Gemüse · Salate & Blattgemüse · Anbau

Schnittsalat ganzjährig: Sorten, Folgesätze und Winter unter Glas

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Weil lange, heiße Tage Salat schossen lassen, wählst du für jede Jahreszeit eine passende Sortengruppe.
  • Säe etwa alle 10 bis 14 Tage einen kleinen Satz nach, dann kannst du fortlaufend ernten.
  • Feldsalat und Winterportulak tragen die Ernte durch den Winter.
  • Pflücksalat und Römischer Salat sind nicht winterhart und gehören im Winter unter Glas.
  • Lüfte Frühbeet und Tunnel rechtzeitig, denn anhaltende Feuchte fördert Falschen Salatmehltau.
Roter Pflücksalat wächst in Reihen in einem Gartenbeet.
Foto: Kathas_Fotos · Pixabay Content License · Quelle ↗

Ein Satz Schnittsalat liefert nicht unbegrenzt Blätter. Irgendwann schosst er, und wer bis dahin nicht nachgesät hat, steht vor einem leeren Beet. Im Winter kommt dazu, dass Pflücksalat nicht winterhart ist. Ich plane mein Salatbeet deshalb nach Jahreszeiten: Welche Art passt in welches Fenster, und was kommt als Nächstes in die Erde? Mit der passenden Sortengruppe, kleinen Folgesätzen und einem Frühbeet für die kalten Monate erntest du fast das ganze Jahr.

Was zählt als Schnittsalat?

Als Schnittsalat nutzt du Salate, von denen du laufend Blätter schneidest oder pflückst, statt einmal den ganzen Kopf zu ernten. Pflücksalat bildet gar keinen festen Kopf, Batavia und Römischen Salat kannst du blattweise beernten. Dazu kommen Blattgemüse, die als Schnittkultur laufen, etwa Asia-Salate, Rucola und Winterportulak. Der Vorteil: Du nimmst nur so viel, wie du gerade brauchst, und die Pflanze bleibt für den nächsten Schnitt stehen. Wie die Salattypen zusammengehören, ordnet der Abschnitt Familien und Typen im Ratgeber zu Salaten und Blattgemüse ein.

Aussaatkalender Schnittsalate
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai, Juni, Juli; Aussaat: März, April, Mai, Juni, Juli, August; Blüte: Juli, August; Ernte: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober; Pflanzung: April, Mai, Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniVorkultur: JuliAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustErnteErnte: MaiErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: AprilPflanzung: MaiPflanzung: JuniPflanzung: JuliPflanzung: AugustPflanzung: SeptemberVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Welche Schnittsalat-Sorten passen zu welcher Jahreszeit?

Salat reagiert auf die Tageslänge: Als Langtagpflanze schosst er, wenn die Tage lang und heiß werden. Wähle die Sorte deshalb zuerst nach dem Zeitraum, in dem sie wachsen soll, und erst dann nach Farbe und Blattform. Diese Sortengruppen helfen dir dabei:

Anbauzeitraum Sortengruppe Das passt als Schnittsalat
Frühbeet und Frühjahr Frühsorten Pflücksalat, Rucola und Spinat aus den ersten Sätzen
Sommer schossfeste Sorten Pflücksalat mit etwas Schatten, Sommerportulak, Neuseeländer Spinat
Herbst Herbst- oder Wintersorten für späte Sätze Batavia, Eichblatt- und Lollosalat, Spinat, Asia-Salate
Winter winterharte Arten Feldsalat und Winterportulak im Freiland, Pflücksalat unter Glas
ganzes Jahr Ganzjahressorten, die kaum auf die Tageslänge reagieren Sorten, die ausdrücklich als Ganzjahressorte geführt werden

Batavia, Eichblatt- und Lollosalat, die du im Herbst schneiden willst, müssen spätestens Ende Juli in die Erde. Batavia bleibt dabei locker und offen, seine zarten und doch knackigen Blätter trocknen nach Regen schnell ab. Weil du ihn blattweise oder als ganzen Kopf ernten kannst, zieht sich die Ernte lange hin.

