Feldsalat säen: Der richtige Zeitpunkt und was im November noch geht
- Das Saatfenster für Feldsalat reicht von Juli bis September, geerntet wird von Oktober bis März.
- Zum Keimen braucht Feldsalat mindestens 10 bis 15 °C in der Erde, bei späten Saaten entscheidet deshalb das Thermometer.
- Frühe Sätze im Juli haben die meiste Zeit bis zur Ernte, im Sommer können Schatten und Wasser das Schossen verzögern.
- Späte Sätze im September überwintern im Beet, denn Feldsalat ist bis etwa −15 °C frosthart.
- Im November kann eine Saat nur noch in warmer Erde auflaufen, im Frühjahr liegt sie außerhalb des Saatfensters.

Du willst im Winter frischen Feldsalat ernten und fragst dich, ob du im November noch säen kannst? Das SaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr. für Feldsalat reicht von Juli bis September. Später hängt alles an der Temperatur in der Erde, denn zum Keimen braucht Feldsalat mindestens 10 bis 15 °C.
Ich plane meine Feldsalat-Sätze deshalb schon im Sommer und prüfe bei späten Saaten die Erde mit dem Thermometer, statt nur in den Kalender zu schauen. Jeder Abschnitt des Fensters bringt dabei etwas anderes: frühe Sätze mehr Zeit bis zur Ernte, späte Sätze die Ernte bis in den März.
Wann säe ich Feldsalat? Das Saatfenster im Überblick
Feldsalat säst du von Juli bis September, geerntet wird von Oktober bis März. Die Kulturdauer liegt bei 42 bis 112 Tagen. Die wichtigsten Werte für deine Terminplanung stehen in der Tabelle.
| Was | Wert für Feldsalat |
|---|---|
| Aussaatzeit | Juli bis September |
| Mindesttemperatur zum Keimen | 10 bis 15 °C |
| Höchsttemperatur zum Keimen | 18 bis 20 °C |
| Keimdauer | 7 bis 30 Tage |
| Kulturdauer | 42 bis 112 Tage |
| Erntezeit | Oktober bis März |
| FrosthärteWinterhärte, auch Frosthärte genannt, beschreibt, wie viel Frost eine Pflanze verträgt. Winterharte Arten überstehen den Winter im Freien, empfindliche musst du vor dem Frost ernten oder schützen. | bis etwa −15 °C |
| Wachstum in der Kälte | noch bei 5 bis 10 °C |
An beiden Enden des Fensters entscheidet die Temperatur der Erde. Im Juli achtest du auf die Obergrenze zum Keimen, im September auf die Untergrenze. Wann eine Rosette reif ist und mit welcher Technik du schneidest, erklärt der Ratgeber zur richtigen Ernte von Feldsalat.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Sonniger bis halbschattiger Platz auf gut durchlässigem Boden; bei sehr rauer Witterung Schutzhauben verwenden.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Freiland, im Gewächshaus, im Hochbeet oder im Kübel möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Saattiefe
Die angebotenen Sorten etwa 1-2 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
Etwas Schatten im Sommer und ausreichende Wasserversorgung können das Schossen verzögern. Späte Saaten profitieren von geschützter, sonniger Lage und gegebenenfalls Winterschutz.
- Düngung
Keine besondere Düngung erforderlich; hohe Stickstoffreste aus der Vorkultur vermeiden.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig und bildet Rosetten.
- Verwendung
Die Pflanze eignet sich für Terrassen- und Gefäßbepflanzung.
Welcher Aussaattermin bringt welchen Vorteil?
Innerhalb des Fensters hat jeder Termin eine eigene Stärke und einen eigenen Punkt, auf den du achtest.
| Termin | Das bringt er | Darauf achtest du |
|---|---|---|
| Juli | die meiste Zeit bis zum Erntebeginn im Oktober | Obergrenze zum Keimen; Schatten und Wasser, die das SchossenSchossen nennt man es, wenn eine Gemüsepflanze vorzeitig in die Höhe wächst und Blütenstände bildet, statt weiter Blätter oder Knollen zu entwickeln. Typisch ist das bei Salat, Spinat und Radieschen. verzögern können |
| August und September | Hauptsaat, Ernte durch Herbst und Winter | Sätze staffeln |
| Ende September | Ernte im Winter und bis in den März | Untergrenze zum Keimen; geschützter, sonniger Platz |
| Frühjahr | liegt außerhalb des Saatfensters | Blütezeit im April und Mai |
Juli: der früheste Termin
Im Juli öffnet sich das Saatfenster. Wer jetzt sät, gibt den Pflanzen die meiste Zeit, bevor im Oktober die Erntezeit beginnt. Dafür stehen die Jungpflanzen noch im Sommer, und dann neigt Feldsalat zum Schossen. Etwas Schatten und eine ausreichende Wasserversorgung können das Schossen verzögern.
