Pak Choi säen: Termine, Saattiefe, Abstand und was im September noch geht
- Die Kultur startet von März bis Juli, vorgezogene Jungpflanzen setzt du im Juli und August.
- Säe Pak Choi 0,5 bis 1 cm tief und bedecke die Samen, er ist kein Lichtkeimer.
- Abstand: 20 cm in der Reihe bei 30 cm Reihenabstand, als Nachkultur ab Mitte Juli 30 cm in der Reihe bei 30 bis 40 cm Reihenabstand.
- Kälte nach einer Frühjahrssaat kann vorzeitiges Schossen auslösen, im Frühjahr zählt deshalb Wärme mehr als ein früher Termin.
- Im September wird es im Freiland knapp: Pak Choi ist nicht winterhart und die Erntezeit endet im Oktober, geeignete Sorten passen dann besser ins unbeheizte Gewächshaus.

Kommt nach einer Frühjahrssaat noch einmal Kälte, kann Pak Choi vorzeitig schießen, also früh einen Blütentrieb bilden. Im Herbst wird dagegen die Zeit knapp, weil die Pflanze nicht winterhart ist. Ich plane meine Sätze deshalb vom Erntefenster aus rückwärts und lege erst danach den Saattag fest.
Pak Choi, oft auch Pac Choi geschrieben, stammt ursprünglich aus Asien und gehört wie alle Kohlarten zu den KreuzblütlernKreuzblütler (Brassicaceae) sind eine Pflanzenfamilie mit vielen Gemüsearten: Dazu gehören alle Kohlarten sowie Radieschen, Rettich, Rucola, Kresse und Senf. In der Fruchtfolge sollten sie nicht direkt nacheinander am selben Platz wachsen.. Du säst ihn direkt ins Beet oder ziehst ihn für eine NachkulturEine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen. vor.
Wann säst du Pak Choi? Das Jahr auf einen Blick
Die Kultur startet von März bis Juli. Als Nachkultur kommt Pak Choi ab Mitte Juli in die Erde. Vorgezogene Jungpflanzen setzt du im Juli und August. Geerntet wird von Juni bis Oktober, und die Tabelle zeigt, wie lange es vom Saattag bis dahin dauert.
| Was | Wann oder wie lange |
|---|---|
| Kulturstart | März bis Juli |
| Aussaat als Nachkultur | ab Mitte Juli |
| Pflanzzeit vorgezogener Jungpflanzen | Juli bis August |
| Kulturdauer als Nachkultur | 50 bis 65 Tage |
| Ernte nach Direktsaat | nach 7 bis 8 Wochen |
| Ernte nach der Pflanzung | nach 5 bis 7 Wochen |
| Ernte als sehr junges Gemüse | ab 6 Wochen nach der Aussaat |
| Erntezeit | Juni bis Oktober |
| Winterhärte | nicht winterhart |
Ich hänge mir den Aussaatkalender für Kohl zum Ausdrucken neben die Saatgutkiste und trage meine Pak-Choi-Sätze dort mit Bleistift ein.
Mehrere Sätze statt einer großen Saat
Ich säe Pak Choi nicht auf einmal, sondern in mehreren Sätzen, solange das AussaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr. offen ist. Den Abstand zwischen zwei Sätzen richtest du nach deinem Verbrauch. Weil jeder Satz seine eigene Zeit bis zur Ernte braucht, reifen die Sätze nacheinander statt alle in derselben Woche.
Frühjahrssaat: lieber warm als früh
Die Keimtemperatur von Pak Choi liegt bei 18 bis 22 °C. Kälte nach einer Frühjahrssaat kann außerdem vorzeitiges SchossenSchossen nennt man es, wenn eine Gemüsepflanze vorzeitig in die Höhe wächst und Blütenstände bildet, statt weiter Blätter oder Knollen zu entwickeln. Typisch ist das bei Salat, Spinat und Radieschen. auslösen. Ein kaltes Beet im zeitigen Frühjahr passt damit weder zur Keimtemperatur noch zum Ziel, das Schossen zu vermeiden. Ich säe im Frühjahr deshalb erst ins Freiland, wenn der Wetterbericht keine Kälte mehr ankündigt.