Asia-Salate, zu denen auch Blattsenf und Mizuna zählen, laufen als kurze Schnitt- oder Baby-Leaf-Kultur und wachsen sonnig bis halbschattig. Beim Rucola wählst du zwischen zwei Arten: Wilde Rauke hat schmale, stark gezähnte Blätter, Gartenrauke breitere, gebuchtete.

Ich mische grüne und rote Sorten in einem Beet. Verschiedene Salatarten und Farben nebeneinander gelten als bewährte Anbaumaßnahme gegen Blattläuse, rote Sorten zeigen dabei weniger Befall.

Sorten mit Herstellerangaben zur Kulturdauer

Für einige Schnittsalat-Sorten nennen die Hersteller eine Kulturdauer:

Sorte Salattyp Kulturdauer nach Herstellerangabe
‘Lollo Bionda’ Pflücksalat etwa 8 bis 10 Wochen
‘Florine’ und ‘Rossia’ Bataviasalat etwa 10 bis 12 Wochen
‘Astra’ Rucola etwa 4 bis 6 Wochen

Willst du später eigenes Saatgut ernten, nimm samenfeste Sorten. Bei F1-Hybriden fallen die Nachkommen uneinheitlich aus, weil sich die Eigenschaften stark aufspalten.

Anzeigen

Folgesätze: Wie oft säe ich Schnittsalat nach?

Säe kleine Sätze im Abstand von etwa 10 bis 14 Tagen, statt eine große Fläche auf einmal. So stehen immer Pflanzen in verschiedenen Stadien im Beet, und der nächste Satz wächst heran, während du den vorigen schneidest. Draußen kannst du Schnitt- und Pflücksalat noch bis in den September hinein säen.

Wie lange ein Satz trägt, zeigt Eichblattsalat. Er lässt sich nach etwa 3 Wochen erneut schneiden, wenn das Herz unverletzt bleibt. Häufig blüht er nach dem dritten oder vierten Schnitt. Ein Satz liefert also nur eine begrenzte Zahl von Schnitten, und der Folgesatz sollte bereitstehen, bevor der alte schosst.

Marias Erfahrung

Ich teile mein Salatbeet in kurze Reihen und säe jede zu einem anderen Termin. Das Saatdatum steht bei mir auf einem Etikett am Reihenanfang, so sehe ich auf einen Blick, welche Reihe als Nächstes dran ist.

Wie schnell eine Art erntereif wird und wie lange sie danach auf demselben Beet pausiert, zeigt die Tabelle:

Art Kulturdauer Anbaupause auf demselben Beet
Pflücksalat 42 bis 56 Tage 2 Jahre
Spinat 42 bis 56 Tage 3 Jahre
Sommerportulak 28 bis 42 Tage 3 Jahre
Salatrauke etwa 7 Wochen im Frühjahr und Herbst, im Sommer bereits nach 3 Wochen erntbar 6 Jahre
Feldsalat 42 bis 112 Tage 4 Jahre
Winterportulak 56 bis 126 Tage 3 Jahre

Die Saattermine aller Salatarten auf einem Blatt liefert der Aussaatkalender für Salate und Blattgemüse zum Ausdrucken. Welche Reihe wann frei wird, legst du im Beetplaner für dein ganzes Gemüsebeet fest. Monat für Monat aufgeschlüsselt, mit Herbstsaat und Überwinterung, erfährst du, wann du Schnittsalat im Jahreslauf säst und erntest.

Licht: Wie hell soll Schnittsalat im Winter und im Sommer stehen?

Kurz erklärt

Schossen heißt, dass der Salat einen Blütenstängel treibt. Ganzjahressorten sprechen schwächer auf die Tageslänge an und gelten deshalb als weitgehend schossfest.

Frühe und späte Sätze von Römischem Salat und Kopfsalat brauchen einen sonnigen Platz. Im Sommer hält etwas Schatten Pflücksalat und Spinat länger vom Schossen ab. Winterportulak wächst sonnig bis halbschattig, seine älteren Blätter können an einem heißen, trockenen Standort bitter werden.

