Romanasalat schützen: braune Flecken deuten, Krankheiten und Schädlinge bekämpfen
- Schimmel, faule oder schmierige Stellen und muffiger Geruch heißen: Salat entsorgen. Trockene braune Ränder können auf gestörten Calciumtransport im Blatt hindeuten.
- Falscher Mehltau zeigt gelbe, oft von Blattadern begrenzte Flecken mit weißlichem Sporenrasen auf der Blattunterseite.
- Hoch pflanzen, weite Abstände und morgendliches Gießen am Boden können das Risiko für Salatfäulen senken.
- Im Salatherz sind Schwebfliegen- und Florfliegenlarven die wichtigsten Gegenspieler der Grünen Salatblattlaus.
- Schneckenzaun, Salatkragen und Absammeln spät abends begrenzen Schneckenfraß, Bierfallen locken dagegen zusätzliche Schnecken an.

Wenn ich im Spätsommer durchs Salatbeet gehe, drehe ich beim Romanasalat zuerst ein paar Außenblätter um und schaue ins Herz. Gelbe Flecken mit Belag darunter, braune Ränder, Läuse zwischen den jungen Blättern oder Schleimspuren: Jedes Zeichen führt zu einer anderen Ursache, und nicht jede ist eine Krankheit. Wer früh hinschaut, hat mehr Möglichkeiten, gerade bei Blattläusen, die du nach dem Kopfschluss mit Spritzen nur noch schwer erreichst.
Romanasalat, auch Römischer Salat genannt, bildet längliche Köpfe mit kräftiger Mittelrippe. Wie Kopf- und Pflücksalat ist er eine Form von Lactuca sativa und teilt mit ihnen viele Krankheiten und Schädlinge. Welche Salattypen zusammengehören, zeigt der Überblick über Familien und Typen der Salate und Blattgemüse.
Braune Flecken am Romanasalat: noch essbar?
Für die Küche ziehe ich eine klare Grenze. Zeigt ein Kopf Schimmel, faule oder schmierige Stellen oder riecht er auffällig muffig, gehört er in den Müll und nicht mehr auf den Teller. Ich entferne braune Blätter großzügig und prüfe den Rest genau auf diese Zeichen. Im Zweifel entsorge ich den ganzen Kopf.
Für das Beet zählt die Ursache, denn hinter braunen Stellen können sehr verschiedene Dinge stecken. Die Tabelle ordnet Schadbilder ein, die du am Salat finden kannst. Jedes davon ist ein Hinweis, keine Diagnose.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf |
|---|---|
| Braune, abgestorbene Ränder an jungen Blättern | Innenbrand durch gestörten CalciumtransportCalciumtransport ist die Verteilung von Calcium in der Pflanze. Calcium wandert mit dem Wasserstrom aus dem Boden in die Blätter, wo das Wasser verdunstet (Transpirationsstrom); Früchte verdunsten wenig und erhalten deshalb weniger Calcium. |
| Gelbe, oft von Blattadern begrenzte Flecken, unten weißlicher Sporenrasen | Falscher Mehltau |
| Glasige Stellen, die braun werden und später einen Schimmelrasen tragen | Grauschimmel durch Botrytis |
| Bodennahe Blätter werden braun, Blattrippen und Strunk halten zunächst | Schwarzfäule durch Rhizoctonia |
| Welke, zerstörter Strunk, weißliches Pilzgeflecht an der Pflanzenbasis | Sclerotinia-Fäule |
| Silbrig graue Flecken, die später absterben, verformte junge Blätter | Saugschäden durch Thripse |
| Rand- und Zwischenadernekrosen an älteren Blättern | Kaliummangel |
Die Fäulebilder sind an Radicchio und Endivie beschrieben, das Mangelbild an Kopfsalat. Am Romanasalat können dieselben Erreger Salatfäule auslösen. Bleibt das Bild unklar, kann eine Bodenanalyse Nährstoffmangel, Überschüsse und Ungleichgewichte unterscheiden. Nachdüngen auf Verdacht kann die Bedingungen dagegen verschlechtern.
