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Chicorée im Kübel anbauen: von der Aussaat bis zur Treiberei im Keller

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Chicorée wächst in zwei Phasen: erst die Wurzel im sonnigen Kübel, dann der Spross im Dunkeln.
  • Die Samen keimen bei 16 bis 20 °C am besten, darüber drohen Keimhemmungen.
  • Nach 18 bis 20 Wochen Wachstum rodest du die Wurzeln.
  • Zum Treiben taugen gleichmäßig geformte Wurzeln mit 3 bis 6 cm Durchmesser.
  • Getrieben wird bei 12 bis 18 °C in vollständiger Dunkelheit, zum Beispiel im Keller.
Mehrere Köpfe frischer Chicorée liegen auf einer hölzernen Oberfläche.
Foto: paulistano · Depositphotos Standard License · Quelle ↗

Chicorée aus dem Kübel braucht zwei Plätze: einen sonnigen für die Wurzel und einen dunklen Raum wie den Keller für den Spross. Ohne den dunklen Raum bleibt es beim grünen Laub auf dem Balkon. Ich suche mir deshalb den Treibplatz, bevor ich die erste Saat in den Kübel lege.

Chicorée gehört wie Radicchio und Zuckerhut zur Art Cichorium intybus, zu der auch die Wegwarte zählt. In die Küche kommt der gebleichte Spross, den die Wurzel im Dunkeln treibt. Die Treibkultur verbreitete sich einst in Belgien und Nordfrankreich. Den ganzen Ablauf mit allen Grundlagen findest du im Ratgeber zum Chicorée-Anbau vom Säen bis zur Sprossernte. Hier geht es um das, was im Gefäß anders läuft.

Warum passt Chicorée in den Kübel?

Für die Wurzelanzucht braucht Treibchicorée tiefgründigen, steinfreien und humosen Boden ohne Verdichtungen. Ist dein Gartenboden steinig oder fest, schaffst du diese Bedingungen im Kübel mit frischem Substrat. Ohne Garten ziehst du die Wurzeln so auf Balkon oder Terrasse.

Auch die zweite Phase passt zum Gefäß. Getrieben wird in einem dunklen Raum und nicht im Beet, die Wurzeln stehen dabei in einem Kübel oder einer Kiste.

Genauer hinschauen musst du beim Wasser. Die Wurzel braucht gleichmäßige Bodenfeuchte und verträgt weder sehr nassen noch sehr trockenen Stand. Ich prüfe die Kübelerde deshalb mit dem Finger, bevor ich gieße.

Aussaatkalender Chicorée
GartenkalenderAussaat: Mai; Ernte: September, OktoberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MaiErnteErnte: SeptemberErnte: OktoberAussaatErnte

Welcher Kübel und welche Erde?

Der Kübel: tief und mit Wasserabzug

Die Wurzel wächst in die Tiefe und soll für die Treiberei gleichmäßig geformt sein. Nimm deshalb den tiefsten Kübel, der auf deinen Balkon passt. Balkonkästen sind für die Rübe meist zu flach. Abzugslöcher im Boden sind Pflicht, damit sich unten kein Wasser staut. Beim Material hast du die Wahl zwischen Terrakotta und Kunststoff.

Tipp

Stell den Kübel auf Füße oder Holzklötze. Dann kann das Wasser aus den Abzugslöchern frei ablaufen.

Das Substrat: locker, steinfrei, humos

Für Salate im Balkongefäß eignet sich gewöhnliche Blumenerde. Beim Chicorée achte ich zusätzlich darauf, dass das Substrat steinfrei und humos ist und sich nicht verdichtet. Vor der Aussaat bekommt die Erde reifen Kompost. Übermäßige Stickstoffgaben vermeide ich, weil sie die spätere Treibqualität verschlechtern können.

Auf demselben Beet sollen Zichorien wie Chicorée und Radicchio nur alle 3 bis 4 Jahre stehen. Im Kübel halte ich es einfach: Für jeden neuen Satz fülle ich frische Erde ein, die alte kommt auf den Kompost.