Im Winter bekommt der Salat bei mir die sonnige Seite des Frühbeets. Im Sommer säe ich Pflücksalat an den Rand, den höhere Kulturen beschatten.

Sommer: Welche Arten passen in die warme Jahreshälfte?

Sobald der Tag länger als 12 Stunden dauert, setzt Spinat Blüten an. In Deutschland ist das von Mai bis August der Fall. Neuseeländer Spinat hat seine Erntezeit dagegen von Juni bis Oktober und füllt so die Sommermonate, in denen echter Spinat zur Blüte neigt.

Seine Samen brauchen mindestens 15 °C zum Keimen. Erntest du Triebspitzen und Blätter etwa alle ein bis zwei Wochen, regst du die Bildung von Seitentrieben an. Plane Platz ein, denn seine am Boden kriechenden Triebe können bis zu einem Meter lang werden.

Sommerportulak säst du von April bis August direkt ins Beet. Zum Keimen braucht er mindestens 20 °C, und er steht gern sonnig. In rohen Blättern steckt relativ viel Oxalsäure. Blanchierst oder erhitzt du ihn und schüttest das Kochwasser weg, sinkt der Gehalt.

Anzeigen

Winter im Freiland: Welche Salate halten durch?

Mythos-Check

„Im Winter wächst kein Salat.“ Selbst bei 5 bis 10 °C legt Feldsalat noch zu. Ist die Witterung mild, holst du ihn den ganzen Winter über aus dem Freilandbeet.

Durch den Winter tragen vor allem Feldsalat und Winterportulak. Feldsalat säst du von Juli bis September und erntest ihn von Oktober bis März. Frost verträgt er bis etwa −15 °C.

Winterportulak, auch Claytonie oder Postelein genannt, säst du von Ende August bis Oktober. Er ist winterhart, wird von Oktober bis März geerntet und lässt sich mehrfach schneiden. Sommerportulak ist eine andere Pflanzenart. Winterportulak erkennst du an den längeren, dünneren Stielen und den zarteren Blättern.

Häufiger Fehler

Winterportulak mit den Sommersätzen aussäen. Er ist ein Kühlkeimer und keimt erst unter 12 °C, deshalb beginnt sein Saatfenster erst Ende August.

Spinat säst du nach der Sommerpause wieder von August bis Oktober. Blattsenf ist dagegen nicht winterhart, seine Erntezeit endet im Oktober. Auch Pflücksalat und Römischer Salat sind nicht winterhart und gehören für eine Winterernte unter Glas. Was du im Spätsommer pflanzt, bekommt im Herbst Vlies gegen Frost.

Wenn im Spätsommer die letzten Sommersätze abgeerntet sind, säe ich Feldsalat und Winterportulak in die frei gewordenen Reihen.

Wer im Frühjahr zusätzlich Köpfe ernten will, greift zu winterharten Kopfsalatsorten wie ‘Maiwunder’, ‘Brauner Winter’ oder ‘Winterkönig’. Sie werden von Mitte August bis spätestens Mitte September gesät, überwintern als Jungpflanzen und kommen im April und Mai in die Küche. Sinkt der Frost unter −10 °C, deckst du sie mit Vlies ab.

Salat unter Glas: Frühbeet, Folientunnel und Gewächshaus

Frühbeet, Folientunnel und Gewächshaus verschieben den Salatstart nach vorn und die Ernte weiter in den Winter. Unter diesem Schutz beginnt die Anzucht schon im Januar, frühe Sorten setzt du dort ab Mitte Februar. Draußen geht es später los: Die Anzucht fürs Freiland startet im Februar, gepflanzt wird ab Mitte März.

Für eine Winterkultur brauchen Pflücksalat und Römischer Salat Schutz im Frühbeet.

Zahl im Blick

Im geschützten Anbau reichen 25 × 25 cm zwischen gepflanzten Salaten, draußen planst du etwa 30 × 30 cm ein. Die erste Zahl gilt jeweils in der Reihe, die zweite zwischen den Reihen.

