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Weißklee im Garten: Bodenverbesserer, Untersaat und Bienenweide

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 13 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Weißklee (Trifolium repens) ist mehrjährig, winterhart und bleibt mit 20–30 cm Wuchshöhe niedrig.
  • Er wurzelt flach. Er schützt und belebt den Oberboden, starke Verdichtungen löst er nicht.
  • Als Untersaat passt er zwischen Gemüse und Beerenkulturen, bei Trockenheit konkurriert er aber um Wasser.
  • Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Wöchentliches Mähen vermindert im Kleerasen die Blühwilligkeit deutlich.
  • Er breitet sich über wurzelnde Kriechtriebe aus und treibt nach dem Schnitt kräftig nach.
Weissklee mit rahmfarbenen, rosa überhauchten Kugelköpfchen auf dünnen Stielen über dreizähligen Blättern, dazwischen Grashalme mit Tautropfen
Foto: eberhard grossgasteiger · Pexels License · Quelle ↗

Nach einem Gewitterregen ist offene Erde zwischen Kohlreihen oder unter Beerensträuchern oft verschlämmt, und beim Abtrocknen bildet sich eine harte Kruste. Weißklee kann solche Flächen dauerhaft bedecken. Er wächst aber auch dorthin, wo du ihn nicht haben willst. Ich säe ihn deshalb nur auf Flächen, an die ich mit Schere oder Mäher gut herankomme.

Was ist Weißklee und was kann er als Gründünger?

Weißklee (Trifolium repens) ist ein mehrjähriger, winterharter Schmetterlingsblütler. Er legt Kriechtriebe auf den Boden, die an ihren Knoten Wurzeln bilden, und wächst so mehr in die Breite als in die Höhe. Als Gründünger ist er schwachzehrend und wurzelt flach. Düngen musst du ihn nicht: Der Saatgutanbieter Sativa bezeichnet Düngung bei Weißklee als Gründüngung als unnötig.

Merkmal Weißklee
Botanischer Name Trifolium repens
Familie Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
Lebensdauer mehrjährig, winterhart
Wuchshöhe 20–30 cm
Wuchsbreite 30–40 cm
Wurzeltyp flach wurzelnd
Blütezeit Mai bis Oktober
Standort sonnig bis halbschattig
Boden breites Spektrum, nicht zu sauer und nicht staunass
Nährstoffbedarf schwachzehrend

Wie alle Leguminosen bindet Weißklee mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft. Wie viel davon bei der Folgekultur ankommt, hängt unter anderem von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab, deshalb ersetzt der Klee eine Düngeplanung nicht automatisch. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber dazu, wie Weißklee Luftstickstoff bindet und wie du das als Zwischenfrucht oder in Mischungen nutzt.

Empfehlungen für den Garten

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Die Samen 0,5-1 cm tief säen.

Aussaatkalender Weissklee
GartenkalenderAussaat: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustAussaat: SeptemberBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberAussaatBlüte

Was leistet Weißklee für die Bodenstruktur?

Die Decke schützt die Oberfläche

Eine lebende Pflanzendecke schützt die Bodenoberfläche vor Sonneneinstrahlung, Starkregen, Verschlämmung und Erosion. Weißklee hält diese Decke auch über den Winter, weil er mehrjährig und winterhart ist. Der geschlossene Bewuchs beschattet die Erde und vermindert die Verdunstung. Gleichzeitig verbraucht der Klee beim Wachsen selbst Wasser, auch im Frühjahr. Rechne also nicht damit, dass eine Kleefläche dir das Gießen abnimmt.

Flache Wurzeln arbeiten im Oberboden

Weißklee zählt wie Buchweizen, Lein und Studentenblumen zu den flach wurzelnden Gründüngern. Seine Wurzeln durchziehen deshalb vor allem die obere Bodenschicht. Wenn Wurzeln absterben und verrotten, bleiben feine Kanäle zurück, durch die Wasser und Luft in den Boden gelangen. Ich steche vor der Saat den Spaten ein und achte auf Eindringwiderstand, Wurzelverlauf und Geruch. Stoße ich auf eine harte Schicht, lockere ich zuerst mit der Grabgabel.