Einige Außenblätter umdrehen und die Unterseiten ansehen. Ins Herz schauen, ob Läuse zwischen den jungen Blättern sitzen. Bodennahe Blätter auf glasige, braune oder faulende Stellen prüfen. Nach Fraßstellen und Schleimspuren suchen. Bei welken Pflanzen zuerst die Bodenfeuchte prüfen und erst dann entscheiden, ob du gießt.
Braune Ränder ohne Erreger: Innenbrand
Braune Blattränder können entstehen, obwohl im Boden genug Calcium steckt. Gestört ist dann der Transport ins Blattgewebe, etwa bei Überdüngung oder schwankender Wasserversorgung. Ein übermäßiges StickstoffangebotDas Stickstoffangebot ist die Menge an Stickstoff, die den Pflanzen im Boden tatsächlich zur Verfügung steht. Fachleute bestimmen diesen pflanzenverfügbaren Stickstoff mit einer Bodenanalyse, der sogenannten Nmin-Methode. kann bei stark wachsenden Salaten solche Schäden an jungen Blatträndern begünstigen. Auch eine späte Stickstoffgabe kann das Innenbrandrisiko erhöhen.
Bei braunen Rändern zusätzlich Calcium düngen. Liegt die Ursache im gestörten Transport, bleibt das trotz ausreichender Bodengehalte wirkungslos. Achte stattdessen auf gleichmäßige Wasserversorgung und vermeide Überdüngung.
Falscher Mehltau: gelbe Flecken oben, Belag unten
Falscher Mehltau zeigt sich am Romanasalat mit gelben Flecken, die oft von den Blattadern begrenzt werden. Auf der Blattunterseite sitzt darunter ein weißlicher Sporenrasen. Beim Kontrollgang drehe ich deshalb immer einige Außenblätter um, denn von oben siehst du nur das Gelb.
Der Erreger Bremia lactucae wird besonders im Spätsommer und Herbst durch anhaltend feuchte, mäßig warme Witterung begünstigt. Nässe fördert ihn ebenso wie die Salatfäulen, deshalb sollen die Blätter beim Gießen möglichst trocken bleiben. Vorbeugend können diese Maßnahmen helfen:
- ausreichend weite Pflanzabstände, damit der Bestand abtrocknet
- Reihen in Hauptwindrichtung
- morgens gießen, damit die Blätter tagsüber abtrocknen
- unter Glas rechtzeitig und reichlich lüften
Es gibt Salatsorten mit ResistenzResistenz ist bei Pflanzensorten die Fähigkeit, einen bestimmten Schaderreger abzuwehren: Bei einer resistenten Sorte bleibt ein Befall stark begrenzt, und weder Wachstum noch Ertrag leiden auffällig. gegen Falschen Mehltau. Neue Erregerrassen können solche Resistenzen aber überwinden. Eine resistente Sorte ersetzt deshalb weder weite Abstände noch trockene Blätter.
Ackerschachtelhalmbrühe wird eine stärkende Wirkung gegen Pilze nachgesagt. Ich verlasse mich beim Salat nicht darauf und setze zuerst auf Luft, Abstand und trockene Blätter.
Echter Mehltau tritt an Lactuca-Salaten eher selten auf und beginnt häufig an älteren Außenblättern. Er bildet einen mehligen Belag, zuerst auf der Blattunterseite und später auf beiden Seiten. Beim Falschen Mehltau fallen dagegen die gelben, oft von Adern begrenzten Flecken auf der Oberseite auf.
Salatfäulen: Grauschimmel, Sclerotinia und Rhizoctonia
Hinter Salatfäule können drei Erreger stecken: Botrytis, Sclerotinia oder Rhizoctonia. An Radicchio beginnt Grauschimmel mit glasigen Stellen, die braun werden und einen Schimmelrasen tragen, und hohe Luftfeuchte fördert ihn. An Endivien bräunt Schwarzfäule durch Rhizoctonia zuerst die dünnen Blattflächen bodennaher Blätter, während Rippen und Strunk zunächst erhalten bleiben. Sclerotinia zerstört dort den Strunk, die Pflanze welkt, und an ihrer Basis wächst weißliches Pilzgeflecht.