Lass beim Pflanzen den Erdpresstopf etwa 1 cm über die Erde ragen und gieß jede Jungpflanze gleich kräftig an. Sitzt Salat zu tief, fault er gern an den unteren Blättern.

Was im März und April ins Beet kommt, liegt unter Vlies. Für den allerersten Satz nimmst du zwei Lagen Vlies und legst Folie darüber.

Achtung

Wird es unter Vlies oder Folie wärmer als 30 °C, muss die Abdeckung runter. Bei doppelter Deckung entfernst du die obere Lage meist schon nach 2 bis 3 Wochen.

Unter meiner Abdeckung liegt ein Thermometer, das ich an sonnigen Tagen ablese.

Lüfte unter Glas rechtzeitig. Falscher Salatmehltau hat es im Spätsommer und Herbst leicht, wenn es lange feucht und mäßig warm bleibt. Ich öffne Frühbeet und Tunnel an milden Tagen, damit die Blätter abtrocknen. Wie du ein Gewächshaus vorbereitest und dort Klima und Lüftung steuerst, zeigt der Beitrag zu Gewächshaus, Klima und Lüftung für Schnittsalat.

Anzeigen

Aussaat, Pflege und Ernte: das Wichtigste in Kürze

Die Grundlagen gelten für alle Salate und stehen ausführlich im Ratgeber zu Salaten und Blattgemüse, von Standort und Boden über Gießen und Düngen bis zum Ernten. Hier bekommst du nur, was du für Schnittsalat übers Jahr brauchst.

Aussaat und Standort

Pflücksalat mag leichten sandigen Lehm, der gut durchlässig und humusreich ist. Die Samen bedeckst du nur eben mit Erde.

Gießen, Düngen, Schutz

Gieß gleichmäßig und morgens: Bei Trockenheit schosst Salat schnell, und die Morgengabe beugt Salatfäulen vor. Viele Schnittkulturen kommen ohne zusätzliche Düngung aus. Asia-Salate brauchen als Schnittkultur keine Düngung, und Winterportulak kommt mit dem aus, was die Vorkultur im Boden gelassen hat. Für Feldsalat sollte die Vorkultur dagegen nicht viel Stickstoff im Boden hinterlassen. Schnecken sind vor allem nachts unterwegs, bei feuchtem Wetter auch am Tag; Absammeln und ein Schneckenzaun können den Fraß im Salatbeet begrenzen. Wie du Schnittsalat pflegst, düngst und Nährstoffmangel erkennst, erklärt der Ratgeber zu Pflege, Ertrag und Blattqualität bei Schnittsalat.

Fruchtfolge und Mischkultur

Die Anbaupausen je Art stehen oben in der Tabelle bei den Folgesätzen. Weil Schnittsalat schnell erntereif ist, passt er in die Lücken zwischen Kulturen, die länger brauchen. Mischkultur kann mithelfen, eine Garantie ist sie nicht; passende Nachbarn prüfst du im Mischkultur-Planer für Beetnachbarn.

Wenig Platz: Topf, Balkon und Hochbeet

Pflücksalat, Spinat, Sommerportulak und Winterportulak eignen sich für Töpfe. Für Salat im Balkonkasten nimmst du normale Blumenerde, zum Säen der feinen Samen ist feinere Anzuchterde besser. Was sich im Hochbeet ändert, liest du im Beitrag darüber, was Schnittsalat im Hochbeet anders macht.

Schneiden, ernten, lagern

Beim Schneiden lasse ich das Herz unverletzt, damit die Pflanze nachtreibt. Die Schnitttechnik Schritt für Schritt zeigt der Beitrag, wie du Schnittsalat im eigenen Garten säst und schneidest. Nimm nur, was du sicher erkennst: Mit Kreuzkraut oder Greiskraut können Pyrrolizidinalkaloide in den Salat gelangen. Kühl die Ernte und halte sie sauber, denn Blattsalate können reich an Nitrat sein, und bei falscher Lagerung können Mikroben daraus Nitrit bilden. Eine abwechslungsreiche Gemüseküche bleibt trotzdem die Empfehlung. Wie du so erntest, dass die Blätter nachwachsen, und wie lange sie frisch bleiben, steht im Leitfaden, wie du Schnittsalat erntest und frisch lagerst.