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Welche Sorte eignet sich für den Kübel?

Du brauchst eine Sorte, die als Treibchicorée angeboten wird, also für Wurzelanzucht und Treiberei. Für das Gefäß zählt ein Detail der Sortenbeschreibung besonders: Ob beim Treiben Deckerde nötig ist, hängt von der Sorte ab. Für die Treiberei im Kübel nehme ich gern Sorten ohne Deckerde, weil dann eine lichtdichte Abdeckung genügt.

Kurz erklärt

Deckerde ist eine Schicht Erde, die beim Treiben über die Wurzelköpfe kommt. Der Spross wächst dann in dieser Erde heran statt unter einer Abdeckung. Ob deine Sorte das braucht, klärst du vor dem Kauf.

Willst du später eigene Samen ernten, greif zu einer samenfesten Sorte. F1-Hybriden erkennst du am Zusatz F1 auf der Samentüte. Ihre Eigenschaften spalten in der nächsten Generation stark auf, samenfeste Sorten geben ihre Merkmale dagegen weiter.

Zeitplan: Wie lange dauert es vom Samen bis zum Spross?

Chicorée hat einen langen Vorlauf. Zwischen Aussaat und Sprossernte liegen Keimung, Wurzelwachstum, Lagerung und Treiberei. Die Richtwerte im Überblick:

Abschnitt Richtwert
Keimung 5 bis 14 Tage
Wachstum bis zum Roden 18 bis 20 Wochen
Lagern in Sand bei 0 bis 5 °C bis zu 8 Monate
Treiben bei 16 °C in vollständiger Dunkelheit etwa 3 Wochen

Chicorée säst du im Mai direkt aus. Die Termine für deinen Garten gleichst du mit dem Aussaatkalender für Salate und Blattgemüse ab.

Nach der Treibanleitung der bayerischen Landesanstalt LWG liefert jede Treibwurzel nur eine Sprossernte. Im Sandlager halten die Wurzeln aber bis zu 8 Monate. Wer sie portionsweise aus dem Lager holt und treibt, erntet deshalb nacheinander statt alles auf einmal.

Marias Erfahrung

Ich schreibe das Saatdatum mit wasserfestem Stift auf den Kübelrand. Beim Gießen sehe ich dann, wann die 18 bis 20 Wochen bis zum Roden um sind.

Aussäen im Kübel: so gehe ich vor

Ich säe Chicorée direkt in den Kübel, in dem die Wurzel wachsen soll. So muss ich keine Jungpflanzen umsetzen. Die Samen bedeckst du mit Erde, dann drücke ich die Oberfläche leicht an und halte sie feucht.

Zahl im Blick

Zichorien wie Chicorée keimen am besten bei 16 bis 20 °C. Die Keimung dauert 5 bis 14 Tage. Die Samen kommen 2 bis 3 cm tief in die Erde.

Bis die Keimlinge da sind, steckt bei mir ein Thermometer in der Kübelerde. Zeigt es mehr als 20 °C, stelle ich den Kübel aus der prallen Sonne. Sind die Keimlinge kräftig genug zum Greifen, vereinzle ich sie und lasse die stärksten stehen. Jede Pflanze braucht Raum für eine gleichmäßig geformte Wurzel, denn nur solche Wurzeln kommen später in die Treiberei.

Häufiger Fehler

Die Saat steht zu warm. Über 20 °C drohen bei Zichorien Keimhemmungen, auch wenn Erde und Feuchte stimmen. Weitere Fehler und wie du sie vermeidest, sammelt der Ratgeber zu typischen Anfängerfehlern beim Chicorée-Anbau.

Die Wachstumsphase auf Balkon und Terrasse

Während die Wurzel wächst, steht der Kübel sonnig. Halte die Erde gleichmäßig feucht und lass sie weder austrocknen noch vernässen. Wie du Chicorée über die Saison gießt und düngst, vertieft der Ratgeber zur bedarfsgerechten Pflege und Düngung von Chicorée.