Früher starten kannst du unter Glas. Geeignete Sorten lassen sich im unbeheizten Gewächshaus schon im zeitigen Frühjahr säen. Lies dafür die Sortenbeschreibung auf der Samentüte, denn nicht jede Sorte ist für diesen Termin gedacht. Ohne Gewächshaus zeigt dir der Ratgeber, wie du Pak Choi im Frühbeet früher startest.
Die ersten milden Tage für die FreilandsaatFreilandsaat ist die Aussaat direkt an Ort und Stelle im Gartenbeet unter freiem Himmel. Die Samen keimen dort, wo die Pflanzen anschließend weiterwachsen sollen. nutzen, obwohl danach noch Kälte kommen kann. Genau diese Kälte nach der Saat kann Pak Choi vorzeitig schießen lassen. Warte mit der Saat im Freien, bis die kalten Tage vorbei sind.
Sommer: Pak Choi als Nachkultur ab Mitte Juli
Ab Mitte Juli säst du Pak Choi auf Beete, die nach der ersten Ernte frei werden. Für diese Nachkultur rechnest du mit einer Kulturdauer von 50 bis 65 Tagen. Vorgezogene Jungpflanzen lassen sich noch im Juli und August setzen. Ziehst du die Nachkultur in Töpfen vor, bleibt das Beet länger mit der ersten Kultur belegt, während der Pak Choi schon wächst. Ich lege Vor- und Nachkultur im Beetplaner fest, bevor die erste Kultur geräumt ist.
Stand vorher ein Kreuzblütler auf dem Beet, nimm für den Pak Choi einen anderen Platz. Dazu zählen neben Kohl auch Radieschen, Rettich und Rucola. Wie lange die Anbaupause dauert, erklärt der Abschnitt Fruchtfolge und Mischkultur bei Kohl, passende Beetnachbarn zeigt der Mischkultur-Planer.
Pak Choi wurzelt flach und verträgt Trockenheit schlecht. Zwischen die aufgelaufenen Reihen lege ich im Sommer eine Mulchdecke, denn sie vermindert die Verdunstung. Wie viel Wasser er danach braucht, erklärt der Ratgeber, wie du Pak Choi in jeder Wachstumsphase gießt.
Die neue Käfergeneration der KohlerdflöheErdflöhe sind winzige, sprungstarke Blattkäfer, die Blätter von Kohlgewächsen wie Radieschen, Rucola und Kohl siebartig durchlöchern. Am häufigsten sind Kohlerdflöhe, kleine Käfer mit gelben Streifen an der Seite. erscheint ab Juli. Über Sommersaaten spanne ich das KulturschutznetzEin Kulturschutznetz, auch Gemüsefliegennetz genannt, ist ein engmaschiges Kunststoffnetz, das du locker über Gemüsebeete legst. Es hält Gemüsefliegen wie Möhren-, Kohl- und Zwiebelfliege von den Pflanzen fern, außerdem Vögel und Kaninchen. deshalb direkt nach der Saat und schließe die Ränder dicht. Die Maschenweite liegt bei 0,6 bis 0,8 mm, und das Netz bleibt bis zur Ernte zu.
Pak Choi im September säen: geht das noch?
Im Freiland wird eine Septembersaat knapp. Das Fenster für den Kulturstart endet im Juli. Selbst vorgezogene Jungpflanzen kommen nur bis in den August ins Beet. Nach einer Direktsaat vergehen 7 bis 8 Wochen bis zur Ernte. Die Erntezeit reicht bis in den Oktober, und winterhart ist Pak Choi nicht. Eine Direktsaat im September schiebt die Ernte also an das Ende dieses Fensters oder darüber hinaus, und auf Winterhärte kannst du dann nicht bauen.
Etwas Zeit gewinnst du, wenn du jung erntest. Als sehr junges Gemüse lässt sich Pak Choi bereits 6 Wochen nach der Aussaat ernten.
Der zweite Weg führt unter Glas. Im unbeheizten Gewächshaus lassen sich geeignete Sorten auch im Herbst säen, manche sogar zur Überwinterung. Frostfrei bleibt so ein Haus bei stärkerem Frost allerdings nicht. Bei längeren Frostperioden deckst du die Pflanzen deshalb zusätzlich ab. Wie du dort Temperatur, Wasser und Lüftung steuerst, erklärt der Ratgeber, wie du Pak Choi im Gewächshaus anbaust.