Faulende Pflanzen nimmst du aus dem Beet, und kranke Reste kommen nicht als Mulch zurück. Für den nächsten Satz setzt du gesunde Jungpflanzen mit Abstand und so, dass keine Blätter auf dem Boden aufliegen. Zu tief gepflanzter Salat ist anfälliger für Fäulnis, deshalb gehören hohes Pflanzen und Dammkultur zur Vorbeugung. Gegen Salatfäulen gießt du im Hausgarten morgens, und zwar 10 bis 15 l Wasser je m² und Gießvorgang.
Ich setze Romanasalat so hoch, dass der ErdpresstopfEin Erdpresstopf ist ein kleiner Würfel aus gepresster, feuchter Anzuchterde, ganz ohne Topfwand. Du säst direkt in das vorgeformte Loch und ziehst die Jungpflanze darin plastikfrei vor. etwa 1 cm aus dem Boden schaut, drücke ihn rundum an und gieße jede Pflanze sofort kräftig an. Auf Beeten mit anhaltenden Fäulnisproblemen pflanze ich noch etwas höher.
Sclerotinia bildet Dauerkörper im Boden, die auch nachfolgende WirtspflanzenWirtspflanzen sind die Pflanzen, die ein bestimmter Schädling oder Krankheitserreger befällt und von denen er lebt. Ein Schädling oder Erreger hat oft mehrere Wirtspflanzen, darunter auch verwandte Wildkräuter. infizieren können. Erkranken können unter anderem Feldsalat, Kopfsalat, Gurken und Tomaten. Bei der Anbaupause zählt deshalb nicht nur der Salat vom Vorjahr, sondern auch, was sonst auf dem Beet stand.
Salatmosaikvirus: gescheckte Blätter, stockender Wuchs
Das Salatmosaikvirus kann über Saatgut und über Blattläuse verbreitet werden. Befallene Pflanzen stocken im Wuchs, ihre Blätter wirken hell und dunkel gescheckt. Direkt behandeln lässt sich das Virus nicht.
Virusverdächtige Pflanzen nimmst du deshalb aus dem Beet. Ob die Symptome tatsächlich von einem Virus kommen, kann eine Virusdiagnose beim Pflanzenschutzdienst klären. Weil Blattläuse das Virus übertragen, ist jede Kontrolle der Läuse zugleich Vorbeugung gegen das Virus. Der zweite Weg führt über das Saatgut, die Vorbeugung beginnt also schon beim Säen. Wie du Romanasalat säst und die Keimlinge durch die erste Phase bringst, zeigt die Anleitung zur Aussaat von Romanasalat.
Blattläuse im Salatherz
Blattläuse besiedeln Salatköpfe auch im Inneren und können junge Blätter verkrüppeln. An Kopf- und Pflücksalat treten sie in verschiedenen Farben auf. Die Grüne Salatblattlaus versteckt sich im Pflanzenherz, und nach dem Kopfschluss lässt sie sich dort mit gewöhnlicher Spritztechnik nur schwer bekämpfen. Was du gegen Läuse tust, gehört deshalb in die Zeit vor dem Kopfschluss.
Als resistent angebotene Sorten sind kein sicherer Schutz, denn angepasste Blattlausrassen können auch sie befallen.
Vor dem Kopfschluss handeln
Im Hausgarten haben sich diese Anbaumaßnahmen bewährt:
- verschiedene Salatarten und -farben mischen, rote Sorten zeigen weniger Blattlausbefall
- viele kleine Sätze anlegen und früh mit der Ernte beginnen
- blattlausresistente Sorten wählen, ohne sich allein darauf zu verlassen
- ein Stickstoff-Überangebot vermeiden, weil überdüngte Pflanzen stärker befallen werden können
Die kleinen Folgesätze planst du mit dem Aussaatkalender für Salate zum Ausdrucken.
Nützlinge ins Beet holen
Im Salatkopf sind Schwebfliegen- und FlorfliegenlarvenFlorfliegenlarven sind die räuberischen Larven der zarten, hellgrünen Florfliege. Mit langen Saugzangen saugen sie Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und andere Kleininsekten aus und gelten deshalb im Garten als wichtige Nützlinge. die wichtigsten natürlichen Gegenspieler der Grünen Salatblattlaus. Marienkäfer und Schlupfwespen zählen ebenfalls zu den wichtigen Blattlausfeinden im Garten.