Mythos-Check

„Weißklee lockert verdichteten Boden.” Das gilt nur für die obere Schicht, denn er wurzelt flach. Bei starken Verdichtungen führt mechanische Lockerung mit anschließender Stabilisierung durch Pflanzen schneller zum Ziel als Gründüngung allein. Leichte Verdichtungen kann eher ein Tiefwurzler wie Ölrettich aufbrechen.

Lebende Wurzeln versorgen das Bodenleben

Bakterien, Pilze und Regenwürmer zersetzen abgestorbene Pflanzenreste und tragen damit zur Humusbildung bei. In schweren Böden fördert diese organische Substanz eine Krümelstruktur, die Luft und Wasser besser durchlässt. In leichten Böden verbessert sie die Wasserspeicherung.

Klee kann außerdem arbuskuläre Mykorrhiza bilden, während Kreuzblütler wie Senf und Ölrettich zu den Nichtwirten gehören. Diese Pilze brauchen lebende Wirtspflanzen, um zu wachsen und sich zu vermehren. Ein mehrjähriger, winterharter Klee hält ihnen deshalb über lange Zeit lebende Wurzeln bereit.

Die Wirkung hat Grenzen. Der zusätzliche Humus aus Gründüngung ist begrenzt und kann wieder verloren gehen, wenn du die Begrünung aufgibst. Mehr Humus kann den Wasserhaushalt verbessern, eine entsprechend große Zunahme des pflanzenverfügbaren Wassers garantiert er aber nicht. Auf stark verdichteten oder geschädigten Gartenböden kann eine Gründüngung ein Jahr oder länger stehen bleiben, und dafür bringt ein mehrjähriger Klee die nötige Ausdauer mit.

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Wie gut unterdrückt Weißklee Unkraut?

Schnell schließende Bestände wie Senf oder Buchweizen unterdrücken auflaufendes Unkraut vor allem dadurch, dass sie ihm das Licht nehmen. Weißklee startet dagegen langsam: Die Fachberatung der LfL führt ihn als Beispiel für eine langsamere Jugendentwicklung an. Beides zusammen bedeutet, dass Unkraut zunächst ungehindert mitwächst und erst die geschlossene Kleedecke ihm das Licht nimmt.

Ist die Decke dicht, hält sie sich gut. Die Kriechtriebe wachsen in Lücken hinein und wurzeln dort an. Nach einem Schnitt treibt Weißklee kräftig nach, denn er hat ein starkes Nachwuchsvermögen und verträgt intensive Schnittnutzung. In einem Rasenversuch mit kleinblättrigem Weißklee und Gräsern unterdrückten die Bestände unerwünschte Pflanzenarten in akzeptablem Umfang. Unkrautfrei bleibt eine Kleefläche also nicht.

Bereite die Fläche deshalb gründlich vor. Wurzelunkräuter gräbst du vor der Saat möglichst vollständig aus, weil zerteilte unterirdische Pflanzenteile erneut austreiben können. Unter einer mehrjährigen Kleedecke kommst du an solche Wurzeln später kaum noch heran. Ich jäte nach der Saat so lange von Hand, bis die Kleeblätter die Erde verdecken.

Weißklee als Bienenweide: Was haben Insekten davon?

Weißklee blüht von Mai bis Oktober und gilt als nützlingsfreundlich. Ein bienenfreundlicher Nutzgarten braucht aber ein vielfältiges Blütenangebot vom Frühjahr bis zum Herbst. Den Sommer und den Herbst deckt der Klee ab, die Zeit vor dem Mai nicht. Plane deshalb früh blühende Pflanzen dazu.

Wem die Blüten nützen

Viele Wildbienen sammeln nur an wenigen oder einzelnen Pflanzenarten, eine Kleefläche allein versorgt deshalb nicht alle Arten. Sie brauchen außerdem ungestörte Nistplätze, zum Beispiel in Totholz oder in Erdhöhlen. Lass neben der Kleefläche eine Ecke mit Totholz und offenem Boden in Ruhe.

