Spargelsalat anbauen: von der Aussaat bis zur Ernte
- Geerntet wird der fleischige Spross, nicht der Blattschopf – das Strecken der Pflanze ist hier erwünscht.
- Vorkultur Februar bis März, Direktsaat April bis Juni, Saattiefe 0,5 bis 1 Zentimeter, Reihenabstand 30 Zentimeter.
- Keimtemperatur 18 bis 25 Grad, Keimdauer 5 bis 10 Tage; Erntezeit Juni bis Oktober.
- Vor der Blüte ernten und die bittere Außenhaut großzügig schälen, sonst schmeckt der Spross herb.
Spargelsalat (Lactuca sativa var. angustana) wird nicht wegen der Blätter angebaut, sondern wegen des dicken, fleischigen Sprosses. Vorkultur ab Februar, DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. von April bis Juni, Ernte von Juni bis Oktober. Er braucht einen sonnigen Platz, nährstoffreichen Boden und gleichmäßige Feuchtigkeit – TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. macht ihn bitter und faserig.
Was ist Spargelsalat – und was ist er nicht?
Spargelsalat ist eine Varietät des gewöhnlichen Gartensalats und damit ein naher Verwandter von Kopf-, Pflück- und Eichblattsalat. Mit dem echten Spargel (Asparagus officinalis) ist er nicht verwandt; der Name bezieht sich allein auf Form und Geschmack des Sprosses. Geläufig sind außerdem die Bezeichnungen Stängelsalat, Celtuce und Wosun.
Was ihn von allen anderen Salaten im Beet unterscheidet, ist das Ernteorgan:
| Merkmal | Blattsalat | Spargelsalat |
|---|---|---|
| Ernteteil | Blätter oder Kopf | verdickter Spross |
| SchossenSchossen nennt man es, wenn eine Gemüsepflanze vorzeitig in die Höhe wächst und Blütenstände bildet, statt weiter Blätter oder Knollen zu entwickeln. Typisch ist das bei Salat, Spinat und Radieschen. | beendet die Ernte | ist das Anbauziel |
| Kulturdauer | kurz | länger, bis der Spross dick ist |
| Zubereitung | roh als Salat | geschält, roh oder gegart |
Der Spross wird etwa 3 bis 4 Zentimeter dick; das helle Innere schmeckt mild und leicht nussig, die Konsistenz erinnert an Kohlrabi.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Im Sommer etwas Schatten vorsehen, um vorzeitiges Schossen zu bremsen.
- Bodenart
Bevorzugt leichten sandigen Lehm; auch andere gut drainierte, humusreiche Böden sind geeignet. Saure Bedingungen meiden.
- Bodenreaktion
Geeignet sind neutrale bis schwach alkalische Böden.
- Substrat
Geeignet ist gut durchlässiger, humusreicher Boden; bevorzugt leichter sandiger Lehm.
- Anbauort
Die Pflanze eignet sich für den Anbau im Freiland.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direktsaat; Sämlinge lassen sich auch verpflanzen.
- Saattiefe
Die Sorte Chinesische Keule auf die Erdoberfläche säen und nicht bedecken; für die Keimung werden 10–18 °C Bodentemperatur empfohlen.
Pflege
- Pflege
Beim Hacken die oberflächennahen Wurzeln nicht verletzen.
- Düngung
Spargelsalat Celtuce wegen seiner Salzempfindlichkeit nur sehr vorsichtig düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig bis zweijährig.
- Verwendung
Die verdickten Stängel werden meist geschält und roh oder gegart verwendet; junge Blätter eignen sich ebenfalls als Salat oder Gemüse.
Warum darf und soll Spargelsalat schießen?
Bei Kopf- oder Pflücksalat ist das Schossen ein Ärgernis: Die Pflanze streckt sich, die Blätter werden bitter, die Ernte ist vorbei. Beim Spargelsalat ist genau diese Streckung erwünscht, denn dabei verdickt sich der Stängel zum eigentlichen Gemüse. Die Pflanze bleibt also länger im Beet als ein Blattsalat.
Eine Grenze gibt es dennoch: Sobald sich die Blütenknospen öffnen, steigt der Bitterstoffgehalt deutlich an und der Spross wird faserig. Der Erntezeitpunkt liegt daher immer vor der Blüte.
Wann und wie sät man Spargelsalat aus?