| Gegenspieler | Fraßleistung | Was du wissen solltest |
|---|---|---|
| Schwebfliegenlarve | 150 bis 900 Läuse während ihrer Entwicklung | Die erwachsenen Fliegen leben von Pollen, Nektar und Honigtau. Kaufen kannst du sie nicht, sie wandern aus der Umgebung zu. |
| Florfliegenlarve | bis zu 100 Läuse am Tag | Die erwachsenen Tiere leben von Pollen, Nektar und Honigtau und überwintern in Laub- und Heuhaufen, hinter Baumrinde, in Schuppen und auf Dachböden. |
| Siebenpunkt-Marienkäfer | bis zu 150 Läuse am Tag | Im Salatkopf spielt er kaum eine Rolle. |
Ich pflanze einheimische Blumen als bunte Tupfer in die Gemüsebeete. Dazu gehören Doldenblütler wie Dill, Petersilie, Kerbel und Möhre, KorbblütlerKorbblütler sind eine Pflanzenfamilie, zu der im Gemüsegarten unter anderem Kopfsalat, Endivie, Chicorée und Schwarzwurzel gehören. In der Fruchtfolge zählen sie zu den besonders gefährdeten Familien und sollten nicht zu häufig auf derselben Fläche stehen. wie Ringelblume, Schafgarbe, Kamille und Margerite sowie Buchweizen, Kornblume und Phacelia. Steinkraut liefert viel Nektar und Pollen und fördert Schwebfliegen, Schlupfwespen und Raubwanzen. Als Zwischenpflanzung im Salat hat der Pflanzenschutzdienst Hamburg damit signifikant weniger Salatblattläuse festgestellt.
Steinkraut zwischen den Salaten lockt Schwebfliegen an.
Damit Nützlinge überwintern, brauchen sie Unterschlupf. Ich lasse Laub- und Astmulch unter den Sträuchern liegen, lege einen Reisighaufen an und räume Staudenbeete erst Ende März ab. Gekaufte Blattlausgegenspieler an Salat freizulassen, gilt im Hausgarten als Maßnahme mit nicht gesicherter Wirkung. Wer im Gewächshaus gezielt Nützlinge gegen Blattläuse einsetzt, nimmt nur heimische Arten und Unterarten.
Hausmittel und Gelbtafeln einordnen
SchmierseifenlösungEine Schmierseifenlösung ist in Wasser aufgelöste Schmierseife, die als altes Hausmittel auf Pflanzen gesprüht wird. Sie legt sich als flüssiger Film über Schädlinge wie Blattläuse, die dadurch ersticken. und Rapsöl gelten als nützlingsschonende Hausmittel gegen Blattläuse. An Läuse im geschlossenen Kopf kommen sie aus demselben Grund schwer heran wie jede Spritzbrühe. Vom Frühjahr bis zum Frühsommer vermehren sich die Nützlinge und reagieren empfindlich, in dieser Zeit spritze ich nicht gegen Insekten. Gelbtafeln im Freien können Nützlinge anlocken und Vögel sowie Fledermäuse gefährden, die an die gefangenen Insekten wollen.
Schnecken am Romanasalat: erkennen, absammeln, abhalten
Zu den wichtigen Schadschnecken zählen Spanische Wegschnecke, Garten-Wegschnecke und Genetzte Ackerschnecke. Die Tiere fressen überwiegend nachts, bei feuchter Witterung auch tagsüber. Ihren Besuch erkennst du an Fraßstellen und Schleimspuren.
Besonders gut sammelst du Schnecken früh morgens, spät abends und bei Regen ab. Ein Schneckenzaun hält vor allem neu einwandernde Tiere ab, die bereits eingeschlossenen sammelst du heraus. Der Zaun muss lückenlos stehen und frei von überhängenden Pflanzen bleiben. Kupferband sollte als Barriere mindestens 5 cm breit sein. Junge Pflanzen kannst du zusätzlich mit Salatkragen aus Kunststoff oder Metall schützen.
Morgendliches Gießen hat hier einen zweiten Zweck. Ich gieße gezielt an die Salate und lasse die Wege, über die Schnecken zuwandern, trocken.