Für das Gemüsebeet zählt ein zweiter Zusammenhang. Die Larven der Hainschwebfliege fressen Blattläuse. Die erwachsenen Tiere leben von Nektar, die Weibchen nehmen zusätzlich Pollen auf. Blüten unmittelbar bei den Gemüsekulturen unterstützen solche erwachsenen Nützlinge. Das setzt voraus, dass du ihre Beutetiere in begrenztem Umfang duldest. Wie viel eine einzelne Pflanzenart dazu beiträgt, lässt sich nicht beziffern: Untersuchte Nützlingsblühstreifen bestehen aus 13–16 Wild- und Kulturpflanzenarten.

Mähen oder blühen lassen?

Mähen hält den Klee niedrig, und laut Sativa steigert regelmäßiges Mähen mit Abfuhr des Schnittguts seine Stickstoffsammlung. Für die Blüte gilt das Gegenteil: Bei einer Gras-Klee-Rasenmischung mit Mikroklee vermindert wöchentliches Mähen während der Vegetationsperiode die Blühwilligkeit deutlich. Beides auf derselben Fläche schließt sich also weitgehend aus. Entscheide je Fläche, was Vorrang hat. Haben Insekten Vorrang, mähst du erst nach der Blüte, aber vor der Samenreife, damit sich der Klee nicht selbst aussät.

Marias Erfahrung

Ich mähe meine Kleefläche in zwei Hälften zu unterschiedlichen Zeiten, damit nicht alle Blüten gleichzeitig fallen. Das Schnittgut reche ich danach ab.

Weißklee als Untersaat in Gemüsekulturen

Niedrig wachsender Weißklee lässt sich als Untersaat zwischen Gemüse oder Beerenkulturen verwenden. Er bleibt mit 20–30 cm Wuchshöhe niedrig. Außerdem verträgt er Betreten, und das hilft, wenn du zum Ernten zwischen die Reihen musst.

Zu welchem Gemüse passt er?

Als Gründünger passt Klee zu Möhren, Pastinaken, Knollenfenchel, Stangensellerie und Artischocken. Auch Asia-Salate und Kräuter wie Dill, Petersilie, Kerbel, Koriander, Liebstöckel und Basilikum zählen zu den passenden Partnern. Unverträglich ist Klee mit anderen Hülsenfrüchten: Markerbsen, Puffbohnen, Prunkbohnen und Sojabohnen gehören nicht neben ihn, Lupine, Luzerne, Serradella und Sommerwicken ebenfalls nicht. Weitere Paarungen findest du im Werkzeug dazu, welche Kulturen sich als Nachbarn vertragen.

Wann säen und wann schneiden?

Säe den Klee in die bereits gepflanzte Hauptkultur und arbeite das Saatgut mit dem letzten Hackgang ein. Den Zeitpunkt wählst du nach zwei Dingen: Der Klee entwickelt sich in der Jugend langsam, und die Hauptkultur macht ihm Konkurrenz. In einem schon dichten Bestand kann ihm das Licht fehlen. Halte die Saat bis zum Auflaufen feucht. Für Weißklee werden 7–14 Tage Keimdauer genannt.

Lebende Untersaaten konkurrieren mit dem Gemüse um Wasser und können dadurch den Ertrag mindern. An trockenen Standorten ist ihr Nutzen deshalb nicht selbstverständlich. Schneide den Klee, sobald er die Gemüsekultur beeinträchtigt, denn zu spät entfernte Zwischenkulturen können die Hauptkultur hemmen. Ich sehe nach, ob Kleetriebe in die Pflanzreihe wachsen, und schneide sie dann mit der Handschere zurück.

Achtung

Eine Untersaat aus Leguminosen braucht ausreichend Wasser, weil sie mit der Hauptkultur um Wachstumsfaktoren konkurriert. Säe Weißklee nur dort unter Gemüse, wo du bei Trockenheit wässern kannst.

Rechne nicht mit Mehrertrag. In einem Gewächshausversuch mit Cocktailtomaten waren die Unterschiede bei Ertrag und Marktfähigkeit durch Klee- und Oregano-Untersaat statistisch nicht abgesichert. Die Untersaat begründest du also mit dem bedeckten Boden, nicht mit einer größeren Ernte.