Miss vor der Saat außerdem die Erde, denn die Obergrenze zum Keimen liegt bei 18 bis 20 °C. Ist sie wärmer, wartest du mit der Saat, bis sie abgekühlt ist.
August und September: die Hauptsaat im Spätsommer und Frühherbst
Im August und September säe ich den größten Teil meiner Sätze. Die Pflanzen wachsen in den Herbst hinein und legen auch bei 5 bis 10 °C noch zu. Je später du im Fenster säst, desto kürzer stehen die Jungpflanzen im Sommer, in dem Feldsalat zum Schossen neigt. Aus diesen Sätzen erntest du durch Herbst und Winter.
Säe nicht alles an einem Tag. Für eine laufende Ernte setzt du bei Salaten kleine Sätze im Abstand von etwa 10 bis 14 Tagen. Ich verteile meine Feldsalat-Sätze auf diese Weise über August und September.
Ende September: späte Sätze für die Überwinterung
Die letzten Sätze im September sind für die Ernte im Winter und bis in den März gedacht. Feldsalat ist bis etwa −15 °C frosthart. Bei milder Witterung kannst du ihn den ganzen Winter über im Freiland ernten. Für späte Saaten wählst du einen geschützten, sonnigen Platz und legst bei Bedarf Winterschutz bereit.
Wichtig ist hier die Untergrenze zum Keimen: Die Erde muss mindestens 10 bis 15 °C warm sein. Welche Abdeckung im Winter hilft und wie du lüftest, zeigt der Ratgeber dazu, wie du Feldsalat im Frühbeet bis in den Winter anbaust.
Frühjahr: außerhalb des Saatfensters
Eine Frühjahrssaat liegt außerhalb des Fensters von Juli bis September. Im April und Mai ist bei Feldsalat Blütezeit, und im Sommer neigt er zum Schossen. Ich säe im Frühjahr deshalb andere Blattsalate, deren Fenster dann offen ist: Spinat und Pflücksalat säst du ab März. Das Feldsalat-Beet plane ich für die Saat ab Juli ein.
Feldsalat im November säen: Geht das noch?
Im November liegt die Saat außerhalb des Fensters, das mit dem September endet. Ob sie trotzdem aufläuft, entscheidet die Temperatur in der Erde. Zum Keimen braucht Feldsalat mindestens 10 bis 15 °C. Liegt die Erde darunter, kannst du nicht mit einer Keimung rechnen.
Feldsalat wächst zwar noch bei 5 bis 10 °C. Das gilt aber für die aufgelaufene Pflanze, nicht für das Korn in der Erde. Eine späte Saat muss also keimen, solange die Erde noch warm genug ist, danach wächst die junge Pflanze auch bei kühleren Temperaturen weiter.
Für eine Novembersaat kommen deshalb nur Plätze infrage, an denen dein Thermometer die Mindestkeimtemperatur noch anzeigt. Feldsalat eignet sich auch fürs Gewächshaus. Dort und im FrühbeetEin Frühbeet, auch Frühbeetkasten genannt, ist ein Beetkasten, der die Wachstumsbedingungen für Gemüse verbessert. Darin kannst du früher aussäen und ein bis drei Wochen früher ernten als im offenen Beet. misst du genauso nach, bevor du säst.
Bodenthermometer in Saattiefe stecken und morgens ablesen; erst säen, wenn die Erde die Mindestkeimtemperatur von 10 bis 15 °C erreicht; einen geschützten, sonnigen Platz wählen; Winterschutz für raue Witterung bereitlegen.
Regionale Unterschiede: Wann schließt das Fenster in deinem Garten?
Juli bis September ist der Rahmen, das Ende setzt deine Erde. Wo sie im Herbst früher abkühlt, fällt sie früher unter die Mindestkeimtemperatur, und die Saatzeit endet entsprechend eher. Am Anfang des Fensters gilt dasselbe für die Obergrenze: Solange die Erde über 18 bis 20 °C liegt, wartest du mit der Saat.
Auch innerhalb eines Gartens unterscheiden sich die Plätze, deshalb misst du dort, wo du säen willst. Bei sehr rauer Witterung helfen Schutzhauben über den Reihen. Die Saattermine aller Salate hast du im Aussaatkalender für Salate und Blattgemüse zum Ausdrucken beisammen, deine Messwerte ergänzen ihn für den eigenen Garten.
Ich stecke ab September ein Bodenthermometer in Saattiefe neben die Rille und lese es morgens ab. Die Werte trage ich in mein Gartenheft ein und vergleiche sie mit der Mindestkeimtemperatur, bevor ich den nächsten Satz säe.