Mulch musst du bei Salat abwägen. Dauerhaftes Mulchen kann den Schneckenbesatz erhöhen, und grobes Material wie Rinde bietet zusätzliche Verstecke. Bei starkem Nacktschneckenbefall kann es sinnvoll sein, den Mulch samt Schnecken und Eiern zu entfernen. Tagetes können als Lockpflanzen das Auffinden und Absammeln erleichtern. Kröten, Frösche, Vögel und räuberische Insekten können zur Regulierung beitragen.
Bierfallen locken zusätzliche Schnecken an und können Nützlinge gefährden. Trinkfertiger Kaffee hilft nicht gegen Nacktschnecken, und Knoblauchpräparate zeigen nur eine geringe Wirkung.
Welke Köpfe, Thripse und Wühlmäuse
Welkt ein Romanasalat, lohnt der Blick in den Boden. Schlaffe Blätter können bei Trockenstress auftreten, aber auch bei beginnender Wurzelfäule. Prüf deshalb die Bodenfeuchte, bevor du zusätzlich gießt: Vorsichtiges Nachgraben zeigt, wie tief das Wasser eingedrungen ist. Wühlmäuse fressen an Wurzeln und anderen unterirdischen Pflanzenteilen, und auch Sclerotinia kann eine Pflanze über den zerstörten Strunk welken lassen. Ultraschallgeräte taugen nicht als wirksame Abwehr gegen Wühlmäuse.
Thripse saugen an den Blättern. Dabei entstehen zunächst silbrig graue, später abgestorbene Flecken, und junge Blätter können sich verformen.
Stress statt Befall
Nicht jede Veränderung am Kopf geht auf Erreger oder Schädlinge zurück. Wassermangel kann bei Romana im Sommer härtere Blätter, langsameres Wachstum und früheres Schossen verursachen. Hohe Temperaturen und Trockenheit können vorzeitige Blütenbildung fördern, und beim Schossen werden die Blätter härter und bitterer. Den Romanasalat ‘Xanadu’ beschreibt der Hersteller als schossfest und hitzebeständig für die gesamte Freilandsaison, stuft ihn aber ausdrücklich nicht als trockenheitstolerant ein. Auch eine hitzefeste Sorte braucht in trockenen Wochen also Wasser.
Vorbeugen im Beet: Abstand, Wasser, Netz
Römischer Salat steht mit 20 bis 25 cm Abstand in der Reihe und 25 bis 30 cm Reihenabstand. Weite Abstände gehören zur Vorbeugung gegen Falschen Mehltau, weil der Bestand schneller abtrocknet.
Gieß morgens und direkt im Wurzelbereich, dann trocknen benetzte Blätter tagsüber schneller ab. Gleichmäßig sollte die Versorgung auch sein, weil schwankende Wassergaben braune Blattränder fördern können. Die Grundlagen stehen im Salat-Überblick unter Gießen und Pflegen, und wie du Romanasalat gießt, düngst und hackst, zeigt ein eigener Ratgeber.
Dünge maßvoll, denn zu viel Stickstoff kann Nitrat anreichern und Salat anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen.
Ein Kulturschutznetz schützt Gemüse vorbeugend. Für Salat nimmst du leichtes Material mit einer Maschenweite unter 1 mm, legst es sofort nach der Pflanzung auf und lässt es bis zur Ernte liegen. Die Ränder schließen dicht mit dem Boden ab, und im Hochsommer lüftest du kontrolliert, damit es darunter nicht zu heiß wird.
Welche Nachbarn und welche Fruchtfolge zu Romanasalat passen, steht in einem eigenen Ratgeber. Mischkultur kann Befall etwas bremsen, verlass dich aber nicht darauf. Deine Anbaupausen kannst du Beet für Beet im Planer festhalten.
Chemie nur als letztes Mittel
Chemischer Pflanzenschutz kommt für mich nur als letztes Mittel infrage. Wer dazu greift, nimmt nur Mittel mit Zulassung für Haus- und Kleingarten und hält sich an die Gebrauchsanweisung. Schutzkleidung, die Wartezeit bis zur Ernte und die vorschriftsgemäße Entsorgung von Resten gehören dazu. Solche Mittel können auch die Nützlinge treffen, die du vorher ins Beet geholt hast.
Ziehst du Romanasalat im Hochbeet, findest du Vorbereitung, Winterschutz und Frühbeet-Aufsatz im Ratgeber zum Anbau von Romanasalat im Hochbeet.