Schnecken fressen überwiegend nachts, deshalb schaue ich abends an den Kübeln nach und sammle sie ab. Den Überblick, wie du bei Salaten und Blattgemüse Krankheiten und Schädlingen vorbeugst, gibt der Grundlagenratgeber.

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Wurzeln roden und für den Keller vorbereiten

Nach 18 bis 20 Wochen Wachstum rodest du die Wurzeln. Im Kübel geht das ohne Spaten: Ich kippe ihn auf einer Plane aus und löse die Wurzeln vorsichtig aus der Erde. Danach sortiere ich. Für die Treiberei eignen sich gleichmäßig geformte Wurzeln mit 3 bis 6 cm Durchmesser.

Vor dem Einlagern schneidest du den Blattschopf 4 cm über der Rübe ab. Das Herz darf dabei nicht verletzt werden. Krumme oder zu dünne Wurzeln kommen bei mir auf den Kompost.

Wurzeln lagern, bis du treiben willst

Nicht jede Wurzel muss sofort ins Dunkle. Wie lange sie hält, hängt von Temperatur und Lagerart ab:

Lagerung Haltbarkeit
0 bis 1 °C bei 90 bis 95 % relativer Luftfeuchte bis zu drei Wochen
etwa 12 °C höchstens vier Tage
in Sand eingeschlagen bei 0 bis 5 °C bis zu 8 Monate

Für das Sandlager nehme ich einen ausgedienten Kübel. Die Wurzeln kommen hinein, Sand darüber, dann stelle ich den Kübel in den kühlsten Raum. Ob dort wirklich 0 bis 5 °C herrschen, prüfe ich mit dem Thermometer.

Hat dein Keller etwa 12 °C, taugt er nicht als Lager. Bei dieser Temperatur halten die Wurzeln höchstens vier Tage. Sie liegt aber schon im Bereich, in dem Chicorée treibt. In so einem Keller stellst du die Wurzeln also gleich zum Treiben ein und lagerst den Rest im Sandkübel.

Chicorée im Keller treiben: die Treibphase im Gefäß

Getrieben wird bei 12 bis 18 °C in vollständiger Dunkelheit. Ein Keller kann beides bieten, eine Garage oder ein Abstellraum ebenso. Ich lege vorher ein Thermometer in den Raum und prüfe, ob er in diesem Bereich bleibt. Den allgemeinen Ablauf der Treiberei beschreibt auch der Ratgeber zum Chicorée-Anbau.

So setzt du die Wurzeln ein

Ich stelle die Wurzeln aufrecht nebeneinander in einen tiefen Kübel mit feuchter Erde. Braucht deine Sorte Deckerde, kommt eine Schicht Erde über die Wurzelköpfe. Ohne Deckerde stülpe ich einen zweiten, gleich großen Kübel darüber. Wichtig ist nur, dass kein Licht an die Sprosse kommt.

Mini-Checkliste

Wurzeln gleichmäßig geformt und 3 bis 6 cm dick. Blattschopf 4 cm über der Rübe gekappt, Herz unverletzt. Kübel mit feuchter Erde, Deckerde nur, wenn die Sorte sie braucht. Gefäß lichtdicht abgedeckt. Thermometer zeigt 12 bis 18 °C.

Pflege während der Treiberei

Die Erde hältst du während der Treiberei feucht. Gieß am Kübelrand entlang, damit die Sprosse nicht nass werden. Kontrolliere dabei gleich, ob sich Blattläuse angesiedelt haben. Die Abdeckung hebe ich nur kurz zum Gießen und Nachschauen an.

Zahl im Blick

Bei 12 bis 18 °C bilden Chicorée-Wurzeln ihre Knospen innerhalb von 21 bis 26 Tagen aus. Bei 16 °C und vollständiger Dunkelheit sind die Sprosse nach etwa 3 Wochen erntereif.