Nach Direktsaat dauert es 7 bis 8 Wochen bis zur Ernte, nach der Pflanzung 5 bis 7 Wochen. Als sehr junges Gemüse erntest du ab 6 Wochen nach der Aussaat. Die Erntezeit reicht von Juni bis Oktober.
Im September säe ich Pak Choi nur noch im unbeheizten Gewächshaus. Ich nehme dafür eine Sorte, deren Beschreibung den Herbstanbau ausdrücklich nennt, und schreibe das Saatdatum aufs Etikett.
So säst du Pak Choi: Tiefe, Keimung, Abstand
Saattiefe und Keimung
Pak Choi kommt 0,5 bis 1 cm tief in die Erde. Er ist kein Lichtkeimer, die Samen werden also mit Erde bedeckt. Die Keimdauer liegt bei 7 bis 14 Tagen. Bis dahin hältst du die Saat gleichmäßig feucht, ohne dass Wasser stehen bleibt. Ich ziehe die Rille mit der Hackenkante, lege die Samen hinein, decke sie mit feiner Erde ab und drücke sie mit dem Rechenrücken an.
Abstand in der Reihe und zwischen den Reihen
Plane beide Maße gemeinsam: den Abstand in der Reihe und den Abstand zwischen den Reihen. Für die Nachkultur ab Mitte Juli ist das Raster größer.
| Satz | Abstand in der Reihe | Reihenabstand | Anbauform |
|---|---|---|---|
| Allgemein | 20 cm | 30 cm | ReihensaatReihensaat ist eine Saatweise, bei der die Samen in flache, gerade Rillen gesät werden, sodass die Pflanzen später in Reihen stehen. Gegenüber der Breitsaat, bei der die Samen flächig ausgestreut werden, erleichtert sie die Pflege., Einzelpflanzen ohne Stütze |
| Nachkultur ab Mitte Juli | 30 cm | 30 bis 40 cm | Reihensaat, Einzelpflanzen ohne Stütze |
Säst du in die Rille, vereinzelst du die Sämlinge auf den Abstand in der Reihe, sobald du sie greifen kannst.
Vorziehen für die Nachkultur
Für die Vorkultur nimmst du nährstoffarme Aussaaterde und Gefäße mit Wasserabzug. Deckst du die Schale ab, nimmst du die Abdeckung herunter, sobald die ersten Keimlinge erscheinen. Stell die Sämlinge dann hell und nicht zu warm, denn Lichtmangel bei hoher Temperatur macht die Triebe lang und weich. Aus der Schale pikierst du, sobald die ersten Laubblätter sichtbar werden. Vor dem Auspflanzen gewöhnst du die Jungpflanzen tagsüber an einem schattigen, windgeschützten Platz nach und nach ans Freie. Den ganzen Weg bis zur Ernte beschreibt der Ratgeber, wie du Pak Choi von der Anzucht bis zur Ernte begleitest.
Termin zwischen März und Juli gewählt, im Frühjahr erst nach der letzten Kälte; Rille 0,5 bis 1 cm tief gezogen; Samen bedeckt und angedrückt; Saat gleichmäßig feucht ohne Staunässe; Kulturschutznetz direkt nach der Saat aufgelegt; Etikett mit Saatdatum gesteckt.
Nach der Saat: Standort, Pflege und Ernte in Kürze
Pak Choi steht sonnig bis halbschattig und mag einen kühlen, feuchten, mäßig nährstoffreichen Boden. Welcher Platz im Beet, im Kübel oder auf der Fensterbank passt, klärt der Ratgeber, welche Licht- und Bodenbedingungen Pak Choi an welchem Platz braucht.
Auch Töpfe kommen für Pak Choi infrage. Wie du ihn im Kübel ziehst und pflegst oder im Hochbeet anbaust, steht in eigenen Ratgebern.
Nach dem Auflaufen geht es ums Hacken, um die Kontrolle unter dem Netz und um den passenden Erntezeitpunkt. Alles Weitere steht im Ratgeber, wie du Pak Choi nach der Saat pflegst, düngst und erntest.