Passendes Saatgutaus dem samen.live Shop
Sperli BIO Pflücksalat Babyleaf Mischung, Saatband
Sperli BIO Pflücksalat Babyleaf Mischung, Saatband
Zum Shop
Sperli Salat Pflücksalat-Kombination, Saatband
Sperli Salat Pflücksalat-Kombination, Saatband
Zum Shop
Sperli Pflücksalat Grand Rapids
Sperli Pflücksalat Grand Rapids
Zum Shop
Sperli Salat Lollo Bionda
Sperli Salat Lollo Bionda
Zum Shop

Häufige Fragen

Wie funktioniert der ganzjährige Anbau von Schnittsalat?
Du kombinierst Arten und Sortengruppen, die zu verschiedenen Jahreszeiten passen, und säst in kleinen Sätzen nach. Von Frühjahr bis Herbst tragen Pflücksalat, Rucola und Asia-Salate, im Sommer ergänzen schossfeste Sorten und Sommerportulak. Durch den Winter kommen Feldsalat und Winterportulak, während der nicht winterharte Pflücksalat unter Glas weiterwächst. So hast du in fast jedem Monat etwas zu schneiden.
Welche Schnittsalat Samen eignen sich am besten für den Ganzjahresanbau?
Wichtig ist, dass die Sorte zu ihrer Jahreszeit passt, denn Salat schosst bei langen Tagen und Hitze. Für Frühbeet und Frühjahr nimmst du Frühsorten, im Sommer schossfeste Sorten, und die späten Sätze bestreitest du mit Herbst- oder Wintersorten. Sorten, die als Ganzjahressorten geführt werden, sprechen schwächer auf die Tageslänge an und gelten als weitgehend schossfest. Für den Winter ergänzt du winterharte Arten wie Feldsalat und Winterportulak.
Welche besonderen Herausforderungen bringt das Schossen bei Schnittsalat mit sich?
Salat ist eine Langtagpflanze und treibt bei langen, heißen Tagen Blütenstängel, bei Trockenheit geht das besonders schnell. Im Sommer säst du deshalb schossfeste Sorten und gibst den Pflanzen etwas Schatten. Halte den Boden gleichmäßig feucht und lass kleine Folgesätze nachwachsen, damit immer junge Pflanzen im Beet stehen.
Wie kann man durch Staffelanbau eine kontinuierliche Schnittsalat-Versorgung gewährleisten?
Du säst statt einer großen Fläche kleine Sätze im Abstand von etwa 10 bis 14 Tagen. Dann stehen immer Pflanzen in verschiedenen Stadien im Beet, und ein neuer Satz wächst heran, während du den vorigen schneidest. Mit der Jahreszeit wechselst du auch die Sortengruppe. Im Spätsommer kommen Feldsalat und Winterportulak in die frei werdenden Reihen.
Stimmt es, dass Gartensalat im Winter nicht wachsen kann?
Nein: Feldsalat wächst auch bei 5 bis 10 °C noch weiter, und in milden Wintern erntest du ihn durchgehend im Freiland. Winterportulak ist winterhart und wird von Oktober bis März geschnitten. Pflücksalat und Römischer Salat sind dagegen nicht winterhart, für sie ist das Frühbeet der sicherere Platz.
Wie unterscheidet sich Winterpostelein von anderen kältetoleranten Salatblättern?
Winterpostelein, auch Winterportulak oder Claytonie genannt, ist ein Kühlkeimer und keimt erst unter 12 °C. Deshalb säst du ihn später als Feldsalat, von Ende August bis Oktober, und schneidest ihn von Oktober bis März mehrfach. Sommerportulak ist eine andere Pflanzenart; Winterportulak erkennst du an den längeren, dünneren Stielen und zarteren Blättern.
Zuletzt geprüft:
↑