Weißklee im Obstgarten

Unter Obstbäumen und zwischen Beerensträuchern bleibt die Fläche über Jahre dieselbe, und das passt zu einem mehrjährigen Klee. Er wächst an sonnigen und halbschattigen Plätzen. Weil er Betreten und intensive Schnittnutzung verträgt, eignet er sich für die Wege zwischen den Bäumen, auf denen du läufst, erntest und mähst. Offenen Boden im Obstgarten kannst du noch im Juli mit Gründüngung einsäen, um die Bodengare zu verbessern.

Ein dichter Unterbewuchs steht allerdings mit den Bäumen im Wettbewerb um Wasser und Nährstoffe. Einen geschwächten Baum entlastest du deshalb mit einer bewuchsfreien, gemulchten Baumscheibe. Der Klee beginnt erst außerhalb davon.

Zahl im Blick

Eine bewuchsfreie Baumscheibe hat je nach Größe des Obstbaums einen Radius von 0,5–2 m. Gemulcht wird sie ab Ende April in dünnen Lagen. Unverrottete Reste entfernst du ab Oktober, damit Wühlmäuse weniger Unterschlupf finden.

Soll der Klee zwischen den Bäumen blühen, legst du die Schnitttermine so, dass möglichst lange Blüten stehen. Ich lasse Kleeschnitt anwelken, bevor ich ihn auf die Baumscheibe gebe, und trage ihn mehrfach dünn auf, damit er nicht verklebt.

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Weißklee in der Permakultur

In der Permakultur soll der Boden möglichst dauerhaft bewachsen sein, und eine Pflanze soll mehrere Aufgaben zugleich übernehmen. Weißklee bringt dafür passende Eigenschaften mit: Er ist mehrjährig und winterhart, bedeckt den Boden, bindet als Leguminose Luftstickstoff und blüht von Mai bis Oktober.

Wo er im Garten seinen Platz hat

  • Als begehbarer Weg: Zwischen den Beeten verträgt er Betreten und häufigen Schnitt.
  • Unter Beerensträuchern: Als Untersaat zwischen Beerenkulturen bedeckt er Boden, der sonst offen läge.
  • Als Mulchlieferant: Sein Schnittgut kommt auf Beete, die Nährstoffe brauchen.

Schnittgut als Mulch nutzen

Gemähten Klee kannst du als Mulch liegen lassen, kompostieren oder oberflächlich einarbeiten. Fährst du das Schnittgut ab, verlässt mit ihm auch ein Teil des Stickstoffs die Kleefläche. Zugleich steigert Mähen mit Abfuhr laut Sativa die Stickstoffsammlung des Klees. Das Schnittgut verlagert also Nährstoffe: Die Kleefläche gibt ab, das gemulchte Beet bekommt.

Für organischen Mulch im Gemüsebeet werden etwa 2–3 cm Schichtdicke empfohlen. Feines Material liegt dünner auf, damit es nicht verklebt und fault. Saatrillen und Jungpflanzen bleiben frei.

Wie viel Klee ist genug?

Auch Stickstoff aus der Luft zählt zur Stickstoffzufuhr, und Überschüsse können als Nitrat, Ammoniak und Lachgas verloren gehen. Im Gemüsegarten sollen außerdem höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung auf Leguminosen entfallen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Jedes Kleebeet zählt zu diesem Anteil. Lege Weißklee deshalb eher auf feste Flächen wie Wege und Strauchstreifen als auf die Wechselbeete, auf denen später Erbsen und Bohnen stehen sollen.

Weißklee im Vergleich mit anderen Gründüngern

Welche Art passt, hängt zuerst davon ab, wie lange die Fläche frei ist. Im Gemüsebau unterscheidet man Kurzzeitgründüngung bis 3 Monate Vegetationszeit von Langzeitgründüngung mit längerer Standzeit. Weißklee startet langsam und ist mehrjährig, er gehört deshalb zur langen Begrünung.

Art Luftstickstoff Wurzeltyp Wuchshöhe Winter Anbaupause
Weißklee ja flach 20–30 cm winterhart 3 Jahre
Rotklee ja tief 30–50 cm winterhart 7 Jahre
Inkarnatklee ja tief 30–60 cm überwintert, verträgt harte Winter schlecht 4 Jahre
Phacelia nein tief 60–100 cm nicht winterhart 2 Jahre
Gelbsenf nein tief 80–120 cm nicht winterhart 4 Jahre
Ölrettich nein tief 40 bis über 120 cm nicht winterhart 4 Jahre

Phacelia wird zwar als tiefwurzelnd geführt, für den Hausgarten wird ihr aber keine besondere Tiefenwirkung zugeschrieben.