Die Sprosse ernten

Ich schneide den geschlossenen Spross dicht über der Wurzel ab. Bei mir kommt die Wurzel danach auf den Kompost, denn sie liefert nur diese eine Sprossernte. Woran du den richtigen Erntezeitpunkt erkennst und wie du die Köpfe frisch hältst, erklärt der Ratgeber dazu, wie du Chicorée-Wurzeln und -Sprosse erntest und lagerst.

Und in der Küche?

Chicorée ist ein Lebensmittel, keine Medizin. Einen Überblick über Nährwerte und Zubereitung gibt der Grundlagenratgeber zu Salaten und Blattgemüse im Abschnitt „Auf dem Teller“, Rezepte bündelt der Küchen-Ratgeber zum Chicorée.

Für Fortgeschrittene: Hydrokultur, Gewächshaus und eigenes Saatgut

Treiben ohne Erde in Hydrokultur

Für die Treiberei wird auch Hydrokultur genutzt. Die Wurzeln stehen dann ohne Erde in Wasser mit Nährstoffen. Die Grundregeln bleiben gleich: vollständige Dunkelheit und 12 bis 18 °C.

Deckerde fällt in der Hydrokultur weg. Da es von der Sorte abhängt, ob Deckerde nötig ist, kommen hier nur Sorten infrage, die ohne sie treiben. Halte den Wasserstand unter den Wurzelköpfen, damit die Sprosse nicht nass werden. Ich selbst treibe in Erde, weil ich dafür nur Kübel, Erde und eine Abdeckung brauche.

Gewächshaus und Frühbeet

Ein Gewächshaus ersetzt den dunklen Treibraum nicht, denn Chicorée treibt in vollständiger Dunkelheit. Willst du dort treiben, brauchst du ein lichtdichtes Gefäß und ein Thermometer. Der Bereich von 12 bis 18 °C gilt auch unter Glas.

Für die Aussaat unter Glas gilt dasselbe Keimfenster wie draußen. Über 20 °C drohen Keimhemmungen, deshalb lüftest du rechtzeitig. Für das Wurzelwachstum steht der Kübel bei mir draußen an einem sonnigen Platz.

Samen selbst gewinnen

Für eigenes Saatgut brauchst du Pflanzen, die blühen dürfen, statt getrieben zu werden. Ich wähle dafür kräftige, sortentypische Pflanzen einer samenfesten Sorte aus. Die Samen ernte ich, wenn die Blütenstände braun und trocken sind. Danach lasse ich sie an einem luftigen Ort nachtrocknen und lagere sie kühl, trocken und beschriftet. Rechne damit, dass der Kübel bis zur Samenreife belegt ist.

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Lohnt sich Chicorée aus dem Kübel?

Kosten und Ertrag

Auf der Kostenseite stehen Kübel, Substrat, Kompost und Saatgut, dazu Sand für das Wurzellager und ein Thermometer. Hinzu kommt Platz: ein sonniger Stellplatz für den Kübel und ein dunkler Raum für die Treiberei.

Der Ertrag hängt an der Zahl der Wurzeln. Nur gleichmäßig geformte Wurzeln mit 3 bis 6 cm Durchmesser kommen in die Treiberei. Jede davon liefert nur eine Sprossernte. Wie viele Köpfe du erntest, entscheidet sich also schon im Kübel.

Ich rechne meinen Chicorée nicht gegen den Ladenpreis. Mir geht es darum, die Treiberei portionsweise zu starten und nacheinander zu ernten.

Verkaufen oder teilen

Wer mehrere Kübel stellt, denkt vielleicht an den Wochenmarkt, an die Gastronomie oder an Ernteanteile für feste Abnehmer. Kläre vorher, welche Regeln für den Verkauf von Lebensmitteln gelten. Plane die Menge rückwärts: erst die gewünschte Zahl an Köpfen, dann die Zahl der Wurzeln, dann die Zahl der Kübel.

