unter 1 mm legst du direkt nach der Pflanzung auf und hältst es an den Rändern bis zur Ernte dicht geschlossen. Wie du vorbeugst, kontrollierst und eingreifst, steht im Kohl-Ratgeber im Abschnitt Schädlinge und Pflanzenschutz. Naturnahe Wege speziell für Blumenkohl zeigt der Beitrag über biologischen Pflanzenschutz im Blumenkohlbeet.
Krankheiten
Kohlhernie befällt die Wurzeln, und ihre DauersporenDauersporen sind mikroskopisch kleine Sporen, mit denen manche Krankheitserreger im Boden überdauern, etwa der Erreger der Kohlhernie. Sie bleiben über mehrere Jahre lebensfähig und können dann erneut Pflanzen infizieren. können bis zu 20 Jahre im Boden überdauern. Du beugst vor, indem du Staunässe vermeidest, die Anbaupause einhältst und befallene Pflanzen samt Wurzeln über den Restmüll entsorgst statt auf dem Kompost. Bei Jungpflanzen beugen gute Lüftung, vermiedene Taubildung und rasch abtrocknende Blätter dem Falschen Mehltau vor; mehr dazu steht im Kohl-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten.
Schritt 7: Ernten und kurz lagern
Der essbare Kopf ist ein unreifer Blütenstand, und später streckt er sich zum eigentlichen Blütenstand. Ich schneide ihn deshalb, bevor er sich zu strecken beginnt. Auch die Blätter kannst du gekocht verwenden. Ein ganzer frischer Kopf hält im Gemüsefach des Kühlschranks ungefähr 2 bis 3 Tage; Erntezeiten und Lagerung aller Kohlarten vergleicht der Kohl-Ratgeber im Abschnitt Ernte und Lagerung.
Was nach dem Blumenkohl kommt
Nach im Sommer abgeerntetem Blumenkohl kannst du von Mitte Juli bis Mitte August Endivie pflanzen. Auf rechtzeitig geräumten Beeten passt auch Feldsalat, den du von Anfang August bis Mitte September säst. Als weniger nährstoffbedürftige Folgekulturen aus anderen Pflanzenfamilien kommen nach starkzehrendem Kohl auch Möhren, Kopfsalat und Spinat infrage.
Schritt 8: Saatgut selbst gewinnen
Blumenkohl ist botanisch zweijährig, im Garten wird er aber einjährig kultiviert. Für Saatgut erntest du einen Kopf nicht, sondern lässt ihn stehen, bis er sich zum Blütenstand streckt. Weil Blumenkohl von Mai bis August blüht und Herbstblumenkohl erst ab Ende August reif wird, nehme ich für Saatgut einen Kopf aus einem frühen Satz.
Ich wähle dafür eine gesunde, kräftige Pflanze, lasse die Samenstände an der Pflanze trocken werden und löse die Samen erst dann aus. Blumenkohlsamen vertragen das Trocknen und lassen sich trocken lagern. Ich bewahre sie in beschrifteten Papiertüten auf. Ältere Samen lege ich vor der Aussaat zur Probe auf feuchtes Küchenpapier und schaue, wie viele keimen.
Besondere Anbaumethoden
Blumenkohl im Kübel
Blumenkohl gilt als topfgeeignet. Das Gefäß braucht freie Ablauflöcher, damit sich im Wurzelraum kein Wasser staut. Als Erde eignen sich faserreiche, möglichst torffreie Kompostsubstrate, die Luft, Wasser und Nährstoffe speichern. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen auch die Feuchte unter der schnell abtrocknenden Oberfläche.
Kleine Gefäße können im Hochsommer mehrmals täglich Wasser brauchen, und Blumenkohl reagiert bei beginnender Kopfbildung empfindlich auf Wassermangel; nimm deshalb ein möglichst großes Gefäß. Steht er länger im Topf, kann im Sommer je nach Versorgung eine stickstoffbetonte Nachdüngung nötig werden. Erde aus Gefäßen mit Kohlhernie oder anderen Wurzelkrankheiten verwendest du nicht wieder.
Blumenkohl im Hochbeet
Im Hochbeet erwärmt sich die Erde schneller, und die sonnenwarmen Seitenwände können einen früheren Kulturstart ermöglichen. Dafür trocknet sie auch schneller aus, eine Mulchdecke kann den Feuchtigkeitsverlust mindern. Ein frisch mit Reisig, Kompost und Gärtnererde aufgebautes Hochbeet setzt im ersten Jahr viel organisch gebundenen Stickstoff frei. Für überwinternden Blumenkohl, bei dem ein Stickstoffüberschuss Kälteschäden begünstigen kann, passt ein solches Beet im ersten Jahr deshalb schlecht.
Blumenkohl im Gewächshaus
Geeignete frühe Sorten kannst du im Spätwinter im Gewächshaus anziehen. Ein unbeheiztes Haus ist bei stärkerem oder länger anhaltendem Frost aber kein verlässlich frostfreier Raum. Regelmäßiges Lüften und der Blick auf Minimum-Maximum-Thermometer und HygrometerEin Hygrometer ist ein Messgerät für die Luftfeuchtigkeit. Beim Gärtnern zeigt es dir, wie feucht die Luft im Gewächshaus, unter der Anzuchthaube oder bei deinen Zimmerpflanzen ist. gehören zur Klimaführung. Wie du Klima, Belüftung und Bewässerung unter Glas steuerst, beschreibt die Anleitung für Blumenkohl im Gewächshaus.