Gegenüber Rotklee, Inkarnatklee, Lupinen und Erbsen

Luftstickstoff binden alle Leguminosen, darin unterscheidet sich Weißklee nicht von ihnen. Die Unterschiede liegen in Wuchs und Ausdauer.

Vorteile von Weißklee:

  • Niedriger Wuchs: Er bleibt unter Rotklee und Inkarnatklee und eignet sich deshalb als Untersaat.
  • Nachwuchs nach dem Schnitt: Weißklee treibt kräftig nach, Inkarnatklee bildet nach dem Schnitt nur wenig Nachwuchs.
  • Winterhärte: Inkarnatklee kann überwintern, verträgt harte, lange und schneereiche Winter aber schlecht.
  • Begehbarkeit: Weißklee verträgt Betreten.

Nachteile von Weißklee:

  • Flache Wurzeln: Lupinen erschließen mit ihren Pfahlwurzeln auch tiefere Bodenschichten, und für Rotklee wird eine mittlere Wurzeltiefe von 80–150 cm angegeben.
  • Langsamer Start: Bis die Decke schließt, musst du jäten.
  • Er bleibt stehen: Als mehrjährige Art räumt er das Beet nicht von selbst, du musst ihn aktiv beenden.

Erbsen erntest du, und mit der abgefahrenen Ernte verlässt auch Stickstoff das Beet. Weißklee bleibt als reine Gründüngung auf der Fläche, solange du sein Schnittgut dort lässt. Ist dir die Wurzeltiefe wichtiger als der niedrige Wuchs, dann lies nach, wie du Rotklee im Garten aussäst und pflegst und wann und mit welcher Methode du ihn einarbeitest.

Gegenüber Phacelia, Senf und Ölrettich

Vorteile von Weißklee:

  • Zusätzlicher Stickstoff: Nur Leguminosen bringen Luftstickstoff ein, Phacelia, Senf und Ölrettich nutzen den Stickstoff, der schon im Boden ist.
  • Kein Kreuzblütler: Senf gehört wie Kohl, Rettich und Radieschen zu den Kreuzblütlern und kann in deren Fruchtfolge Kohlhernie fördern. Weißklee gehört nicht zu dieser Familie.
  • Ausdauer: Weißklee ist winterhart und mehrjährig, Phacelia, Senf und Ölrettich sind nicht winterhart.

Nachteile von Weißklee:

  • Tempo: Gelbsenf bedeckt den Boden nach zügiger Anfangsentwicklung rasch. Für Senf reichen die Angaben zur Entwicklungsdauer im Hausgarten von 4–10 Wochen. Für Phacelia und Ölrettich sind es 6–10 Wochen.
  • Tiefe: Senfwurzeln lockern auch tiefer liegende Bodenschichten, und Ölrettich kann leichte Verdichtungen aufbrechen.
  • Verwandtschaft: Phacelia ist mit keiner gängigen Gemüseart verwandt, Weißklee zählt in der Fruchtfolge dagegen zu den Hülsenfrüchten.
  • Kein Frostmulch: Abgefrorene Bestände bleiben über Winter als Mulch liegen. Einen winterharten Kleebestand musst du vor der nächsten Kultur selbst beenden.

Für eine Kurzzeitgründüngung zwischen zwei Kulturen nimmst du deshalb Phacelia. Weißklee säst du dort, wo die Fläche lange oder dauerhaft begrünt bleiben soll. Tiefe und Tempo lassen sich auch kombinieren: In Mischungen erschließen unterschiedliche Wurzelformen mehrere Bodenschichten. Alle enthaltenen Pflanzenfamilien müssen dann zu deiner Gemüsefruchtfolge passen.

Was tun, wenn Weißklee überhandnimmt?

Warum Mähen allein nicht reicht

Kurz erklärt

Kriechtriebe sind Triebe, die flach auf dem Boden liegen. Beim Weißklee bilden sie an ihren Knoten Wurzeln. So gewinnt er Fläche, ohne dafür Samen zu brauchen.