Kreislauf und Nachhaltigkeit

Abgeerntete Treibwurzeln, Laub und alte Kübelerde kommen bei mir auf den Kompost. Welche Rolle Chicorée als Tiefwurzler und Begleitpflanze spielen kann, vertieft der Ratgeber zu Chicorée in Permakultur-Systemen.

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Häufige Fragen

Welche besonderen Vorteile bietet der Anbau von Chicorée im Kübel gegenüber dem Freilandanbau?
Im Kübel füllst du frisches Substrat ein und schaffst so den tiefgründigen, steinfreien und humosen Boden ohne Verdichtungen, den die Chicorée-Wurzel braucht. Das hilft, wenn dein Gartenboden steinig oder fest ist oder du nur Balkon und Terrasse hast. Im Gegenzug behältst du die Feuchte im Blick, weil die Wurzel gleichmäßige Bodenfeuchte braucht.
Wie funktioniert die zweiphasige Kultivierung von Chicorée im Kübel?
In der ersten Phase wächst im sonnigen Kübel die Wurzel heran, die du nach 18 bis 20 Wochen rodest. Dann schneidest du den Blattschopf ab und lagerst die Wurzeln kühl, bis du sie treiben willst. In der zweiten Phase stellst du sie aufrecht in ein Gefäß mit feuchter Erde und treibst sie bei 12 bis 18 °C in vollständiger Dunkelheit. Daraus wächst der gebleichte Spross, der in die Küche kommt.
Warum muss Chicorée in völliger Dunkelheit getrieben werden?
Ziel der Treiberei ist ein geschlossener, gebleichter Spross, und der entsteht nur ohne Licht. Bekommen die Sprosse Licht, können die Blätter ergrünen und bitterer schmecken. Ich decke das Treibgefäß deshalb lichtdicht ab und hebe die Abdeckung nur kurz zum Gießen an.
Welche Temperaturen und Lichtverhältnisse braucht Chicorée in den verschiedenen Wachstumsphasen?
Zum Keimen sind 16 bis 20 °C ideal, darüber drohen Keimhemmungen. Während die Wurzel wächst, steht der Kübel an einem sonnigen Platz. Getrieben wird dann bei 12 bis 18 °C und in vollständiger Dunkelheit.
Welche Ausrüstung benötigt man für eine Chicorée-Treiberei zu Hause?
Du brauchst einen tiefen Kübel mit feuchter Erde, eine lichtdichte Abdeckung und ein Thermometer. Dazu kommt ein dunkler Raum, der zwischen 12 und 18 °C bleibt, zum Beispiel ein Keller. Ob du zusätzlich Deckerde über die Wurzelköpfe gibst, hängt von der Sorte ab.
Welche praktischen Schritte helfen bei einer fortlaufenden Chicorée-Ernte?
Treib nicht alle Wurzeln auf einmal, sondern hol sie portionsweise aus dem Lager. Schlag sie dafür in Sand ein und lagere sie bei 0 bis 5 °C. So halten sie bis zu 8 Monate. Weil jede Treibwurzel nur eine Sprossernte liefert, bestimmt die Zahl der Wurzeln, wie viele Köpfe du insgesamt erntest.
Worin unterscheidet sich Chicorée von Endivie und anderen Zichorienarten?
Chicorée gehört wie Radicchio und Zuckerhut zur Art Cichorium intybus, die Endivie ist eine verwandte Art. Beim Chicorée isst du den im Dunkeln getriebenen Spross, bei Endivie und Zuckerhut die Blätter aus dem Beet. In der Fruchtfolge zählen die Zichorien zusammen: Chicorée und Radicchio sollen nur alle 3 bis 4 Jahre auf demselben Beet stehen.
Wie kann man Chicorée-Anbau in den Balkongarten integrieren?
Während die Wurzel wächst, steht der Kübel an einem sonnigen Platz auf Balkon oder Terrasse. Für die Treiberei brauchst du zusätzlich einen dunklen Raum wie Keller, Garage oder Abstellraum. Miss dort vorher nach, ob die Temperatur zwischen 12 und 18 °C bleibt.
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