Welche Sorte passt zu welchem Aussaattermin?
Das Fenster gibt die Art vor, innerhalb davon wählst du die Sorte nach dem Termin. Ich lese vor dem Kauf auf der Tüte nach, für welche Aussaatzeit der Anbieter eine Sorte vorsieht, und ordne sie danach meinen Sätzen zu.
| Termin | Darauf achtest du bei der Sorte |
|---|---|
| Juli | schossfeste Sorten, weil die Jungpflanzen noch im Sommer stehen |
| August und September | Sorten, die der Anbieter für die Herbst- und Winterernte angibt |
| Späte Sätze zum Überwintern | Sorten, die als winterhart ausgewiesen sind |
Die Frosthärte bis etwa −15 °C gilt für die Art. Wie viel Kälte eine einzelne Sorte verträgt, steht in ihrer Beschreibung. Der Ratgeber dazu, warum Feldsalat schosst und wie du es bremst, geht auf Sortenwahl, Termin und Anbautechnik ein.
Vor und nach der Saat: das Wichtigste in Kürze
Direktsaat oder Vorkultur?
Feldsalat säst du direkt ins Beet, in Reihen oder breitwürfig, oder du ziehst ihn vor. Bei der Direktsaat kommen die Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die Rille. Welche Methode zu deinem Garten passt, erklärt der Ratgeber dazu, ob du Feldsalat besser direkt säst oder vorziehst.
Standort, Boden und Düngung
Feldsalat wächst sonnig bis halbschattig auf gut durchlässigem Boden. Eine besondere Düngung braucht er nicht, wichtiger ist, dass die Vorkultur keine hohen Stickstoffreste hinterlässt. Was für alle Arten gilt, fasst der Überblick zu Standort und Boden bei Salaten und Blattgemüse zusammen, dort findest du auch das Kapitel Düngen.
Ein Wintergemüse aus eigener Familie
Feldsalat ist eine einjährige Rosettenpflanze aus der Familie der Geißblattgewächse. Kopfsalat gehört dagegen zu den Korbblütlern. Wie die Salate und Blattgemüse zusammenhängen, zeigt derselbe Überblick unter Familien und Typen.
Pflege nach der Aussaat
Halte die SaatrilleEine Saatrille ist eine flache, gerade Furche im feinkrümeligen Saatbett, in die du Samen in einer Reihe säst. Nach der Aussaat schiebst du sie wieder zu und drückst die Erde an. gleichmäßig feucht, bis die Keimlinge erscheinen, und gieße am Morgen. Wie du Salate im weiteren Verlauf gießt und pflegst, steht im Überblick unter Gießen und Pflegen.
Schnecken und Pilze
Absammeln und ein Schneckenzaun können den Befall mit Schnecken begrenzen, die vor allem nachts fressen. Ein Boden-pHDer Boden-pH-Wert beschreibt, ob ein Boden sauer, neutral oder alkalisch ist. Er beeinflusst die Tätigkeit der Bodenorganismen und zeigt, ob ein Gartenboden eine Kalkgabe braucht. unter 6,5 begünstigt bei Feldsalat den Pilz FusariumFusarium ist eine Gattung im Boden lebender Pilze, zu der gefürchtete Erreger von Pflanzenkrankheiten gehören. Typisch ist die Fusarium-Welke: Die Pflanze welkt, ältere Blätter können einseitig vergilben, später bricht sie zusammen und fault. oxysporum, deshalb misst du den pH-Wert vor der Saat. Vorbeugen, kontrollieren und eingreifen beschreibt der Überblick unter Krankheiten und Schädlinge.
Fruchtfolge und Mischkultur
Auf dasselbe Beet kommt Feldsalat erst nach einer Anbaupause von 4 Jahren. Mischkultur kann unterstützen, garantiert aber nichts, und die Pausen aller Arten stehen im Überblick unter Fruchtfolge und Mischkultur. Geplante Nachbarn prüfst du im Mischkultur-Planer, das ganze Beet teilst du im Beetplaner ein.
Feldsalat im Topf
Feldsalat eignet sich auch für Hochbeet, Kübel und Topf, und für die Saat gilt dort dasselbe Fenster von Juli bis September. Für Salate im Balkongefäß eignet sich gewöhnliche Blumenerde, feine Saat säst du dagegen in eine weniger grobe AnzuchterdeAnzuchterde ist eine nährstoffarme, feinkrümelige Erde für die Aussaat und das Vorziehen junger Pflanzen. Die geringe Nährstoffmenge regt die zarten Wurzeln zum Wachsen an.. Den Anbau im Gefäß ordnet derselbe Überblick für alle Salate und Blattgemüse ein.