Weißklee verträgt intensive Schnittnutzung und treibt danach kräftig nach. Zusammen mit den wurzelnden Kriechtrieben heißt das: Mähen begrenzt seine Höhe, aber nicht seine Fläche.

Häufiger Fehler

Den Klee nur abzumähen und zu erwarten, dass er verschwindet. Er treibt nach dem Schnitt wieder aus. Wo er weg soll, müssen die Triebe mit ihren Wurzeln aus dem Boden.

So begrenzt du die Ausbreitung

  • Kante anlegen: Gib der Kleefläche eine klare Kante, an der du überwachsende Triebe siehst und abschneiden kannst.
  • Triebe herausnehmen: Ziehe Triebe, die ins Beet wachsen, samt ihren Wurzeln heraus, solange sie noch locker sitzen.
  • Samen verhindern: Mähe, bevor Samen ausreifen, damit sich der Klee nicht selbst aussät.
  • Im Gemüse rechtzeitig schneiden: Greif ein, sobald der Klee die Kultur beeinträchtigt.

Ich gehe die Beetkante mit der Handschere ab und schneide jeden Trieb zurück, der darüber liegt.

Standort, Wasser und Fruchtfolge

Weißklee wächst auf vielen Böden, aber nicht auf zu sauren und nicht auf staunassen. Kalke nur, wenn eine Bodenuntersuchung einen für deine Bodenart zu niedrigen pH-Wert zeigt. Bei Trockenheit kann die Saat besonders während der Keimphase wiederholtes Gießen brauchen.

In der Fruchtfolge zählt Klee zu den Hülsenfrüchten: Lass ihn auf Beeten weg, auf denen kürzlich Bohnen oder Erbsen standen oder als Nächstes geplant sind. Für Weißklee wird eine Anbaupause von 3 Jahren angesetzt. Mehr dazu steht im Ratgeber, wie du Weißklee in den Fruchtwechsel einbaust und als Winterbegrünung nutzt, und es gibt ein Werkzeug, mit dem du deine Beetbelegung über mehrere Jahre planst.

Wenn der Klee wieder weg soll

Ein winterharter Bestand friert nicht ab, du musst ihn vor der nächsten Kultur aktiv beenden, und das kann viel Handarbeit bedeuten. Frische Masse arbeitest du nur flach ein und wartest danach meist etwa 2–3 Wochen bis zur nächsten Saat oder Pflanzung. Zeitpunkt, Mulch und Wartezeit erklärt der Überblick dazu, wie du Gründüngung mähst und einarbeitest.

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Aussaat, Rasen und Kosten in Kürze

Aussaat: Weißklee säst du von März bis September breitwürfig, die Saattiefe liegt bei 0,5–1 cm. Termine für alle Arten zeigt der Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken. Bodenvorbereitung, Saatmenge und Pflege beschreibt der Ratgeber dazu, wie du Weißklee Schritt für Schritt aussäst.

Rasen: Weißklee ist auch Bestandteil von Rasenmischungen, und mit Microclover gibt es eine kleinblättrige Züchtungsform für Rasenflächen. Der Ratgeber dazu zeigt, wie du einen Kleerasen als Rasenalternative anlegst und pflegst.

Kosten: Ob sich eine Gründüngung rechnet, hängt von Saatgut, Aussaatverfahren und Arbeitsaufwand ab und davon, was mit der Biomasse geschieht. In einem Feldversuchsvergleich legumer Zwischenfrüchte schnitt Weißklee als Untersaat wirtschaftlich am besten ab, gerechnet wurden dabei allein die Verfahrenskosten und die Ertragsleistung der Nachfrucht. Den landwirtschaftlichen Blick vertieft der Ratgeber dazu, welchen Nutzen Weißklee auf dem Acker für Fruchtfolge und Folgefrüchte bringt.