Diese Eckwerte geben den Rahmen vor:
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Vorkultur im Haus | Februar bis März |
| Direktsaat ins Beet | April bis Juni |
| SaattiefeDie Saattiefe gibt an, wie dick die Erdschicht über einem Samenkorn nach der Aussaat ist. Als Faustregel bedeckst du einen Samen höchstens dreimal so dick mit Erde, wie das Korn selbst ist. | 0,5 bis 1 cm |
| KeimtemperaturDie Keimtemperatur ist die Temperatur, bei der Samen keimen. Jede Pflanzenart hat dafür ein Minimum, ein Optimum und ein Maximum; unterhalb des Minimums keimt die Saat nicht. | 18 bis 25 Grad |
| Keimdauer | 5 bis 10 Tage |
| Reihenabstand | 30 cm |
| Erntezeit | Juni bis Oktober |
Die Vorkultur startet ab Februar in Multitopfplatten oder kleinen Töpfen. Nach dem AuflaufenAuflaufen nennt man es, wenn nach der Aussaat die Keimlinge sichtbar aus der Erde kommen. Man sagt dann auch, die Saat ist aufgegangen. kühler und sehr hell weiterkultivieren, sonst vergeilen die Jungpflanzen. Ausgepflanzt wird, sobald sich der Boden erwärmt hat und keine strengen Fröste mehr drohen.
Für die Direktsaat ab April ziehen Sie flache Rillen im Abstand von 30 Zentimetern, legen das Saatgut 0,5 bis 1 Zentimeter tief ab, drücken die Erde an und halten die Reihe gleichmäßig feucht. Bei 18 bis 25 Grad zeigen sich die Sämlinge nach 5 bis 10 Tagen. VereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe. Sie anschließend auf etwa 25 bis 30 Zentimeter in der Reihe – zu eng stehende Pflanzen bilden dünne Sprosse. Eine Staffelsaat alle zwei bis drei Wochen bis Juni verteilt die Ernte über die gesamte Spanne von Juni bis Oktober.
Welcher Standort und Boden sind ideal?
- Licht: sonnig bis leicht halbschattig; in heißen Sommerlagen ist etwas Mittagsschatten von Vorteil.
- Boden: tiefgründig, humos und nährstoffreich; eine Kompostgabe vor der Saat deckt den Grundbedarf.
- Wasser: gleichmäßig feucht. Wechsel zwischen Trockenheit und Nässe fördert bittere, holzige Sprosse.
- Fruchtfolge: nicht nach anderen Korbblütlern wie Salat, Endivie, Radicchio oder Chicorée anbauen; zwei bis drei Jahre Anbaupause einhalten.
Wie pflegt man den Bestand bis zur Ernte?
Die Kultur ist unkompliziert, verlangt aber Gleichmäßigkeit:
| Pflegepunkt | Empfehlung |
|---|---|
| Gießen | regelmäßig und durchdringend, lieber seltener und kräftig als täglich wenig |
| Mulchen | dünne Mulchschicht hält die Feuchtigkeit und bremst BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt. |
| Düngen | zurückhaltend nachdüngen; hohe Stickstoffgaben sind bei Salaten generell zu vermeiden |
| Hacken | flach hacken, um die oberflächennahen Wurzeln zu schonen |
| Schnecken | vor allem an Jungpflanzen kritisch: abends absammeln, Beet offen und trocken halten |
Ich lasse bei jeder Staffelsaat zwei bis drei Pflanzen länger stehen – so lässt sich am selben Beet beobachten, ab wann die Sprosse holzig werden.
Wann und wie erntet man den Spross?
Geerntet wird von Juni bis Oktober, sobald der Spross etwa 3 bis 4 Zentimeter dick und rund 20 bis 30 Zentimeter lang ist. Warten Sie nicht bis zur Blüte. Schneiden Sie die Pflanze mit einem scharfen Messer knapp über dem Boden ab und entfernen Sie die Blätter direkt am Beet.
Beim Schnitt tritt weißer Milchsaft aus. Das ist bei Salatarten normal und der Grund für den leicht bitteren Ton – er konzentriert sich in der Außenhaut und in älteren Blättern.
Wie bereitet man Spargelsalat zu?
Die Außenhaut ist derb, faserig und bitter und wird deshalb großzügig geschält, ähnlich wie bei Kohlrabi. Das helle Innere lässt sich vielseitig verwenden:
- Roh: in dünne Scheiben oder Stifte geschnitten, knackig und mild-nussig für Salate.
- Kurz gegart: im Wok, gedünstet oder gegrillt; kurze Garzeiten erhalten den Biss.
- Blätter: jung als Salatbeigabe oder gedünstet wie Mangold; ältere Blätter schmecken deutlich bitter.
Geschält und in ein feuchtes Tuch gewickelt hält sich der Spross einige Tage im Kühlschrank. Ausführliche Zubereitungen und Rezepte finden Sie in den beiden Spargelsalat-Rezeptratgebern auf samen.live – dieser Beitrag deckt bewusst nur den Anbau ab.