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Häufige Fragen

Was ist Weißklee und welche botanischen Eigenschaften zeichnen ihn aus?
Weißklee (Trifolium repens) ist ein mehrjähriger, winterharter Schmetterlingsblütler aus der Familie Fabaceae. Er wird 20–30 cm hoch und breitet sich über Kriechtriebe aus, die auf dem Boden liegen und an ihren Knoten Wurzeln bilden. Er wurzelt flach, wächst an sonnigen bis halbschattigen Plätzen und kommt mit vielen Böden zurecht, solange sie nicht zu sauer und nicht staunass sind.
Wann blüht Weißklee und wie lange dauert die Blütezeit?
Weißklee blüht von Mai bis Oktober. Wie viele Blüten erscheinen, hängt stark vom Schnitt ab: Bei einer Gras-Klee-Rasenmischung mit Mikroklee vermindert wöchentliches Mähen während der Vegetationsperiode die Blühwilligkeit deutlich. Soll der Klee Insekten dienen, lässt du ihn blühen und mähst erst nach der Blüte, aber vor der Samenreife.
Worin unterscheidet sich Weißklee von anderen Leguminosen wie Lupinen und Erbsen?
Alle drei binden mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff. Weißklee wurzelt flach, bleibt mit 20–30 cm niedrig und ist mehrjährig und winterhart, während Lupinen mit ihren Pfahlwurzeln auch tiefere Bodenschichten erschließen. Weil alle zur selben Pflanzenfamilie gehören, sollten Klee, Erbsen und Bohnen im Gemüsebeet nicht unmittelbar aufeinander folgen.
Was sind die Unterschiede zwischen Weißklee und Nicht-Leguminosen wie Phacelia oder Senf?
Nur Leguminosen wie Weißklee bringen über die Luftstickstoffbindung zusätzlichen Stickstoff ein, Phacelia und Senf nutzen den Stickstoff, der schon im Boden ist. Senf bedeckt den Boden rasch, Weißklee entwickelt sich in der Jugend langsamer. Dafür ist Weißklee mehrjährig und winterhart, während Phacelia und Senf nicht winterhart sind. Für kurze Lücken passen deshalb die schnellen Arten besser, für eine lange Begrünung der Klee.
Stimmt es, dass Weißklee andere Gartenpflanzen verdrängen kann?
Ja, er kann anderen Pflanzen Konkurrenz machen. Weißklee breitet sich über Kriechtriebe aus, die an den Knoten wurzeln, und treibt nach einem Schnitt kräftig nach. Als lebende Untersaat konkurriert er zudem um Wasser und kann dadurch den Gemüseertrag mindern. Schneide ihn, sobald er die Gemüsekultur beeinträchtigt, und entferne Triebe samt Wurzeln dort, wo er nicht wachsen soll.
Welche Rolle spielt Weißklee bei der Verbesserung der Bodenstruktur und Krümelbildung?
Weißklee wurzelt flach und wirkt deshalb vor allem im Oberboden. Seine Decke schützt die Oberfläche vor Starkregen, Verschlämmung und Erosion, und verrottende Wurzeln hinterlassen feine Kanäle für Wasser und Luft. Die organische Substanz fördert in schweren Böden eine Krümelstruktur. Starke Verdichtungen löst er nicht, dort führt mechanische Lockerung mit anschließender Begrünung schneller zum Ziel.
Wie trägt Weißklee zur Wasserspeicherung und zum Erosionsschutz im Boden bei?
Eine geschlossene Kleedecke beschattet den Boden, vermindert die Verdunstung und schützt vor Verschlämmung, Verkrustung und Erosion. Humus aus Gründüngung kann das Wasserhaltevermögen des Gartenbodens verbessern, eine feste Zunahme ist damit aber nicht garantiert. Der Klee verbraucht beim Wachsen außerdem selbst Wasser und kann bei Trockenheit mit der Hauptkultur konkurrieren.
Was unterscheidet Trifolium repens von anderen Kleearten im Garten?
Weißklee kriecht mit wurzelnden Trieben über den Boden, bleibt mit 20–30 cm niedrig und wurzelt flach. Rotklee wächst höher und wurzelt tief, Inkarnatklee wird ebenfalls höher und bildet nach dem Schnitt nur wenig Nachwuchs. Weißklee treibt dagegen nach dem Schnitt kräftig nach und verträgt Betreten, weshalb er sich als Untersaat und für begehbare Flächen eignet.
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